Arne Jysch

 4 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Der nasse Fisch, Wave and Smile und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Arne Jysch

Der nasse Fisch

Der nasse Fisch

 (16)
Erschienen am 28.03.2017
Wave and Smile

Wave and Smile

 (4)
Erschienen am 24.08.2012
Der nasse Fisch (erweiterte Neuausgabe)

Der nasse Fisch (erweiterte Neuausgabe)

 (3)
Erschienen am 02.10.2018
Graphic Novel paperback: Wave and Smile

Graphic Novel paperback: Wave and Smile

 (1)
Erschienen am 22.04.2014

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Rezension zu "Der nasse Fisch (erweiterte Neuausgabe)" von Arne Jysch

‚Mit jedem Schritt, den ich vorankam, wurde die Sache komplizierter.‘ (Seite 88)
sabatayn76vor 24 Tagen

Gereon Rath wurde von der Kölner Mordermittlung nach Berlin ins Sittendezernat versetzt. Ganz glücklich ist er da nicht und versucht, bei der Mordkommission einen Fuß in die Tür zu bekommen. Dies gelingt ihm, als er sich in einen neuen Fall einschaltet - eine männliche Leiche mit zertrümmerten Händen und Füßen wurde im Landwehrkanal gefunden. Allerdings ist der Mann weder an diesen Verletzungen gestorben noch ertrunken. Um wen handelt es sich? Und wer steckt hinter dieser Tat?

‚Der nasse Fisch‘ war vor vielen Jahren mein zweites Buch, das ich von Volker Kutscher gelesen hatte, und obwohl mich das erste Buch der Gereon Rath-Reihe nicht vollends begeistert hat, habe ich schließlich die gesamte Reihe gelesen, denn glücklicherweise bin ich mit dem dritten Buch ‚Goldstein‘ eingestiegen und wusste deshalb schon, dass die Reihe noch sehr viel besser wird.

Mittlerweile kenne und liebe ich alle bereits erschienenen Bände der Reihe, und letztens habe ich mit großer Begeisterung die ersten beiden Staffeln von ‚Babylon Berlin‘ angeschaut. Schon länger wollte ich die gesamte Reihe nochmals als Hörbuch hören, um alle Bände wieder aufzufrischen, aber erst ‚Babylon Berlin‘ brachte mich dazu, das nun endlich in Angriff zu nehmen. Vorher wollte ich aber noch die Graphic Novel zu ‚Der nasse Fisch‘ lesen, die schon seit mehr als einem Jahr in meinem Regal steht.

Nach meiner zweiten Begegnung mit ‚Der nasse Fisch‘ kann ich sagen, dass mir die Geschichte nun viel besser als beim ersten Mal gefallen hat. Ich finde aber auch, dass sich die Graphic Novel nur bedingt für Einsteiger in die Reihe eignet, denn die Geschichte ist schon sehr gekürzt, und bisweilen werden Dinge erwähnt, die möglicherweise wenig Sinn ergeben oder verwirren, wenn man die ausführlicheren Zusammenhänge nicht kennt.

Ich finde aber auch, dass die Graphic Novel die Geschichte sehr gut veranschaulicht, und die düsteren Zeichnungen passen einfach perfekt zum Fall und zu den politischen Umständen im Jahre 1929.

Ich kann die Reihe allen ans Herz legen, die sich für kluge Krimis, für das Ende der Weimarer Republik und die Anfänge des Nationalsozialismus sowie für das Leben ima Berlin der 1920er und 1930er Jahre interessieren.

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Rezension zu "Der nasse Fisch" von Arne Jysch

Gelungene Adaption
ChrischiDvor 10 Monaten

Kommissar Gereon Rath wurde gerade frisch von Köln nach Berlin versetzt. Auf die Schnelle gab es nur die Möglichkeit bei der Sittenpolizei unterzukommen, doch der ehrgeizige junge Mann gibt alles, um bald bei den Großen mitspielen zu dürfen. Bis dahin allerdings ist es ein langer, steiniger Weg. Er muss lernen wem er vertrauen kann und wem nicht, außerdem gibt es diverse äußere Einflüsse, die nicht nur ihm das Leben schwer machen, privat wie beruflich.

Ganz gleich, ob man den gleichnamigen Kriminalroman aus der Feder Volker Kutschers bereits kennt oder nicht, man wird beim Lesen und Betrachten der graphischen Adaption in Begeisterungsstürme ausbrechen. Allein inhaltlich zeichnet sich ein konkretes Bild Berlins in den 20er Jahren ab, bei dem natürlich auch die detaillierte Darstellung der Kriminalpolizei nicht fehlen darf. Gereon ist ehrgeizig, besitzt aber dennoch Ecken und Kanten, lässt sich weder unterbuttern noch ins Boxhorn jagen. Gerade deswegen muss er auf der Hut sein. Auch wenn er nicht zu jeder Zeit der größte Sympathieträger ist, so ist man als Leser dennoch auf seiner Seite, irgendwie erscheint sämtliches Handeln einen Sinn zu ergeben, selbst wenn sich mal mehr mal weniger am Rande der Legalität bewegt wird.

