Arnaldur Indriðason Todesrosen

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Inhaltsangabe zu „Todesrosen“ von Arnaldur Indriðason

In einer hellen isländischen Sommernacht wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Sie liegt auf dem mit Blumen geschmückten Grab des isländischen Freiheitskämpfers Jón Sigurðsson. Kommissar Erlendur und seine Kollegen Sigurður Óli und Elinborg von der Kripo Reykjavík finden schnell heraus, dass es sich bei der Toten um eine Drogenabhängige handelt. Warum aber wurde die Leiche gerade auf dieses Grab gelegt? Was sollte mit dieser Inszenierung erreicht werden? Die Ermittlungen erweisen sich als heikel, denn namhafte Persönlichkeiten gehören zum Kreis der Verdächtigen ...

Gefällt mir von der Reihe bisher am besten

— Fee-ChristineAKS

Sehr komplex. Vielschichter Thriller des Isländers.

— juergenalbers

Sehr komplexe Handlung mit hohem Spannungsniveau

— fredhel

Ein relativ leicht zu zu lesendes Buch, kein blutrünstiger Krimi. Das Buch gibt dem Leser einen Einblick in die Abgründe des Drogensumpfes

— Bonbosai

Ein Krimi wie Island – still, aber gewaltig: ein Vulkan

— Lienz

Spannender Krimi, der Island von seiner dunklen Seite zeigt: Drogen, Prostitution und illegale Geschäfte statt friedlicher Fjorde!

— Thaliomee

Tolle Lesemotivation; man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

— Wurmli

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  • Tot auf dem Friedhof

    Todesrosen

    fredhel

    24. February 2016 um 18:18

    Schon im ersten Fall von Kommissar Erlendur hat mir der Schreibstil des Autors gut gefallen, ebenso die breitgefächerte Handlung. Der zweite Band -Todesrosen- kann das hohe Niveau halten. Eine tote Drogenabhängige wird in einer lauen Sommernacht auf dem Grab eines isländischen Freiheitskämpfer abgelegt. Sie wird von keinem vermisst und es ist sehr mühsam, ihre Identität zu ermitteln. Die Spur führt in ländliche Küstengebiete. Wieder schafft es der Autor Arnaldur Indriðason gut verpackt in einen spannenden Plot einen Hauch Sozialkritik einzuflechten. Diesmal geht es um Fischfangquoten, die von gierigen Geschäftemachern aufgekauft werden und damit den ortsansässigen Fischern und ihren Familien die Existenzgrundlage geraubt wird, was zur Abwanderung in die Städte und dem Ausbluten der Fischerdörfer führt. Doch dies wird, wie bereits gesagt, nur ganz subtil berichtet. Im Vordergrund steht die Tote, die so dem Rauschgift verfallen war, dass sie für Geld alles tat. Sie hatte nur einen wahren Freund, doch auch der konnte sie nicht retten. Jetzt ist er auf Rache aus und gibt der Polizei wertvolle Hinweise. Todesrosen ist wieder ein Krimi, der einen von der ersten Seite an fesselt, in dem die Personen eigenständige Charaktere sind, und der dieses ganz spezielle skandinavische Krimiflair besitzt. Einfach klasse.

