Arno Geiger

 4 Sterne bei 937 Bewertungen
Autor von Der alte König in seinem Exil, Es geht uns gut und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Arno Geiger

Momentaufnahmen aus dem Leben: Der im Juli 1968 in Bregenz geborene, österreichische Schriftsteller Arno Geiger nahm 1996 und 2004 am renommierten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teil. Der Durchbruch gelang ihm mit „Es geht uns gut“ (2005), einem Drei-Generationen-Gesellschaftsroman, der mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Damit war er der erste Preisträger des bedeutendsten Preises für deutschsprachige Literatur. In „Der alte König in seinem Exil“ (2011) thematisierte Geiger die Alzheimer-Erkrankung seines Vaters. Für diesen Roman erhielt er mehrere Auszeichnungen und eine Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse. Sein Werk „Unter der Drachenwand“ (2018) führt die Leser in das Jahr 1944 und schildert das Leben und die Liebe im Schatten des Krieges. Mit dem Buch schafft er es erneut auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. Zu den weiteren bekannten Romanen des Autors zählen „Alles über Sally“ (2010) und „Selbstporträt mit Flusspferd“ (2015). Arno Geiger lebt und arbeitet in Wien.

Neue Bücher

Cover des Buches Das glückliche Geheimnis (ISBN: 9783446276178)

Das glückliche Geheimnis

Erscheint am 10.01.2023 als Gebundenes Buch bei Hanser, Carl.
Cover des Buches Das glückliche Geheimnis (ISBN: 9783957132963)

Das glückliche Geheimnis

Erscheint am 26.01.2023 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

Alle Bücher von Arno Geiger

Cover des Buches Der alte König in seinem Exil (ISBN: 9783423148085)

Der alte König in seinem Exil

 (353)
Erschienen am 20.10.2021
Cover des Buches Es geht uns gut (ISBN: 9783423146500)

Es geht uns gut

 (148)
Erschienen am 09.03.2018
Cover des Buches Alles über Sally (ISBN: 9783423140188)

Alles über Sally

 (117)
Erschienen am 01.08.2011
Cover des Buches Unter der Drachenwand (ISBN: 9783446258129)

Unter der Drachenwand

 (88)
Erschienen am 10.01.2018
Cover des Buches Selbstporträt mit Flusspferd (ISBN: 9783423145268)

Selbstporträt mit Flusspferd

 (79)
Erschienen am 14.10.2016
Cover des Buches Anna nicht vergessen (ISBN: 9783446261594)

Anna nicht vergessen

 (43)
Erschienen am 20.07.2018
Cover des Buches Unter der Drachenwand (ISBN: 9783423086646)

Unter der Drachenwand

 (15)
Erschienen am 21.06.2019
Cover des Buches Irrlichterloh (ISBN: 9783446261600)

Irrlichterloh

 (8)
Erschienen am 20.07.2018

Neue Rezensionen zu Arno Geiger

Cover des Buches Der alte König in seinem Exil (ISBN: 9783423148085)
beccariss avatar

Rezension zu "Der alte König in seinem Exil" von Arno Geiger

Sehr schönes Buch - Empfehlung!
beccarisvor 4 Monaten

Arno Geiger erzählt in wunderbarer Weise das Leben seines Vaters August Geiger, der in einer Bauernfamilie im Vorarlberg aufgewachsen ist, als junger Erwachsener in Kriegsgefangenschaft war und sich nach seiner Heimkehr nichts sehnlicher wünscht, als nur noch zuhause zu sein und zu bleiben, oft zum Verdruss seiner späteren Ehefrau. Dieser tiefe Wunsch lässt ihn auch im Alter trotz seiner Demenz und dem Aufenthalt im Altersheim immer wieder liebevoll an seine ländliche Umgebung und die Familie denken.

