Arne Dahl Bußestunde

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Inhaltsangabe zu „Bußestunde“ von Arne Dahl

Der zehnte Fall für die legendäre Stockholmer A-Gruppe: Ein verschwundener Geheimdienstchef und eine Serie sadistischer Morde an jungen Frauen - Arne Dahl lässt Böses mit Bösem vergelten und beschert seinen Lesern das überraschende Finale seiner vielfach preisgekrönten Serie. Spätsommer in Stockholm, Sonntagnachmittag zwischen drei und vier: In dieser scheinbar friedvollen Zeit geschieht ein buchstäblich unsichtbares Verbrechen. Der schiere Zufall macht Lena Lindberg, ein Mitglied der A-Gruppe, zur ahnungslosen Zeugin. Während ihr Vorgesetzter Paul Hjelm den undankbaren Auftrag erhält, den verschwundenen Geheimdienstchef zu finden, stößt die A-Gruppe auf eine Serie sadistischer Morde an jungen Frauen. Doch nicht allein die Tatsache, dass auch Hjelms Tochter Tora ins Visier des Täters gerät, ist der Grund für die außergewöhnlichen Mittel, zu denen die A-Gruppe greift ...

Arne Dahl at his best. Gute schlüssige Geschichte, die auf vielen verschiedenen Ebenen anfängt, die sich zum Ende plausibel zusammenfügen.

— P_Gandalf

es sei ihm gegönnt... hat er die letzten schnippsel in einem roman vereint.... extralegale tötungen, gang bang und bullimie...

— Pashtun Valley Leader Commander

Naja, Teilweise fehlte mir die Spannung aber trotzdem ok.

— lisa1997

Spannend, fesselnd , aber zwischendurch verliert man den Glauben an das Gute im Menschen.

— mistellor

Dieser Kriminalroman hatte mehrere Facetten, unglaublich gut erzählt und spannend und unergründlich bis zur letzten Seite.

— Jorma171

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    Bußestunde

    walli007

    18. September 2016 um 12:34

    Es herrscht relative Ruhe in der A-Gruppe, seit einiger Zeit sind keine spektakulären Fälle aufgetreten. Zur Zeit ermitteln die Beamten in einem internationalen Scheckbetrugsfall. Lena Lindberg wird zufällig in einen Überfall auf eine Videothek hineingezogen. Weil sie nichts besseres zu tun hat, übernimmt sie die Sache. Im Laufe der Untersuchung stößt sie dabei auf ein weiteres Verbrechen, das den Behörden beinahe verborgen geblieben wäre. Eine Zeugin ist verschwunden. Und als dann noch Paul Hjelms Tochter in eine Durchsuchung hereinplatzt ergibt sich ein Muster. Der Täter scheint es auf junge Frauen abgesehen zu haben, die mit aller Gewalt schlank sein wollen. Das Dasein der A-Gruppe scheint gefährdet. Ohne herausragende Ergebnisse, ohne zu untersuchende Verbrechen überhaupt, gibt es keine Existenzgrundlage. Kein Wunder, dass man sich um die relativ einfache Erforschung eines Überfalls reißt. Nicht zu erahnen war, was damit noch zutage gefördert wird. Wie können intelligente junge Frauen in die Welt des Abnehmwahns abgleiten und wer kann daran interessiert sein, gerade so dünne Frauen zu entführen? Zufälle gibt es nicht, welche Fügung hat die A-Gruppe gerade zu diesem Fall geführt, der aus mehreren Strängen besteht, die sich zu einem Seil des Verbrechens verbinden. Es dauert eine Weile bis die A-Gruppe ihre Trägheit überwindet und so dauert es auch eine Weile bis echte Spannung in diesem Fall aufkommt. Doch wenn es dann soweit ist und sich die Hinweise langsam zusammenfügen, hat man ein besonders perfides Gebilde, das aus mehreren Gliedern besteht. Was zunächst unnötig kompliziert erscheint, erhält seinen Sinn. Jedes Puzzleteil fällt an seinen Platz. Bewundernswert wie Arne Dahl mit seinen Worten spielt, Brutalität, Direktheit wechseln sich mit hintersinnigem Humor und geschickten Wendungen. Die inneren Strömungen in der A-Gruppe beeinflussen die Ermittlungen und auch wenn einiges erstmal abwegig erschient, führt doch jeder Schritt ein Stückchen näher zum Ziel. Zwar ist ein wenig Geduld gefragt, doch bald schon ist man von diesem verschachteln Thriller in den Bann gezogen.

