Arne Jysch , Volker Kutscher Der nasse Fisch

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Inhaltsangabe zu „Der nasse Fisch“ von Arne Jysch

Arne Jysch ("Wave and Smile") setzt nicht nur einen spannenden, erfolgreichen Krimi um, sondern zeichnet im wahrsten Sinne des Wortes ein genaues Bild des Berlins der Zwanzigerjahre, einer Welt im Umbruch. Es war die Zeit politischer Spannungen in der Weimarer Republik und hoher Kriminalität, aber auch der Beginn moderner Polizeiarbeit.
"Der nasse Fisch" von Volker Kutscher war der erste von inzwischen fünf erfolgreichen Romanen um den fiktiven Kriminalkommisar Gereon Rath. Unter dem "Babylon Berlin" wurde er von Tom Tykwer als Fernsehserie adaptiert. Sie wird 2017 auf Sky ausgestrahlt und Ende 2018 auf ARD.

Sehr gelungen!

— silberfischchen68

Arne Jysch schafft es, die Atmosphäre der 20er Jahre gekonnt aufzufangen.

— LillianMcCarthy

Fabelhafte, grandios umgesetzte Graphic Novel der Bestseller-Krimi-Reihe aus den 20er Jahren! Optisch & inhaltlich ein großer Genuß!

— DieBuchkolumnistin

Für Krimi-Fans ein absolutes Muss, da die Umsetzung sehr gelungen ist.

— BuechersuechtigesHerz

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    Der nasse Fisch

    LillianMcCarthy

    06. September 2017 um 21:46

    Auf Der nasse Fisch bin ich erst sehr spät aufmerksam geworden und das auch nur, weil ich im Zuge meines Praktikums einen Pressetext zu einem Werkstattgespräch mit Arne Jysch verfassen musste. Obwohl ich selten Krimis lese, war der magische Begriff, der in diesem Zusammenhang auftauchte „20er Jahre“. Ich bin ein großer Fan dieser Zeit und in der Literatur treffe ich deutlich häufiger in der amerikanischen Kultur auf sie. Da Graphic Novels im Gegensatz zu Romanen die wundervolle Fähigkeit habe, Handlung bildlich darzustellen, war ich sehr gespannt darauf, wie Arne Jysch nicht nur Gereon Raths Geschichte sondern auch das Berlin der 20er Jahre darstellt. Die Graphic Novel ist komplett in schwarz-weiß gezeichnet. Das war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber mir hat das sehr gut gefallen. Es fängt einmal mehr die Atmosphäre der Zeit ein und erinnert an die alten Filme. Was mich sehr überrascht hat war, dass ich das gesamte Buch über die Bilder deutlich besser fand als die Geschichte, die für sich genommen schon genial ist. Dennoch legt Arne Jysch eine ungeheure Kraft in seine Zeichnungen und schafft es in kleinen Details, den Zeitgeist exakt einzufangen, sodass sich der Leser mehr als einmal selbst in die 20er Jahre versetzt fühlt. Die Panels sind unterschiedlich groß, unterschiedlich angeordnet und sorgen für einen perfekten Lesefluss. Von künstlerischer Seite gesehen, hat Arne Jysch ganze Arbeit geleistet und ich bin beeindruckt. Der nasse Fisch ist der erste Band von Volker Kutschers erfolgreicher Krimireihe um Gereon Rath. Arne Jysch hat diesen im Zuge seiner Adaption natürlich kürzen müssen. Obwohl ich Volker Kutschers Reihe nicht gelesen habe, hatte ich beim Lesen von Der nasse Fisch nicht den Eindruck, als würden Teile der Geschichte fehlen und es ergibt sich so dennoch ein interessant konstruierter Krimi. Als Gereon Rath in Köln in einen Mordfall verwickelt wird und den Dienst dort quittieren muss, schafft er es in Berlin bei der Sittenpolizei eine Anstellung zu finden. Er jedoch will mehr: Er will in die Mordkommission. Als ein Mord geschieht beginnt Gereon eigene Ermittlungen, die ihn, wie er hofft, in die Mordkommission bringen, und beginnt deshalb direkt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei kann er zwar auch Erfolge verzeichnen, er gerät allerdings auch selbst ins Visier der Ermittlungen. Mehr kann ich euch dazu gar nicht sagen, ohne euch kleine Details zu verraten, auf die ihr im Laufe der Ermittlungen stoßt. Mir allerdings hat die Entwicklung der Geschichte sehr gut gefallen und sowohl für eingefleischte Krimifans als auch für Gelegenheitsleser hält die Graphic Novel eine eindrucksvolle Geschichte bereit. Fazit: Wenn eine perfekte Geschichte sogar noch vom Zeichenstil getoppt wird, dann hat man eine gelungene Graphic Novel vor sich. Genauso ging es mir mit der Graphic Novel Adaption von Arne Jysch zu Volker Kutschers Roman Der nasse Fisch. Jysch fängt gekonnt die Atmosphäre der 20er Jahre ein und überzeugte mich durch eindrucksvolle Panels ebenso sehr, wie Kutscher mit seiner gut durchdachten Kriminalgeschichte. Eine klare Leseempfehlung für alle Krimi- und Graphic Novel-Liebhaber. 

