Arne Ulbricht Maupassant

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Inhaltsangabe zu „Maupassant“ von Arne Ulbricht

Bis heute gehört Guy de Maupassant (1850-1893) zu den meist gelesenen Klassikern der Weltliteratur. Aber wenig bekannt ist, was sich hinter der Fassade des Dandys und Frauenhelden verbirgt, der sogar die Prostituierten zu beeindrucken wusste. Der als Soldat im Krieg gegen Preußen achtzig Kilometer in Eiseskälte marschierte und den Krieg hassen lernte. Darüber hinaus war er ein vitaler Sportler, der sich mit seinen Freunden aus der Pariser Boheme vergnügte, während die Impressionisten die Landschaften der Normandie, das absinthgeschwängerte Paris und die Salons der Schönen und Berühmten auf der Leinwand festhielten. Von den literarischen Giganten Gustave Flaubert und Emile Zola wegen seiner Originalität und seinem Witz gefördert, war sein künstlerischer Durchbruch allerdings alles andere als ein leichtes Spiel. Arne Ulbricht erzählt in seinem Roman, wie Guy de Maupassant zu einem der aufregendsten Schriftsteller der Literaturgeschichte wurde und entwirft das Panorama einer Epoche im Frankreich des Fin de Siècle. Spannend, unterhaltsam und glänzend recherchiert!

erfrischender Roman über den französischen Schriftsteller Guy de Maupassant. Was ein Leistungskurs in Französisch hervorbringen kann.

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

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  • Ein amüsanter Einblick in das Leben von Guy de Maupassant

    Maupassant
    Bookmarked

    Bookmarked

    08. August 2017 um 20:55

    In diesem autobiografischen Roman schildert Arne Ulbricht die schweren Jahre Guy de Maupassants von seinen schriftstellerischen Anfängen in der Jugend bis hin zu seinem Durchbruch. Dabei nimmt sich Arne Ulbricht einige Freiheiten was die Vollständigkeit und chronologische Reihenfolge der Ereignisse angeht, stützt sich aber auf ein breites Wissen über Maupassants Leben und Schaffen und erzählt dadurch eine unterhaltsame Geschichte. Mein Eindruck:Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mit dem Schreibstil, da der Autor auch vor häufiger Verwendung des Plusquamperfekts nicht zurückschreckt und das zwar grammatikalisch völlig richtig, aber eben nicht immer schön zu lesen ist. Glücklicherweise wurde im Verlauf der Geschichte die zeitliche Ebene gewechselt und die Sprache entsprechend flüssiger. Dennoch war das Buch insgesamt weder sprachlich noch strukturell etwas Besonderes für mich, sodass ich mir letztlich auch keine Passagen markierte.Dafür hatte es aber einen sehr hohen Unterhaltungswert, denn Guy de Maupassant lebte zu einer spannenden Zeit, hatte ein durchaus bewegtes Leben, wusste es zu genießen und ist in Gesellschaft sehr interessanter Männer, darunter z.B. Gustave Flaubert und Émile Zola. Daher kam bei mir auch niemals Langeweile auf und ich hätte das Buch durchaus in einer Sitzung lesen können. Aus diesem Grund war ich auch etwas traurig, dass die Geschichte zum Zeitpunkt von Maupassants schriftstellerischen Durchbruchs endet. Mich hätte es durchaus interessiert, welchen Einfluss dieser Erfolg auf sein Leben hatte. Da Guy de Maupassant sicherlich kein Kind von Traurigkeit war, seine Zeit gern mit Frauen verbrachte und auch die Pariser Bordelle regelmäßig aufsuchte, spielt Sex in diesem Buch eine zentrale Rolle. Da Sexualität auch ein Thema in einigen seiner Werke ist und diese zur damaligen Zeit sogar als pornografisch galten, halte ich diesen Aspekt auch für durchaus notwendig um die Persönlichkeit von Maupassant zu beschreiben. Allerdings nahm es auf den wenigen Seiten für meinen Geschmack zu viel Raum ein und machte mir Guy de Maupassant auch nicht unbedingt sympathisch.Fazit:Das Buch gibt einen amüsanten ersten Einblick in das Leben von Guy de Maupassant und macht daher Lust auf dessen Werke. Dabei ist das Buch in erster Linie unterhaltsam und kurzweilig.

