Arno Geiger Alles über Sally

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Inhaltsangabe zu „Alles über Sally“ von Arno Geiger

»Ein Abenteuerroman über die Ehe, den man ernst nehmen kann.« Meike Feßmann in der ›Süddeutschen Zeitung‹Alfred und Sally sind schon lange verheiratet. Das Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Als Einbrecher ihr Haus in Wien heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin: In einem Anfall von Lebenshunger beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfreds bestem Freund. Und Alfred stellt sich die entscheidende Frage: Was weiß ich eigentlich von dieser Frau? Arno Geiger schreibt noch einmal den großen Roman vom Liebesverrat. Eine Geschichte von Ehe und Liebe in unserer Zeit.

Die Mechanik einer Ehe. Beeindruckend, wie Geiger Verhaltensweisen durchschaut+beschreibt ohne zu urteilen. Buch stimmt mich optimistisch.

— Weidenkaetzchen
Weidenkaetzchen

Hmm, hab das Buch abgebrochen, irgendwie komme ich nich in die Geschichte rein. Versuche es in paar Moaten noch mal!

— Kora
Kora

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  • Leider nur mittelmäßig in meinen Augen ...

    Alles über Sally
    engineerwife

    engineerwife

    30. September 2016 um 13:24

    Von diesem Buch hatte ich mir mehr versprochen als eine meist recht unspektakuläre Geschichte über eine Ehe, die die guten und die schlechten Jahre überdauert hat, um dann an einem simplen Einbruch zu scheitern, den Alfred nicht verarbeiten kann. Ich hatte das Gefühl, die Ehepartner schafften bewusst Probleme, weil … ja, warum eigentlich? War schlichtweg eine Monotonie in ihr Leben eingekehrt, der sie noch entkommen zu versuchten? Ein letztes Aufbäumen bevor man sich mit dem Rest des Lebens arrangierte? Gibt es Gewinner in solchen Situationen oder nur Verlierer? Am Ende des Buchs fragte ich mich, wollte ich das eigentlich alles wissen? Alles über Sally war mein erstes Buch des Autors, der für seinen Roman Es geht uns gut im Jahr 2005 den deutschen Buchpreis erhielt. An dieser Stelle bin ich versucht zu meinen, dass ich mir weitere Bücher Arno Geigers ersparen werde.  

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  • Herrlich unvollkommen.

    Alles über Sally
    CarolinHafen

    CarolinHafen

    Ich mag Sally. Sie ist so herrlich unvollkommen, hat Kanten und Ecken und ist dabei doch irgendwie rund. Wäre sie eine reale Person, ich würde sie sehr mögen, wäre gern mit ihr befreundet und würde ihr dann sagen, dass sie eine egoistische Kuh ist. Ich würde sie fragen, wer sie glaubt zu sein. Sally weiß genau wer sie ist, über so eine Frage würde sie nur mit den Schultern zucken. Aber das ist mir egal. Ich würde gern mit ihr streiten und diskutieren und sie fragen, was sie denkt. Ich mag die Bücher von Arno Geiger. Ich bin über Umwege auf ihn gestoßen. Erst hörte ich im Literaturcafe ein Interview, dann sah ich ein Portrait im Fernsehen, dann las ich „Der König in seinem Exil“. Und Sally? Als ich nach Arno Geiger suchte, war sie das erste Suchergebnis. So kam sie zu mir. Alles über Sally. Die Geschichte ist nicht neu. Zwei Menschen verlieben sich, heiraten, kriegen Kinder. Daran ist nichts spannendes, nichts Aufregendes. Schon eine Million Mal vorgekommen. Und öfter. Es ist Arno Geigers Blickwinkel, seine exakte Beobachtung, seine Sprachgewalt, die dieses Buch zu etwas besonderem machen. Über auktoriale Erzähler stolpere ich nicht mehr oft, in letzter Zeit. Ist diese Erzählweise out? Keine Ahnung, ist auch unwichtig. Arno Geiger erzählt Sallys Geschichte, lässt den Leser aber an allen Figuren und ihren Sorgen und Nöten teilhaben, als wäre man mit allen irgendwie befreundet, als säße man in der Küche dabei, und hörte zu. Sally und ihr Mann kommen aus dem Urlaub, in ihr Haus wurde eingebrochen, alles ist verwüstet. Nicht nur das Haus ist durcheinander geraten, auch ihre Gefühlswelt, ihre Ehe, ihr Leben. Die Kinder sind groß, die Ehe alt und schal, die Aufregung ist schon so lange dem Alltag gewichen, das beide kaum noch wissen, wie es am Anfang war. Jeder geht seiner Wege, und versucht die Stücke die zu Bruch gegangen sind, wieder zusammen zu setzen. Manches ist unwiederbringlich verloren, nichts von Wert, aber unersetzbar. Und dann nähern sie sich wieder an. Ein einziges Kapitel fällt aus der gesamten Erzählweise, ein einziges Kapitel bringt die Geschichte, den Leser durcheinander, wie ein Einbruch ins eigene Haus. Trotzdem oder deswegen ein grandioses Buch!