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  • Eine atmosphärische Geschichte in wunderbar passendem Kleid

    Der nasse Fisch

    LisaSonnenschein

    28. April 2017 um 20:19

    Gereon Rath hat Mist gebaut. Nur durch die guten Beziehungen seines Vaters hat er seinen Job bei der Polizei nicht verloren, sondern wurde nur ins Sittendezernat in Berlin versetzt - eine glorreiche Karriere steht ihm aber damit wohl nicht mehr ins Haus. Allerdings ist da noch dieser hochinteressante Mordfall, der ihn so überhaupt nichts angeht...Der Graphic Novel ist einem Krimiroman von Volker Kutscher nachempfunden - er ist hervorragend recherchiert und versetzt einen total stimmungsvoll ins Berlin der 20er Jahre. Überall Hüte, alle rauchen, die Autos, die Gebäude, die kriminalistischen Methoden, die Ansichten...! Ich fand es einfach nur klasse, in diesen Zeitgeist einzutauchen und einen Kriminalfall der GANZ alten Schule mitzuverfolgen.Der ist dabei überraschend wendungsreich und tiefergehend, als man es für diese Comic-Form erwarten würde - innerhalb eines Nachmittags hatte ich das Buch komplett durchgelesen/-geschaut, weil ich es nicht weglegen konnte.Der Zeichenstil ist Skizzenartig und eher selten so detailreich, wie auf dem Cover abgebildet. Das ist allerdings kein Negativpunkt, sondern bringt irgendwie Dynamik und Tempo in die Bilder (okay, die Formulierung ist merkwürdig, ich geb' das zu!). Es wird nie langweilig, auch weil man ganz klassisch mit unserem Hauptermittler mitdenken kann. DEN fand ich allerdings so gar nicht sympathisch - er ist ein kleiner Egomane, kann eine Menge "Frauengeschichten" erzählen und scheint lieber hintenrum zu agieren, als die Konfrontation zu suchen. Irgendwie gehört das zu dem Fall aber auch dazu und ich habe mich nach dem "Woah, schon auf den ersten paar Seiten Geschlechtsverkehr!" schnell in seine Rolle reingelesen. Zum Fall und in seine Zeit passt er, mich hat er allerdings zwischenzeitlich dezent aufgeregt und ich habe ihm den ein oder anderen Rückschlag ein bisschen gegönnt :P! Scheinbar funktioniert er in der Krimireihe allerdings als Protagonist, es gibt zur Zeit gleich fünf seiner Fälle auf dem Buchmarkt.Alles ein allem ein superspannender und sehr atmosphärischer Graphic Novel, den ich an dieser Stelle sehr gerne empfehle - klasse!

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  • Für Krimi-Fans ein absolutes Muss, da die Umsetzung sehr gelungen ist.

    Der nasse Fisch

    BuechersuechtigesHerz

    24. April 2017 um 10:42

    Berlin 1929: Politische Straßenschlachten, illegale Nachtclubs – ein Tanz auf dem Vulkan.In den Zwanzigerjahren ist die Berliner Kriminalpolizei für ihre modernen Ermittlungsmethoden berühmt. Als der ehrgeizige, junge Kommissar Rath auf eigene Faust in einem Mordfall ermittelt, bringt er alle Seiten gegen sich auf.(Quelle: Klappentext)Dies ist meine erste Graphic Novel und ich war positiv überrascht. Vorweg möchte ich auch betonen, dass ich das Buch von Volker Kutscher nicht gelesen habe.Das Cover, im schwarz-weiß Stil gehalten, zeigt die Hauptfigur Kommissar Rath im Vordergrund, während im Hintergrund das Treiben Berlins in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts seinen Lauf nimmt.Als Einstimmung auf die Story gibt es zunächst einen Brief, der die Umstände von Kommissar Rath erläutert. Der Zeichenstil vermittelt gut den Charme der 20er oder anders gesagt, er wirkt zeitgemäß und ist nicht so, wie ich es von Marvelcomics gewohnt bin. Dies sorgt für Authentizität, die gut bei mir ankommt. Das Verhältnis zwischen Bild und Text ist optimal. Zwischendurch gibt es immer wieder Passagen, in denen man einfach nur den Zeichnungen folgen muss und sich treiben lassen kann. Der Schreibstil ist einfach gehalten und besonders auffallend ist die Übernahme des Berliner Dialektes. Dies gefiel mir gut und sorgte für differenzierte Charaktere. Inhaltlich ist die Gestaltung typisch für das Krimigenre. Die Story lies sich gut verfolgen und lies keine Genresfans mit einem leeren Gefühl die Geschichte beenden. Für mich persönlich muss ich jedoch sagen, konnte ich der Geschichte nicht viel abgewinnen, was vielleicht aber auch daran liegt, dass Krimis mich nicht so sehr mitreissen. Ich bin jedoch ein großer Fan der Stadt Berlin und war deswegen neugierig auf diese Graphic Novel.Inwieweit die Graphic Novel mit dem Buch übereinstimmt kann ich natürlich nicht sagen, aber rausgekommen ist aufjedenfall eine gute Arbeit von Zeichner und Autor.Mit „Der nasse Fisch“ hat Carlsen eine gelungene Graphic Novel herausgegeben, die durch Authentizität punktet. Jedoch im Bereich der Story ist es bei mir persönlich nicht so ganz angekommen.Für Krimi-Fans aber ein absolutes Muss, da die Umsetzung sehr gelungen ist.Rockt sein Herz mit 3 von 5 Punkten!

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