Durch Arne Jyschs Zeichnungen wird das Geschriebene lebendig, die Figuren bekommen mehr als nur ein Gesicht, beinahe wird man sogar eingesogen in die damalige Zeit. Die Atmosphäre strömt aus jedem Bild, es scheint fast als würde es sich um bewegte Illustrationen handeln. Die Stimmung der Vergangenheit wird gekonnt eingefangen, es gab wenige Lichtblicke, dennoch wirkt das Geschehen nicht durchweg bedrückend. Denn es wird auch unter die Oberfläche geschaut, recherchetechnisch hätte man es besser wohl nicht machen können.

Wer bereits die Möglichkeit hatte in „Babylon Berlin“, beruhend auf dem Roman von Volker Kutscher, reinzuschauen, wird bemerken, dass Graphic Novel und TV-Serie sich in weiten Teilen ähneln, man durchaus ganze Szenen wiedererkennt, nur dass sie im Fernsehen koloriert sind. Der schwarz-weiß-Effekt des Comics ist natürlich nicht zu überbieten, hier passt einfach alles.

Bleibt abzuwarten oder vielmehr zu hoffen, dass auch weitere Teile der Krimireihe rund um Gereon Rath in ähnlicher Form adaptiert werden.

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Rezension zu "Der nasse Fisch" von Arne Jysch

Gelungene Adaption
LillianMcCarthyvor einem Jahr

Auf Der nasse Fisch bin ich erst sehr spät aufmerksam geworden und das auch nur, weil ich im Zuge meines Praktikums einen Pressetext zu einem Werkstattgespräch mit Arne Jysch verfassen musste. Obwohl ich selten Krimis lese, war der magische Begriff, der in diesem Zusammenhang auftauchte „20er Jahre“. Ich bin ein großer Fan dieser Zeit und in der Literatur treffe ich deutlich häufiger in der amerikanischen Kultur auf sie. Da Graphic Novels im Gegensatz zu Romanen die wundervolle Fähigkeit habe, Handlung bildlich darzustellen, war ich sehr gespannt darauf, wie Arne Jysch nicht nur Gereon Raths Geschichte sondern auch das Berlin der 20er Jahre darstellt.

Die Graphic Novel ist komplett in schwarz-weiß gezeichnet. Das war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber mir hat das sehr gut gefallen. Es fängt einmal mehr die Atmosphäre der Zeit ein und erinnert an die alten Filme. Was mich sehr überrascht hat war, dass ich das gesamte Buch über die Bilder deutlich besser fand als die Geschichte, die für sich genommen schon genial ist. Dennoch legt Arne Jysch eine ungeheure Kraft in seine Zeichnungen und schafft es in kleinen Details, den Zeitgeist exakt einzufangen, sodass sich der Leser mehr als einmal selbst in die 20er Jahre versetzt fühlt. Die Panels sind unterschiedlich groß, unterschiedlich angeordnet und sorgen für einen perfekten Lesefluss. Von künstlerischer Seite gesehen, hat Arne Jysch ganze Arbeit geleistet und ich bin beeindruckt.

Der nasse Fisch ist der erste Band von Volker Kutschers erfolgreicher Krimireihe um Gereon Rath. Arne Jysch hat diesen im Zuge seiner Adaption natürlich kürzen müssen. Obwohl ich Volker Kutschers Reihe nicht gelesen habe, hatte ich beim Lesen von Der nasse Fisch nicht den Eindruck, als würden Teile der Geschichte fehlen und es ergibt sich so dennoch ein interessant konstruierter Krimi.

Als Gereon Rath in Köln in einen Mordfall verwickelt wird und den Dienst dort quittieren muss, schafft er es in Berlin bei der Sittenpolizei eine Anstellung zu finden. Er jedoch will mehr: Er will in die Mordkommission. Als ein Mord geschieht beginnt Gereon eigene Ermittlungen, die ihn, wie er hofft, in die Mordkommission bringen, und beginnt deshalb direkt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei kann er zwar auch Erfolge verzeichnen, er gerät allerdings auch selbst ins Visier der Ermittlungen. Mehr kann ich euch dazu gar nicht sagen, ohne euch kleine Details zu verraten, auf die ihr im Laufe der Ermittlungen stoßt. Mir allerdings hat die Entwicklung der Geschichte sehr gut gefallen und sowohl für eingefleischte Krimifans als auch für Gelegenheitsleser hält die Graphic Novel eine eindrucksvolle Geschichte bereit.

Fazit: Wenn eine perfekte Geschichte sogar noch vom Zeichenstil getoppt wird, dann hat man eine gelungene Graphic Novel vor sich. Genauso ging es mir mit der Graphic Novel Adaption von Arne Jysch zu Volker Kutschers Roman Der nasse Fisch. Jysch fängt gekonnt die Atmosphäre der 20er Jahre ein und überzeugte mich durch eindrucksvolle Panels ebenso sehr, wie Kutscher mit seiner gut durchdachten Kriminalgeschichte. Eine klare Leseempfehlung für alle Krimi- und Graphic Novel-Liebhaber. 

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