Arno Frank So, und jetzt kommst du

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Inhaltsangabe zu „So, und jetzt kommst du“ von Arno Frank

Aufregend, wenn die Eltern auf der Flucht vor der Polizei ihre Kinder mitschleppen. Aber für die drei Geschwister verwandelt sich das Abenteuer bald in einen Albtraum. Ihre Odyssee führt sie quer durch Europa. Ein Roman wie ein Roadmovie.

Eine ebenso tragische wie komische Familiengeschichte. Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre. Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das »große Geld« da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden und die Jagd durch Europa geht weiter. Es ist ein freier Fall auf Kosten der Kinder, bis es unweigerlich zum Aufprall kommt …

eine unbeschwerte Kindheitsgeschichte entpuppt sich als Illusion - ein großartig erzählter Roman über einen Roadtrip ins Ungewisse

— mrs-lucky

Ein Buch, das auch bei mehrmaligem Lesen bestimmt nicht langweilig wird.

— gst

Betrug, Flucht & eine Verfolgungsjagd durch mehrere Länder. Und mittendrin 3 Kinder. Autobiographisch; geschrieben in lockerem Ton.

— -Leselust-

Großartiges Buch, bei dem mir aber zunehmend das Lachen im Halse stecken bleibt.

— meppe76

Ein Vater wittert immer und überall das große Geschäft, macht Schulden ohne Ende und zieht seine Familie ins Verderben.

— pandora84

Fantastisches Buch über eine furchtbare Kindheit. Unbedingte Leseempfehlung.

— Himmelfarb

Nicht mein Schreibstil ansonsten gute Geschichte

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Es lesenswertes Buch über das Leben einer Familie auf der Flucht und wie hilflos und vertrauensvoll Kinder den Eltern ausgesetzt sind.

— Caroas

Autobiografischer Roman - definitiv eines der Highlights des ersten Quartals 2017!

— RobinBook

Eine tragisch-komische Abrechnung mit der eigenen Kindheit ... absolut lesenswert!

— Paperfox

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  • Eine Kindheit, die berührt

