Arne Dahl Neid

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Inhaltsangabe zu „Neid“ von Arne Dahl

Die Sommerhitze lähmt Europa – während das Opcop-Team einem internationalen Menschenhändlerring nachspürt, begegnet Paul Hjelm der attraktiven EU-Kommissarin Marianne Barrière. Die Politikerin hat einen revolutionären Gesetzesvorschlag entworfen, doch sie hat mächtige Gegner, die vor Erpressung ebenso wenig zurückschrecken wie vor Mord. Paul Hjelm sieht keine andere Möglichkeit, als die Grenzen der Legalität zu überschreiten, und schickt seinen Ex-Kollegen Gunnar Nyberg ins Herz der Finsternis.

Nicht so meins, der Vorgänger war besser, schwierig zu lesen

— makama

Große Sprünge, ziemlich unübersichtlich. Anstrengend zu lesen.

— Synapse11

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  • Ein ganzes Universum des Verbrechens

    Neid

    Wortmagie

    25. July 2017 um 11:42

    Der schwedische Autor Arne Dahl heißt eigentlich Jan Lennert Arnald. Ich vermute, dass er ein weiches Pseudonym nutzt, weil er seine schriftstellerische Tätigkeit von seiner Arbeit als Literaturwissenschaftler für die Schwedische Akademie, die jährlich den Nobelpreis für Literatur vergibt, trennen will. Aktuell gehört Arnald nicht zum Nobelkomitee und ich konnte leider nicht herausfinden, ob er in der Vergangenheit mit der Auswahl der Preisträger betraut war, aber die Vorstellung ist schon ziemlich cool. Sein Pseudonym Arne Dahl, das meiner Ansicht nach übrigens wesentlich einprägsamer ist als Jan Lennert Arnald, kenne ich als Autor der politischen Thriller-Reihe „Opcop“, auf die mich mein Vater 2015 aufmerksam machte. Vom dritten Band „Neid“ erwartete ich erneut eine spannende, extrem intelligente Handlung voller politischer Implikationen. Einem dänischen Wissenschaftler wird in Stockholm auf offener Straße die Kehle durchgeschnitten. Der Mord gleicht einer Hinrichtung, brutal, provokant und inszeniert. Der wichtigste Zeuge floh unbemerkt vom Tatort: ein rumänischer Bettler, der das Smartphone des Toten an sich nahm und jetzt im Besitz hochsensibler Daten ist, die ihn ebenfalls das Leben kosten könnten. Leider will der europäischen Operativeinheit Opcop niemand verraten, an welchem geheimen, brisanten Projekt der Wissenschaftler zuletzt arbeitete. Der verschwundene Rumäne ist ihre beste Spur, da Opcop bereits mit Hochdruck gegen die Bettlermafia und den europäischen Menschenhandel ermittelt. Währenddessen wird die französische EU-Parlamentarierin Marianne Baillard mit kompromittierenden Fotos erpresst und bedroht. Sie plant, einen Gesetzesentwurf auf den Weg zu bringen, der ganz Europa verändern würde. Wer würde über Leichen gehen, um sie aufzuhalten? Irgendwie sind beide Fälle miteinander verbunden. Nun liegt es bei der Opcop-Gruppe, herauszufinden, welche Parallelen bestehen, bevor weitere Menschen sterben. Ich lese politische Thriller sehr gerne, insgesamt aber eher selten, weil die behandelten Themen meist viel Aufmerksamkeit erfordern und recht bedrückend sind. Wenn ich dann schon in der Stimmung bin und zu einem Buch dieser Sparte greife, sollte es mindestens so gut sein wie „Neid“ von Arne Dahl. Sein politisch-wirtschaftliches Verständnis ist unerreicht. Seine Kenntnis krimineller Machenschaften auf internationaler Ebene ist beeindruckend und beunruhigend. Er versäumt nie, mir das wahre Wesen der Welt vor Augen zu führen und mich die Prozesse hinter den