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  • Arne Dahl at his best

    Bußestunde

    P_Gandalf

    02. August 2016 um 20:31

    Arne Dahl at his best. Gute schlüssige Geschichte, die auf vielen verschiedenen Ebenen anfängt, die  sich zum Ende plausibel zusammenfügen. Zentrales Motiv ist der Rachefeldzug einer Frau, dieals Schülerin von Klassenkameradinnen gemobbt und als Vergewaltigungsopfer dargeboten wurde. Darin verwoben sind Ansichten über Essstörungen (Schlankheitswahn) und Folter. Der zweite Handlungsstrang beschreibt wie einer der bekannten Bösewichte des A-Teams liquidiert wird. Dazu wird Paul Hjelm Spion.

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  • Bußestunde von Arne Dahl

    Bußestunde

    lisa1997

    18. February 2015 um 17:34

    Meine Meinung: Ich möchte mich zuerst bei dem Verlag „Piper“ bedanken, der mir dieses Buch zu Verfügung gestellt hat. Die Geschichte klingt interessant. Ein verschwundener Geheimdienstchef und ein Kiosküberfall der nach mehr ausschaut. Die Handlung klingt eigentlich gut, doch an der Umsetzung scheiterte es. Die Spannung fehlte leider zu oft. Es gab zwar Abschnitte wo ich gespannt war, aber naja der größte Teil war leider nicht spannend. Jedenfalls dauerte es mir zu lange. Mich überzeugte es, dass auch die Tochter eines Kommissars in die Geschichte verwickelt war und dass aus einem Kiosküberfall ein schweres Verbrechen wurde. Nämlich Medikamentenhandel. Dabei geht es um ein Medikament für Essstörungen bzw. abnehmen. Dieses Medikament ist noch nicht legal erhältlich und voller Nebenwirkungen steckt. Die Geschichte klingt eigentlich so spannend. At first I’d like to thank “Piper” because this publisher gave me a free exemplar of this book. The story sounded interesting. A missing intelligence chef and an assault in a kiosk which looks auspicious. The story line sounded good, but it fails by the realization. I often missed the tension. There were majority where I was excited but the big sections were unspectacular. At the end it took too long for me. It satisfied me, that the daughter of a commissar was involved in the story and the assault was more than an assault. Cause’ a drug trade. There is a medicine which is for eating disorders or for people who wants to lose weight. But this medicine is not legal and the drug has too much side effects. Normally the story sounded interesting. Fazit: Ein Buch das mit seinen Höhen und Tiefen glänzte. Kann ich es empfehlen? Schwer zu sagen, aber ich persönlich würde es nicht empfehlen. Leider. Ich gebe diesem Buch 3 von 5 Herzen. A book with highs and lows. Can I recommend this book? It is difficult to say, but I personal think I would not recommend this book. I’m afraid not. I give this book 3 of 5 hearts.

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  • Spannend, unergründlich, böse und traurig - die Bußestunde

    Bußestunde

    Jorma171

    14. October 2014 um 16:46

    Dies war wieder ein Buch, das fesseln konnte. Es hatte für mich unterschiedliche Seiten, einmal das Böse in Form eines sadistischen Mörders, der seine Opfer quält bis zum Tod und sie wahrlich "ausbluten" lässt. Und dann die armen Opfer, magersüchtige Frauen mit Minderwertigkeitsgefühlen und Ängsten bis in tiefste Abgründe. Und Paul Hjelm, der plötzlich sich mittendrin findet und durch seine Tochter nahe dem Tod und dem Mörder ist. Arne Dahl hat es wieder geschafft, einen spannenden Kriminalroman abzuliefern. Hat mir sehr gut gefallen.

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  • Der 10. und offiziell letzte Fall der A-Gruppe

