Arne Rautenberg

 4,6 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf von Arne Rautenberg

Arne Rautenberg, geboren 1967, Dichter und bildender Künstler, schreibt Gedichte für Kinder und für Erwachsene. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet – u.a. 2013 mit der Berufung auf die Liliencron-Poetikdozentur oder 2016 mit dem Josef-Guggenmos-Preis – dem ersten Preis für Kinderlyrik, der je in Deutschland vergeben wurde. 2017 wurde Rautenberg in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gewählt.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Du darfst den Kuchen auch versuchen (ISBN: 9783964110046)

Du darfst den Kuchen auch versuchen

Neu erschienen am 23.06.2022 als Buch bei St. Michaelsbund.

Alle Bücher von Arne Rautenberg

Cover des Buches kuddelmuddel remmidemmi schnickschnack (ISBN: 9783779506508)

kuddelmuddel remmidemmi schnickschnack

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Erschienen am 17.08.2020
Cover des Buches gebrochene naturen (ISBN: 9783939557920)

gebrochene naturen

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Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Montag ist Mützenfalschrumtag (ISBN: 9783779504979)

Montag ist Mützenfalschrumtag

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Erschienen am 28.07.2014
Cover des Buches betrunkene wälder (ISBN: 9783884236475)

betrunkene wälder

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Erschienen am 01.03.2021
Cover des Buches Das Gebet der Ziege (ISBN: 9783942375009)

Das Gebet der Ziege

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Erschienen am 10.10.2010
Cover des Buches Der Sperrmüllkönig (ISBN: 9783455061505)

Der Sperrmüllkönig

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Erschienen am 01.02.2002
Cover des Buches der wind lässt tausend hütchen fliegen (ISBN: 9783414822376)

der wind lässt tausend hütchen fliegen

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Erschienen am 18.02.2010

Neue Rezensionen zu Arne Rautenberg

Cover des Buches kuddelmuddel remmidemmi schnickschnack (ISBN: 9783779506508)R

Rezension zu "kuddelmuddel remmidemmi schnickschnack" von Arne Rautenberg

Reime, die ins Ohr gehen
Ramgardiavor 2 Jahren

Wie gewohnt gibt es in diesem Buch keine Großschreibung und auch meisten Satzzeichen fehlen. Dafür gibt es typische Nadia-Budde-Zeichnungen, Tiere mit Perücken und Spinnen mit acht Beinen und sechs Augen. 

Die Gedichte sind vielfaltig, mal lustig, mal nachdenklich oder beides. In dem Gedicht „Schock im Minirock“ will eine Spinne ihre Zähne putzen und muss feststellen „hilf! denk ich und halt inne ich bin eine Riesenspinne!“ Besonders schön finde ich „können tiere nicht einfach nur süß und niedlich sein!“ Eine Frage, die man sich sicher oft stellt. „und warum furzt der hund mit leisem gezisch während wir essen unterm abendbrottisch?“

Islandponys sind im Schnee unterwegs und Raben krächzen im Winter, das Gebet auf der Arche besteht aus Tierlauten, was sonst?

Wie bereits der Titel besagt, von jedem etwas, schön gestaltet und mit Reimen, die man mit viel Spaß vorliest.

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Cover des Buches kuddelmuddel remmidemmi schnickschnack (ISBN: 9783779506508)B

Rezension zu "kuddelmuddel remmidemmi schnickschnack" von Arne Rautenberg

Ein tolles Gute-Laune-Buch
Brigitte_Wallingervor 2 Jahren

Diese witzigen Gedichte und lustigen Illustrationen unterhalten die Kinder bestens!


Das Gute-Laune-Buch in wenigen Worten:

Leselevel: ♦♦♦◊◊

Wissenssteigerung: ♦♦◊◊◊

Humor: ♦♦♦♦♦

Spannung: ♦♦♦♦♦

Gefühl: ♦♦♦♦♦

Elternvergnügen: ♦♦♦♦♦

Zielgruppe: ab 5 Jahren

48 Seiten, gebundene Ausgabe um € 14

Themen: Gedichte, Sprachvergnügen, Wortschatz, lachen, Humor, Bücher, Tiere, Himbeerbrause, Griesbrei, Perücken, chillen, Sommerferien


Arne Rautenbergs witzige Kindergedichte unterhalten bestens. Vorab gleich ein Beispiel (von Seite 19):


chillen


links vier beine

rechts vier beine

schaukelt an der

leine eine

richtig schöne

fette satte

spinne in der 

hängematte


Dazu gibt’s acht fabelhafte, von Nadia Budde gezeichnete Spinnenbeine, die viel über die Vorlieben der chillenden Spinne verraten.


Lustige Sprache, humorvolle, gereimte Geschichten und natürlich Nadia Buddes witzige Illustrationen lassen junge und ältere LeserInnen glücklich gemeinsam gackern und kichern. Zum Immer-Wieder-Lesen und -Lachen!


Die Kreativen dahinter:

Arne Rautenberg (*1967) lebt als Dichter, Künstler und Kulturjournalist in seiner Geburtsstadt Kiel. Er wurde 2016 mit dem ersten „Josef-Guggenmos-Preis für Kinderlyrik“ ausgezeichnet.


Nadia Budde (*1967) zählt zu den renommiertesten deutschen IllustratorInnen. Ihre in viele Sprachen übersetzten Bücher wurden schon zweimal mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Oldenburger Kinder-und Jugendbuchpreis, dem Troisdorfer Bilderbuchpreis und dem LUCHS ausgezeichnet. Hier habe ich ihren genialen „tierischen Zweiteiler“, Krake beim Schneider, empfohlen.