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    • 2
    AnnaChi

    AnnaChi

    11. April 2015 um 14:49
  • Szenen einer Ehe

    Alles über Sally
    Ellen-Dunne

    Ellen-Dunne

    19. December 2013 um 16:23

    Die Ehe zwischen Sally und Alfred ist 30 Jahre alt, und obwohl die beiden einander mögen, hat sich eben das Alter und der Alltag eingeschlichen. Dem versucht Sally mal wieder zu entfliehen - mit einer Affäre mit dem Nachbarn Erik. Nicht die von weitgehender Ereignislosigkeit geprägte Handlung treibt den Leser an, sondern der Ehrfurcht einflößende Stil von Arno Geiger. So viel Einfühlungsvermögen, so präzise Beobachtungen, schön und oft auch amüsant verpackt, dass es eine Freude ist. Und obwohl ich das zweite Drittel des Buches und auch den langen inneren Monolog von Alfred gegen Ende, habe ich am Ende das Buch zufrieden zugeschlagen und mit Sally und Alfred gehofft, dass sie es auch durch die nächste Krise wieder schaffen.

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  • Alles über Sally

    Alles über Sally
    GothicQueen

    GothicQueen

    02. May 2013 um 16:34

    „Alles über Sally“ ist ein Roman von Arno Geiger. Alfred und Sally sind ca. 30 Jahre miteinander verheiratet und der Alltag hat sich schon längst eingeschlichen. Die beiden haben drei Kinder, die alle erwachsen sind. Nach einem Einbruch in dem Haus der Familie geht Sally eine Affäre mit dem besten Freund ihres Mannes ein. Alfred hingegen schrieb sein Leben lang schon Tagebücher und liebt Sally wie eh und je. Er fragt sich: Was weiß ich eigentlich von dieser Frau? Er bemitleidet sich selbst, dass er einen Stützstrumpf tragen muss, den Sally absolut nicht leiden kann und nicht an Alfred sehen mag. Arno Geiger schreibt unendlich lange Sätze, die durch zahllose Kommata getrennt sind. Er wirft viele Fragen in seinem Text auf. Die Kapitel sind ziemlich lang gehalten. Arno Geiger wurde am 22.Juli 1968 in Bregenz, in Österreich geboren. Er studierte Deutsche Philologie, Alte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft. Unter anderen schrieb er 1996 eine Erzählung („Das Kürbisfeld“), „Koffer mit Inhalt“ im Jahr 1997, „Schöne Freunde“ im Jahr 2002 und „Es geht uns gut“ im Jahr 2005. Er erhielt einige Auszeichnungen. Um nur ein paar davon zu nennen: 2001 erhielt er den Förderungspreis beim Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb und 2005 den deutschen Buchpreis für „Es geht uns gut“. 2012 erhielt er den Literaturpreis der österreichischen Industrie.