    So, und jetzt kommst du

    Gwhynwhyfar

    09. October 2017 um 16:39

    »Es steht eben jeden Tag ein Dummer auf.«Arno Frank schreibt die eigene Geschichte auf, als Sohn eines Betrügers. Arno ist noch klein, als er die ersten Boten wahrnimmt, für das, was noch kommen wird. Geflüster der Eltern, Briefe mit Löwenköpfen, die nicht geöffnet werden, der Auszug aus dem Haus in eine kleine Wohnung, weitere Briefe mit Löwenköpfen, Eltern, die auf Klingeln die Tür nicht öffnen. Der Vater möchte schnell reich werden.»Er würde nicht reich werden mit einer Idee oder einem Geschäft, nein. Er würde eines Tages einfach reich sein.«Der Vater, ein gelernter Verwaltungsfachmann, dem sein Job zu öde ist, zu schlecht bezahlt, kauft und verkauft, alles was die Welt nicht braucht und er arbeitet als Gebrauchtwarenhändler, zieht die Leute über den Tisch. Die Mutter ist Hausfrau, sorgt für die drei Kinder, nebenbei veranstaltet sie Tupperpartys. Kaiserslautern in den Nachkriegewehen, die Menschen sind schnell zu überzeugen, allen Krempel zu kaufen: Fitnessgeräte, Wagenheber, Hirschgeweihe aus Kunststoff, Radiergummis.»Er hatte eine ganze Flotte zerlegter Kübelwagen erworben, die in irgendeiner Halle lagerten, und zu ihrem Vertrieb eine Firma gegründet. Nur halb im Scherz meinte er, dass er sie in ›Kübel & Sohn‹ umbenennen würde, wenn ich eines Tages in das Geschäft einstiege. Ein Geschäft, das er ›zum Brummen‹ bringen würde. Soviel war schon mal klar.«Doch dann verschätzt sich der Vater mit der Dummheit der Leute, denn die Ladung Kübelwagen, für die er einen Kredit aufgenommen hatte, wird er nicht los. Das Haus wird aufgegeben, eine Wohnung gemietet, danach geht es in eine noch kleinere Wohnung, weiter trudeln Briefe ein, die die Eltern nicht öffnen. Eines Tages steht die Polizei vor der Tür. Die Mutter hockt mit den Kindern im Flur, sie öffnet nicht. In der Nacht werden die Kinder geweckt, die Koffer stehen bereits im Auto. Man zieht mal wieder um. »›Das alles hier‹, sagt Papa und malt mit den Fingern die Küste im Süden nach. ›Côte d’Azur heißt so viel wie himmelblaue Küste. Und wenn ihr einen Segelschein macht‹, sagt er und fährt mit der Hand großflächig über die hellblaue Fläche südlich der Küstenlinie, ›dann könnt ihr das alles hier auch erkunden!‹«Es geht nun nach Nizza, der Vater hat einen »Arsch voll Geld« dabei. Man mietet sich eine feine Villa mit Meeresblick, etwas Einfaches im Hinterland kommt nicht in Frage. Die beide Ältesten besuchen eine sehr teure Privatschule, lernen steinreiche Kinder kennen. Für die Kinder nur das Beste!»Niemand weiß, wer mein Vater ist und woher er kommt. Er könnte ein jordanischer Scheich sein, ein italienischer Schauspieler, ein belgischer Politiker. Niemand ahnt, dass er vor ein paar Monaten noch Gebrauchtwagen verkauft hat in der Pfalz.«Die Mutter verfällt in Kaufrausch: Nippes, teure Kleider, Louis Vuitton Taschen. Arno bekommt ein Mofa, im Schulbus zu fahren, wäre unter der Würde des Vaters. Die Familie wird um zwei Hunde erweitert. »Schuften müssen nur die Idioten.«Doch von nichts kommt nichts. Irgendwann geht es mit den 300.000 Mark dem Ende zu. Der Vater behauptet, er hat ein geniales System gefunden, die Spielbank zu knacken. Es scheint aber nicht zu funktionieren. Der Alfa wird verkauft, keine Schulbücher für das nächste Jahr besorgt. Was ist los? Schon wieder steht die Polizei vor der Tür, die nicht aufgemacht wird. Wieder werden Koffer gepackt, Plastiktüten, denn die teuren Koffer und alles, was Wert hat, werden gegen Obdach verkauft. Von nun an geht es bergab: Von der Pfalz an die Côte d’Azur und ohne Geld nach Guarda, Portugal, ein Bauarbeiter gibt kurz ein primitives Obdach, erhält dafür alles, was die Familie an Wert besitzt. Über Lissabon wieder zurück nach Norden. Kurzer Aufenthalt in Paris, der Vater bittet die Tochter, zu klauen. »Ich will in die Schule gehen. (...) Ich will, dass Papa aufhört ein Zombie zu sein.«Endlich sind die Mietnomaden zu Hause bei Oma angekommen, die Kinder werden in der Schule angemeldet. Die Oma schafft es, dem kleinen Fabian die Schwimmflügel abzunehmen, die er Tag und Nacht seit langen Monaten trug. Aber gleich geht es weiter nach München, denn die Oma verlangt, dass der Vater sich stellt, man flieht. Ein Bekannter nimmt die Familie auf, die Kinder müssen im Keller hausen. Aber auch der hat irgendwann von der Familie die Nase voll, die sich gemütlich eingenistet hat. Von dort über Erding im Bus mit dem letzten 50-Mark-Schein landen sie in einem Gasthaus in einen kleinen Ort. Völlig abgerissen erregen sie Aufsehen, als sie mit fünf Personen und zwei Hunden auf lediglich ein Doppelzimmer bestehen. Die Polizei trifft ein. Der Trip vorbei ist.Arno Frank schreibt aus der damaligen Sicht des Kindes, das nicht ganz versteht, was passiert. Das Kind beobachtet, hat feine Antennen, stellt Fragen. Der Vater versucht, kindgerecht zu antworten, erklärt seine Welt der Sicht: Fressen oder gefressen werden, reich zu sein, ohne einen Finger zu rühren. Statussymbole erscheinen ihm wichtig. Er besitzt einen goldenen Montblanc-Füller, den Schwester Jeany für einen Zauberstab hält. Was er in der Zeitung einkreist, steht ein paar Tage später im Haus. Der Traum vom Leben der Reichen wird zum Albtraum. Runtergekommen auf der Flucht, ständig hungernd. Jeany lässt unterwegs Zettel fallen, auf denen »Hilfe« steht, die Kinder sind traumatisiert.»Das Geheimnis ist, dass alle bescheißen« … »Mal mehr, mal weniger. Das ist die Wahrheit. Je früher du auf den Trichter kommst, umso besser.«Der Journalist hat geschickt das Kind als Protagonisten gewählt. Er schreibt seine Geschichte. Das allein reicht nicht, man muss auch über Erzähltalent verfügen. Und das besitzt Arno Frank. Spannend, tragisch, humorvoll, man leidet mit den Kindern, schüttelt den Kopf über beide Eltern. Dem Leser wird schlecht, als die Eltern im geklauten Auto überlegen, gegen einen Brückenpfeiler zu rasen. Was ist aus ihnen geworden? Am Ende trennen sich die Eltern, die Kinder bleiben bei der Mutter, müssen von Sozialhilfe leben. So schnell wie möglich stellen sie sich auf eigene Füße, haben selten Kontakt. Als die Mutter stirbt, sind sie bei ihr, ein Fünkchen Liebe ist nie verloschen. Und der Vater? Er kam auf Bewährung frei. Mehr wissen wir nicht. Der Autor hält uns heraus aus seinen Gedanken lässt uns nicht ganz eindringen in die Familiengeschichte. Was war mit beiden Großeltern, konnten sie behilflich sein? Was denkt der erwachsene Arno Frank über seine Eltern? Gibt es einen Bezug zum Vater, was wurde aus ihm? Es ist die Geschichte des Kindes Arno. Und hier endet sie. Nicht im Guten, aber mit Licht nach vorn.»Au revoir Kaiserslautern! Bonjour Côte d’Azur!«Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Spannend und fein dargestellt die Psyche der Eltern. Arno Frank zeichnet sie gnadenlos so, wie sie sind, ohne jemals zu interpretieren. Das Ehepaar-Sorglos: Was kostet die Welt. Auf hohem Fuß leben, ohne etwas dafür zu tun. Der Vater spricht es ständig aus, die Mutter nie. Aber man kann sich vorstellen, dass die Mutter weiß, dass der Vater nicht auf legale Weise zu Reichtum gekommen ist. Die Mutter ist der Mithilfe schuldig. Denn warum steigt sie nicht aus, haut ab mit den Kindern nach Hause. Sie ist bereit, den Kindern das anzutun, ein Nomadenleben in Angst und Hunger, in Dreck. Als man endlich wieder bei der Großmutter ist, die Kinder sich weigern, wieder ins Auto zu steigen, weiterzufahren, der Vater sie brutal hineinprügelt, bleibt die Mutter tatenlos. Was ist ihr Grund, sich nach der Verhaftung nun doch zu trennen? Hier bleibt vieles offen. Ein lesenswertes Buch über eine wahre Geschichte. Ein atemloses Roadmovie. Au revoir Côte d’Azur Bonjour Kaiserslautern!

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  • eine ebenso beeindruckende wie beklemmende Lebensgeschichte

    So, und jetzt kommst du

    mrs-lucky

    30. September 2017 um 22:24

    Nach der Lektüre dieses Romans mag man kaum glauben, dass der Autor tatsächlich seine Familiengeschichte aufgeschrieben hat, so unfassbar ist das, was er hier sein jugendliches Ich schildern lässt. In dieser wahren, erfundenen Geschichte bleibt offen, was   tatsächlich passiert und was dazu erfunden wurde, die schlichte und zum Teil distanziert wirkende Erzählung hat mich in jedem Fall beim Lesen durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt zwischen Mitleid, Entsetzen, Abscheu und Traurigkeit. Es beginnt scheinbar harmlos mit der Schilderung des Lebens einer scheinbar ganz normalen Familie. Vater, Mutter drei Kinder und zwei Hunde, der Vater arbeitet in einem Autohaus und träumt davon, dass die Prophezeiung einer Wahrsagerin in Erfüllung geht, die ihm großen Reichtum vorhergesagt hat.  „Es steht eben jeden Tag ein Dummer auf“, lautet das  Lebensmotto des Vaters. „Es gibt eben Dummköpfe. Man muss sie nur finden. Oder, besser noch, sich von den Dummköpfen finden lassen.“ Doch die kleinen Geschäfte des Vaters gehen nicht immer gut, die Kinder finden es spannend, sich ab und zu vor der Polizei zu verstecken und in neue Häuser zu ziehen, weil die Eltern es ihnen als Abenteuer verkaufen. Eines Tages, der Ich-Erzähler ist 13 Jahre alt, ist der Vater doch zum großen Geld gekommen, die Eltern feiern begeistert, brechen zuhause alle Zelte ab und reisen in einer Nacht-und Nebel-Aktion mit der Familie nach Frankreich an die Côte d’Azur. Auch der 13-jährige Sohn genießt die Freiheit und die Sonne des Südens und will die Risse nicht wahrhaben, die sich nach und nach aufzeigen, je mehr das ergaunerte Kapital zur Neige geht, sondern bewundert den Ideenreichtum des Vaters, der seine Mitmenschen mit seinem Charme um den Finder wickelt. Als dann Interpol auf ihre Spuren kommt, gehen die Flucht und der Absturz der Familie weiter. Mit der Zuspitzung der Ereignisse ändert sich auch die Stimmung der Erzählung, der Leser leidet insbesondere mit den Kindern mit, die zunächst naiv wirken und dann erwachsener als ihre Eltern, die nicht nur vor der Polizei sondern auch vor der Realität auf der Flucht sind.  Die Schilderungen sind teils schlicht, teils naiv und treffen dann mit ihren verstörenden Details mitten ins Herz, eine ebenso beeindruckende wie beklemmende Reise in die Vergangenheit.