Dem Autor ist ein sehr berührendes Buch gelungen, das den Leser spüren lässt, mit welcher Verzweiflung die Familie oftmals gegen die Krankheit des Vaters kämpft. Trotz allem gibt es viel Heiterkeit und die Klug- und Weisheit des Vaters lassen einem immer wieder staunen. Die Schilderungen öffnen einem auch die Augen für den Umgang mit demenzkranken Menschen, die in ihrer eigenen Welt auf keinen Fall nur irrsinnig sind, auch wenn ganz alltägliche Strukturen immer weiter aus der Bahn geraten.

Sehr gut haben mir auch die Dialoge zwischen Vater und Sohn jeweils am Ende eines Kapitels gefallen. Das Buch lädt trotz der Tragik oft zum Schmunzeln ein und stimmt versöhnlich mit den schweren Themen Alter und Krankheit.

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Cover des Buches Unter der Drachenwand (ISBN: 9783446258129)
dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Unter der Drachenwand" von Arno Geiger

1944 war ein schlimmes Jahr
dunkelbuchvor 8 Monaten

Veit Kolbe, Soldat auf Heimaturlaub, verbringt ein paar Monate am Mondsee, in der Nähe von Salzburg, und trifft hier zwei junge Frauen. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg fast sicher verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Albträumen, vom »Brasilianer«, der so gerne nach Rio de Janeiro zurückkehren würde, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den Einzelnen und die Macht der Geschichte, über die Toten und die Überlebenden, über das, was den Menschen und den Krieg ausmacht.

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Cover des Buches Es geht uns gut (ISBN: 9783423146500)
wandablues avatar

Rezension zu "Es geht uns gut" von Arno Geiger

Vom Loslassen.
wandabluevor 8 Monaten

Alma und Richard Sterk sind wohlhabende Österreicher und eigentlich ganz gut durch das Kriegsgeschehen des Zweiten Weltkriegs gekommen, obwohl: Opfer haben sie bringen müssen, ihr Sohn ist gefallen.

Richard ist es gelungen, sich größtenteils herauszuhalten, Nazi war er keiner, aber er hat sich auch nicht ausdrücklich dagegen positioniert. Nach Kriegsende wird er mit einem Ministerposten belohnt. Richard, sagen wir es frei heraus, ist ein Feigling. Wie es halt viele Menschen sind, die keine Stellung beziehen und nur ihr eigenes Wohl im Auge haben. Richard ist weder ein guter Vater noch ein guter Ehemann noch ein guter Politiker. Er laviert und versucht, in allen Bereichen möglichst leidenschaftslos durchs Leben zu kommen und nirgendwo anzuecken. Am Ende seines Lebenswegs ist er desillusioniert. Aber Alma kommt mit ihm zurecht, auch als er dement wird. Denn Alma hat ein inneres Leben. Was Alma tröstet, ist das Haus. Aber das Haus ist auch eine Bindung und eine Belastung. Ihr ist es nicht vergönnt, etwas an den Verhältnissen zu ändern. Das ist Aufgabe der nächsten Generationen. 

 Das Haus spielt die eigentlich tragende Rolle. Es ist das Herz der Familie Sterk. Dort sind Otto und Ingrid aufgewachsen. Und jetzt gehört es dem Enkel Phillip. Das Haus verkörpert die Familiengeschichte mit all ihrem Dreck, dem Unausgesprochenen, den Seitensprüngen und verborgenen Geschäften, dem Generationenkonflikt zwischen Vater und Tochter, den faulen Kompromissen, etc. Der Taubendreck im Dachgeschoß könnte ein Symbol dafür sein. Es hat sich einiges angesammelt. 

Will Phillip ein unbelastetes Leben führen, muss er sich lösen. Das spürt er, ohne es in Worte fassen zu können.

Der Kommentar: 
Neben einfühlsamer Figurenzeichnung zeichnet sich der Roman durch den Symbolcharakter des vom Taubendreck verunreinigten Hauses aus; der Säuberungsprozeß dauert Wochen. Der Leser spürt dabei jedoch einige der berühmten Längen. Dass Philipp Hilfe von außen bekommt, ist indirekt ein therapeutischer Ansatz. Wenngleich die Therapeuten russische Schwarzarbeiter sind, die kommentarlos anpacken, was Philipp sich nicht vom Hals zu schaffen traut. Sie können sogar mit dem ganzen alten Krempel, den Phillip loswerden möchte, noch etwas anfangen. Gut so. Dann war nicht alles sinnlos. 

Fazit: Ballast muss man loswerden. Ein leicht melancholischer Roman, der aufzeigt, dass es manchmal an der Zeit sein könnte, Abschied zu nehmen, auch wenn dieser Abschied schwer fällt. Loslassen ist eine der wichtigsten Aufgaben im Leben. 

Kategorie: Belletristik.
erster Preisträger des Deutscher Buchpreises 2005
Verlag: dtv

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

Wanderbuch zu "Der alte König in seinem Exil" von Arno Geiger

Hallo ihr Lieben,

leider habe ich dieses Buch noch nicht gelesen. Betonung steht auf "noch" ;o)

Aber es muss ja hier nicht jungfräulich im Regal stehen. Aus diesem Grund wird es nun hier zum Wanderbuch befördert. *täterätähh*
Es wäre toll, wenn ihr anschließend eine Rezension dazu schreiben würdet, weil ich neugierig bin, wie es bei anderen Lesern ankommt.

Inhalt des Buches:
Arno Geiger hat ein tief berührendes Buch über seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimerkrankheit mit Vitalität, Witz und Klugheit beeindruckt. Die Krankheit löst langsam seine Erinnerung und seine Orientierung in der Gegenwart auf, lässt sein Leben abhandenkommen. Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. In nur scheinbar sinnlosen und oft so wunderbar poetischen Sätzen entdeckt er, dass es auch im Alter in der Person des Vaters noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Arno Geigers Buch ist lebendig, oft komisch. In seiner tief berührenden Geschichte erzählt er von einem Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. (Quelle: amazon.de)

*** Wie das Wanderbuch funktioniert ***
Wenn ihr interessiert seid, dann schreibt einfach hier in den Thread. Ich nehme euch dann in die Liste auf.
Ich schicke es an den ersten los. Jeder hat dann zwei Wochen Zeit, um es zu lesen und weiterzuschicken.
Erfragt bei eurem Nachfolger bitte die Adresse, wenn das Buch bei euch angekommen ist - das hat sich bewährt.
Schreibt hier bitte kurz eine Mitteilung in den Thread, wenn das Buch bei euch eingetroffen bzw. weitergeschickt worden ist. Und bitte, bitte behandelt es gut.
Geht es verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar.

PS: Wenn ihr euch andere Wanderbücher wünscht, könnt ihr das hier sagen:
http://www.lovelybooks.de/thema/Welche-Wanderb%C3%BCcher-w%C3%BCnscht-Ihr-Euch-Wunschliste-zum-Eintragen-753415628/

Annelchen verschickt am 27.02.2012 an:

01.) Arista (gelesen vom 10.03.2012 bis 17.04.2012)
02.) The iron butterfly  (gelesen vom 24.04.2012 bis 04.05.2012 )
03.) Ichbinswieder  (gelesen vom 16.05.2012 bis 29.05.2012)
04.) KiSa  (gelesen vom 06.06.2012 bis 28.06.2012)
05.) SharonBaker (gelesen vom 02.07.2012 bis 16.07.2012)
06.) Lutra (gelesen vom 20.07.2012 bis 28.07.2012)
---> 07.) loewenkind (liest seit 30.07.2012)
08.) steffchen3010 
09.) melanie_reichert 


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96 Beiträge
Ichbinswieders avatar
Letzter Beitrag von  Ichbinswiedervor 10 Jahren
Ich habe Dir ja schon ein PN geschrieben.... Hat es sich denn nun geklärt ?
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Zusätzliche Informationen

Arno Geiger wurde am 22. Juli 1968 in Bregenz (Österreich) geboren.

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