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Der erste original Leitnersche Glücksratgeber! – Es geht auch ohne Hirschhausen!

Herausragend an diesem lang erwarteten Band 19 ist sofort das Cover (aber das denkt man jedesmal). Auch der Titel ist kongenial. Das Buch wirkt auf Anhieb wie ein Knallbonbon – aber mit viel Inhalt.

Der lyrische Teil des Bandes ist in fünf Kapitel unterteilt, denen jeweils ein Glücksgrundsatz bzw. eine Formel für Freude vorangestellt ist. Würde jeder Mensch nach diesen Grundsätzen leben (können), dürften die Volkskrankheiten Depression und Wehleidigkeit beseitigt sein. Die lyrischen Egos in diesen Gedichten versetzen sich größtenteils in die Welt von Kindern und älteren Menschen, um nachzuspüren, woraus deren Lebensfreude besteht. Zweifelsohne in einem Wegfall der Zeitdiktatur, in der Erleichterung darüber, etwas Unangenehmes überwunden zu haben (z.B. ‚Erste Beichte‘ von Erich Jooß) und in der Freude an kleinen Dingen. Sehr interessant in diesem Zusammenhang das Gedicht ‚Lebenshilfe‘ über sogenannte ‚behinderte‘ Kinder einer ‚Werkstätte im Paralleluniversum‘ („Subversive Einsatzkräfte auf dem Weg, den lähmenden Lebensernst auszuhebeln.“, Mathias Jeschke).

Der Titel des zweiten Kapitels kann unterschiedlich aufgefasst werden. ‘Das Glück, sich zu finden‘ kann bedeuten, zu sich selbst zu finden, oder sich gegenseitig zu finden. In den Gedichten kommt aber eindeutig der Bezug zum Du durch („nur liebende teilen und hinterlassen spuren“, Said). Auch die Freude über poetische Inspiration (Michael Augustin, ‚Fünf Uhr Früh‘) kommt nicht zu kurz. Im dritten Teil gibt es Gedichte über die Freuden des Alltäglichen, die kleinen Dinge, die das Leben so lebenswert machen: von Bier und Zigarillos, vom Wachsen und Blühen, von den kleinen Glücksmomenten und sprühender Lebensfreude handeln die Poeme, von der Freude an der Bewegung (‚GEHEN‘, Gerald Fiebig) und am Leben zu sein (Siegfried Völlger). Kapitel 4 beinhaltet Gedichte über den Motor aller Freude: die Neugier. Deshalb haben auch etliche Gedichte mit anderen Ländern und dem Reisen zu tun, manchmal auch mit ‚Zeitreisen‘ (Gabriele Trinckler) und dem Hunger nach Leben.

Kapitel 5 beschäftigt sich mit der Freude an großartigen Dingen, die andere für uns geschaffen haben: Beethovens Symphonien, Dvořák, Schach und Schokolade, und die Großartigkeit der Welt als solche. Dieses Kapitel spannt den Bogen zu einem zufällig von mir entdeckten Video-Clip auf Youtube ‚DICHTER AN DIE FREUDE‘ (http://www.youtube.com/watch?v=6srAvZDjkKE), in dem 25 Lyrik-Botschafter Schiller zum Leben erwecken. Sehenswert!

Im Essay-Teil geben 25 ausgewählte Dichter persönliche und poetologische Statements zum Schreiben, zum Schreibprozess und dem daraus resultierenden Impetus ab. Ethymologische Überlegungen zum Wort ‚Freude‘ (Ulla Hahn) wechseln u.a. ab mit der Feststellung, dass wahre Freude ein ‚Bauchgefühl‘ ist (Fitzgerald Kusz). Das erklärt Einiges in unserer ‚ernsthaften‘ Gesellschaft. Dieter M. Gräf bezeichnet Gedichte als ‚Energiespeicher‘. Ich würde das noch erweitern: gute Gedichte sind positive Energiespeicher. Sie geben dem Leser Energie ab. (Weniger gelungene Exemplare können dem Leser auch viel Energie entziehen, wenn er sich über Gebühr lange mit dem Verstehen eines Gedichtes herumplagen muss.) Auch politische Statements gibt es hier. Turbokapitalismus als Glücksbremse? Freudlosigkeit durch Ellenbogenegoismus?

Viele bekannte Schriftsteller wie u.a. Ulrike Draesner, Hellmut Krausser, Michael Augustin, Friederike Mayröcker, Matthias Politycki, Robert Schindel und viele mehr sind in diesem Band vertreten, ebenso etliche Vertreter der jüngeren Szene wie u.a. Marius Hulpe, Jan Wagner und Alex Dreppec.

Ein Aufsatz des Philosophen Hermann Schmitz über die Aufhebung des klassischen Dualismus von Körper und Seele (Neue Phänomenologie) rundet diesen Band Nr. 19 ab. Wie sehr das ‚vollkommene Glücksgefühl‘ mit der Körperlichkeit verbunden sein kann, schreibt Wolfgang Oppler in seinem Gedicht über das Sitzungs-Rodeo eines Bürohengstes:

„Mit fliegenden Rockschößen zur Toilette gerannt.
Um 18:51 den Hosenschlitz aufgeknöpft…
das vollkommene Glücksgefühl!“

Anton G. Leitner und Arne Rautenberg ist hier von vorne bis hinten eine glückliche Komposition zum Thema gelungen, die so manchen populärwissenschaftlichen ‚Glücksratgeber‘ in den Schatten stellt. Summa summarum: Ein etwas anderes Inspirationsbuch, hier original von Rautenberg & Leitner!

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