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  • Spannender Roadtrip und tragischer Schicksalsroman in einem

    So, und jetzt kommst du

    -Leselust-

    20. July 2017 um 17:40

    Kurzmeinung:Ein Roman, basierend auf eigenen Erlebnissen und Erinnerungen des Autors. Eine Flucht durch Europa, geschildert in lockerem Ton. Sehr authentisch, spannend und unterhaltsam.Wir begleiten ausgefallene und sympathische Charaktere auf ihrem Weg durch abwechslungsreiche Kulissen und vergessen dabei fast, dass es sich hier um einen autobiografisch angelehnten Roman handelt.Meine Meinung:Betrug, Flucht und eine Verfolgungsjagd durch mehrere Länder. Und mitten drin drei Kinder, die den Machenschaften ihrer Eltern schutzlos ausgeliefert sind. Sehen die Kinder es zunächst noch als großes Abenteuer, so bekommen sie später zunehmend die negativen Konsequenzen zu spüren.Das Buch ist in einem lockeren Ton geschrieben und einige Mal musste ich beim Lesen schmunzeln. Je weiter man liest, desto mehr bleibt einem jedoch das Lachen im Halse stecken, besonders wenn man bedenkt, dass es basierend auf wahren Erlebnissen des Autors geschrieben wurde.Teilweise liest sich die Gescheite wie ein ausgefallener Road Trip, bis einem wieder einfällt, dass es sich hier um echte Erinnerungen handelt und man über so viel Verantwortungslosigkeit der Eltern nur den Kopf schütteln kann.Der Schreibstil lässt einen schnell durch die Geschichte gleiten und obwohl viel vom Alltag der Familie geschrieben wird, ist es keineswegs alltäglich. Schnell hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und die Seiten flogen nur so dahin, obwohl sich zwischendurch auch einige Längen und Wiederholungen finden. Fazit: Eine Familie auf der Flucht durch ganz Europa -fesselnd, witzig, tragisch und authentisch. Dieses Buch ist für Fans von spannenden Roadtrips genauso geeignet wie für Leser bewegender Schicksalsromane. Auch wenn es sich bei der Geschichte nicht um ein herausragendes Lesehighlight handelt, so kann ich die Lektüre dennoch mit gutem Gewissen jedem empfehlen.

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  • So, und jetzt kommst du ...

    So, und jetzt kommst du

    gsimak

    26. June 2017 um 18:20

    Meine MeinungIch war in dieser Geschichte so gefangen, dass ich sie in einem Rutsch durchgelesen habe. Ein Roadmovie, mit oftmals unfreiwilligen Insassen. Ich bin jetzt ehrlich total bestürzt!Jürgen Frank scherte sich nichts um ehrliche Arbeit. Davon wird man schließlich nicht reich. Er verhökerte gebrauchte Autos. Sammelte bis unter das Dach Mist, von dem er dachte, die große Kohle zu machen. Bei Menschen, die ihm halfen, hatte er eine ganz besondere Art sich zu bedanken. Er haute sie übers Ohr. Veruntreute Gelder, die für Investitionen des Gebrauchtwagenhandels gedacht waren. So kam es, dass dem Saarländer das Haus gepfändet wurde. In der Nähe von Kaiserslautern fand er in einem Waldhaus eine neue Bleibe. Natürlich hatte Jürgen Frank nichts Besseres zu tun, als weiter über seine Verhältnisse zu leben. Ihr findet das schlimm? Das ist noch nicht alles. Jürgen ist/war (weiß ich nicht so genau) eigentlich nicht alleine auf der Welt. Da gibt es den großen Jungen, der Erzähler dieser Familientragödie ist. Arno Frank. Arno fand ich klasse. Als Jungen zumindest. Ich denke, er ist heute noch ein Charaktermensch. Er ist der Held in dieser Geschichte. Ein Überlebenskünstler, der aus jeder Situation das Beste macht. Dann die kleinere Schwester Jenny, die für ihr Alter damals schon sehr viel Grips hatte. Das zeigte sich vor allem,  ziemlich am Ende des Buches.Das Baby Fabian konnte die Tragweite dieser Tragödie noch nicht erkennen, und kam eigentlich stets glücklich rüber.Die Mutter kam mir selber vor wie ein Kind. Sie machte alles mit, was ihr Gatte entschieden hatte. Trotzdem muss man ihr zugute halten, dass sie ihre Kinder aufrichtig geliebt hatte. Leider war sie ihrem Mann hörig. Interpol war mittlerweile eingeschaltet.Nachdem sie von der Polizei gesucht wurden, begann ein Roadmovie durch Europa.In Nizza hatte die Familie in Luxus geschwelgt. Als der Papa wieder pleite war, ging es weiter nach Lissabon. Dort verließ den Familienvater der Einfallsreichtum. Zum ersten mal wurde große Armut spürbar. Von Lissabon ging es wieder zurück in die Heimat. Doch, auch dieser Aufenthalt sollte nicht lange wehren. Mir haben die Kinder total leid getan. Immer wieder mussten sie bei Nacht und Nebel mit ihren Eltern fliehen. Ich weiß, das ist alles längst vorbei. Trotzdem! Ich denke, die seelischen Narben werden nie ganz verheilen.Stellenweise habe ich mich an meine Kindheit erinnert. Die Mutter hörte Platten von Wencke Myhre. Wencke war in meiner Kindheit meine Lieblingssängerin. Dann hörte man sich James Last an. Mit James bin ich groß geworden. Ich denke, auch für die Kinder war das Familienleben lange Zeit normal. Nach Nizza befanden sich auch zwei Hunde im Gepäck. Eine Szene mit den Vierbeinern hatte mich würgen lassen. Mir war hundeübel. Seid also schon mal vorgewarnt. Mein FazitJeder Mensch kann Fehler machen. Jeder Mensch sollte auch die Gelegenheit bekommen, wieder ein normales Leben zu führen. Bei Jürgen Frank war jedoch Hopfen und Malz verloren. Dass mich diese Geschichte so emotional aufwühlen konnte, ist der Tatsache geschuldet, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt. Über 9 Jahre lässt uns Arno Frank an seiner Kindheit teilhaben. In den 80 igern konnte eigentlich jeder Deutsche gut leben, der den Weg zur Arbeit gefunden hat. Es waren unsere goldenen Jahre! Ausgenommen natürlich Menschen, die gesundheitlich nicht dazu in der Lage waren.Packend erzählt und ohne dabei ins Jammertal abzurutschen, erzählt Arno aus seinem Leben.Für mich bewundernswert, dass er trotz schwieriger Kindheit, einen guten Weg eingeschlagen hat. RESPEKT!Und für alle ein kleiner Denkanstoß, die ihr Scheitern im Leben ausschließlich in der Kindheit suchen. Das ist bestimmt bei einigem Menschen berechtigt. Bei sehr Vielen aber nicht. Klingt auch bei erwachsenen Menschen lächerlich, wenn nach Jahrzehnten immer noch Mama und Papa für sämtliches Versagen verantwortlich sein sollen. Lieber Arno, ich danke Ihnen, dass sie ihre Geschichte mit uns geteilt haben.Ich bewerte hier den Schreibstil. Nicht das Leben das Autors!Mein Dank geht an den Klett-Cotta-Verlag für die Bereitstellung des E-Books.Ihr habt nicht zuviel versprochen.