    Bußestunde

    Lilli33

    18. June 2014 um 11:49

    Inhalt: Paul Hjelm soll Nachfolger von Tore Michaelis, des Chefs der Geheimpolizei, werden. Michaelis ist spurlos verschwunden und Hjelms erste Aufgabe besteht darin, ihn wiederzufinden, tot oder lebendig. In letzterem Fall würde er seinen neuen Posten umgehend wieder verlieren - eine Zwickmühle. Unterdessen jagt die A-Gruppe einen Serienkiller, der es anscheinend auf anorektische Frauen abgesehen hat. Diese werden auf brutalste Weise bis zum Tod gefoltert. Meine Meinung: Mir fiel es schwer, in das Buch reinzukommen. Über ca. 100 Seiten begleitet der Autor sämtliche Mitglieder der A-Gruppe bei ihren momentanen Tätigkeiten mit ihrer Familie, ihren Freunden, auf dem Friedhof, im Krankenhaus oder wo auch immer sie sich gerade aufhalten. Dabei schwelgt Arne Dahl mit seinen Figuren in Erinnerungen an die vergangenen neun Fälle. Das mag für enthusiastische Fans nostalgisch wirken, ich fand es einfach langweilig. Doch als es dann endlich mit dem aktuellen Fall bzw. den Fällen losging, war ich wieder Feuer und Flamme, und es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Handlung ist sehr spannend, aber auch grausig brutal. Sehr schön werden die Mitglieder der A-Gruppe dargestellt, ihre mehr oder weniger gute Zusammenarbeit, aber auch ihre Gegensätzlichkeit. Eine bunte Truppe, in der jeder eine Daseinsberechtigung hat und unterschiedliche Stärken aufweist und Schwächen aufweist. Die Reihe: 1) Misterioso 2) Böses Blut 3) Falsche Opfer 4) Tiefer Schmerz 5) Rosenrot 6) Ungeschoren 7) Totenmesse 8) Dunkelziffer 9) Opferzahl 10) Bußestunde

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  • Nicht meins..

    Bußestunde

    Meli8582

    23. November 2013 um 22:31

    Mein erster Arne Dahl und dann auch noch das Finale seiner anscheinend besten Reihe: dem A-Team. In Kürze lt. Krimicouch: Spätsommer in Stockholm, Sonntagnachmittag zwischen drei und vier: In dieser scheinbar friedvollen Zeit geschieht ein buchstäblich unsichtbares Verbrechen. Der schiere Zufall macht Lena Lindberg, ein Mitglied der A-Gruppe, zur ahnungslosen Zeugin. Während ihr Vorgesetzter Paul Hjelm den undankbaren Auftrag erhält, den verschwundenen Geheimdienstchef zu finden, stößt die A-Gruppe auf eine Serie sadistischer Morde an jungen Frauen. Doch nicht allein die Tatsache, dass auch Hjelms Tochter Tora ins Visier des Täters gerät, ist der Grund für die außergewöhnlichen Mittel, zu denen die A-Gruppe greift. Leider bin ich alles andere als begeister. Vielleicht hätte ich vorher die anderen Teile lesen sollen, um die Gruppe besser kennen zu lernen. So war der Anfang dieses Buches relativ verwirrend für mich. Noch dazu kommt leider, dass mir sein Schreibstil überhaupt nicht zusagt. Ich bin nicht wirklich in die Geschichte rein gekommen. Verwirrend fand ich auch die dauernden Wechsel zwischen den Akteuren und Handlungsorten. Es viel mir wirklich schwer das Buch zu Ende zu lesen, da es mich stellenweise wirklich gelangweilt hat. Vielleicht werde ich nochmal irgendwann einen neuen Anlauf mit Arne Dahl machen, in nächster Zeit widme ich lieber anderen Autoren.

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  • Schweden Krimi

    Bußestunde

    Phil Decker

    04. November 2013 um 16:42

    Leider letzter Roman aus der Serie um das A-Team.  Kann nur empfehlen, die Bücher chronologisch zu lesen. Ansonsten wieder intelligente Spannung, auch wenn ich die ganzen technischen Möglichkeiten nicht beurteilen kann. Krieg' ja gerade mal Mails, anrufen und Interneteinloggen hin.  

  • Nicht lebendig

    Bußestunde

    MartinFelder

    15. July 2013 um 10:21

    Als gelegentlicher Krimileser bin ich bei diesem Buch nicht warm geworden. Ein paar erzähltechnische Einfälle (das Ranzoomen am Anfang, passend zur Satellitenüberwachung, die einem am Schluss berichtet wird) fand ich schön. Die Rachegeschichte wirkte dagegen unglaubwürdig, der Spionageteil war mir oft zu aufzählend, zu wenig detailliert und auch die Figuren wurden vor meinem inneren Auge nicht lebendig.

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  • Hervorragend

    Bußestunde

    michael_lehmann-pape

    17. June 2013 um 12:58

      Auch wenn Arne Dahl das „Rad des Rache-Thrillers“ nicht neu erfindet und sicherlich an andern Orten noch brachialere Serienmörder ihr Unwesen getrieben haben mit noch brutaleren Morden, die sprachliche Umsetzung dieses Thrillers, wie auch die Verbindung all der vielen Fäden im Buch sind Arne Dahl hervorragend gelungen.   Der zehnte Fall der Abteilung A der schwedischen Polizei mit ihren Figuren, die dem Leser mittlerweile sehr vertraut sind, erweitert noch einmal das Kaleidoskop der verschiedenen Persönlichkeiten dieses „Dahl-Kosmos“. Es gab Tote in  der Abteilung, es gibt eine tödliche Krankheit, Liebe hat sich zusammengefunden, bewährte Konstellationen von Ermittlerduos treten neben neue Verbindungen und das alles legt Dahl in Ruhe und gründlich vor die Augen des Lesers. Lässt seinen Blick schon zu Beginn über seine Ermittler schweifen (ein Blick im Übrigen, der auch später im Buch eine gewichtige Rolle spielen wird).   Und beginnt dann, verschiedene Fäden zu weben, verschiedene Ermittlungen auf den Weg zu bringen, die zunächst völlig unverbunden nebeneinander stehen. Der Überfall auf einen Videoladen durch einen Junkie. Das „Ausräumen“ von Geldautomaten. Das Verschwinden des wichtigsten Spions des Landes. Ein kranker Kollege, der sich an einem unscheinbaren Talisman festhält. Die Tochter eines hervorragenden Ermittlers, die ihre Anorexie sichtbar nach außen trägt und Hilflosigkeit zunächst erzeugt. Ein Serienmörder, der gezielt scheinbar (und dennoch auch ein stück wahllos) anorektische junge Frauen zu sich lockt und brutal tötet, ausbluten lässt, foltert.   Fäden und Ereignisse, die jedes für sich zu stehen scheinen, die dann aber Schritt für Schritt in einer Art und Weise zusammenkommen, die in sich geschlossen, realistisch und überzeugend ein großes Ganzes ergeben werden. Nach langen Wegen.   Wege übrigens, auf denen Dahl auch geschickt seine Grundüberzeugungen, seine Sicht auf eine sich sozial selbst zerstörende Welt, auf gierige und egozentrische Menschen eindrucksvoll in Szene setzt. In Form eines kleinen Tagebuches des verschwundenen Meisterspions wird organisch und beeindruckend ins Buch integriert, wie der Autor selbst ein stückweit an der Welt und der Gesellschaft verzweifelt.   „Die Welt war noch kränker, als selbst er es sich hat vorstellen können. Die Wirklichkeit übertraf immer die Dichtung“. Aber „es gab kein zurück. Wenn er jetzt kehrt machte, würde er es sein ganzes Leben und für alle Zukunft bereuen“.   In einem Kollegenkreis, in dem weder Trauer noch Freude Tabu sind, in dem die Chefin beständig ein Grab besucht, um sich über sich selbst klar zu werden und die auf den Tod Kranken oder bereits pensionierten Kollegen ihre Verbindung halten.   Ermittler, denen Dahl, bei allem Anlass, zu Menschenfeinden zu werden, zu resignieren, aufzustecken, die Brocken hinzuwerfen, immer wieder Stärke zuschreibt, sie nicht zu Misanthropen werden lässt, denen Dahl aber durchaus gegen die herrschende Moral und gegen die herrschenden gesetzlichen Regeln Freiräume eröffnet, in aller Härte auch ganz eigene Wege gehen zu lassen. Das Thema Selbstjustiz spielt in ebenso eine gewichtige Rolle im Buch wie das Mobbing, das Wunden fürs Leben reißt und der Schlankheitswahn mit lebensgefährlichen Folgen, den die Gesellschaft hervorbringt. Es ist schon eine Kunst für sich, all diese Kritik an der Welt und den egomanischen Entwicklungen nicht moralinsauer dem Leser hinzuwerfen, sondern das alles passend und in sich geschlossen in eine einzige, in sich geschlossene Geschichte zu fassen, die zudem noch spannend erzählt wird und menschliche Abgründe in vielerlei Form offenbart.   Ein hervorragendes Buch und gut, dass Arne Dahl am Ende noch Hoffnung darauf macht, dass sie Abteilung A noch nicht ganz am Ende ihres Weges sein muss.

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  • Nicht zu ersetzen...

    Bußestunde

    Corazon

    13. June 2013 um 08:05

    Schade, dass diese tolle Reihe um die A Gruppe nun beendet ist!
    Bußestunde ist aber ein gelungener Abschluss.

