Arne Molfenter

 4.7 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Über die weiße Linie, Der Finsternis entgegen und weiteren Büchern.

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Erscheint am 17.04.2019 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Arne Molfenter

Über die weiße Linie

Über die weiße Linie

 (3)
Erschienen am 15.03.2016
Der Finsternis entgegen

Der Finsternis entgegen

 (2)
Erschienen am 22.09.2015
Garbo, der Spion

Garbo, der Spion

 (2)
Erschienen am 14.04.2014
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 (0)
Erschienen am 17.04.2019

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Y

Rezension zu "Über die weiße Linie" von Arne Molfenter

Priester rettet Flüchtlinge
Yvo3vor 2 Monaten

Ein irischer Prister lebt zur Zeit des 2.Weltkrieges im Vatikan. Der Vatikan ist geschützt und diese macht er sich zur Nutze, um über 6000 Flüchtlinge zu retten. Es sind englische und amerikanische Gefangene und auch Juden. Er baut sich ein ganzes Helfernetz auf.

Diese Geschichte beruht auf wahrer Begebenheit und erzählt von sehr viel Mut. Erstaunlich auf welche Gedanken die Menschen damals gekommen sind, um Menschen zu verstecken. Ein großartiger Bericht über Nächstenliebe und Mut.

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Rezension zu "Der Finsternis entgegen" von Arne Molfenter

EIne Hommage an alle die mutigen Frauen, die sich in die Finsternis wagten
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Das Autoren-Duo Arne Molfenter und Rüdiger Strempel beschäftigt sich mit einem in Mitteleuropa kaum bekannten und tragischen Kapitel des Zweiten Weltkrieg: Erstmals werden Frauen als Agentinnen und Kämpferinnen von den Briten ausgebildet und u.a. in das besetzte Frankreich gebracht, um gegen das Hitler-Regime im Verborgenen zu kämpfen und mitzuhelfen, den D-Day vorzubereiten.

Bislang ist es Frauen ja nur erlaubt im Sanitätswesen oder anstatt der eingerückten Männer Arbeiten des zivilen Lebens zu übernehmen. In der kämpfenden Truppe waren sie unerwünscht.

 

Ein Name, der untrennbar mit diesen furchtlosen Frauen verbunden ist, ist Vera Atkins. Vera Mary Rosenberg ist als Tochter eines deutsch-jüdischen Fabrikanten und einer südafrikanisch-britischen Mutter in Galaţi (deutsch: Galatz)im heutigen Rumänien geboren. Ihre Leidenschaft: Lesen von Spionage-Romanen. Anders als viele jüdische Familien erkennen sie die Zeichen der Zeit gerade noch rechtzeitig. Die Brüder emigrieren bereits 1933 nach England. 1939 gelingt es Vera mit dem Rest der Familie über Wien nach Großbritannien zu gelangen. Anfangs staatenlos findet sie recht bald ihren Platz im Kreise der sich konkurrierenden Geheimdienste.

Nachdem ein männliches Agentennetz nach dem anderen von den Nazis aufgespürt und ausgehoben wird, beginnt Atkins Frauen für diese gefährliche Arbeit im Feindesland zu rekrutieren. Von ihren knapp 40 Agentinnen werden 13 nicht mehr zurückkehren. Die meisten davon werden von den Nazis verhaftet, gefoltert und grausam ermordet.

Das Schicksal „ihrer“ Agentinnen lässt Vera Atkins nicht los und so recherchiert sie nach Kriegsende, um den Verbleib der Verschollenen herauszufinden. Sie reist, gegen den Widerstand ihrer eigenen Vorgesetzten, nach Deutschland und stellt Nachforschungen in den diversen KZ an. Sie spricht mit Überlebenden sowie mit einigen der nun inhaftierten Kriegsverbrecher. Es gelingt ihr, den Leidensweg der 13 Frauen zu rekonstruieren. Sie nimmt auch als Zeugin in den diversen Kriegsverbrecherprozessen teil.

 

Fast 70 Jahre lang waren die Dossiers von Vera Atkins und ihren Frauen unter Verschluss. Das Autoren-Duo hat aus den Akten, die nun in dem National Archivs zugänglich sind, Vera Atkins Biografie und die ihrer Frauen rekonstruiert.

 

Meine Meinung:

 

Dem Autoren-Duo ist eine beklemmende und fesselnde Wiedergabe der Lebensgeschichten dieser beeindruckenden Frauen gelungen.

Fernab von jeglichem James-Bond-Klischee, wird der Alltag der Agentinnen dargestellt. Ian Fleming, der Schöpfer von 007 hat hier einige Anleihen für seine Agentenfilme genommen. So ist „Q“, der Erfinder historisch belegt und sein/e „M“ trägt auch Züge von Vera Atkins.

 

Dieses vor allem in Mitteleuropa wenig bekannte, dunkle Kapitel wird vom Autoren-Duo penibel und ohne Effekthascherei aufgearbeitet. Sachlich fundiert werden die tragischen Schicksale gut lesbar dargeboten. Der historisch politische Hintergrund wird anschaulich dargestellt.

 

Nicht ausgespart wird auch, dass man in Großbritannien bereist 1939 von KZ und der Ermordung der Juden gewusst hat, aber diese Meldungen nicht ernst genommen hat. Vielleicht wären Millionen Menschen am Leben geblieben, wenn man den Informationen der Agenten mehr Glauben geschenkt hätte.

 

Fazit:

 

Das Buch ist eine Hommage an alle jene Frauen, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens versucht haben, ihren Beitrag gegen Hitler-Deutschland zu leisten. Eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.

Kommentare: 2
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Rezension zu "Der Finsternis entgegen" von Arne Molfenter

Fast ein Thriller
Marzipanqueenvor 3 Jahren

Wer gerne dröge Sachbücher liest, ist mit diesem Buch nicht gut bedient.
Aber alle, die spannend geschriebene Spionageromane lieben und auch an echten historischen Begebenheiten Interesse haben, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Ausgehend von der Nachrichtenoffizieren Vera Atkins werden die Geschichten der eingesetzten Agentinnen und deren Verbleib, sowie die Suche nach über 100 verschollenen Agenten des SOE nach dem zweiten Weltkrieg geschildert. Und das alles ziemlich spannend. Vera Atkins war angeblich das Vorbild für Ms. Moneypenny.

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