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    • 3
  • Wenn Eltern vorm Leben davonlaufen und ihre Kinder mitschleifen

    So, und jetzt kommst du

    gst

    26. June 2017 um 15:38

    Arno Frank, dessen Vater ein Hochstapler war, musste schon als Kind mit den Eltern und zwei Geschwistern flüchten. Was für ihn teilweise Abenteuer war, lässt dem Leser die Haare zu Berge stehen. Zwar darf man zwischendurch in einer herrlichen Villa in Südfrankreich von Urlaub und viel Geld träumen, aber wenn man dann liest, wie das Geld „aus dem Fenster geworfen“ wird, ist voraussehbar, dass die Zeiten sich bald wieder ändern. Die abenteuerliche Flucht vor der Polizei führt die fünfköpfige Familie von der pfälzischen Provinz nach Südfrankreich und Portugal … Sprachschwierigkeiten scheint es kaum zu geben und wenn, dann gehen die Kinder ja zur Schule und können aushelfen. Auf die Kinder wird wenig Rücksicht genommen, die Eltern sehen vor allem auf ihr eigenes Wohlergehen und meinen, ihrem Ältesten mit einem Flug eine Freude zu machen. Der verkriecht sich jedoch ängstlich zwischen den Beinen des Piloten, beschreibt aber trotzdem in poetischen Worten seine Umgebung: „Im Dunst sitzt streng und wie auf gleicher Höhe mit unserem Flieger der Saum der Alpen. Ein zerknüllte Kontinent. Nach Süden ist alles Meer, geteilt vom Fahrwasser eine Fähre. In der Ferne, irgendwo bei Korsika, lehnen adipöse Wolken über dem Horizont wie über eine Brüstung.“ (Seite 106)Neben den farbenprächtigen Naturbeschreibungen gefiel mir die Zeit, in der die Geschichte spielt: Damals steckte die Technik teilweise noch in den Kinderschuhen und PCs wurden als teures Spielzeug bezeichnet: “Es gibt sie jetzt schon in Autos. Da kann man dann, wenn man irgendwo im Stau steht, nachschauen, wann man ankommen müsste, wenn man nicht gerade im Stau stehen würde.“ Gut erkannt!Der Autor ist ein guter Beobachter und gestaltet seinen Roman sehr lebendig : >>„Jetzt kommt, Essen ist fertig“, sagt Mutter und setzt sich Fabian auf den Schoß, der sofort mit beiden Händen in das Rührei greift, die Hitze bemerkt, brüllt.<< So lustig sich vieles liest, herrscht doch auf langen Strecken auch die Depression vor, vor allem, wenn die Familie sich in ihre vier Wände zurückzieht und sich aus Angst vor der Polizei nicht mehr vor die Türe wagt.Der Journalist Arno Frank, 1971 in Kaiserslautern geboren, schreibt für unterschiedliche Magazine und legt mit diesem Buch in Ich-Form seinen ersten, äußerst lesenswerten Roman vor. 

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    • 2
  • Wie kann ein Kind mit dieser Geschichte jemals wieder vertrauen?

    So, und jetzt kommst du

    meppe76

    06. June 2017 um 22:20

    Anfangs sieht es so aus, als sei der Autoverkäufer Jürgen eine Art Lebenskünstler, der sich nie unterkriegen lässt, immer noch eine geniale Idee hat und sich mit Charme und Witz durch's Leben schlägt. Er ist nicht nur selbst davon überzeugt, sondern vermittelt es auch seiner Familie, dass das ganz große Geld nicht mehr lange auf sich warten lässt.Und dann scheint es tatsächlich geklappt zu haben. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion packt die Familie ihre Sachen und reist nach Südfrankreich. Dort beginnen sie ein echtes Luxusleben. Geld spielt keine Rolle - es ist einfach im Überfluss vorhanden.Nach und nach wird klar, dass der Vater 300 000 € unterschlagen hat, dass der überstürzte Aufbruch eine Flucht vor der Polizei war und dass auch weiterhin nach ihm gefahndet wird. Das Geld reicht nicht ewig und so kommt es, wie es kommen muss: wieder Hals über Kopf alles einpacken, flüchten, neues 'Zuhause' finden. Als kein Geld mehr da ist, beginnt der Abstieg in die absolute Armut, und auch "der Oma die Handtasche klauen" ist jetzt eine Option, die vom Vater noch unterstützt wird.Im Klappentext zum Buch heißt es, dass das Buch tragisch und komisch ist. Für mich hatte es allenfalls auf den ersten 50 Seiten komische Anteile. Je weiter ich gelesen habe, umso bedrückender und tragischer fand ich es. Kinder sollten ihren Eltern vertrauen können, Schutz und Geborgenheit bei ihnen finden, Freunde haben dürfen, ein sicheres Zuhause... das alles finden die drei Geschwister nicht. Und das ist genau der Punkt, der für mich die Geschichte so bedrückend macht, umso mehr, als es sich auch noch um einen autobiografischen Roman handelt. Echt harte Kost.Aber unbedingt lesenswert. Großartig!!