  • Eye in the sky

    Bußestunde

    hundertwasser

    20. May 2013 um 12:07

    Mit „Bußestunde“ beschließt Arne Dahl nun seine zehnbändige Reihe um die A-Gruppe der schwedischen Polizei. Sein abschließendes Werk vereint noch einmal mehr oder minder alle Ermittler, die jemals in der A-Gruppe mitgewirkt haben und liest sich streckenweise wie ein kleines Best-Of seiner anderen neun Romane. Deshalb gleich zu Beginn ein kleiner Hinweis: Man muss zwar nicht alle neun Romane des Schweden vorher gelesen haben, allerdings ist „Bußestunde“ so voller Anspielungen und kleinerer Spoiler, dass sich der optimale Lesegenuss erst entfaltet, wenn man wenigstens den ein oder anderen Vorgängerband gelesen hat. Inhaltlich fährt Arne Dahl noch einmal alles auf, was sein Dezett auszeichnet: Vertrackte, komplexe Plots, verschiedene Erzählstränge und die besten aller Ermittler, die in der A-Gruppe gemeinsam ermitteln. Diesmal geht es vorgeblich zunächst um den Überfall auf einen Videoladen, der schon bald zum Aufhänger für eine viel größere Reihe von Verbrechen wird. Und dann wäre da noch Paul Hjelm, der in der Tradition eines Spions das Verschwinden eines Geheimdienstchefs auf eigene Faust aufklären muss. Wie gewohnt verknüpft Arne Dahl seine diversen Plots in „Bußestunde“ immer mehr und webt diverse Subthemen in seinen Roman ein. Anorexie, der Überwachungsstaat, Bachs h-Moll-Messe und die Arbeit von Geheimdiensten in unserer Zeit sind Nebenschauplätze, die der Autor vortrefflich zu bedienen weiß. Einzig zu kritisieren habe ich nur die Veröffentlichungspolitik des Piper-Verlags. Da zwischen dem vorletzten Band „Opferzahl“ (2006) und dem finalen Roman „Bußestunde“ (2007) bereits die beiden Bände des OPCOP-Quartetts („Zorn“ und „Gier“ (2011/12)) erschienen sind, wird „Bußestunde“ schon deutlich die Spannung genommen, da man aus den beiden anderen Bänden weiß, wie es mit allen Protagonisten weitergeht. Hier hätte ich eine chronologische Veröffentlichung, sprich zunächst das A-Gruppen-Dezett und dann das OPCOP-Quartett, befürwortet. So sind beide Reihen etwas auseinandergerissen – an der Qualität der „Bußestunde“ ändert dies allerdings nichts! Hier zur besseren Übersicht noch einmal die Reihenfolge der zehn Bände: 1) Misterioso 2) Böses Blut 3) Falsche Opfer 4) Tiefer Schmerz 5) Rosenrot 6) Ungeschoren 7) Totenmesse 8) Dunkelziffer 9) Opferzahl 10) Bußestunde

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  • "War Rache eine Grundkraft im Leben ?"

    Bußestunde

    robbylesegern

    17. May 2013 um 16:03

    Jan Arnal, besser bekannt unter dem Pseudonym Arne Dahl, legt mit " Bußestunde " seinen nunmehr 10. Fall des schwedischen A - Teams vor und dieser Fall hat es weiß Gott in sich. Das Buch beginnt gemächlich und für mein Empfinden etwas langatmig, da alle Mitglieder des A Teams in privaten Situation noch einmal vorgestellt werden. Allerdings erfährt man ziemlich am Ende des Buches, das dies gar nicht so unwichtig war. Ansonsten zeigt sich Arne Dahl wieder von seiner starken schriftstellerischen Seite, die intelligente, anspruchsvolle Unterhaltung garantiert. Zwei Fälle werden diesmal behandelt, deren Fäden am Ende des Buches wieder so geschickt miteinander verwoben werden, wie man es von Arne Dahl kennt. Paul Hjelm versucht Schwedens bedeutensten Spion Tore Michaelis , dessen Nachfolger er werden soll, aufzuspüren Dazu benötigt er Fingerspitzengefühl, großes Einfühlungsvermögen und ein immenses Kombinationsvermögen. Kerstin Holm und ihr Team dagegen spüren einen Serienmörder auf, der mit mehr als perfiden und brutalen Taten auf sich aufmerksam macht. Das dabei noch ein anderes Verbrechen zu Tage tritt,dass an Perversion fast nicht zu überbieten ist, macht dieses Buch nicht nur zu etwas Besonderem, sondern lässt es auch zum brutalsten Fall dieser Serie werden. Vielschichtigkeit zeichnet diesen Krimi aus, in denen Rache ein starkes Motiv ist. Aber auch Prostitution, Schönheitschirugie und die krankhafte Einstellung zur eigenen Figur, spielen eine Rolle in "Bußestunde". Was mich immer wieder an den Büchern von Arne Dahl fasziniert ist die Tatsache,dass die agierenden Figuren realistisch und das A Team im Besonderen, sehr intelligent und nachvollziehbar vorgehen.Brainstorming ist in Teamsitzungen an der Tagesordnung und lässt die Fälle häufig vorankommen und die gut auf einander abgestimmten Paare ergänzen sich bei den Ermittlungen Humorvoll werden immer wieder einige Passagen bestritten und es wirkt nie aufgesetzt.Doch auch Menschlichkeit und das tiefe Zusammengehörigkeitsgefühl der Truppe sind deutlich spürbar und lassen nicht nur den Leser traurig sein darüber, dass das A-Team den Sparmaßnahmen der Reichspolizei Schwedens zum Opfer fallen soll. Bis auf den etwas trägen Einstieg, hat mich Arne Dahl wieder voll überzeugt. Sein unverwechselbarer Schreibstil, der sich durch sprachliche Vielschichtigkeit auszeichnet, ist auch in diesem Buch wieder voll zum Tragen gekommen und so kann ich dieses Buch Liebhabern intelligenter und komplexer Kriminalliteratur nur wärmstens ans Herz legen.