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  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    bookie2010

    bookie2010

    03. December 2012 um 23:00

    Sally und Alfred sind seit vielen Jahren ein Paar. Sie sind miteinander verheiratet und haben drei fast schon erwachsene Kinder. Irgendwann stellt Sally fest, dass Alfred ältlich wird. Nach einem Wohnungseinbruch scheint er vollständig in sich zusammenzufallen. Sally ist nicht nett, denn bald beginnt sie, mit dem Mann ihrer Freundin zu schlafen. Die beiden betrügen ihre Partner und genießen ihre Leidenschaft. So weit so gut, eine ganz normale Geschichte, leider. Auf Seite 160 von 363 fragte ich mich, was mir der Autor eigentlich erzählen möchte. Trotz der großartigen Sprache von Arno Geiger war ich drauf und dran, das Buch beiseite zu legen. Geiger scheint zu diesem Zeitpunkt der Geschichte verliebt in seine Wortkreationen zu sein. Nicht jede macht Sinn. Dann plötzlich nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet hatte und der ich nicht vorgreifen möchte. Am Ende entpupppt sich der Roman als eine große Liebesgeschichte. Nicht süßlich. kein herbei gezwungenes Happy End. Sondern eben ganz normal, so wie man vermutlich tausend ähnliche (Ehe-)Geschichten erzählen könnte. Nicht perfekt, aber schön.

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  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    cosima73

    cosima73

    19. June 2012 um 21:45

    "Sally findet es mit einem Mal anstrengend, wie Alfred auf ältlliche Weise im Bett sitzt, ein überzeugender Beitrag zur Trostlosigkeit dieses Zimmers [...] jetzt in den Ferien, sollte man meinen, ist es selbst für einen Mann in Alfreds Alter eine unnatürliche Sache, so viel herumzuliegen. [...] Die halbe Nacht grabschte er nach Sallys Hüften, die meiste Zeit lag er auf ihr. Sie selber wachte einige Male in Schweiss gebadet auf, so dass sie sich jetzt fragt: Was ist das? Ist es Alfred oder seelische Armut oder eine Krankheit? Sind es die Hormone oder ist es Angst?" Schon im ersten Kapitel erhält man einen Eindruck von der nun dreissigjährigen Ehe von Sally und Alfred. Er der eher schwermütige, konservative, bewahrende, sie die aktive, unzufriedene, suchende, fragende Part. Jäh aus den Ferien weggerufen wegen eines Einbruchs in ihr Haus, zeigt sich die ganze Tragweite dieser Unterschiedlichkeit. Während Alfred noch mehr in Lethargie und Selbstmitleid verfällt, widmet sich Sally Aktivismus, packt an, will wieder nach vorne gehen. Alfred trauert um den Verlust der Vergangenheit, leidet an der Zerstörung seiner Sicherheit, seiner Konstanz im ewig Gleichen, was Sally immer mehr in eine Position des Zweifels stürzt. Zweifel an Alfred, an ihrer Liebe, an ihrer Ehe. Sie sucht in dieser Phase eine Aussenbeziehung zu Eric, nicht die erste. Die Ausbrüche – von denen Alfred immer stillschweigend wusste, weswegen es verwundert, dass er dieses Mal nichts mitkriegt – scheinen ihr eine Lebendigkeit in die Statigkeit ihres Lebens zu bringen, die sie braucht. Trotzdem kommt sie immer zu Alfred zurück, sucht diese Statigkeit auch, da er wohl ihr Halt in einer sonst Haltlosen Welt ist – im Aussen wie im Innen. Dies drückt sich auch in einer Erkenntnis aus, die sie überkommt: "Spätestens damals hatte sie begriffen, dass Wohnen etwas Emotionales ist und dass sie mit ihren Gefühlen weit weniger links stand als ideologisch. Von da an hatte sie gewusst, Gefühle sind konservativ, sie verändern nicht die Welt." Und auch wenn Gefühle Dauerhaft sind, so sind sie nicht immer da, nicht immer gleich stark. Während Alfred die ganzen dreissig Jahre damit verbracht zu haben scheint, bewundernd auf Sally zu schauen, sich glücklich über jeden von ihm als schön befundenen Blick zu sein, findet Sally viele Dinge, die sie an ihrem Mann beanstandet. Sie geht mit ihren Worten nicht zimperlich um. Trotzdem weiss sie auch in lieblosen Zeiten, sie würde Alfred bald wieder lieben, so wie sie ihn am Anfang geliebt hatte und später auch immer wieder, nur jetzt nicht, da konnte sie ihm nichts vormachen. Es ist die Dauer der Ehe das hier auszeichnende, da gerade diese Dauer in einer unsteten, immer schnelleren Welt aussergewöhnlich ist. Erst da zeigen sich die Schwierigkeiten des Zusammenlebens, aber auch, was Paare zusammenhält. Es sind die kleinen Fürsorglichkeiten des Alltags, die Aufmerksamkeiten im Vorbeigehen, welche Arno Geiger sehr einfühlsam und unaufdringlich erzählt. Fazit: Ein bewegender, nachdenklich stimmender Roman über die Liebe, die Ehe, das Miteinander. Unbedingt lesenswert.

