Arne Karsten Kleine Geschichte Venedigs

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Inhaltsangabe zu „Kleine Geschichte Venedigs“ von Arne Karsten

Weltmacht und Mythos – die Geschichte Venedigs Kaum eine Stadt übt seit Jahrhunderten eine solch ungebrochene Anziehung aus wie Venedig. Arne Karsten erzählt die Geschichte der Stadt im Wasser von ihren bescheidenen Anfängen in den Zeiten der Völkerwanderung über ihre Glanzzeit als Hauptstadt eines riesigen Handelsimperiums bis in die Gegenwart hinein. Zu Beginn unter byzantinischer Herrschaft, dehnte Venedig seinen wirtschaftlichen Einfluß rasch über den östlichen Mittelmeerraum aus, erwarb unerhörten Reichtum und wurde schließlich zur stärksten Seemacht des Mittelmeeres. Mit dem Handel blühten die Künste, die Malerei der Bellinis, Tizians und Tintorettos sowie die Architektur, die noch heute das einzigartige Stadtbild prägt. Die Kunststadt Venedig florierte auch weiter, als die politische Macht der Dogenrepublik ihrem Ende zuging, und der Mythos der Stadt wurde bis ins 20. Jahrhundert in Meisterwerken der Literatur und des Films besungen. Arne Karsten bietet eine knappe und äußerst lebendige, von zahlreichen Abbildungen begleitete Darstellung der politischen und wirtschaftlichen, der sozialen und der künstlerischen Entwicklungen der Serenissima.

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  • Rezension zu "Kleine Geschichte Venedigs" von Arne Karsten

    Kleine Geschichte Venedigs
    HeikeG

    HeikeG

    27. January 2009 um 19:55

    Mythos und Gegenmythos Die im Nordosten Italiens an der Adria zwischen den Mündungen von Po und Piav liegende berühmte Lagunenstadt, mit über hundert kleinen Inseln, die fast 200 Kanäle durchziehen, allen voran der berühmte Canal Grande, welche mit rund 400 Brücken (u. a. die weltbekannte Rialtobrücke) miteinander verbunden sind, übt auf ihre Besucher alljährlich eine ungewöhnliche und exzeptionelle Faszination aus. Hinzu kommen die architektonische Vielfalt und die immer noch spürbare ehemalige Anhäufung unermesslicher Reichtümer über Jahrhunderte hinweg. Zu dieser einzigartigen Atmosphäre trägt auch der dazugehörende Lebensstil ihrer Einwohner und die Kunst eines Carpaccio, Bellini, Giorgione und Tizian, eines Tintoretto und Veronese, eines Tiepolo und Guardi bei. Venedig bietet Kunst und Kultur in Hülle und Fülle. Ob Kirchen von der Romanik bis zum Barock, allen voran der Markusdom (San Marco), das einstige Wahrzeichen Venedigs als Stadt und Republik oder Paläste, als bekanntester wohl der Dogenpalast oder die ihm gegenüberliegende Libreria Vecchia, die Alte Bibliothek, Venedig ist eine einzigartige Ansammlung kulturhistorischer Bauwerke. Die Stadt mit den vielen Gesichtern lässt einen nicht mehr los, hat man sie einmal gesehen. Sie wirkt oft wie ein Traum und hinterlässt dennoch tiefe Eindrücke. "Keine andere Stadt der Welt hat die Vorstellungskraft der Menschen in vergleichbar intensiver Weise beschäftigt [...]. In mühsamer Arbeit einer lebensfeindlichen Umgebung abgerungen, entwickelte sie sich aus einer bescheidenen Siedlung im Sumpf zu einer europäischen Großmacht.", beginnt Arne Karsten seine "Kleine Geschichte Venedigs". Trotzdem schon unzähliges über diese Stadt mit der mystischen Aura, die beinahe auf der Wasseroberfläche zu gleiten scheint, geschrieben wurde, legt der Wissenschaftliche Mitarbeiter am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität Berlin ein neues kompaktes Buch vor, das die Geschichte der Lagunenstadt neu aufrollt. Aber gerade die Kompaktheit des qualitativ hochwertig aufgelegten Bandes, mit vielen zum Teil farbigen Abbildungen, macht seinen besonderen Reiz aus. "Thema mit Variationen" nennt der Autor die Beschäftigung mit der Geschichte Venedigs und seiner Kunst. "Das Thema, nämlich Ruhm und Herrlichkeit der Serenissima, ändert sich nie; umso größer ist die Phantasie, der Reichtum an Varianten bei seiner Ausgestaltung. Auf der anderen Seite entwickelte sich der Gegenmythos: Venedig als raub- und raffgieriges Monster, einzig und allein auf den eigenen Vorteil bedacht, jederzeit zu Betrug und Verrat bereit." Karsten zeichnet kein mystisch verklärtes Bild, sondern in klar strukturierten Kapiteln rollt er noch einmal den Werdegang der Serenissima von der spätantiken Siedlung im Sumpf, dem Aufstieg zur Handelsgroßmacht, den Zusammenbrüchen und erneuten Aufstiegen bis zur heutigen existenzbedrohten Touristenmetropole und "Stadt der Verliebten" auf. Hauptaugenmerk hat er auf die ökonomischen und sozialen, politischen und militärischen Bedingungen gelegt, unter denen die einst bedeutendste Handels- und Seemacht des Mittelmeeres die noch heute zu bewundernde oder zu erahnende einzigartige Kunstfülle produzieren und jenen legendären Mythos kultivieren konnte. Dabei arbeitet er aus den retrospektiven Bildern von Geschichte das heraus, was die historischen Quellen als gesichert erscheinen lassen; "wohl wissend, dass es eine objektive Geschichte nicht gibt, weil alle Wahrnehmungen der Vergangenheit an das wahrnehmende Subjekt und seine Interessen gebunden ist." Fazit: Auch wenn in derart kompaktem Rahmen größere Zusammenhänge nur knapp skizziert werden und zahlreiche Aspekte eines kulturgeschichtlichen Zeitraums von annähernd 1500 Jahren lediglich gestreift werden können, ist es Arne Karsten in seiner "Kleinen Geschichte Venedigs" gelungen, dem interessierten Leser einen Gesamteindruck von der Geschichte dieser einzigartigen Stadt zu vermitteln. Und das tut er ausgesprochen faktenreich und trotzdem sehr lebendig und lesenswert.

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