Arne Jysch

 3,9 Sterne bei 48 Bewertungen

Lebenslauf

Arne Jysch, Jahrgang 1973, studierte in Hamburg und Potsdam Kommunikationsdesign und Animation. Heute lebt er in Berlin und arbeitet als Storyboard Artist, Comiczeichner und Dozent für Storyboard an der Filmuniversität Babelsberg. Er hat mit "Der Beste" einen preisgekrönten Kurzfilm produziert und am "Filmmasters Program" in Hollywood teilgenommen. "Wave and Smile" war sein erster Comic. Seine Graphic Novel "Der nasse Fisch" nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Volker Kutscher wurde zu einem Besteller.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Arne Jysch

Cover des Buches Der nasse Fisch (ISBN: 9783551782489)

Der nasse Fisch

(23)
Erschienen am 28.03.2017
Cover des Buches Wave and Smile (ISBN: 9783551713728)

Wave and Smile

(8)
Erschienen am 22.04.2014
Cover des Buches Darklands, 1, Im Reich der Schatten (ISBN: 9783440153055)

Darklands, 1, Im Reich der Schatten

(7)
Erschienen am 08.03.2018
Cover des Buches Darklands, 3, Himmel in Flammen (ISBN: 9783440163221)

Darklands, 3, Himmel in Flammen

(2)
Erschienen am 11.04.2019

Neue Rezensionen zu Arne Jysch

Cover des Buches Der nasse Fisch (ISBN: 9783551782489)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Der nasse Fisch" von Arne Jysch

Gwhynwhyfar
Klasse Comicadaption des historischen Krimis von Volker Kutscher

Der junge ehrgeizige Kommissar der Mordkommission Gereon Rath bekommt in Köln ein Problem, wird 1929 nach Berlin versetzt, allerdings zur Sitte. Die Weimarer Republik liegt in den Endzügen, die ersten Nazis ziehen durch die Straßen, politische Straßenschlachten, illegale Nachtclubs prägen das Bild - ein Tanz auf dem Vulkan! In den Zwanzigerjahren wird die Berliner Kriminalpolizei weltweit für ihre modernen Ermittlungsmethoden berühmt. Ein Auto fährt mit hoher Geschwindigkeit ungebremst in den Landwehrkanal. Wer ist der Fahrer? Gereon Rath gerät gleich wieder in Schwierigkeiten, brilliert mit seinen eigenen Nachforschungen und eckt an.


«Wir treiben uns beruflich im Nachtleben der sündigsten Stadt der Welt herum und kommen gratis in die feinsten Etablissements und haben den besten Bohnenkaffee am Alex»


Arne Jysch verdichtet in seiner Graphic Novel den Roman auf das Wesentliche, was die Geschichte noch spannender macht. Die Sitte ist zunächst ein Anfang, aber Rath will zurück in die Mordkommission und so beginnt er bei einem Tötungsdelikt auf eigene Faust zu ermitteln, was sich als nicht ganz ungefährlich erweist. Die Suche nach dem sogenannten «Sorokin-Gold» der Adelsfamilie, die nach Berlin geflohen war, dem Russen-Gold, lockt auch die Berliner Ringvereine an; aber nicht nur die Verbrecherorganisationen sind interessiert. Zwanzigerjahre, die Gleichberechtigung der Frauen schreitet voran, politische Spannungen prägen die Weimarer Republik, die Kriminalitätsrate steigt an und die modere Polizeiarbeit wird in Berlin unter dem «Buddah» Ernst Gennat vorangetrieben. 


Die Illustrationen sind komplett in schwarz-weiß gehalten, passen sich atmosphärisch dem historischen Stoff an, Stadtansichten des alten Berlins, grandiose authentische Gebäudekomplexe der Vorkriegszeit. Sie sind genauso stimmig wie Kutschers historische Genauigkeit. So sind auch die Figuren zeichnerisch so authentisch wie die des Autors. Das Berlin der Zwanziger ist ist stimmungsvoll eingefangen. Kutschers multiperspektivische Erzählhaltung wird in dem verdichteten Comic zum Ich-Erzähler. Und in Absprache mit Kutscher ist die Geschichte sogar geringfügig geändert worden. Ein Noir-Krimi,  Hardboiled-Krimi, als Graphic Novel adaptiert, dem Original ebenbürtig. Ein klasse Comic!


«Der nasse Fisch» von Volker Kutscher war der erste von inzwischen zehn erfolgreichen Romanen um den fiktiven Kriminalkommisar Gereon Rath. Unter dem Titel «Babylon Berlin» wurde er von Tom Tykwer als TV-Serie adaptiert. Sie wurde 2017 auf Sky ausgestrahlt und startet am 30. September 2018 in der ARD. Volker Kutscher hat mit seiner Krimi-Reihe um Gereon Rath nicht nur äußerst spannende Geschichten geschaffen, sondern vermittelt auch ein lebendiges Bild der späten 20er und frühen 30er Jahre in Berlin. Seine Bücher haben sich hunderttausendfach verkauft, und Carlsen legt nun eine erweiterte Neuauflage vor, die ein Interview und bislang unveröffentlichtes Skizzenmaterial von Arne Jysch enthält. Parallel dazu gibt es eine gleichnamige App, in der man als Spieler selbst in die Rolle Gereon Raths schlüpfen und einen spannenden Fall lösen kann.


Arne Jysch, Jahrgang 1973, studierte in Hamburg und Potsdam Kommunikationsdesign und Animation. Heute lebt er in Berlin und arbeitet als Storyboard Artist, Comiczeichner und Dozent für Storyboard an der Filmuniversität Babelsberg. Er hat mit «Der Beste» einen preisgekrönten Kurzfilm produziert und am «Filmmasters Program» in Hollywood teilgenommen. «Wave and Smile» war sein erster Comic. Seine Graphic Novel «Der nasse Fisch» nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Volker Kutscher wurde zu einem Besteller.


Der Journalist und Schriftsteller Volker Kutscher, geboren 1962, schuf mit «Der nasse Fisch» (Kiepenheuer & Witsch) einen deutschen Krimi-Bestseller. Inzwischen gibt es zehn Romane plus ein Interview zum Abschluss um seinen Kommissar Gereon Rath und die ersten Bände wurden unter der Regie von Tom Tykwer als TV-Serie mit dem Titel «Babylon Berlin» verfilmt. Kutscher liebt Comics und unterstützte Arne Jysch bei seiner Adaption mit Rat und Rat.

Cover des Buches Wave and Smile (ISBN: 9783551713728)
erdbeerliebe.s avatar

Rezension zu "Wave and Smile" von Arne Jysch

erdbeerliebe.
Winken und Knallen

Chris ist Soldat bei der Bundeswehr und momentan in Afghanistan stationiert. Kurz bevor er nach Hause kommen kann bekommen er und seine Kollegen Besuch von einer Journalistin. Natürlich geht bei einem seiner letzten Ausflüge alles schief: Sie werden angegriffen und sein Kollege Marco verschwindet spurlos, sie selbst kommen knapp mit dem Leben davon. Das Verschwinden seines Kumpels wird jedoch nicht genug untersucht, findet Chris, und setzt sich selbst dran. (Nebenher geht seine Familie zu Bruch aber das wird kaum thematisiert.) Er geht zurück nach Afghanistan und wird natürlich von der jungen Kollegin die ihn auch damals besucht hat unterstützt..  

Ich denke der größte Pluspunkt dieses Graphic Novels ist, dass es nicht viele Geschichten seiner Art gibt. Comics über Deutsche in Afghanistan? Hab ich jetzt noch nicht so oft gesehen. Deshalb alleine hab ich mir den Band auch in die Hand genommen. Teilweise wirkt die Geschichte klischeehaft auf mich, teilweise aber auch sehr passend, da bin ich hin und hergerissen. Als absolute Zivilistin hab ich natürlich keine Ahnung über die Umgangsformen und das Wesen einer solchen Geschichte - wenn man solche Storys nur auf dem Sofa liest befindet man sich schon in einer sehr exquisiten Position.
Der Graphic Novel fängt (meiner Meinung nach) die Perspektive eines Soldaten gut ein. Wenn die Protagonist*innen der Geschichte jetzt etwas interessanter und vielleicht einen Ticken weniger klischeehaft wären, hätte er mich noch mehr abholen können. Denn Gerade der Aufhänger der Geschichte wirkt etwas lasch: Ein Freund den man kaum kennt verschwindet und der (vielleicht etwas zu wenig beleuchtete) knallharte Chris will ihn wiederfinden.
Dennoch möchte ich dem Comic auch wirklich gutes zuschreiben: Ich hab nicht das Gefühl, dass hier zu viel beschönigt wird. Der Plot wirkt nicht überdramatisiert sondern wirklich knallharter Alltag eines Soldaten/Menschen in Afghanistan. Irgendwo tut mir Chris wirklich Leid, den es kaum zu kümmern scheint, dass seine Familie an ihm zerbricht. Ich glaube es hätte mir mehr gefallen eine andere Perspektive als die von Chris einzunehmen sondern zu lesen wie sein Umfeld mit ihm umgeht, das hätte dem ganzen auch einen ungewöhnlicheren Charakter verleiht und mehr zum nachdenken angeregt. Denn dadurch dass hauptsächlich die Thematik mit Marco in den Vordergrund gerückt wird hat der Comic dann wieder "harte Männer erleben Abenteuer" Vibes, und das ist dann wieder zu viel (männliches) Klischee. 