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  • Sex, Drugs und Tod

    Todesrosen

    Lienz

    Ausgerechnet auf dem Denkmal des Freiheitskämpfers Jón Sigurðsson wird ein totes Mädchen abgelegt. Und das im beschaulichen Reykjavík des Jahres 1998. Der Krimi beginnt mit einer leicht anstößig-makabren Szene, die den Leser sofort ins Geschehen wirft. Peu à peu entrollt sich das gesamte Ausmaß einer in Island nicht vermuteten Schattenwelt mit erschreckenden Beziehungen nach Europa und die USA. Was diesen Krimi in meinen Augen so außergewöhnlich macht, ist, dass Arnaldur Indriðason keine schnellen Szenen braucht, um den Leser zu fesseln. Die geballte Kraft seiner Worte kommt auf leisen Sohlen. Zitat (S. 173): „Erla erhielt jede erdenkliche Hilfe bei der Überführung ihrer Tochter nach Ísafjörður. Der weiße Sarg rollte auf dem Förderband in den Gepäckraum der Maschine.“ Ein weiteres Beispiel ist die Beziehung zwischen Erlendur und seiner Tochter Eva Lind. Erlendur ist Polizist und seit langem geschieden, seine Tochter drogensüchtig. Zwischen Vater und Tochter, die sich erst seit wenigen Jahren kennen, besteht eine Zuneigung, die an Ehrlichkeit mit aller damit verbundenen Härte nicht zu überbieten ist. Dies ist für mich das Salz in diesem Krimi. Obwohl keine martialischen Szenen vorhanden sind, erscheint die Brutalität der Verbrechen in hellem Licht. Dabei versteht es Arnaldur Indriðason, beim Leser Verständnis für einen Täter zu wecken. Raffiniert und verblüffend kommt der Schluss, eine Wendung, die sich andeutet und dank Indriðasons Inszenierung so vollkommen nachvollziehbar ist. Die deutsche Übersetzung lässt vergessen, dass sie eine ist. So klar und ausdrucksstark ist die Sprache. Ganz nebenbei lernt ein Islandneuling wie ich viel Interessantes: Namensgebung, Aussprache, Gepflogenheiten. Das ist eine zusätzliche Bereicherung.   Das Buch war eine Empfehlung von Janosch79 – vielen Dank dafür! Arnaldur Indriðason kommt zu meinen Favoriten – ich werde definitiv mehr von ihm lesen! Wer noch nichts von Arnaldur Indriðason gelesen hat, sollte das wirklich schnell ändern! Sehr empfehlenswert.

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    • 6
  • Die dunkle Seite Reykjaviks

    Todesrosen

    Thaliomee

    08. April 2015 um 09:04

    Kommissar Erlendur mag die hellen Sommernächte nicht, in denen er kaum Schlaf findet. Genau in einer dieser Nächte wird die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof abgelegt, genau auf das Grab des berühmten Freiheitskämpfers Jón Sigurdsson. Schon bei der Untersuchung der Leiche wird klar, dass das Mädchen ein Leben am Rande der Gesellschaft führte: Ihr Körper wurde misshandelt, vergewaltigt und mit Drogen vollgepumpt. Niemand scheint sie zu vermissen, bis sich ein anonymer Anrufer meldet. Die Spuren führen Kommissar Erlendur und seine Kollegen Sigurður Óli und Elinborg zu den Westfjorden. Schon der Auftakt lässt erahnen, dass in dem Krimi eine Seite Islands gezeigt wird, die abseits der schönen Landschaften und malerischen Fischerdörfer liegt. Indridason zeigt, dass es in Reykjavik Elend und Gewalt gibt ohne dabei zu drastisch zu werden. Alle Figuren sind gut beschrieben und beeindrucken mit ihren Geschichten. Gut eingebaut ist die Geschichte um Erlendurs Tochter, die auch drogenabhängig ist. Der Leser erfährt - gemeinsam mit Erlendur - nicht viel über sie, das meiste bleibt unklar und man darf spekulieren wie weit sie geht um an Geld für Drogen zu kommen. Dieser Island-Krimi und das Ermittlerteam Erlendur, Sigurður Óli und Elinborg reiht sich nahtlos in die Serie gelungener Bücher ein. Düster und mit kritischem Blick auf die Verhältnisse in Island wird eine spannende Geschichte erzählt, die den Leser zum Nachdenken zwingt.

