Arne Dessaul Trittbrettmörder

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(1)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Trittbrettmörder“ von Arne Dessaul

25 Jahre nach ihrem Abitur am Wolfenbütteler Gymnasium im Schloss sterben die Absolventen des Jahrgangs 1989 nacheinander weg. Erst erwischt es den Landwirt Hanno Ackermann, der mit seinem Trecker über eine Landmine aus DDR-Zeiten fährt. Während es sich hierbei durchaus um einen Unfall handeln könnte, ist der nächste Fall sonnenklar: Die schöne Ellen Berning-Schäfer wird in ihrer Boutique niedergestochen. Kaum haben Kriminalhauptkommissar Helmut Jordan und sein Team den Zusammenhang zwischen den beiden Toten herausgefunden, stirbt auch schon der nächste 89-er.

Stöbern in Krimi & Thriller

Flugangst 7A

Enttäuschend. Die Story verliert sich in zu vielen Handlungssträngen, was das Mitgefühl für die Protagonisten erschwert.

Ladyoftherings

Der Stier und das Mädchen

Sehr düster und hart, aber auch extrem spannend

nellsche

Origin

Ein Buch in gewohnter Dan Brown Manier, aber ungewohnt langsam und ungewohnt unspektakulär

Johanna_Jay

Jeden Tag gehörst du mir

Zitat": Dabei ist Vertrauen doch das Wertvollste , was wir anderen schenken können."

Selest

Murder Park

Komisches Buch, dachte die ganze Zeit kenn ich irgenwoher. Nur die Auflösung ist gut. Alles nur Show für Paul

kitty4

Dunkel Land

Erfrischendes Ermittlungsteam der etwas anderen Art

Schugga

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Anspruchsvoller Krimi logisch zu Ende gedacht

    Trittbrettmörder

    mrsmisery

    27. November 2017 um 16:38

    Binnen zwei Wochen kommen zwei Menschen in Wolfenbüttel auf tragische Weise ums Leben: Hanno ist Landwirt und stirbt durch eine unentdeckte Mine aus DDR-Zeiten in seinem Trecker. Ellen wird in ihrer Boutique Opfer eines Raubüberfalls – Tausend Euro gegen ein Menschenleben. Bislang können wir von zwei bedauerlichen Schicksalen sprechen, die unglücklicherweise innerhalb kurzer Zeit im gleichen Ort passiert sind. Oder aber von vorsätzlichem Mord! Denn die Serie der plötzlichen Tode geht weiter und langsam lässt sich ein Muster erkennen. Helmut Jordan ist der zuständige Ermittler und erkennt schnell einen Zusammenhang zwischen den vermeintlichen Unfällen: Alle Opfer gehören zum Abschlussjahrgang 1989 des hiesigen Gymnasiums. Plötzlich ist allen klar: Das können keine Zufälle mehr sein. Was jedoch nicht klar ist: Wer hat die Absolventen des fast 25 Jahre zurückliegenden Abiturjahrgangs auf dem Gewissen – und warum? Dessauls Debütroman ist nichts für schwache Nerven oder halbherzige Lesestunden. Eine hohe Informationsdichte sorgt dafür, die Leserschaft so nah wie möglich in die Geschehnisse und Ermittlungen eintauchen zu lassen. Besonders in den ersten Kapiteln wird die Liebe zum Detail deutlich. Eine Sympathie zu Hanno ist nach einer solch tief gehenden und differenzierten Darstellung unumstößlich und führt die LeserInnen unmittelbar in den ersten Spannungsanstieg, als dieser den Tod durch eine plötzliche Explosion findet. Langeweile kann in diesem Krimi nicht aufkommen – hier wird von den LeserInnen ein Mitdenken erwartet und vorausgesetzt. Sollte der rote Faden doch einmal aus den Augen verloren worden sein, erwartet die Leserschaft in regelmäßigen Abständen eine clever verpackte Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse, um neben den zahlreichen Eindrücken die Hauptstory im Blick behalten zu können. Während der 400 Seiten spürt man immer wieder den Spaß, den der Autor während des Schreibens der unterschiedlichen Todesursachen gehabt haben muss: eine unterhaltsame und zugleich makabere Kreativität, die in Krimis in einem solchen Umfang nur sehr selten zu finden ist. Dessaul schaut über den Tellerrand der klassischen Vorgehensweise eines Krimis hinaus und vernachlässigt dabei nicht, die Hauptpfeiler zu berücksichtigen, um den Spannungsbogen konstant aufrecht zu erhalten. Selbiger findet wie erhofft, seinen Höhepunkt am Ende des Krimis und mündet in einem großen Finale – voller logischer Zusammenführungen, „Aha-Momente“ und der ein oder anderen Wendung, die trotz dauerhaften Mitratens nicht vorauszusehen war. Trittbrettmörder ein gelungener Einstieg in die Welt von Helmut Jordan, welcher mit seiner unterhaltsamen Art und Weise das Interesse vieler LeserInnen ansprechen dürfte: Wie aus dem echten Leben sind die Szenen und Schauplätze nicht nur für ortsansässige Mittvierziger interessant, sondern für alle Fans eines logisch zu Ende gedachten Krimis, der durch einen geschickten Plot zu überzeugen weiß.  

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks