Arne Jysch

 4 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Der nasse Fisch, Wave and Smile und weiteren Büchern.

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Der nasse Fisch (erweiterte Neuausgabe)

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Neu erschienen am 02.10.2018 als Hardcover bei Carlsen.

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Der nasse Fisch

Der nasse Fisch

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Erschienen am 28.03.2017
Wave and Smile

Wave and Smile

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Erschienen am 24.08.2012
Der nasse Fisch (erweiterte Neuausgabe)

Der nasse Fisch (erweiterte Neuausgabe)

 (1)
Erschienen am 02.10.2018
Graphic Novel paperback: Wave and Smile

Graphic Novel paperback: Wave and Smile

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Erschienen am 22.04.2014
Die visuelle Sprache des Films

Die visuelle Sprache des Films

 (0)
Erschienen am 09.07.2008

Neue Rezensionen zu Arne Jysch

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ChrischiDs avatar

Rezension zu "Der nasse Fisch" von Arne Jysch

Gelungene Adaption
ChrischiDvor 8 Monaten

Kommissar Gereon Rath wurde gerade frisch von Köln nach Berlin versetzt. Auf die Schnelle gab es nur die Möglichkeit bei der Sittenpolizei unterzukommen, doch der ehrgeizige junge Mann gibt alles, um bald bei den Großen mitspielen zu dürfen. Bis dahin allerdings ist es ein langer, steiniger Weg. Er muss lernen wem er vertrauen kann und wem nicht, außerdem gibt es diverse äußere Einflüsse, die nicht nur ihm das Leben schwer machen, privat wie beruflich.

Ganz gleich, ob man den gleichnamigen Kriminalroman aus der Feder Volker Kutschers bereits kennt oder nicht, man wird beim Lesen und Betrachten der graphischen Adaption in Begeisterungsstürme ausbrechen. Allein inhaltlich zeichnet sich ein konkretes Bild Berlins in den 20er Jahren ab, bei dem natürlich auch die detaillierte Darstellung der Kriminalpolizei nicht fehlen darf. Gereon ist ehrgeizig, besitzt aber dennoch Ecken und Kanten, lässt sich weder unterbuttern noch ins Boxhorn jagen. Gerade deswegen muss er auf der Hut sein. Auch wenn er nicht zu jeder Zeit der größte Sympathieträger ist, so ist man als Leser dennoch auf seiner Seite, irgendwie erscheint sämtliches Handeln einen Sinn zu ergeben, selbst wenn sich mal mehr mal weniger am Rande der Legalität bewegt wird.

Durch Arne Jyschs Zeichnungen wird das Geschriebene lebendig, die Figuren bekommen mehr als nur ein Gesicht, beinahe wird man sogar eingesogen in die damalige Zeit. Die Atmosphäre strömt aus jedem Bild, es scheint fast als würde es sich um bewegte Illustrationen handeln. Die Stimmung der Vergangenheit wird gekonnt eingefangen, es gab wenige Lichtblicke, dennoch wirkt das Geschehen nicht durchweg bedrückend. Denn es wird auch unter die Oberfläche geschaut, recherchetechnisch hätte man es besser wohl nicht machen können.

Wer bereits die Möglichkeit hatte in „Babylon Berlin“, beruhend auf dem Roman von Volker Kutscher, reinzuschauen, wird bemerken, dass Graphic Novel und TV-Serie sich in weiten Teilen ähneln, man durchaus ganze Szenen wiedererkennt, nur dass sie im Fernsehen koloriert sind. Der schwarz-weiß-Effekt des Comics ist natürlich nicht zu überbieten, hier passt einfach alles.

Bleibt abzuwarten oder vielmehr zu hoffen, dass auch weitere Teile der Krimireihe rund um Gereon Rath in ähnlicher Form adaptiert werden.

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LillianMcCarthys avatar

Rezension zu "Der nasse Fisch" von Arne Jysch

Gelungene Adaption
LillianMcCarthyvor einem Jahr

Auf Der nasse Fisch bin ich erst sehr spät aufmerksam geworden und das auch nur, weil ich im Zuge meines Praktikums einen Pressetext zu einem Werkstattgespräch mit Arne Jysch verfassen musste. Obwohl ich selten Krimis lese, war der magische Begriff, der in diesem Zusammenhang auftauchte „20er Jahre“. Ich bin ein großer Fan dieser Zeit und in der Literatur treffe ich deutlich häufiger in der amerikanischen Kultur auf sie. Da Graphic Novels im Gegensatz zu Romanen die wundervolle Fähigkeit habe, Handlung bildlich darzustellen, war ich sehr gespannt darauf, wie Arne Jysch nicht nur Gereon Raths Geschichte sondern auch das Berlin der 20er Jahre darstellt.