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  • Rezension zu "Todesrosen"

    Todesrosen

    j125

    24. January 2014 um 22:52

    Wie auch die anderen Bücher um Kommissar Erlendur und seine Kollegen von der Kriminalpolizei Island, hat mir Todesrosen sehr gut gefallen. Besonders an diesem Teil ist, dass man ein wenig mehr über Erlendurs Kinder erfährt, die er verlassen hat als sie noch klein waren. In diesem Roman spielen die Fischfangquoten an der isländischen Küste eine große Rolle. Große Konzerne kaufen die Fangquoten auf und treiben so die Bevölkerung in die Städte. Daran wird sehr deutlich gezeigt, wie man eine Gesellschaft beeinflussen und sogar lenken kann. Wie gewohnt ist Todesrosen ein wenig schwermütig, weil Kommissar Erlendur so gar nicht mit der "fortschrittlichen" Entwicklung Islands zurecht kommt. Aber wie gesagt, man erfährt einiges über sein Leben, was den Roman dann wieder sehr interessant macht. Nicht so gefallen hat mir der Titel, weil der Bezug nur am Ende kurz angeschnitten wird, aber es gab schon schlimmere Buchtitel. :)

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  • In einer hellen Sommernacht

    Todesrosen

    Wortklauber

    06. October 2013 um 10:05

    In einer hellen Sommernacht wird auf dem Grab des Nationalhelden Jón Sigurðsson die Leiche einer schwer misshandelten jungen Frau gefunden. Die Spur führt Kommissar Erlendur und seine Kollegen Sigurður Óli und Elinborg ins Drogenmilieu von Reykjavík, zu schwer zu durchschauenden Geschäftsmännern, die mit Immobilien Geld scheffeln, und in die Westfjorde, die besonders von der Landflucht betroffen sind. Es geht um Fischereiquoten, die einige Leute schwerreich gemacht und andere an den Rand des Existenzminimums gebracht haben, um die Drogen- und Beschaffungsszene Reykjavíks. Was das angeht, hat Erlendur - leider - eine ganz besondere Informantin: seine Tochter Eva Lind, zu der er erst seit Kurzem Kontakt hat, da Erlendur seine Frau verlassen hat, als die Kinder noch klein waren, und sie in diese Szene abgerutscht ist. Wieder ein solide gemachter Krimi aus Island. Kritisch, düster, was die beschriebene Drogenszene angeht, aber auch humorvoll. Der Anfang hat mich gleich für sich eingenommen - ein Isländer, der Probleme mit den hellen Sommernächten hat und deshalb nicht schlafen kann, ist schon ein Kuriosum! Da die Hauptpersonen keine bloßen "Erfüllungsgehilfen" bei der Lösung von Fällen sind, sondern sorgfältig gezeichnete Charaktere, die eine persönliche Entwicklung durchlaufen, empfiehlt es sich, die Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen - was inzwischen auch möglich ist, da die Fälle 1 bis 11 mittlerweile alle auch auf Deutsch zu haben sind.

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  • rezension

    Todesrosen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. June 2013 um 12:45

    Mal wieder ein nettes Buch von Indridason. Mehr aber auch nicht: Kaum Spannung, viele Wiederholungen und Gequatsche... Im Klappentext meiner Ausgabe stand, dass schnell hohe politische Personen in den Mord verstrickt werde würden - weit gefehlt: Das Buch kommt erst nach der Hälfte in die Nähe konkretere Ermittlungserfolge und auch dann erst kommt zum Ende deutlich heraus, dass 1-2 Personen der Stadt verwickelt sind. Die Szenen des Kommissars mit seiner Familie fand ich bisher immer eher langweilig und nicht wirklich eine Rolle spielend für den vorliegen Fall. Hier kann seine Tochter zwar etwas beisteuern, doch kaum der Rede wert. Doch trotz meines Gemäckels lässt es sich nett lesen, und wenn man gelernt hat, das "Überflüssige" zu überlesen, dann entwickelt sich gerade zum Ende hin eine interessante Wendung. Trotzdem war mir deutlich schneller klar, was abgeht, als den beiden Hauptkommissaren. Dafür war dieser Band dann doch schnell zu deutlich. Es geschieht also nichts wirklich Überraschendes -  bis zum Ende...