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  • ein Leben auf der Flucht

    So, und jetzt kommst du

    coffee2go

    05. June 2017 um 22:54

    Kurze Inhaltszusammenfassung: Autoverkäufer Jürgen, seine Frau Jutta und die drei Kinder sind durch Betrügereien zu einer Menge Geld gekommen und werden von der Polizei gesucht. Sie verlassen das Land und flüchten nach Südfrankreich, wo sie es sich für eine Weile gut gehen lassen und ihr gesamtes Vermögen aufbrauchen. Danach sind sie wieder auf der Flucht…   Meine Meinung zum Buch: Mich hat die Stimmung des Buches sehr angezogen und nicht mehr losgelassen. Die Geschichte wird aus der Sicht des größeren Jungen erzählt, der zu Beginn noch gutgläubig seinen Eltern alle Geschichten abkauft, aber dann mit zunehmender Reife Widersprüche erkennt, Ängste entwickelt und sehr unter der Situation leidet. Jürgen ist einerseits ein Hochstapler und Betrüger, auf der anderen Seite möchte er seiner Familie etwas bieten und sie auch nicht im Stich lassen. Seine Frau Jutta steht zu ihm und verschließt teilweise ihre Augen bzw. möchte gar nicht so genau wissen woher ihr Mann Geld bekommt. Sehr traurig fand ich die Situation, als sich die Familie gerade in Südfrankreich eingelebt hatte, die Kinder in der Schule halbwegs integriert waren und dann wieder mitten in der Nacht fliehen mussten. Mit jeder Flucht blieben ihnen weniger materielle und emotionale Gegenstände, sodass sie am Ende lediglich mit der Kleidung, die sie am Leib trugen, wieder zuhause ankamen.   Titel und Cover: Der Titel hat mich zuerst überhaupt nicht angesprochen, wie auch das Cover nicht, das auf den ersten Blick recht altmodisch wirkt.   Mein Fazit: Ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe und die Familie über Höhen und Tiefen bis nach Südfrankreich und wieder zurück begleiten durfte.

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  • Sehr unterhaltsam geschrieben

    So, und jetzt kommst du

    echidna

    04. June 2017 um 12:07

              Familie Frank hat das große Geld gemacht. Jedenfalls wird das so den Kindern gesagt, als sie Hals über Kopf mitten in der Nacht nach Südfrankreich zu ihrem "neuen Leben" aufbrechen. Angeblich steinreich braucht der Vater nicht mehr zu arbeiten, die Familie lebt in Luxus und die Kinder sind glücklich. Doch schon bald müssen sie wieder weiterziehen und weiter und weiter und besitzen bald nicht mehr als das, was sie am eigenen Körper tragen. Die Wahrheit wird vor den Kindern so lange geheim gehalten bis es nicht mehr geht.Ich finde das Buch hervorragend geschrieben. Mir hat dieser unterschwellige Humor, der sich durch das gesamte Buch zieht, sehr gut gefallen. Die Lektüre war daher sehr unterhaltsam, auch wenn es im Buch selber gerade nicht lustig zuging.Was ich auch sehr gut gelungen fand, ist die Charakterentwicklung, besonders vom Jungen. Als Leser lernen wir ihn schon sehr jung kennen. Im Laufe des Buches wächst er heran und wird zum Teenager. Da aus seiner Sichtweise geschrieben wird, weiß der Leser immer nur so viel, wie der Junge mitbekommt und verstehen kann. Er ist ein sehr guter Beobachter und so versteht der Leser oft mehr als der kleine Junge, der beschreibt und Dinge noch nicht richtig einzuordnen weiß. Doch während er heranwächst, ändert sich auch der Schreibstil passend dazu und wird erwachsener. Er vertraut nicht mehr blind seinen Eltern, sondern beginnt Zusammenhänge zu erkennen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen bis er sich schließlich sogar gegen seine Eltern stellt.Die Charaktere sind überhaupt durchgehend gut entwickelt mit vielen Facetten und Eigenheiten, die auch konsequent durchgezogen werden. Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem ich alle Charaktere so klar vor Augen sehen konnte wie hier.Einen Punkt muss ich leider abziehen, da die Handlung im Mittelteil teilweise etwas langatmig wurde. Doch das war wirklich nur stellenweise und dank des ausgeprägten Humors, der immer wieder eingeflochten wird, war das auch kein großer Störfaktor.Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Es war eine amüsante Lektüre mit sehr interessanten Charakteren. Ich würde es definitiv weiterempfehlen.        

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1873
  • Die Achterbahn des Lebens

    So, und jetzt kommst du

    Langeweile

    28. May 2017 um 15:02

    Eine normale Kindheit sieht anders aus, als die, welche der Autor beschreibt. Sein Vater, ein Abenteurer,? ein Hochstapler?, oder ein Lebenskünstler? In der Ich - Perspektive wird erzählt, wie der Autor und seine zwei Geschwister ihre Kindheit verbringen. Sie leben sozusagen immer auf der Durchreise, oft haben sie Geld im Überfluss, dann fehlt es Ihnen wieder am Nötigsten. Ständig auf der Flucht vor der Polizei, was der Vater Ihnen als großes Abenteuer verkaufen möchte. Der Schreibstil des Autors gefiel mir gut, ein eigentlich schwieriges Thema wurde humorvoll und locker verpackt. Die Geschichte regt sehr zum Nachdenken an . Ich habe mich bei der Lektüre fortwährend gefragt, was in Eltern vorgeht, die ihren Kindern so ein Leben zumuten. Sie mussten auf jegliche Beständigkeit und teilweise auf die Nestwärme, welche jedes Kind benötigt, verzichten. Fazit: Eine Geschichte, die noch lange nachwirkt.