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  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    miris

    miris

    04. October 2011 um 21:14

    Arno Geiger beschreibt in ALLES ÜBER SALLY den "Zustand einer 30 jährigen Ehe". So wie es eben ist, wenn die Verliebtheit der ersten Jahre verflogen ist, die Kinder erwachsen werden und man langsam älter wird. Und trotz der Untiefen, die sich da auftun merkt man dass es Liebe ist, die Sally und Alfred verbindet.

  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    HarryF

    HarryF

    17. September 2011 um 15:11

    Sprachlich überragend - wie von Arno Geiger gewohnt - erzählt er das Leben von Sally und Alfred, einem Pärchen in den 50ern, mit all ihren Höhen und Tiefen und alltäglichen und nicht alltäglichen Problemen. Leider ist das meistens genau so interessant wie es sich anhört, wäre da nicht die überwältigende Sprachgewalt und Beobachtungsgabe von Arno Geiger wäre es ein unterdurchschnittlicher Beziehunsroman, den man nicht mal im Urlaub lesen möchte!

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  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. March 2011 um 16:21

    Nach einigen unbefriedigenden Leseerlebnissen der letzten Wochen kann ich sagen - endlich wieder ein gutes Buch. Arno Geiger ist ein Meister der Beobachtung und ein Meister der Sprache. Ich war erstaunt, wie ein 42jähriger Mann sich in die Psyche einer Ü-50jährigen Frau hineinzuversetzen vermag. Erzählt wird die Geschichte von Sally und Alfred. Es ist die Geschichte ihrer Ehe, die nicht die schlechteste ist und wie in jeder Ehe kommt es nach vielen Jahren zu einer gewissen Eintönigkeit, der beide im Verlauf zu entfliehen versuchen. Im Vordergrund steht aber Sally, die nach einem Hauseinbruch extrem genervt von Alfred ist. Denn diesen belastet dieser Einbruch in seine Intimsphäre sehr, er leidet darunter, dass sehr private Dinge mitgenommen oder zerstört wurden. Sally hat dafür kein Verständnis, auch nicht dafür, dass sich Alfred in sein Heim zurückzieht und seinen Stützstrumpf, den er wegen seiner Krampfadern trägt, so gar nicht mehr ablegen will. Sie flüchtet sich in eine Affäre mit Erik, der Mann eines befreundeten Ehepaares. Alles ist aufregend und Sally fühlt sich wieder jung, bis Nadja, Eriks Ehefrau verkündet, Erik will die Scheidung wegen einer anderen, jüngeren Russin. Sally ist verunsichert und leidet. Geiger erzählt die Geschichte vor allem aus Sallys Sicht. Aber er wechselt auch die Persepektiven - mal ganz neutral von außen und am Ende des Buches kommt Alfred zu Wort und man ist ganz erstaunt, wieviel er doch mitbekommt, während Sally ihn eigentlich für sehr naiv hält. Besonders gefallen hat mir die Sprache, der sich Arno Geiger bedient. Das Buch hat zahlreiche wundervolle Sätze von Poesie und tiefer Wahrheit, wie diese hier: "Alfred schaute auf die geschlossene Tür, und ohne es in präzise Worte kleiden zu müssen, wusste er, dass die Ehe mit Sally das einzige war, was noch die Fähigkeit besaß, seine Neugier in dieser Welt zu wecken." " 'Nur schade, dass unser Angriff auf das bürgerliche Leben kaum zehn Jahre gedauer hat', sagte sie. Es war erstaunlich, wie man mit einem einzigen Satz über so lange Zeiträume hinwegschweifen konnte. All die vielen Kleinigkeiten, die mit langen, festen Fäden verbunden waren, regten sich leise. " Den einzigen Makel, den der Roman für mich hat, war die Schilderung der jungen Beziehung, als beide in Ägypten zusammen lebten und Sally sich für immer für Alfred entschied. Für mich war dieser Part zu lang und wirkte losgelöst vom eigentlichen Thema. Diese Zeit spielt auch nicht wirklich eine Rolle für das, was später passiert. Hier hätte Geiger entweder kürzer treten können oder eine aussagekräftigere Verbindung zum Verlauf der Ehe setzen müssen. Es bleibt dennoch eine grandiose Beschreibung einer guten Ehe und was diese ausmacht, trotz der Ausbrüche, die beide haben, wissen sie doch am Ende, warum sie sich füreinander entschieden haben. Ein wirklich lesenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    dyabollo