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  • Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Todesrosen

    HarryF

    21. January 2013 um 07:55

    Indridason's Bücher sind weniger Krimis als viel mehr Milliestudien und Geschichten rund um die kleine Insel im Atlantik. Wenn man wie ich ein absoluter Fan von Island ist, kommt man um die Geschichten rund um Kommissar Erlendur nicht herum, alle anderes sollten probelesen.

  • Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Todesrosen

    goldstaub

    07. November 2012 um 10:21

    meine meinung: für mich war es das erste buch das ich von a.indridason gelesen habe und es war spannend zu lesen. sein schreibstiel ist ruhig und ohne abschweifung. er bleibt bei dem wesentlichen und gibt dem leser die wichtigsten infomationen weiter. der autor: arnaldur indridas wurde 1961 geboren. er schreibt und lebt mit seiner familie in reykjavik. zu buch: auf dem grab des freiheitskämpfer jon sigurdsson wurde eine junge frau tot abegelegt. ihr körper war mit blauen flecken übersät. der kripobeamte erlendurs und sein kollege wurde der fall zugeteilt. schnell stellte sich herraus das die tote eine prostituierte und drogen abhängig war. erlendurs hat kein gutes verhältnis zu seiner tochter aber trotzdem sucht er hilft bei ihr, denn sie ist auch drogensüchtig. seine tochter vermittelt ihm den kontakt zu einem jungen mädchen aus der szene,die die tote kannte. denn niemand vermisste die tote. die beamten kamen in dem fall nicht weiter. bis erlendurs einen anruf von einem mann bekommt, der ihm immer wieder informationen über die tote und ihr umfeld zuspielt. erledurs bekommt ein bild und ein buch in die hand und schnell wurde klar das es nicht nur um drogen und prostitution geht sondern auch um spekulationen und bauvorhaben. auf die beamten kommen noch große probleme zu, als reiche und namenhafte persönlichkeiten du den verdächtigen gehören.

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  • Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Todesrosen

    miss_mesmerized

    14. October 2012 um 09:59

    Ein totes Mädchen wird auf dem Grab des islandischen Freiheitskämpfers Jon Sigurdsson gefunden. Hinter dem Mord muss mehr stecken, derjenige, der das Mädchen dort abgelegt hat, will der Polizei noch etwas mitteilen. Kommissar Erlendur hat es mit einem komplizierten Mord zu tun, in dem nicht nur Drogen und Prostitution eine Rolle spielen, sondern aus Spekulation und die Baubranche. Unwillkürlich muss er sich auch mit seinen beiden Kindern auseinandersetzen, die viel näher an diesem Fall sind, als es ihm recht ist. Der Krimi ist durchaus spannend, wenn auch nicht mit übermäßigem Thrill für den Leser. Man wartet gebannt auf die Auflösung der Zusammenhänge, aber das Ende bleibt leider ein wenig hinter den Erwartungen zurück und ist dann doch etwas banal geraten. Interessanter war fast die persönliche Ebene in der Geschichte, die Zerrissenheit und Machtlosigkeit des Vaters, der seinen Kindern helfen möchte - es aber nicht schafft und ihnen beim Verfall zusehen muss. Leider blieben alle anderen Figuren hinter dem Ermittler etwas blass, wenn sie auch durchaus interessant angelegt waren.

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  • Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Todesrosen

    kassandra1010

    13. October 2012 um 14:32

    Leider wurde der zweite Fall erst nach den anderen 5 Teilen veröffentlicht. Das rückt den Ablauf der Geschichte um Erlendur und sein Team etwas durcheinander. Ein junge Prostituierte wird tod auf einem alten Grab gefunden. Eine für Island untypische Mordermittlung beginnt und es kann nicht schlimmer kommen, ist doch Erlendurs Tochter, die selbst drogensüchtig ist, mitten im Geschehen. Spannend bis zur letzten Seite!