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  • Kindheit auf der Flucht

    So, und jetzt kommst du

    Buecherschmaus

    12. May 2017 um 14:58

    Das Unheil kommt auf leisen Sohlen. Anfangs lesen sich die Erinnerungen des Erzählers noch eher heiter. Ja, sicher, der Vater ist ein „Lebemann“, wohl auch ein wenig verantwortungslos, sehr egozentrisch.„Keiner, der´s hier oben hat“, und dazu tippt er sich an die Schläfe,“ muss schuften. Schuften müssen nur die Idioten.“ lautet eine seiner Lebensweisheiten, die er seiner Familie, vornehmlich seinem Sohn gegenüber gerne selbstgefällig preisgibt, meist mit dem Schlusssatz „So, und jetzt kommst du.“ Dabei ist er an der Meinung seines Sprösslings so wenig interessiert wie an der der Mutter. Er allein ist der Mittelpunkt seiner Welt. Aber zu Beginn scheint sein Lebensmodell zu laufen. Zunächst Verkäufer in einem Autohaus, Gebrauchtwagenhändler, dann mit allerlei Waren jonglierend, jede davon der sichere zukünftige „Renner“, bietet er seiner Familie zunächst doch ein Leben in einigem Wohlstand. Einen gewissen Charme kann man ihm unmöglich absprechen. Und ganz am Ende, alles schon lange den Bach hinunter gegangen ist, wird die Mutter auf dem Sterbebett zu ihrem Sohn sagen:„Immerhin war es nicht langweilig.“Es sind diese anfänglich geschilderten Jahre, die dem Erzähler auch im Verlauf der Geschichte einigen Halt geben werden, die als einmal geschaffenes Bild von „Familie“ auch deren komplette Zerstörung noch lange Zeit überdauern wird. Einiges an Nostalgie wird da zu Beginn heraufbeschworen, Kaba und Seborin Haarwasser, Krieg der Sterne und Sony Walkman. Leser, die auch in dieser Zeit groß wurden, packt da ein gewisses heimeliges Gefühl. Liebe scheint es in der Familie reichlich zu geben, zwischen den Eltern, aber auch zu den drei Kindern, ja selbst die Hunde sind Teil dieser unverbrüchlich erscheinenden Gemeinschaft. In der Erinnerung ist die Mutter für den Erzähler „die summende Frau“, der Vater der Beschützer und Held. Eine kleine Siebziger Jahre Idylle. Und doch braut sich da was zusammen. Man weiß es nicht nur aus dem Klappentext, sondern spürt es sehr deutlich, wenn auch auf den erwähnten leisen Sohlen, herannahen. Der Erzähler schildert aber weiter aus seiner kindlich unbedarften Perspektive, die aber nie verniedlicht oder künstlich wirkt, sondern sehr authentisch. „Mein Vater ist eine geologische Gegebenheit. Unhinterfragbar da, wie die Kordilleren oder die Pyrenäen.“Gerade diese Unhinterfragbarkeit der Eltern, der unbeirrbare Glaube an sie und die Richtigkeit ihrer Entscheidungen, ist Kindern, zumindest bis zu einem gewissen Alter, zu eigen. Das schildert der Autor sehr eindrücklich und gerade das lässt beim Leser zunehmend Beklemmung aufkommen. Denn diesem wird die Lebenslüge dieser Familie weitaus früher bewusst als dem Erzähler. Die reichlich windigen Geschäfte laufen irgendwann nicht mehr so gut, der Vater verspekuliert sich, häuft eine Menge Schulden an. Als er seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, wird das Haus gepfändet. Die Mutter springt als Tupperware Vertreterin für das Familieneinkommen ein. Dabei wird immer deutlicher, dass sie, genau wie der Vater in seiner Großmannssucht, gar nicht die nötige Reife besitzt, um Verantwortung für eine Familie zu tragen. Immer häufiger zieht sie sich mit dem Daumen im Mund auf Bett oder Sofa zurück. Der Vater sitzt vor dem Fernseher oder liest den „Spiegel“. Aber er ist nicht nur ein leichtfertiger Hochstapler, er entwickelt sich mehr und mehr zum Betrüger. „Es steht jeden Tag ein Dummer auf“ ist sein Motto. Es gilt, ihn nur zu finden. Irgendwann veruntreut er eine hohe Summe, von 300000 DM ist die Rede. Unbemerkt kann das nicht bleiben. Als die Polizei ihnen auf der Spur ist, packt die Familie ihre Siebensachen und flieht nach Frankreich, wo der Vater einst aufgewachsen ist. Ziel ist die Côte d´Azur. Man lebt dort auf großem Fuß, verprasst das ergaunerte Geld. Hier, in diesem vorübergehenden Paradies, setzt die Abwärtsspirale nach einer Weile mit Macht ein. Das Geld geht zur Neige, Interpol kommt auf die Spur. Letztendlich werden die letzten Besitztümer geopfert, damit ein portugiesischer Bauarbeiter die Familie in sein Heimatland schmuggelt. Die Geschichte, vom Erzähler weiterhin lakonisch aus seiner kindlichen Perspektive, aber nicht ohne die Schärfe des Erwachsenenblicks darauf, geschildert, verliert nun jegliche Leichtigkeit, aber nicht ihren Humor. Auch wenn der Leser zunehmend beklommen die Lethargie der Eltern, die steigende Gewaltbereitschaft des Vaters, den schon fast Regression zu nennenden Zustand der Mutter, den Hunger und die Ungewissheit, die die Kinder plagen, verfolgt, sind doch immer noch viele Momente von Situationskomik anzutreffen. Das Lachen bleibt aber dabei im Hals stecken. War man anfangs noch ein wenig irritiert, mit welcher Sorglosigkeit selbst das Baby im Auto zugequalmt wird (ja, es waren andere Zeiten), der Einjährige schließlich den ganzen Tag (und vielleicht auch die Nacht) mit Schwimmflügeln herumlaufen muss, damit die Eltern sich wegen des Pools nicht kümmern müssen, häufen sich nun die Tatbestände einer massiven Vernachlässigung, wird gar die kleine Tochter vom Vater zum Handtaschenraub angestiftet. Der Leser ist einfach nur erleichtert, als die ganze Sache schließlich ein Ende findet. War doch schließlich zwischenzeitlich auch mal von erweitertem Selbstmord die Rede.Überraschend ist die Erzählhaltung dieses auf autobiografische Gegebenheiten beruhenden Buchs. Am Ende wird die Inhaftierung und das anschließende Verschwinden des Vaters erwähnt, die schwierige, von sozialen Problemen bestimmte Zeit für Mutter und Kinder zurück in Deutschland, die Distanzierung, die zwischen ihnen stattfand „Wir Kinder fielen von ihr ab wie reife Früchte von einem Baum und kullerten den Abhang herunter, der das Leben ist.“ Und doch ist der Ton ein versöhnlicher, ja fast liebevoller. Es ist der Tod der Mutter, der dem Erzähler und vermutlich auch dem Autor die Möglichkeit gab, sich von dieser geraubten Kindheit frei zu schreiben.Als die im Sterben liegende Mutter mühsam ein „ES. Tut. Mir. So. Leid.“ hervorbringt, kann der Erzähler sich mit einem „Alles gut“ verabschieden. Es ist eine Lüge. Das weiß der Leser, das weiß der Erzähler, wahrscheinlich auch die sterbende Mutter. Aber nun, nach ihrem Tod, kann er darüber erzählen, kann auch mit dem verschwundenen Vater „machen, was ich will.“ Das, was er gemacht hat, ist ergreifend, lustig, tieftraurig, durchrüttelnd, ein tolles Buch.