Kulissen der realen, globalen Politik zu lehren. Ich bewundere ihn zutiefst, weil seine Romane stets in der Wirklichkeit verankert sind. Namen wie Viktor Orbán, Geert Wilders und Nicolas Sarkozy sind aus den Nachrichten bekannt. „Neid“ bietet meinem Empfinden nach weniger handfeste Action als die Vorgänger „Gier“ und „Zorn“, ist jedoch nicht minder spannend. Der beschriebene Fall ist äußerst verschachtelt; ich musste mir die verschiedenen Komponenten mental wiederholt vorbeten, um zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Die komplexe Kombination unterschiedlicher Themen öffnet ein ganzes Universum des Verbrechens, das bei der Diskriminierung und Vertreibung der Roma beginnt, Menschenrechtsverletzungen wie Menschenhandel als Lappalie betrachtet und es sich schlussendlich im komplizierten Feld der Umweltpolitik bequem macht. Die geballte kriminelle Energie, die dieser Thriller darstellt, die Bereitschaft, Menschen schlimmstenfalls wie Vieh, bestenfalls wie Schachfiguren zu behandeln, überzeugte mich erneut davon, dass ich in der Politik niemals bestehen könnte. Zu wissen, wie schlecht unsere Welt ist und nur sehr wenig dagegen unternehmen zu können, würde mich enttäuschen, desillusionieren, zerstören. Meine Güte, es gibt da draußen Menschen, die dafür bezahlt werden, rechts-konservative Parteien dahingehend zu beraten, wie sie rechtsradikale Wähler_innen erreichen und für sich gewinnen können. Natürlich sollte mich das nicht überraschen, aber ich komme einfach nicht darüber hinweg. Es ist schockierend widerwärtig. Ich könnte so nicht leben. Ich könnte nicht leben wie Marianne Baillard, die bis zur totalen Erschöpfung gegen die Schattenspieler, die die EU klammheimlich übernommen haben, kämpft und doch nur minimale Unterstützung erhält. Sie tut das Richtige und wie wird es ihr gedankt? Mit Erpressung und Drohungen. In „Neid“ ist die Französin die bescheidene Heldin neben der Opcop-Gruppe, deren Mitglieder ohnehin einmalig und ehrfurchtgebietend klug sind. Durch sie vermittelt Arne Dahl ein scharfsinniges Bild der EU. Aus ihren Worten, die mich tief berührten, hörte ich die Stimme des Autors heraus, der mit schmerzhafter Klarheit erfasst, was die EU heutzutage ist und wie sie eigentlich sein sollte. Wie konnte aus einem Friedensprojekt für ein besseres, grenzübergreifendes Miteinander ein Sklavenschiff der Wirtschaft werden? Falls ihr euch in die Gefilde politischer Thriller wagen möchtet, kann ich euch nur wärmstens empfehlen, es mit Arne Dahls „Opcop“-Reihe zu versuchen. Greift nicht zu Fitzek. Dahl ist meiner Meinung nach einfach besser. Er erforscht die Schattenseiten der Gesellschaft, ohne zu verwirren, sich in seinen eigenen Handlungsfäden zu verheddern oder allzu viel Wissen vorauszusetzen, leistet fundierte, solide Recherchearbeit, integriert zahlreiche, individuelle, sympathische Figuren, an denen sich die Leser_innen orientieren können und konzipiert darüber hinaus nervenaufreibende Spannungsbögen, die an die Seiten fesseln. Er liefert das berühmte Gesamtpaket. Mich stimulierte „Neid“ wieder einmal intensiv; ich habe über viele Punkte gegrübelt und kam letztendlich zu einem Ergebnis: solange es Menschen wie Arne Dahl gibt, die die Schlechtigkeit unserer Welt erkennen und mutig darüber schreiben, ist der Traum eines vereinten, gerechten, friedlichen Europa noch nicht ausgeträumt.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148

