Arnhild Lauveng

 4.3 Sterne bei 16 Bewertungen

Alle Bücher von Arnhild Lauveng

Morgen bin ich ein Löwe

Morgen bin ich ein Löwe

 (15)
Erschienen am 06.04.2010
Nutzlos wie eine Rose

Nutzlos wie eine Rose

 (2)
Erschienen am 10.06.2013

Neue Rezensionen zu Arnhild Lauveng

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Marcys avatar

Rezension zu "Morgen bin ich ein Löwe" von Arnhild Lauveng

Daumen hoch!!!
Marcyvor einem Jahr

Es ist einfach erschreckend und interessant zugleich was die Autorin so schildert. Sie erzählt einfach super faszinierend und ehrlich ihre Geschichte, was oft zu Gänsehaut führt. Ist auf jeden für jeden zu empfehlen der sich für das Thema interessiert.

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Rezension zu "Morgen bin ich ein Löwe" von Arnhild Lauveng

Wie eine Schizophreniepatientin selbst zur Psychologin wurde ...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Dieses Buch hat mich auf Grund seines Titels "Morgen bin ich ein Löwe" angesprochen. Die Geschichte beschreibt den Weg der Autorin aus der Schizophrenie in ein normales Leben. Sie studiert sogar Psychologie und versinnbildlicht dadurch den Archetyp des verletzten Heilers. Wer sollte sich besser in Betroffene einfühlen können als ein Mensch, der schizophrene Zustände selbst erlebt hat? Gleichwohl betont sie die Unterschiede und die Notwendigkeit zu differenzieren. Menschen sind Individuen. Demzufolge sind ihre Krankheiten ebenso individuell. Unter diesem Aspekt nimmt sie die gängige medizinische Praxis des Klassifizierens und Zuordnens kritisch unter die Lupe. Die Schizophrenie gilt als unheilbar und gerade dieser Glaube vermag die Heilung tatsächlich zu bremsen. Die Autorin schreibt dazu: "Es ist nicht so leicht sich selbst zu vertrauen, wenn das sehr lange auch sonst niemand getan hat."

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Besonders schön fand ich die Märchen, welche die Autorin zur Verdeutlichung ihrer Gedankenwelt mit ihrem Erleben verknüpft hat. Eine wahre Geschichte, die Hoffnung gibt.   

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Fluegelchens avatar

Rezension zu "Morgen bin ich ein Löwe" von Arnhild Lauveng

Sehr gute und wichtige Aussagen
Fluegelchenvor 5 Jahren

Der Klappentext sagt schon relativ viel aus über den Inhalt des Buches. Ich persönlich würde das Buch nicht als spannend beschreiben (so ein Zitat), denn unter Spannung verstehe ich Unterhaltung und zu sagen, dass die Krankheit eines anderen Menschen – selbst wenn bereits überwunden – für mich Unterhaltung ist, fände ich seltsam.

Es gibt Botschaften, welche die Autorin einfach sehr gut rüberbringt und die wirklich wichtig sind: man darf einem Menschen seine Hoffnungen und Ziele nicht stehlen. Es passiert oft, dass einem kranken Menschen in kalter Manier gesagt wird: “Das wird sich nie mehr ändern, du wirst bis zu deinem Tod leiden.” Das ist nicht nur in der psychiatrischen Abteilung so, sondern allgemein im Gesundheitswesen. Es raubt einem wahnsinnig schnell die Kraft.

Arnhild Lauveng beschreibt, dass man ihr immer gesagt habe, Schizophrenie wäre eine unheilbare Krankheit und sie müsse sich damit abfinden. Fakt ist jedoch, dass etwa 1/3 wieder gesund wird, ein weiteres Drittel lebt gut mit der Krankheit und “nur” der Rest ist auf größere Hilfe angewiesen.

Ich kann das Buch also vor allem wegen diesen Passagen empfehlen. Sie geht auf gängige medizinische Begriffe ein, die zwar nützlich sind, um etwas zu beschreiben, aber den Menschen als Individuum aus den Augen verlieren. Es konvergiert zur typischen Symptombekämpfung und die möglichen Ursachen (welche oft mehr als plausibel sind!) für Halluzinationen oder Angstzustände  werden nicht beachtet.

Was den Aufbau betrifft muss ich etwas Kritik üben. Hier entsteht für mich keine “Spannung”, wenn sich das Meiste eigetlich wiederholt. Das ist gut zur Verständnis. Es gibt unterschiedliche Ursachen für gewisse Symptome. Das zeigt sie gut auf. Aber für mich waren diese Informationen weniger relevant. Teilweise sehr bewegend, das stimmt schon.

Insgesamt kann ich das Buch jedem empfehlen. Es zeigt einfach, wie unsere Denkmuster oft quer liegen, wir nicht über den eigenen Horizont denken. Es zeigt auch, wie schwierig so ein Gesundheitssystem vor allen im psychologischen Bereich ist. Was bedeutet es eigentlich, dass man einen Menschen dafür bezahlt, dass er einem zu hört? Es ist in gewisser Weise demütigend und stärkt das Selbstbewusstsein nicht (immer). Das führt zu Gedanken, dass sich ansonsten niemand mit einem abgeben würde.

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