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  • Vom vögeln, rudern, schriftstellern: Maupassant

    Maupassant
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    30. July 2017 um 20:39

    Wenn aus einer Französischlektüre im Schulunterricht eine Passion wird ... ... dann kann daraus ein Roman entstehen, wie bei Arne Ulbricht "Maupassant".Es war wohl, wie der Autor schreibt, sein Französischlehrer, der ihm im Leistungskurs die Novellen, Romane, Gedichte und andere Schriften von Maupassant näher brachte. Er "verschlang" während seines Romanistik-Studiums so gut wie alles von Guy de Maupassant, recherchierte viel über ihn und kam auf die Idee, einen Roman über dessen Leben und Wirken zu schreiben. Nicht alles ist auf den Nachlass zurückzuführen, vor allem die wörtlichen Reden musste er dazu dichten, Zeitgenossen weglassen, die ein oder andere Person dazu. Schließlich sollte es ein lebendiger Roman werden, keine Nacherzählung oder Aneinanderreihen von Ereignissen. So wurde es ein leicht lesbares Buch, der Einstieg beginnt mit den tragischen letzten Wochen des Schreibkünstlers. Von Kopfschmerzen geplagt, das Augenlicht beeinträchtigt, er hatte das Gefühl zu erblinden, alles zu vergessen, selbst wer er war, wie er war, wo er war. Drogenmissbrauch und Syphilis haben schlimme Spuren hinterlassen, er konnte kaum noch schreiben beziehungsweise sich an seine Geschichten erinnern, Selbstmordversuche trieben ihn in die Klinik.Nachdem wir also vom zu erwartenden furchtbaren Ende Maupassant erfahren haben, beginnt der Autor chronologisch mit der Kindheit, Schulzeit, erste Begegnungen mit Flaubert und anderen Schriftstellern jener Zeit. Darunter erwähnt Ulbricht auch noch Zola, Goncourt, Turgenew, Bouilhet. Zu diesen Schriftstellern bekommt er Kontakt durch die eigene Familie. Und Jeder Besuch bei Flaubert erzeugt den nächsten Namen, den er für seine Zwecke, seinen Bekanntheitsgrad zu vergrößern, Veröffentlichungen in kleineren Zeitungen zu platzieren, nutzen kann. Obwohl die Mutter ihm und seinem jüngeren Bruder sehr viele Freiheiten lässt, sie hatte sich schon früh vom Vater der Jungs getrennt, und ihnen eine abenteuerreiche Jugend beschert, muss er doch später in ein streng katholisches Internat, dass er nur erträgt, weil er dort Gedichte und kleine Novellen anfängt zu verfassen. Von seiner Zeit als Soldat im französisch-preußischen Krieg gibt es wohl nicht sehr viel Material. Aber dass er, statt Jura zu studieren, langweilige Jobs in Ministerien verrichtet, die ihn gerade so über Wasser halten. Seine Zeit verbringt der junge Maupassant mit Freunden beim Rudern auf der Seine, gemeinsame Theaterstücke verfassend, Gedichte und Novellen schreibend. Immerzu wartet er auf den Durchbruch. Ulbricht beschreibt auch Begegnungen mit Frauen, Maupassants sexuelle unstillbare Lust, dass er sehr oft zu Prostituierten ging aber auch ältere Freundinnen hatte. Dass er zu viel Zeit mit Prostituierten und Rudern verbringt, statt mit dem Schreiben, warf ihm auch Flaubert vor.Dieser biografische Roman bringt mit seinem lockeren Schreibstil das Leben des Schriftstellers dem interessierten Leser näher. Wer aber tiefergehendes erwartet, wird enttäuscht sein. Ulbricht verweist daher zu Recht, dass es sich nicht um eine Biografie von Maupassant handelt, diese gibt es bereits. Nein, es ist eine ganz andere Art, das Leben eines Berühmten quasi wieder auferstehen zu lassen.Leider ist das Inhaltsverzeichnis ganz am Ende gesetzt, dafür sind alle Quellen der erwähnten Gedichte, Novellen, Roma und so weiter akribisch aufgeführt.Angehende Schriftsteller, die glauben, in diesem Buch Weisheiten darüber zu erfahren, wie man schnellstmöglich seine Werke veröffentlichen kann und großen Erfolg erzielt, denen sei folgendes gesagt: entweder man ist ein Genie der Worte, oder man muss üben, üben, üben. Und selbst dann kann es nicht schaden, wie bei Maupassant, gute Kontakte zu pflegen. Doch auch er brauchte Jahre, um endlich von seiner Schreibkunst leben zu können.Weitere Informationen erhält man im Netz zum Beispiel unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Guy_de_MaupassantÜber den Schriftsteller Arne Ulbricht unter http://www.arneulbricht.de/

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