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  • Flucht vor dem wahren Leben

    So, und jetzt kommst du

    Jolly_sun

    01. May 2017 um 14:50

    Das Buch von Arno Frank "So und jetzt kommst du" hat mich positiv überrascht. Es beruht auf einer wahren Geschichte. Es geht um eine Familie, die nicht sehr viel Geld hat, jedoch ein normales Leben führt. Plötzlich scheint der Vater das große Geld gemacht zu haben und flieht mit der gesamten Familie nach Frankreich. Es stellt sich relativ schnell heraus, dass der Vater ein Hochstapler ist! Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Man begleitet die Familie auf ihrem Leben, dass teilweise sehr luxuriös und teilweise sehr bescheiden ist. Die Familie ist dauerhaft auf der Flucht vor der Polizei. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des ältesten Sohnes der Familie. Daher ist die Sichtweise teilweise sehr naiv, da er zu Beginn noch nicht versteht, was sein Vater tut und am Ende schon viel zu sehr in seinen "Geschäften" mit drin steckt. Die Gesamte Beziehung zwischen Vater und Sohn ist sehr interessant und man sieht wie sehr Kinder ihren Eltern vertrauen und immer denken, diese würden schon das Richtige tun. Beim lesen dieser Geschichte kommen die unterschiedlichsten Gefühle von Mitleid über Wut bis zu Besorgnis für diese Familie auf. Eine Geschichte die meiner Meinung nach toll geschrieben ist und auf jeden Fall absolut ungewöhnlich ist. Klare Leseempfehlung 

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  • Wenn die Realität dich einholt

    So, und jetzt kommst du

    Marapaya

    23. April 2017 um 15:11

    Hand heben, wem das auch so geht: Ich lese gern Ich-Erzähler-Romane, weil mir der Erzähler oft wie ein guter alter Bekannter vorkommt – nur an seinen Namen will ich mich beim besten Willen nicht erinnern. So gern würde ich jetzt mit dem Protagonisten in die Rezension einsteigen und mir fällt der Name nicht ein. Jürgen Frank heißt der Vater, dem wir das Länderhopping verdanken. Die Mutter der drei Kids heißt Jutta, sie wirkt aber mehr wie eine Chantale oder Monique. Überhaupt sind Jutta und Jürgen ganz schön deutsche, spießige Namen für das schillernde Paar. Jeany heißt die kleine etwas morbid veranlagte Schwester und der Jüngste Spross hört auf den Namen Fabian. Ich bekomme auch locker die Hundenamen zusammen: Schnauz, der Zwerg und der Riese. Gut, das war auch einfach. Aber wie heißt nun Frank Junior? Auf den gesamten 350 Seiten fällt der Name nicht. Mein Sohn, mein Großer, Sohnemann, Junge, Dicker, junger Herr – Zuschreibungen dieser Art gibt es jede Menge. Im Klappentext lese ich, dass der Autor Arno Frank in Kaiserslautern geboren ist, wie der Ich-Erzähler. Er trägt auch den selben Nachnamen wie die Familie im Buch. Sollte es so einfach sein? Arno Frank also? Einen Arno habe ich mir beim Lesen aber nie vorgestellt, eher einen Christian. Arno oder Christian, der Junge hatte es als Erstgeborener jedenfalls nicht leicht mit seiner schrägen Familie. Leider ist das Schräge hier nicht als positive Zuschreibung gemeint. Vater Frank ist ein Luftikus, Schaumschläger, Hochstapler und schnöder Betrüger. Warum schuften wie die anderen blöden Deutschen, wenn doch auch leichter an Geld zu kommen ist. Der junge Frank erlebt die ersten Lebensjahre in einem netten, überschaubarem Umfeld. Eigenheimsiedlung, Großeltern in der Nähe, vertraute kurze Wege – eine Umgebung, die er aus der Erinnerung gern „mit Karamell übergießen“ würde. Zuckrig, paradiesisch, behütet. So ist ihm die Kindheit dort vorgekommen. Doch dem Vater reicht das nicht. Er will nicht herkömmlich arbeiten und buckeln, er will das Geld leichter verdienen und am Ende muss das Eigenheim daran glauben. Es setzt eine Odyssee ein, in der die Eltern wie Pech und Schwefel zusammen halten und die kleine Familie wie ein fünfblättriges Kleeblatt dem Glück hinterherhetzt. Für ein knappes Jahr fühlt es sich in Südfrankreich auch fast danach an, doch nach diesem Ausflug ins Paradies ist der Fall nur umso tiefer und der Aufprall umso schmerzhafter. Es geht ein eigenartiger Sog von diesem Buch aus, der viel mit dem jungen Erzähler zu tun hat, der einfach die Zusammenhänge nicht ganz begreifen kann. Dass unlautere Mittel zum Alltag gehören ist ihm unterbewusst sehr klar. Die Polizei ist ein natürlicher Feind, dem es aus dem Weg zu gehen gilt. Doch die Dinge nehmen schnell eine Eigendynamik an, in denen Nicht-Wissen-Wollen der beste Selbstschutz für eine Kinderseele sein kann. Es ist eine merkwürdig faszinierende Familiengeschichte, die Arno Frank in einer ausgewogenen, formvollendeten, ganz leicht überzuckerten Sprache erzählt. Ein Showdown, den man unaufhaltsam kommen sieht und wie die Kinder und Hunde im Auto einfach aushalten muss. Nur zusehen ist möglich, mitleiden, wütend werden, ungläubig der Entwicklung folgen, den Schmerz und die Verwahrlosung der Familie aushalten, die niemand anderes in diese Lage gebracht hat als ihr Familienoberhaupt. Beeindruckend ist der Zusammenhalt in all diesem Wahnsinn und ebenso fassungslos wie schnöde die Familie auseinanderbricht, als hätte einzig die Flucht sie zusammengehalten. Wie der Sohn stehe auch ich als Leser fragend und etwas verloren vor der Geschichte. Warum ließen es die Eltern soweit kommen? Welches Ziel haben sie eigentlich im Blick gehabt und wie naiv und dumm sind sie gewesen? Arno Frank hat auf diese Fragen keine Antworten oder will sie mir nicht geben. Er erzählt mir einfach seine Geschichte und ich danke ihm dafür.