    dyabollo

    28. September 2010 um 10:55

    Was ist das für ein Buch? Geht es darin ums älter werden? Oder um Liebe? Oder sogar über das altern der Liebe, der Ehe....das Abkühlen und wieder Aufleben von Gefühlen ?! Sicher bin ich mir nur in einem – Es ist ein Buch, das man mehrmals lesen muss um es richtig zu begreifen. Für mich, als eine junge und laut Sally „beneidenswerte“ Frau in der Blüte ihres Lebens ist es ein wenig traurig, ein wenig Angst einflößend. Keiner mag darüber nachdenken, dass unser Aussehen, unsere Jugend vergänglich ist. Sally auch nicht obwohl sie bereits über 50 ist. Sie will leben und lieben doch sie hat einen Mann der immer gebrechlicher wird sie hat Kinder – eine Familie. Doch sie will mehr oder vielleicht doch nicht?! Es ist ein Buch über die wahre Natur der Liebe. Es endet nicht mit der Heirat von Held und Heldin sondern beginnt dort und verschweigt und beschönigt nichts. Es handelt von Ehebruch, von Krisen, von Mitleid und Selbstmitleid. ..aber auch von tiefen Gefühlen. Arno Geiger schafft es etwas zu beschreiben, was zwar alle Menschen wollen aber noch bevor sie es erreichen können fliehen. Jeder will die einzig wahre Liebe finden, doch keiner ist bereit für sie durch die Hölle zu gehen. Keiner ist bereit zu akzeptieren, dass wir Menschen Mängelwesen sind und wir alle Fehler machen doch im tiefsten Innern alle dasselbe zu erreichen versuchen : LIEBE Mehr zum Buch finden Sie hier : http://www.dyabollo.blogspot.com/

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  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    maxi

    maxi

    09. June 2010 um 16:36

    Alfred und Sally sind schon reichlich lange verheiratet. Das Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Als Einbrecher ihr Vorstadthaus in Wien heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin: In einem Anfall von trotzigem Lebenshunger beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfreds bestem Freund. Und Alfred stellt sich endlich die entscheidende Frage: Was weiß ich von dieser Frau, nach dreißig gemeinsamen Jahren? Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut als ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen habe. Schon nach 50 Seiten wußte ich das ist nicht mein Buch. Ich habe sehr lange für dieses Buch gebraucht. Mich stellenweise durch gerungen weiter zu lesen. Ich bin enttäuscht von diesem Buch. Ich bin froh das ich es mir nicht gekauft habe sondern aus geliehen habe. 21,50 Euro für dieses Buch sind ja nicht ganz ohne. War einfach nicht mein Geschmack.

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  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    papalagi

    papalagi

    12. May 2010 um 10:48

    Interessant und z.T. erstaunlich, wie einem der Spiegel vorgehalten wird.
    Während der langen Ehe läuft alles einfach so normal und man vergisst, dass man sich ja mal geliebt habt, Aber am Schluss wird einem dann doch bewusst, dass man sich immer noch liebt. Wir erleben wie sich eine Liebesgeschichte wandelt.

  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    Moni

    Moni

    29. April 2010 um 22:44

    Eine wunderbare Beziehungsgeschichte. Oberflächlich betrachtet scheint die Ehe von Sally und Alfred vorerst am Ende, aber je mehr wir über die Beiden erfahren, desto besser erkennen wir, dass es sich hier um eine beneidenswerte und unerschütterliche Liebe handelt.
    Wunderbar, wie alles von Arno Geiger!