Die Graphic Novel ist komplett in schwarz-weiß gezeichnet. Das war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber mir hat das sehr gut gefallen. Es fängt einmal mehr die Atmosphäre der Zeit ein und erinnert an die alten Filme. Was mich sehr überrascht hat war, dass ich das gesamte Buch über die Bilder deutlich besser fand als die Geschichte, die für sich genommen schon genial ist. Dennoch legt Arne Jysch eine ungeheure Kraft in seine Zeichnungen und schafft es in kleinen Details, den Zeitgeist exakt einzufangen, sodass sich der Leser mehr als einmal selbst in die 20er Jahre versetzt fühlt. Die Panels sind unterschiedlich groß, unterschiedlich angeordnet und sorgen für einen perfekten Lesefluss. Von künstlerischer Seite gesehen, hat Arne Jysch ganze Arbeit geleistet und ich bin beeindruckt.

Der nasse Fisch ist der erste Band von Volker Kutschers erfolgreicher Krimireihe um Gereon Rath. Arne Jysch hat diesen im Zuge seiner Adaption natürlich kürzen müssen. Obwohl ich Volker Kutschers Reihe nicht gelesen habe, hatte ich beim Lesen von Der nasse Fisch nicht den Eindruck, als würden Teile der Geschichte fehlen und es ergibt sich so dennoch ein interessant konstruierter Krimi.

Als Gereon Rath in Köln in einen Mordfall verwickelt wird und den Dienst dort quittieren muss, schafft er es in Berlin bei der Sittenpolizei eine Anstellung zu finden. Er jedoch will mehr: Er will in die Mordkommission. Als ein Mord geschieht beginnt Gereon eigene Ermittlungen, die ihn, wie er hofft, in die Mordkommission bringen, und beginnt deshalb direkt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei kann er zwar auch Erfolge verzeichnen, er gerät allerdings auch selbst ins Visier der Ermittlungen. Mehr kann ich euch dazu gar nicht sagen, ohne euch kleine Details zu verraten, auf die ihr im Laufe der Ermittlungen stoßt. Mir allerdings hat die Entwicklung der Geschichte sehr gut gefallen und sowohl für eingefleischte Krimifans als auch für Gelegenheitsleser hält die Graphic Novel eine eindrucksvolle Geschichte bereit.

Fazit: Wenn eine perfekte Geschichte sogar noch vom Zeichenstil getoppt wird, dann hat man eine gelungene Graphic Novel vor sich. Genauso ging es mir mit der Graphic Novel Adaption von Arne Jysch zu Volker Kutschers Roman Der nasse Fisch. Jysch fängt gekonnt die Atmosphäre der 20er Jahre ein und überzeugte mich durch eindrucksvolle Panels ebenso sehr, wie Kutscher mit seiner gut durchdachten Kriminalgeschichte. Eine klare Leseempfehlung für alle Krimi- und Graphic Novel-Liebhaber. 

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LisaSonnenscheins avatar

Rezension zu "Der nasse Fisch" von Arne Jysch

Eine atmosphärische Geschichte in wunderbar passendem Kleid
LisaSonnenscheinvor 2 Jahren

Gereon Rath hat Mist gebaut. Nur durch die guten Beziehungen seines Vaters hat er seinen Job bei der Polizei nicht verloren, sondern wurde nur ins Sittendezernat in Berlin versetzt - eine glorreiche Karriere steht ihm aber damit wohl nicht mehr ins Haus. Allerdings ist da noch dieser hochinteressante Mordfall, der ihn so überhaupt nichts angeht...

Der Graphic Novel ist einem Krimiroman von Volker Kutscher nachempfunden - er ist hervorragend recherchiert und versetzt einen total stimmungsvoll ins Berlin der 20er Jahre. Überall Hüte, alle rauchen, die Autos, die Gebäude, die kriminalistischen Methoden, die Ansichten...! Ich fand es einfach nur klasse, in diesen Zeitgeist einzutauchen und einen Kriminalfall der GANZ alten Schule mitzuverfolgen.

Der ist dabei überraschend wendungsreich und tiefergehend, als man es für diese Comic-Form erwarten würde - innerhalb eines Nachmittags hatte ich das Buch komplett durchgelesen/-geschaut, weil ich es nicht weglegen konnte.

Der Zeichenstil ist Skizzenartig und eher selten so detailreich, wie auf dem Cover abgebildet. Das ist allerdings kein Negativpunkt, sondern bringt irgendwie Dynamik und Tempo in die Bilder (okay, die Formulierung ist merkwürdig, ich geb' das zu!). Es wird nie langweilig, auch weil man ganz klassisch mit unserem Hauptermittler mitdenken kann. DEN fand ich allerdings so gar nicht sympathisch - er ist ein kleiner Egomane, kann eine Menge "Frauengeschichten" erzählen und scheint lieber hintenrum zu agieren, als die Konfrontation zu suchen. Irgendwie gehört das zu dem Fall aber auch dazu und ich habe mich nach dem "Woah, schon auf den ersten paar Seiten Geschlechtsverkehr!" schnell in seine Rolle reingelesen. Zum Fall und in seine Zeit passt er, mich hat er allerdings zwischenzeitlich dezent aufgeregt und ich habe ihm den ein oder anderen Rückschlag ein bisschen gegönnt :P! Scheinbar funktioniert er in der Krimireihe allerdings als Protagonist, es gibt zur Zeit gleich fünf seiner Fälle auf dem Buchmarkt.

Alles ein allem ein superspannender und sehr atmosphärischer Graphic Novel, den ich an dieser Stelle sehr gerne empfehle - klasse!

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