Arnim Töpel hat mit Mord beim Männerballett wieder einmal einen Kurpfälzer Mundart-Krimi geschaffen, der die regionale Kultur, den Dialekt und die schrulligen Eigenheiten der Gegend gekonnt in eine spannende Handlung einbettet. Wer die Kurpfalz kennt oder dort aufgewachsen ist, wird beim Lesen viele vertraute Bilder erkennen – von den alten Fachwerkhäusern über die verschlungenen Gassen bis hin zu den Eigenheiten der Menschen, die dort leben. Gleichzeitig bringt Arnim die Spannung eines klassischen Krimis ins Spiel, sodass man als Leser bis zur letzten Seite rätselt, wer hinter dem Mord steckt.
Der sechste Band der Reihe sticht besonders hervor. Er verbindet die gewohnte Mischung aus Humor, Lokalkolorit und kriminalistischer Raffinesse. Gerade die Szenen beim Männerballett zeigen Arnim von seiner humorvollsten Seite, ohne dass die Spannung dabei verloren geht. Der Dialekt ist authentisch, gelegentlich aber so stark, dass er für „Nicht-Kurpfälzer“ eine kleine Herausforderung sein kann. Für diejenigen, die sich in der Region auskennen, ist dies jedoch ein besonderes Highlight: Jeder Ausdruck, jede Redewendung sitzt genau dort, wo sie hingehört, und vermittelt ein echtes Stück Heimat.
Die Figuren sind lebendig gezeichnet, von den schrulligen Nebencharakteren bis zum Ermittler Günda, der sich durch die Gegebenheiten der Kurpfalz navigiert. Die Handlung ist clever konstruiert: kleine Hinweise, falsche Fährten und überraschende Wendungen machen den Krimi zu einem unterhaltsamen Leseerlebnis. Besonders erwähnenswert ist, wie Arnim die Balance zwischen Lokalkolorit, Humor und Spannung hält, ohne dass eines dieser Elemente überhandnimmt.
Für alle Fans regionaler Krimis, die Lust auf einen humorvollen, aber dennoch fesselnden Mordfall haben, ist Mord beim Männerballett ein echtes Muss. Der Band zeigt einmal mehr, dass man die Kurpfalz nicht nur sehen, sondern auch lesen kann – am besten im Originalton, mit allen sprachlichen Eigenheiten, die diese Region so liebenswert machen.
Arnim Töpel
Alle Bücher von Arnim Töpel
De Schorle-Peda
Muffzekopp – Zweiter Fall für Mister Nochdenkerles
Mord beim Männerballett?
Die Luddarisch Brick – Kurpfälzer Mundart-Krimi
Fagrumbelung – Kurpfälzer Mundart-Krimi
Isch, de Krutze – Kurpfälzer Kinderbuch
Grähm Brüllee!
Neue Rezensionen zu Arnim Töpel
Der Kommissar ist in Pension. Meine Hoffnung war, dass er für den ein oder anderen Fall zurück kehrt. Das ist leider nicht der Fall. Bis zum Schluss habe ich gehofft, dass ein Verbrechen statt findet. Das einzige Verbrechen ist es, dieses Buch als Krimi zu führen.
Der ehemalige Kommissar (Tschief) Günda ist seit einem Jahr in Pengzioon. Hat sich an einen kleinen See verabschiedet und ist abgetaucht. Bis der Mann von der Spurensicherung ihn findet. Und ihn mit Verkuppeln will.
Als zwite Geschichte geht es um das Thema Mediaton. Wenn man die Vita des Autors liest, hat dieser gerade ein Lehrgang hierzu abgeschlossen. Eventuell möchte er damit Werbung machen für seine Mediation.
Jedoch bleibt die Spannung und zum Teil der Witz in diesem Buch auf der Strecke.
Bei der Prunksitzung in Glickerbach stirbt ein Teilnehmer des Männerballtes. Der bekannte Kommissar Günda glaubt, dass ein Verbrechen vorliegt, da der Tote in seinem Alter ist. Die Spannung jedoch bleitbt diesmal aus... Handelt es sich tatsächlich um einen Krimi? Findet es heraus
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