 

Cover des Buches Wave and Smile (ISBN: 9783551713728)
Yoyomauss avatar

Rezension zu "Wave and Smile" von Arne Jysch

Yoyomaus
Absolute Geschmackssache

Einsatz in Afgahnistan.

Deutsche Truppen werden angegriffen.

Und du bist mitten drin.

Einer deiner Kameraden verschwindet spurlos….

Und du willst ihn einfach nicht aufgeben…

 

Zum Inhalt:

Mit Arne Jysch wendet sich der erste deutsche Zeichner dem Thema Afghanistan zu. Gekonnt erzählt und inszeniert er eine spannende Geschichte in den Wirren des Bundeswehreinsatzes, die von Freundschaft und Verantwortung handelt. Gleichzeitig vermittelt Arne Jysch dem Leser eine wirklichkeitsgetreue Darstellung des Alltags in diesem fremden Land und was es für einen deutschen Soldaten heißt, dort Dienst zu tun. Das alles schafft er, ohne ideologisch oder belehrend zu sein. Es ist einfach nur - spannend.

 

Cover:

Das Cover passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte. Im comicartigen Stil sehen wir hier einen deutschen Soldaten in voller Kampfausrüstung, wie er aus einem fahrenden Konvoi heraus wachsam auf die Gegend blickt, während man neben ihm einen Jungen auf einem Esel reiten sieht. Das passt gut zum Inhalt der Geschichte und gibt einen ersten Eindruck über den Zeichenstil. Absolut gelungen.

 

Eigener Eindruck:
 Chris ist Soldat der deutschen Armee und in Afghanistan stationiert. Noch ein paar Wochen und dann kann er endlich zurück nach Hause. Doch kurz bevor er heimkehren kann, bekommen er und seine Kollegen Besuch von einem Journalistenteam. Bei einem Ausflug werden sie, wie schon so oft angegriffen und sein Kollege Marco verschwindet dabei spurlos. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wird Marco nicht die Aufklärung zuteil, die Chris sich wünscht und auch seine Familie zerbricht an der langen Trennung. Ihn hält also nichts mehr und so macht sich Chris auf eigene Faust auf die Suche nach Marco und kehrt nach Afghanistan zurück. 

 

Die Geschichte von Chris ist interessant geschrieben und meiner Meinung nach doch ein bisschen ideologisch und belehrend, aber darüber lässt sich ja bekanntlich streiten. Ich finde schon, dass die Bundeswehr gehyped wird und man den einen oder anderem Klischee noch mehr den Stempel aufgedrückt hat. Trotzdem ist die Story gut recherchiert und man ist bereits ab der ersten Seite voll mit dabei. Da gibt es raue Wortwechsel unter Kollegen oder eine ziemlich derbe Eignungsprüfung für das Journalistenteam. Es wird nichts geschönt, es wird nichts überdramatisiert und doch gibt es Angriffe, Schießerei und auch Tote auf beiden Seiten. Nennen wir es einfach hart real. Chris als Charakter begeistert hierbei besonders, denn er gibt nicht auf und macht sich auf die Suche nach seinem Kameraden, auch wenn ich das etwas unglaubwürdig finde. So einfach ist es dann wohl doch nicht. Außerdem leidet man im gewissen Sinne mit Chris, als seine Familie zerbricht – ein Schicksal, was wohl viele Familien durchmachen müssen, wenn die Männer und Väter so verändert aus dem Krieg wiederkommen oder so lang fort waren? Da kann sich nun jeder selbst sein Urteil dazu bilden. Fakt ist, dass man das Buch durchaus einmal gelesen haben kann, muss man aber nicht. Die Thematik ist doch Geschmackssache und wird wohl eher das männliche Publikum ansprechen. 

 

Fazit:

Auf solche Geschichten muss man einfach stehen. Für mich war es recht flach, auch wenn gut recherchiert und echt gut gezeichnet, aber irgendwie ist bei mir der Funke einfach nicht übergesprungen.

 

Idee: 4/5

Charaktere: 3/5

Logik: 4/5

Spannung: 3/5

Emotionen: 3/5

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783551713728

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 200 Seiten

Verlag: Carlsen

Erscheinungsdatum: 22.04.2014

 

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