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  • "Es steht jeden Tag ein Dummer auf“

    So, und jetzt kommst du

    StefanieFreigericht

    "Es steht jeden Tag ein Dummer auf“ S. 29, ist eine der Lebensweisheiten, die der Ich-Erzähler in diesem Buch von seinem Vater lernt. Der Vater will seinen Lebensunterhalt darauf gründen, dass es diese „Dummen“ gibt. Lange bevor ebay und Co. ein verbreitetes Geschäftsmodell wurde, gründet Vater Jürgen einen Versandhandel daheim. „Nicht, dass Jürgen das Baccalauréat oder später, wieder in Deutschland, das Abitur bestanden hätte. Dafür war er zu schlau.“ S. 16 Das Lager wird nie leer. Dann kommen die Briefe, die Männer mit den Aktentaschen – zuletzt der Umzug aus dem eigenen Haus in die Mietwohnung. Jetzt veranstaltet die Mutter Tupperpartys, der Vater arbeitet bei einem Gebrauchtwagenhandel. Das kann er, anderen Autos verkaufen, mit schönen Felgen, aber marodem Innenleben, der schöne Schein.  Wirkliche Arbeit scheint im Konzept des Vaters nicht vorgesehen zu sein, schon die Wahrsagerin hatte ihm einst vorhergesagt: „Er würde reich sein. Er würde nicht reich werden mit einer Idee oder einem Geschäft, nein. Er würde es eines Tages einfach sein.“ S. 16 Wieder kommen Briefe, diesmal mit dem Landeswappen – wieder kommt ein Umzug, mitten in der Nacht, nach Frankreich, das große Geld ist plötzlich da, ein Haus wird gemietet und die Mutter geht einkaufen oder putzt. Es wird nicht die letzte plötzliche große Veränderung im Leben der Familie mit inzwischen drei Kindern sein.  Das Buch ist autobiographisch geschrieben von Arno Frank – der Ton ist unterhaltsam, oft direkt, wenngleich mir dabei mehrere Male kalte Schauer über den Rücken liefen. Es sind nicht die prekäre Lage, der gesellschaftliche Abstieg oder die Wolkenschlösser, die mich schockieren – es ist, wie der Vater das seiner Familie verkauft. Die Banken sind schuld – ja, sicherlich gibt es das. Der Vater verkauft etwas – sicher, doch bereits als Autoverkäufer erklärt er seinem Sohn, wie genau man andere zu betrügen hat. Viel später wird er die Tochter zum Handtaschendiebstahl anstiften. Und die Mutter? Wenn es eng wird, sitzt sie da und lutscht Daumen.  Arno Frank wurde im selben Jahr wie ich geboren, seine Kindheit streift die Ereignisse meiner eigenen Jugend: die Terroristenplakate in der Post, die Grünen, Kießling, Tschernobyl. Doch fast völlig fehlen die sonstigen Erlebnisse der Kindheit, wie sie zum Beispiel in Stephan Lohses „Ein fauler Gott“ Nostalgie hervorriefen – zu stark ist das Leben der Familie zwischen Überfluss und Flucht jenseits aller Normen. Meisterhaft, wie der Autor die Ausblendung der Realität in Bilder fasst. Der Ich-Erzähler klammert sich an seinen Diercke-Schulatlas auf der Flucht quer durch Europa, der kleine Bruder trägt immer Schwimmflügel, auch, als der Pool schon längst auf der Flucht zurück gelassen wurde. Auch die scheinbaren Verbesserungen können überfordern: „Zunächst lässt meine Schwester, die so viel Platz gar nicht gewohnt ist, sich in ihrem Wandschrank häuslich nieder.“ S. 93  Wohin das führt, ist klar; es geht mehr darum wie meisterhaft das dargestellt wird, wie lange die Realität ausgeblendet wird, auf Abstand gehalten werden kann, bis die Erkenntnis kommt: „Ich habe es satt, nur auf Sicht zu fahren, wenn es hinter jeder Ecke schlimmer wird. Ich habe die Anfänge satt, die ins Leere laufen S. 259 Leseempfehlung. Tolle Sprache, grandiose Bilder – und eine schlicht wahnsinnige Geschichte.

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  • So, und was ist jetzt

    So, und jetzt kommst du

    Venice

    15. April 2017 um 20:07

    Zu Beginn findet der vierjährige Arno Frank seine Mutter ohnmächtig im Treppenhaus, glücklicherweise geht alles gut aus. Der Vater hat von einer Kartenlegerin erfahren, mit 40 sei er reich. Diese Vorhersage scheint wahr zu werden. Auf der Suche nach dem Glück zieht die Familie zunächst in Deutschland von Stadt zu Stadt bis sie eines Tages überstürzt nach Frankreich aufbrechen. Dort erlebt der Teenager Arno eine recht angenehme Kindheit in der schönen, warmen Gegend um Nizza. Inzwischen hat er 2 Geschwister, eine recht schräge Schwester Jeanie und einen kleinen Bruder der ständig mit seinen Schwimmflügeln herum rennt. Doch eines Tages endet der schöne Traum von Südfrankreich und die Vergangenheit holt den Vater ein. Der 'A..' voll Geld der vorher einfach da war, ist plötzlich alle. Das gemietete Grundstück wird nicht mehr gepflegt, der Vater wird von Interpol gesucht. Die Reise geht weiter, mit Hilfe eines portugiesischen Bauarbeiters in der Nachbarschaft geht es nach Portugal und von dort kreuz und quer durch Europa auf der Flucht vor der Polizei. Der Schreibstil ist recht naiv aus der Sicht eines Jugendlichen geschrieben. Teilweise humorvoll oder traurig erlebt man die reichen Jahre in Südfrankreich bis hin zum tiefen Sturz in die Armut. Das ganze spielt in den 80er Jahren. Durch die geschilderten Erlebnisse werden eigene Erinnerungen an diese Zeit wieder wach und führten zu einem netten Leseerlebnis.

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