Arnaud Delalande Die Dante-Verschwörung

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Inhaltsangabe zu „Die Dante-Verschwörung“ von Arnaud Delalande

Venedig 1756: Ein okkulter Mord die Kreuzigung eines berühmten Schauspielers in einem venezianischen Theater erschüttert die Lagunenstadt. In den Verliesen des Dogenpalasts sitzt wegen seiner Affäre mit einer verheirateten Frau der Mann, der für solche Fälle prädestiniert ist: Pietro Viravolta, Abenteurer, Verführer und "Geheimagent" des Dogen. Pietro wird freigelassen, um das Verbrechen aufzuklären, das nur der Auftakt einer unheimlichen Mordserie ist. Priester, Kurtisanen, Glasmacher das Motiv der Morde bleibt rätselhaft. Bis Pietro bei der geheimen Sekte den Schlüssel zu allem entdeckt: Dantes "Inferno". Alle Taten werden nach den Strafen der neun Kreise der Hölle durchgeführt. Hinter den Fassaden prächtiger Palazzi und den Tapetentüren glanzvoller Bibliotheken stößt Pietro auf eine beängstigende Verschwörung ...

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  • Rezension zu "Die Dante-Verschwörung" von Arnaud Delalande

    Die Dante-Verschwörung

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. August 2009 um 21:39

    Klappentext 1756. Venedig im Zeitalter der Aufklärung. Ein abscheulicher Mord - die Kreuzigung eines beliebten Schauspielers - geschieht mitten in einem Theater der Serenissima. Für Pietro Viravolta, der in den Kerkern des Dogenpalastes sitzt,weil er die Frau eines mächtigen Venezianers verführt hat, ein Glück. Denn Viravolta ist ein Abenteurer, waghalsig und klug und hat als Geheimagent des Dogen schon so manchen schwierigen Fall aufgeklärt. Der Doge setzt ihn auf freien Fuß und betraut ihn mit den Ermittlungen gegen die Feinde der Republik. Denn auf den ersten Mord folgt ein zweiter, dann ein dritter ... Seine Untersuchungen führen Viravolta zu Luciana, der schönen Geliebten eines venezianischen Senators, zu Spadetti, dem Glasmeister von Murano, und zu Caffelli, dem Priester von San Giorgio Maggiore. Als dieser ermordet wird, entdeckt Viravolta die Existenz der geheimnisvollen Sekte der "Feuervögel" und erhält einen entscheidenden Hinweis: Alle Morde stehen im Zusammenhang mit Dantes "Inferno" ... Meine Meinung Dantes "Inferno" aus seiner "Divina Commedia" – zumindest einige Teile daraus – ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Den Faden braucht es auch, oft verzettelt sich der Autor in Geschichtsexkursen, historischen Rückblicken, die nicht zur Geschichte gehören (aber dennoch informativ sind). Es hat die eine oder andere Nebenhandlung, die nicht sein müsste (oder vielleicht den Leser in die Irre führen soll?). Das Buch ist unterteilt in neun Kreise und 27 Gesänge, in jedem Kreis passiert ein Mord, jeweils makaber inszenziert. Jeder der Morde ist einem Thema aus Dantes Buch gewidmet, beispielsweise der Völlerei, der Wollust, Heidentum, Habgier und Verschwendungssucht. Wer der Drahtzieher hinter den ganzen Morden ist, erfährt man recht spät, was die Spannung hoch hält. Die Zusammenhänge erschliessen sich dem Leser mit kleinen Hinweisen, aus Gesprächen und Handlungen. Pietro Viravolta ist ein äusserst glaubwürdiger, menschlicher Protagonist. Er ist sehr gut beschrieben. Und man kann sich gut in ihn hineinversetzen. Dass Goldoni vorkommt, ist eines – und nachvollziehbar, aber Casanova hat an sich nichts zu der Geschichte beigetragen, das sollte wahrscheinlich eine kleine "Spielerei" sein. Fazit Ein spannender Krimi, den man sich durchaus als Film vorstellen kann. Düster, Dunkel, im Gegensatz dazu der Karneval mit seinen bunten Farben. Die Sprache ist zwar "historisch" und also passend, leider sind einige Ausdrücke sehr neuzeitlich, das kann aber auch an der Übersetzung liegen. Sicher ist: Arnaud Delalande recherchiert gerne und gut – es hat jedoch einen Fehler, den ich auch eher der Übersetzung ankreiden würde. Es war bestimmt nicht einfach, das Buch in die deutsche Sprache zu bringen. Obwohl ich sonst nicht die Krimileserin bin: Das Buch, die Geschichte, überzeugten mich. Arnaud Delalande (* 1972) ist ein französischer Drehbuch- und Romanautor. Seine Romane haben einen historischen, meist religiösen Hintergrund. Sein Erstling Notre Dame sous la terre erschien in mehreren Sprachen, auf Deutsch auch in mehreren Auflagen. Für seine Arbeit erhielt er 1998 den „Prix Evasion des Relais H“ sowie den „Prix Charles Oulmont“ der Fondation de France.

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  • Rezension zu "Die Dante-Verschwörung" von Arnaud Delalande

    Die Dante-Verschwörung

    kfir

    19. February 2008 um 21:38

    Ein guter historischer Venedig-Roman Venedig in den 1750er Jahren. Der Glanz der einstigen Handelsstadt im Mittelmeer schwindet ebenso wie der Macht des Rates der Zehn. Eine Verschwörung gegen die Stadt wird vermutet und Morde häufen sich, die allesamt eine Verbindung zu Dantes Inferno nahe legen. In einem Akt der Verzweiflung holt man den in Ungnade gefallen Agenten Pietro Viravolta aus den Bleikammern und dieser Lebemann und Schauspieler macht sich auf seine eigene Art und Weise an die Ermittlungen, die ihn durch die gesamte Stadt führen. Der Autor schafft es gekonnt, seine sehr aufwendig recherchierten Fakten mit einer spannenden und glaubhaften Rahmenhandlung zu verspinnen. Die Charaktere sind absolut lebendig und spielen in einer fein gezeichneten Stadt voller Details. Auch wird sehr schön und bisweilen gruselig eine finster Stimmung aufgebaut, die den Leser schnell gefangen nimmt. Doch dann mag man wiederum manchmal glauben, Delalande hätte ein wenig zu viel Spurensuche betrieben. Denn an so einigen Stellen schweift die Erzählung vom eigentlichen Thema ab und der Leser erfährt viel, manchmal zu viel über die Zeit und ihre Auswirkungen, über die Geschichte der Stadt und seine Bewohner, die Handwerke, die Künste, die Politik. Auch so schillernde Persönlichkeiten der Stadt wie ein Giacomo Casanova und Carlo Goldoni dürfen in einer solchen Geschichte natürlich nicht fehlen, wenn sie auch nicht viel zur Handlung beitragen. So bunt das alles auch dargestellt ist, es fällt bisweilen leider ein wenig schwer, wieder in die eigentliche Geschichte zurückzukehren. Denn spannend ist die Spurensuche um die Morde und die Hinweise aus Dantes Inferno allemal und hätte ruhig die erste Geige spielen dürfen. Wer einen lebendigen und bunten historischen Venedig-Schmöker sucht, der ist hier gut bedient, wenn auch leider die Story manchmal in den Hintergrund tritt.

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