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  • Packender Abschluss der A-Gruppenreihe

    Bußestunde

    Philip

    13. May 2013 um 10:57

    Bußestunde ist der zehnte und letzte Fall der sehr erfolgreichen A-Gruppe von Erfolgsautor Arne Dahl. Für den Abschluss hat sich der schwedische Autor noch einmal übertroffen und seinen wohl düstersten und brutalsten Fall der Reihe geschaffen. Zunächst wird der Leser an die einzelnen Charaktere herangeführt, wodurch man die einzelnen Protagonisten, vor allem aber Paul Hjelm und Kerstin Holm besser kennenlernt. Dies wird durch eine sehr geschickte und fließende Erzählweise gemacht, dass ein stimmiger Übergang zwischen den einzelnen Personen geschaffen wird. Während dieser Vorstellung erfährt man nebenbei, an welchen Fällen die Ermittler zur Zeit arbeiten. So sind die einen einer Verbrecherbande auf der Spur, welche Passanten an Bankautomaten überfällt während die Ermittlerin Lena Lindberg durch Zufall in einen Überfall auf eine Videothek verwickelt wird oder Paul Hjelm, welcher jetzt in der internen Ermittlung tätig ist und sich über das schockierende Äußere seiner Tochter den Kopf zerbricht. Erst viel später wird sich herausstellen, dass irgendwie alles miteinander zusammenhängt und doch alles als separater Fall behandelt werden muss und man als Leser feststellt, dass das Ganze auf ein viel größeres und unvorstellbar grauenhaftes Verbrechen hinauslaufen wird, das durch die primitivsten Instinkte des Menschen hervorgerufen wird... Arne Dahl schafft es durch eine sehr variierende und dadurch tolle und abwechslungsreiche Erzählweise den Leser an seine Bücher zu fesseln. Während er in einem Kapitel aus der Sicht eines der Ermittler erzählt ist das nächste Kapitel ein Interview während ein drittes Kapitel ein Bericht ist. Absolut großartig! Der in Bußestunde geschilderte Fall schockiert und wirft viele Fragen auf. Ist der Mensch wirklich so primitiv und von einfachsten Instinkten getrieben wie geschildert? Werden wir alle tatsächlich so scharf überwacht? Was treibt uns zu solch abgefahrenen Schönheitsvorstellungen? Arne Dahl versteht sein Handwerk und weiß mit seinen Fällen und Charakteren umzugehen, wodurch ein realistischer und sogleich auch schockierender Fall zustande kommt, der überzeugt, mitreißt und den inneren Detektiv zum Vorschein kommen lässt. Das Ende ist überraschend und durch unvorhersehbare Wendungen geprägt was mir außerordentlich gut gefallen hat. Fazit: Alles in allem ist Bußestunde von Arne Dahl ein sehr gelungener Krimi der durch starke Charaktere, eine realitätsnahe und gleichzeitig schockierende Handlung zu überzeugen weiß und einfach Spaß gemacht hat. Als Krimifan muss man diesen Roman auf jeden Fall gelesen haben, er macht definitiv Lust auf mehr. Zugreifen!

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