Arnd Brummer Unter Ketzern

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Inhaltsangabe zu „Unter Ketzern“ von Arnd Brummer

Arnd Brummer, Chefredakteur des Monatsmagazins „chrismon“, erzählt die aufregende Geschichte seiner Suche nach einer kirchlichen Heimat: Aufgewachsen in einer gut katholischen Familie, entdeckt er mit zehn Jahren Jan Hus, der abweichender Glaubenslehren wegen verbrannt worden war. Eine Zeit des Fragens und Zweifelns beginnt. Eine Predigt des damaligen Kurienkardinals Joseph Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI., erzürnt den jungen Intellektuellen so sehr, dass er aufbricht, um unter den Ketzern heimisch zu werden. Heimat ist, wo Fragen, Diskutieren, ja Zweifeln erlaubt ist. Ein leidenschaftliches Plädoyer für die evangelische Kirche.

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  • Rezension zu "Unter Ketzern" von Arnd Brummer

    Unter Ketzern

    WinfriedStanzick

    11. April 2012 um 15:16

    Dieses Buch ist geschrieben anlässlich des Papstbesuch im Jahr 2011. Schon lange wollte der vom Katholizismus zu einem kritischen Protestanten konvertierten Journalist Arnd Brummer dieses Buch schreiben, erzählen von seiner reformatorischen Erkenntnis und was er bei aller Kritik im Einzelnen an den „Ketzern“ positiv und echt evangelisch findet. Ich habe das Buch mit wachsender Begeisterung gelesen als einer, der evangelisch getauft ist, bewusst seine Konfirmation erlebt hat, in Kindheit und Jugend mit kaum etwas Katholischem in Berührung gekommen ist. Als einer, der ab 1973 „weil Menschen Menschen brauchen“ (so die Werbung der EKHN für Primaner) ev. Theologie studiert hat und ab 1980 als Pfarrer gearbeitet und sich mindestens einmal im Monat über den katholisch- fundamentalistischen Kollegen geärgert hat. Als einer, der über Jahrzehnte erlebte, wie alle ökumenischen Bestrebungen immer wieder im Sand verliefen, weil der Alleinvertretungsanspruch der katholischen Kirche für alles Christliche ungebrochen war. Ich habe das Buch gelesen und wusste an manchen Stellen gar nicht mehr, ob da wirklich einer über meinen Glauben spricht, über die Kirche, der ich schon so lange angehöre und in deren Auftrag ich das Evangelium verkündige. So klar und radikal reformatorisch wurde da geschrieben von etwas, vom dem ich doch immer schon ein Teil war und sein sollte. Deshalb kann ich dieses Buch allen evangelischen Christen, Pfarrern und Ehrenamtlichen zur Lektüre nur empfehlen. Sie werden sich freuen und stolz sein können, mit ihrem Leben und ihrem Beitrag zum „Gottesdienst im Alltag der Welt“ (vgl. Römer 12) Teil dessen zu sein, was Brummer so beschreibt: „Reformatorische Theologie, zumal eine solche, die sich auf Martin Luther, auf Friedrich Schleiermacher oder die Großen der liberalen Theologie bezieht, kann nicht anders, als die befreiende Botschaft von der Liebe Gottes durch Jesus Christus in die Lebenswelten der Mitmenschen zu transportieren. Und die ihr verpflichteten Akteure wissen, dass es sich um nichts anderes handelt als um missionarischen Dienst gegenüber Leuten, die in den Sprachen und Bilderwelten der Gebildeten nicht mehr zu Hause sind oder es nie waren. Die Männer und Frauen der Kirche vollziehen ihren Auftrag höchst selten im Kontakt mit den gebildeten unter den Verächtern der Religion. Sie haben es weit häufiger mit den fühlenden, aber unwissenden Freundinnen, mit den sprachlosen Zugeneigten oder Indifferenten zu tun. Sie setzen Zeichen und entwerfen Allegorien, sie übersetzen die großen Erzählungen der Bibel- ja auch das - in die Bilderwelt der Massenmedien und ins Soap-Format. Und sie sind dabei oft sehr allein, mühen sich mit einzelnen Freiwilligen und hoffen, Trost und Liebe zu verbreiten. Denn es geht ihnen mit Recht nicht um die Verbreitung von gelehrtem, kanonisierten Geschwätz, sondern um die Verkündigung der Liebe Gottes unter den Einsamen im Überfluss der Welt, unter den Traurigen inmitten der Spaßgesellschaft, unter den Überforderten im sozialen Stress der Alles-ist-möglich- Parolen. Sie künden von einem Glaubenskern, in dem ein Gescheiterter den Eintritt Gottes in die menschliche Geschichte symbolisiert, ein Verhöhnter und Verspotteter, ein Verlachter und Missachteter (…) Wen es nicht interessiert, ob die Liebe Gottes in die Welt kommt, wer damit zufrieden ist, wenn die absolute Lehre, die betonierte Tradition heilig und unversehrt bleibt oder die Selbstheiligung der Selbstgerechten funktioniert, der schüttele sich vor Lachen über die armen Tröpfe von Pfarrern und Pfarrerinnen die ihren Dienst ernst nehmen, die sie sich – mit vielen Schwächen und Fehlern, aber engagiert und voller Sorge - auf die Menschen zu bewegen, sie bewegen und sich von ihnen bewegen lassen.“ Ja, liebe evangelische Mitarbeiter im Weinberg Gottes, lasst Euch dieses streitbare Buch zur Ermutigung werden auf Eurem Weg. Und den katholischen Lesern sei gesagt: nehmt das Buch nicht als Angriff, sondern als Einladung.

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