    kubine

    02. September 2014 um 15:34
  • Das ist kein gewöhnlicher Mord. Er ist eine einem Meer aus Blut ertrunken

    Neid

    eskimo81

    In Stockholm wird ein hochrangiger Wissenschaftler auf offener Strasse ermordet. Ein blinder Bettler entkommt unerkannt. In welchem Zusammenhang steht ein Mord in Stockholm mit den verdeckten Ermittlungen in Amsterdam?  Seit geraumer Zeit wird eine Gruppe - Mafiaangehörige? - durch die Opcop observiert. Wie läuft die stillschweigende Kommunikation? Was ist das Ziel der Gruppe?  Paul Hjelm und sein Team ermitteln und landen in einem Sumpf aus Macht, Korruption und Gier.  Es ist mein erstes Buch von Arne Dahl - per Zufall darauf gestossen, war ich aufgrund des Rückentextes "gwundrig".  "Der Leser tappt im Dunkeln, unfähig, die Realität zu durchschauen - bis ihm Arne Dahl die Binde von den Augen reisst." Expressen Zu Beginn muss ich zugeben, war ich nur verwirrt. Man sprang von einem Ort zum nächsten, viele offene, sehr, sehr lose Fäden, die einem einfach nicht logisch erschienen. Mit der Zeit beginnt man aber dann doch einen Überblick zu erlangen und man kann sich ganz auf die Spannung einlassen. Eins muss man Arne Dahl lassen, der Spannungsbogen ist immer sehr hoch. Aber, das hingegen fand ich fast ein kleiner Nachteil, es sind viel zu viele Geschichten verknüpft worden. Ein Thriller muss mich fesseln und packen und die Geschichte muss für mich "leicht" sein. Nicht im Sinne von leichter Sprache oder immer die 0815 Themen. Ganz und gar nicht, etwas ausgefallenes find ich super! Aber, wie soll ich das erklären, wenn ich mich zusehr darauf konzentrieren muss, wo bin ich aktuell, wer ermittelt, welche Personen spielen mit, verliert sich die Spannung etwas, da man immer abgelenkt ist, immer mal wieder zur vorangehenden Seiten blättert... Die Handlung spielt in vielen Ländern, mit viel zu vielen Protagonisten als das ich permanent die Übersicht über alles halten konnte. Und das fand ich super schade.  Das Thema, der Spannungsbogen an und für sich wären hervorragend.  Ein Vorteil war, dass das Team detailliert vorgestellt wird, man muss also nicht zwingend die vorangehenden gelesen haben - jedoch, ein kleiner Nachteil diesbezüglich, die Auflistung kommt zu hinterst. Ein Hinweis darauf wäre nicht schlecht oder noch besser, die Liste nach vorne nehmen. Ich habe die Liste nämlich nur durch Zufall entdeckt und wenn ich das Buch wie gewohnt in die Hand genommen hätte, hätt ichs nicht gesehen, da ich nie nach hinten blättere.  Fazit: Alles in allem ein hervorragender Thriller bei dem man einfach ein gutes Gedächtnis oder einen Notizblock braucht. 

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    • 3
  • Der 3. Fall der Opcop-Gruppe

    Neid

    Lilli33

    12. June 2014 um 19:38

    Kurzmeinung: Nach „Gier“ und „Zorn“ ist „Neid“ nun der 3. Fall der Opcop-Gruppe, dieser Europol-Einheit, die nach wie vor inoffiziell agieren muss. Ich empfehle, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da die Hauptfälle zwar mehr oder weniger abgeschlossen sind, aber immer wieder Personen oder Vorkommnisse aus den vorherigen Bänden mit hinein spielen. Im vorliegenden Band geht es um Roma, die als Bettler versklavt wurden und in ganz Europa eingesetzt werden. Paul Hjelm und seine Leute sind nah an den Drahtziehern dran und versuchen sie dingfest zu machen. Nebenbei gilt es noch eine Europa-Kommissarin und damit die Umwelt zu retten. Der Schreibstil von Arne Dahl gefällt mir immer wieder, auch wenn es manchmal etwas ausschweifend wirkt. Die Spannung ist durchgehend vorhanden, mit einigen Spitzen. Die internationalen Ermittler sind mir mittlerweile alle schon ans Herz gewachsen. Ich finde es schön, dass man langsam von jedem einen Hintergrund bekommt, aber immer noch nicht alles über die Personen weiß.