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  • Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Todesrosen

    LEXI

    17. March 2012 um 18:26

    In einer hellen isländischen Sommernacht wird die nackte Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Sie liegt auf dem mit Blumen geschmückten Grab des isländischen Freiheits-kämpfers Jón Sigurdsson. Kommissar Erlendur und seine Kollegen Sigurður Óli und Elinborg von der Kripo Reykjavík finden schnell heraus, dass es sich bei der Toten um eine Drogenabhängige handelt. Warum aber wurde sie gerade auf dieses Grab gelegt? Was sollte mit dieser Inszenierung erreicht werden? Die Ermittlungen erweisen sich als heikel, denn namhafte Persönlichkeiten gehören zum Kreis der Verdächtigen … „Wo haben die Tage deines Lebens ihre Farbe verloren?“ Dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung dieses Buches. Der Fund einer misshandelten nackten Frauenleiche ist der Auftakt zu akribischen Ermittlungsarbeiten des Teams Erlendur/ Sigurður Óli /Elinborg der Kripo Reykjavik. Zusammenhänge, die sich langsam kristallisieren, Hintergründe, die nach und nach aufgedeckt werden und Fährten, die sich nicht immer als richtig erweisen. Der Plot wurde sehr interessant gestaltet, die Umsetzung empfand ich grandios. Indridason beherrscht die Kunst, seine Kriminalromane auch ohne Action und allzu blutige Szenen zu einem fesselnden belletristischen Werk zu machen. Seine Genialität besteht für mich darin, dass er viel Augenmerk auf die Untersuchungen seiner Ermittler legt, seine Spannung langsam aufbaut und den roten Faden dabei nie verliert. Er spielt mit Rückblenden in die Vergangenheit seiner Protagonisten und stellt so den Bezug dazu her. Obgleich er mit diesem Roman mitten in der Szene der Drogenabhängigen und Prostitution landet, bleibt das Niveau seiner Sprache stets hoch und er bedient sich nur minimalster Kraftausdrücke. Indridason hat sich damit bereits in seinem ersten Buch zu einen meiner favorisierten Autoren kristallisiert und ich schätze diesen Autor über alle Maßen für seine ausdrucksstarken und wunderschön geschriebenen Kriminalromane. In „Todesrosen“ begegnet der Leser Indridason Kommissar Erlendur und seinen Kollegen Sigurdur Oli und Elinborg. Besonders die Charaktere Erlendur und Sigurður Óli sind detailliert und sehr lebendig gezeichnet und der Autor gibt sich viel Mühe, sie authentisch erscheinen zu lassen. Indridason vernachlässigt hierbei aber keineswegs die Nebenfiguren wie beispielsweise Erlendurs Tochter Eva Lind oder Janus, den Freund der Ermordeten aus Kindheitstagen. In „Todesrosen“ begegnet Sigurður Óli erstmals auch Bergpora … Es handelt sich beim vorliegenden Buch um eine gebundene Ausgabe mit einer für mich befremdenden Optik. Auf dem Cover sieht man vereiste Berge im Hintergrund, im Vordergrund eine Mauer mit einem schlichten Holzkreuz, verziert mit Rosen. Erst auf den letzten Seiten des Buches kann man als Leser einen Zusammenhang ersehen … schade. Die Optik dieses Covers ist für mich nicht stimmig, tut aber dem erstklassigen Inhalt keinen Abbruch. Fazit: „Todesrosen“ stellt für mich ein weiteres Buch aus einer grandiosen Reihe von Büchern aus der Feder Arnaldur Indridasons dar, der wieder einmal auf exzellente Art und Weise bewiesen hat, dass er nicht umsonst als einer meiner Lieblingsautoren rangiert. Das Buch ist eine glatte Empfehlung für Liebhaber von Krimis, speziell der nordischen. Spannende Handlung, sehr guter Aufbau und durchgehend interessanter Schreibstil zeichnen das Werk aus, dem ich gerne 5 Sterne vergebe und das ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Todesrosen

