Arne Glusgold Drews Fascino dell'Italia

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Inhaltsangabe zu „Fascino dell'Italia“ von Arne Glusgold Drews

Leibniz'Kabinett präsentiert bibliophile Kostbarkeiten und Handschriften der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover. Publikation zur gleichnamigen Ausstellung in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek - Niedersächsische Landesbibliothek vom 8. bis 19. Juni 2006 anlässlich des Empfanges zum italienischen Nationalfeiertag mit freundlicher Unterstützung des Generalkonsulats der Republik Italien. FASZINATION ITALIEN Zwischen 1600 und 1900 führte für den Kunstreisenden kein Weg an Italien vorbei. Das gilt insbesondere für Musik und bildende Künste, aber auch für die Wissenschaften, in denen trotz Inquisition immer noch wegweisendes geleistet wurde. Die kulturelle Sogwirkung Italiens war im vom Dreißigjährigen Krieg verwüsteten Deutschland jedenfalls enorm. Schon früh entstanden Reiseführer wie 1681 die »Eigentliche Beschreibung der Stadt Rom«, in dem der Autor die Reisenden in vier Tagen zu allen bedeutenden Bauten und Kunstwerken der Stadt führt, ebenso Italienkarten, in der die Entfernungen nicht nur in Meilen sondern zusätzlich in »Stund Raisens« angegeben werden. Der Besuch des Karnevals in Venedig gehörte bis um 1700 zum festen Bestandteil des Hofkalenders. Feste und Operninszenierungen wurden kopiert, italienische Künstler bei Hofe engagiert und Bücher und Kunstwerke mitgebracht. Libretti wurden selbstverständlich auf italienisch geschrieben, und mußten dem deutsch und französisch sprechenden Publikum übersetzt werden. Für das 1689 fertiggestellte Opernhaus wurde eigens der italienische Komponist Steffani an den hannoverschen Hof geholt. Seine zur Einweihung geschriebene Oper »Henrico Leone« unterstreicht sowohl kulturell als auch politisch das Streben der Hannoveraner, zu den ersten Herrscherhäusern zu zählen. Leibniz, 1676-1716 Leiter der heute nach ihm benannten Bibliothek, fand 1690 in Norditalien den entscheidenden Beweis für die Zugehörigkeit der Welfen zu den ältesten hochadeligen Familien Europas. Das politische Augenmerk verlagerte sich seit der Personalunion Hannovers mit Großbritannien 1714 gen Norden, in kultureller Hinsicht allerdings hat Italien bis heute von seiner Faszination nichts eingebüßt. Der Großteil der Titeleien und zitierten Texte zeichnet sich durch eine für heutige Leser eigenwillige Ortographie und Interpunktion aus. Es wird hier alles – auch Druckfehler – getreulich und durch Autopsie geprüft wiedergegeben; einzig das lateinische »V« wurde durch ein »U« ersetzt. Arne Drews, Mai 2006

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