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  • Manchmal braucht man den " Neid" um das wahre Gesicht eines Menschen zu erkennen!

    Neid

    Samy86

    01. April 2014 um 22:16

    Mit " Neid" schickt der Autor Arne Dahl den dritten Teil seiner vierbändigen Reihe ins Rennen und dieser steht seinen Vorgängern " Gier und Zorn" absolut nicht Hinten an! Worum geht´s? : " Neid" erzählt von den dunkelsten Stellen in unserer Seele- dort, wo die Gier nach Macht, Korruption und Begierde zu den grausamsten Verbrechen führen... ( Zitat aus dem Klapptext) Europa kocht in der Hitze des Sommers und wirkt wie gelähmt. Das Opcop-Team befindet sich mitten in den Ermittlungsarbeiten rund um einen internationalen Menschenhändlerrings. Währenddessen begegnet Paul Hjelm bei einem Galadinerder super attraktiven und sympathischen Marianne Baillard, die in um Hilfe in einem blutigen Kriminalfall mit europäischer Tragweide bittet. Auf offener Straße wurde ein effizienter Professor ermordet und ein blinder Bettler flieht mit sensiblen Daten die sich auf dem Smartphone des Opfers befinden. Doch um diesen Fall zu lösen muss Paul umdenken und einen alten Freund mit ins Boot holen, der sich jedoch längst in Griechenland niedergelassen hat. Eine Hetzjagd gegen alle Prinzipien und der Zeit beginnt.... Meine Meinung: Sehr engagiert und professionell geht der Autor Arne Dahl an seine Thriller heran, was man an der sehr detaillierten Herangehensweise an politische und gesellschaftliche Themen geht. Er leistet selbst zuvor eine reine Ermittlungsarbeit, die man sehr authentisch in seinen Büchern wiederfindet. So beinhaltet der Thriller 3 sehr gut herausgearbeitete Handlungsstränge die mit ihren darin vorkommenden Charakteren sehr fließend und gut nachvollziehbar sind. Sehr deutlich wird die Gier der Menschheit geschildert und deren Folgen für die die sich damit letzten Endes auseinandersetzen müssen, wenn bei den gier-befallenen Menschen jegliche Hemmschwelle fällt. Fazit: Ein absolut gelungener dritter Teil des Autors Arne Dahl, der absolut Lesenswert ist mit viel Gesellschaft-politischen Hintergründen und sympathischen Charakteren. Achtung Gänsehaut-Feeling pur!

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  • Die OPCOP-Truppe zum Dritten

    Neid

    hundertwasser

    Mit „Neid“ beschert Arne Dahl seiner OPCOP-Truppe den dritten von vier geplanten Einsätzen. Nachdem der zweite Band „Zorn“ ein Durchhänger war, gelingt es Arne Dahl mit seinem neuen Buch an der Qualität des Quartett-Erstlings „Gier“ anzuknüpfen. „Neid“ ist ein komplexer Thriller, der erst ein wenig braucht, um Fahrt aufzunehmen. Nachdem man einer Observation eines Menschenhändlerringes beiwohnte, schickt Dahl seinen Ermittler Paul Hjelm auf eine geheime Sondermission. Die französische EU-Kommissarin Marie Barrière wird erpresst – und ihre Gegner scheinen vor nichts zurückzuschrecken. Auch der Tod eines hochrangigen Wissenschaftlers in Schweden scheint in Verbindung mit der Erpressung zu stehen. Wer die Romane Arne Dahls kennt, weiß dass diese Fälle zusammenhängen müssen – wie sie dies tun, wird aber erst im spannungsgeladenen Finale deutlich. Dahl legt viele Fäden aus und behält sie immer in der Hand, auch wenn es zwischenzeitlich nicht immer danach aussehen mag. Seine einzelnen Ermittler hetzen zwischen Chios, Amsterdam und Berlin hin und her – die Kenntnis der Vorgängerbände bzw. des schwedischen A-Teams erleichtert hier vieles. Man muss manchmal aufpassen, den Überblick über die ganzen Handlungsstränge und Ermittler nicht zu verlieren. Wie schon in „Totenmesse“ beschäftigt sich Dahl in „Neid“ auch mit dem Ende des Öls und mit regenerativen Energien, die eine nicht unbedeutende Rolle im Roman einnehmen. Andere Subthemen wie Menschenhandel und Entscheidungen der EU fließen ebenso in die Erzählung ein, ohne dass die Spannung an den Exkursen übermäßig zu leiden hätte. Seine Metaphernwut und den unbedingten Willen zur stilistischen Brillanz kann Dahl diesmal ganz gut einbremsen und so wird aus „Neid“ abermals ein komplexer und spannender Thriller. Wer dem ersten OPCOP-Roman „Gier“ etwas abgewinnen konnte, dürfte auch mit „Neid“ warm werden- Ein Buch, das meine hohen Erwartungen vollkommen zufriedenstellen konnte!

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    • 2

    Arun

    07. March 2014 um 16:03
  • "Aber vielleicht brauchen wir das Böse, um das Gute zu erkennen"

    Neid

    Havers

    03. March 2014 um 18:36

    „Neid“ ist nach „Gier“ und „Zorn“ der dritte Teil der auf vier Bände angelegten Reihe des schwedischen Autors Arne Dahl, in deren Mittelpunkt die Fälle der Opcop-Gruppe stehen, einer länderübergreifenden Spezialeinheit, deren Koordination in den Händen Paul Hjelms liegt. Dieser wird zum einen von Mitgliedern seines alten A-Teams und zum andren von herausragenden Spezialisten aus verschiedenen europäischen Ländern unterstützt. Ihre Fälle sind immer kompliziert, und die Ermittlungen werden üblicherweise verdeckt und sehr oft im rechtsfreien Raum durchgeführt. Einfache Whodunit-Lektüre waren die Bücher Dahls noch nie, ihn interessiert das Warum, und so arbeitet er in seinen engagierten und gesellschaftspolitische Themen reflektierenden Kriminalromanen immer mit einer Vielzahl von Personen und Handlungssträngen, wobei er die unterschiedlichsten Themen im Fokus hat. Drei umfangreiche Handlungsstränge dominieren „Neid“: Die aktuelle Operation des Opcop-Teams in Amsterdam, bei der Menschenhändler mit Verbindungen zur 'Ndrangetha im Mittelpunkt stehen. Diese verschleppen im großen Stil Angehörige der Roma aus Rumänien und schicken sie in den europäischen Städten zum Betteln und auf Diebestouren. Der gewaltsame Tod eines hochrangigen Wissenschaftlers, der an einer bahnbrechenden Erfindung im Bereich der Elektromobilität forscht. Ihm wird auf offener Straße die Kehle durchgeschnitten, und ein Bettler nimmt das Smartphone, auf dem er seine Ergebnisse gesichert hat, an sich und verschwindet spurlos damit, nicht wissend, welch sensible Daten er damit in Händen hält. Der Fall der EU-Kommissarin, deren Karriere auf dem Spiel steht und deren Reputation durch das Auftauchen einer delikaten Fotografie in höchstem Maße gefährdet ist. Arne Dahl benötigt nicht nur Zeit sondern auch die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lesers, bis der komplexe Plot seines Thrillers entwickelt ist. Verpackt in eine unglaublich spannende Handlung führt er uns eine postdemokratische Gesellschaft vor Augen, in der es nur noch um Gewinnmaximierung geht und ein Menschenleben nichts mehr zählt. Er demaskiert das hässliche Gesicht des von unersättlicher Gier angetriebenen Neoliberalismus, wenn sich die Skrupellosigkeit Bahn bricht und alle Hemmschwellen fallen. In dem Moment, in dem die Interessen der Plutokraten bedroht sind, sind keine Unterschiede mehr zwischen den Machenschaften der Großkonzerne und denen der „normalen“ Kriminellen auszumachen. Und doch sieht man am Ende trotz schmerzlicher Verluste auch Teilerfolge, gibt es Hoffnung, denn wie lässt der Autor eine seiner Figuren sagen: „Aber vielleicht brauchen wir das Böse, um das Gute zu erkennen“.

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