    ribanna

    20. February 2011 um 14:09

    Düster und traurig. "Wo haben die Tage deines Lebens ihre Farbe verloren?" Mit dieser Gedichtzeile beginnt der Roman, und mit dieser Zeile endet er. Es ist der zweite Teil der Kommissar Erlendur - Reihe. Eine junge Drogenabhängige wird ermordet auf einem Friedhof abgelegt - ausgerechnet auf dem Grab eines isländischen Freiheitskämpfers. Niemand scheint die Tote zu vermissen. Erlendurs ebenfalls drogenabhängige Tochter Eva Lind kann durch ihre Kontakte zur Szene einiges zu den Ermittlungen beitragen. Die Spuren führen in eine Welt, in der sich Prostitution, Drogenhandel und Politik in unseliger Weise vermischen. Spannend, in schnörkelloser Sprache und nachdenklich machend.

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  • Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Todesrosen

    mabuerele

    15. December 2010 um 17:49

    Indridason schreibt Islandkrimis. Ich habe schon einige von ihm gelesen. "Todesrosen" dürfte sein letzte gewesen sein. Im Mittelpunkt steht Kommissar Erlendur: geschieden, zwei erwachsene Kinder. Die Tochter ist rauschgiftsüchtig, der Sohn Alkoholiker. Die Probleme und Konflikte, die sich daraus ergeben, spielen in den einzelnen Bänden mehr oder weniger eine Rolle. In "Todesrosen" wird ein junges Mädchen nackt auf dem Grab eines isländischen Freiheitskämpfers gefunden. Keiner scheint sie zu kennen. In keiner Vermisstenanzeige taucht sie auf. Warum gerade liegt sie auf diesem Grab? Rauschgiftsucht, Prostitution, Korruption, Erpressung - die Liste der Thema, die bei den Ermittlungen zu Tage kommen, ist lang, der Ausgang überraschend. Der Roman ist spannend geschrieben. Und er geht von der Thematik her unter die Haut.

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  • Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Todesrosen

    quadrupes

    12. July 2010 um 22:32

    Eine junge Frau wird tot auf dem Grab des isländischen Nationalhelden Jon Sigurosson gefunden. Kommissar Erlendur und seine Kollegen stehen vor einem Rätsel. Wer und was steckt dahinter? Nach und nach stoßen sie auf die Hintergründe eines Kriminalfalls, der die Perspektivlosigkeit der isländischen Landbevölkerung offen zu Tage treten lässt und die Ermittler tief in die Drogenszene Reykjaviks führt. Wie gewohnt beleuchtet Arnaldur Indridason, eingebettet in eine spannende Kriminalgeschichte, gesellschaftliche Missstände. Dieses Mal lässt er den Strukturwandel Islands mit all seinen Problemen in die Handlung einfließen. Obwohl offiziell der zweite Roman rund um Kommissar Erlendur, hat der herausgebende Verlag "Todesrosen" erst als achtes Werk dieser isländischen Kriminalserie in der deutschen Übersetzung veröffentlicht. Dies stört den Lesefluss jedoch keinesfalls. Wer mit den Figuren schon vertraut ist, wird interessiert eine kleine Zeitreise unternehmen und neue aufschlussreiche Aspekte rund um die Protagonisten erfahren. Für alle anderen bietet es die Gelegenheit, in die gegenwärtig wohl beste Kriminalreihe einzusteigen.

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  • Rezension zu "Todesrosen" von Arnaldur Indridason

    Todesrosen

    Winterzauber

    16. May 2010 um 23:34

    Als bekennender Indridasson-Fan hatte ich das Buch wohl vergessen und nun zwischendurch gelesen. Hat mich nicht enttäuscht. Der schwierige Erlendur ist so wie immer und die Ermittlungen rund um den Tod des Mädchens sind absolut lesenswert und die Story insgesamt stimmig.

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