  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    yoko

    yoko

    16. April 2010 um 20:02

    Es bleibt die große Frage, ob in jedem Friedlichen eine unruhige Vergangenheit liegt. Ich kann und will sie nicht beantworten. Also überlasse ich sie weiterhin Sally und Alfred, dem Ehepaar aus Arno Geigers neuem Roman Alles über Sally wie es der Autor getan hat. Die beiden sind schon viele Jahre lang verheiratet, haben drei Kinder, Alice, Emma und Gustav, wohnen in einem Haus in der Wiener Vorstadt. Als Sally und Alfred gerade im Urlaub sind, ereilt sie plötzlich ein Anruf, dass in ihrem Haus eingebrochen worden ist. Schnell fliegen sie zurück und stehen vor einem Chaos. Sally, die stets alles im Griff hat, spuckt in die Hände, packt an, räumt auf und streicht gleich noch die einzelnen Zimmer neu, während Alfred sich vollkommen verliert durch diesen Vorfall. Das tut er sowieso sehr gern. Sally wiederum, eine Frau, die ich gern mit einer Chili vergleiche, weil so feurig, findet bei ihrem Alfred schon lange kein Feuer mehr. Dafür entdeckt sie es bei einem anderen – dem Mann eines befreundeten Pärchens. Schon zu Beginn denkt man, dass die beiden eher an eine Hauswand erinnern, deren Farbe längst verblasst ist. Und doch finden sich dort Rillen über die man lächelnd, leicht verträumt, mit der Fingerkuppe fahren möchte, weil sie einem so vertraut vorkommen. Man möchte nicht weggehen, viel lieber bleiben, sich dazu setzen und abwarten. Der Autor zeichnet das Bild einer Beziehung, der man fraglos ihre Jahre ansieht und spürt, die sich aber in seinen Schilderungen nicht in Langweile erstreckt, sondern sich wie ein Abenteur anfühlt, ja Alles über Sally liest sich tatsächlich als wäre es ein Abenteuerroman. Der Autor findet stets die richtigen Worte und noch viel mehr. Er ist ein wahrer Künstler des alltäglichen Scheiterns, in dem er den Situationen die passenden Töne verpasst und als feinfühliger Dirigent agiert. Sehr geschickt wechselt er die verschiedenen Erzählstränge, fühlt sich bestens in die jeweilige Person ein als wären alle Handlungen schon von vornherein miteinander verschweißt. Auf jeder zweiten Seite – so scheint es zumindest – stehen Wahrheiten über die Liebe und über das Leben, die einem bis dahin selbstverständlich erschienen sind, doch Arno Geiger lässt den Leser durch eine Lupe schauen, fordert ihn heraus als wäre er der Krieger und der Leser sein Untertan. Oft bleibt man folglich an seinen Sätzen und Gedanken kleben, die man nicht einfach überlesen mag, sondern stattdessen denkt, denkt und irgendwann nachdenkt. Zum Schluss schlägt man das Buch zu und ist immer noch leicht betäubt vom letzten langen Monolog Alfreds. Eine Handlung mit welcher der Leser bis dahin so nicht gerechnet hat. Das zeichnet gute Autoren aus, dass sie dem Leser nie die Oberhand überlassen, stets darauf bedacht sind, seinem Leser zu überraschen bis zum letzten Augenblick. Arno Geiger hat zurecht den 2005 den Buchpreis erhalten. Auch sein neuestes Werk ist eine qualitative hochwertige Kost, die sich dennoch gut im Alltag verputzen lässt, ohne Angst haben zu müssen, später an Verstopfung zu leiden.

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  • Rezension zu "Alles über Sally" von Arno Geiger

    Alles über Sally
    *Arienette*

    *Arienette*

    16. April 2010 um 10:47

    Sally und Alfred sind schon lange verheiratet, ihre Kinder erwachsen und mit ihrer Beziehung läuft es nicht gerade gut. Die selbstbewusste Sally ist genervt von Alfred, der zu Hypochondrie und zum Daheimbleiben neigt. Sie hat einen Liebhaber, Eric - den Ehemann ihrer Freundin. So nimmt die Geschichte ihren Verlauf, gegen Ende auch ein wenig überraschend. Die Geschichte plätschert ein wenig vor sich hin, am Ende gibt es einen Stilbruch. Manches finde ich unglaubwürdig und auch etwas zu konstruiert. Die Beziehung Sally zu Eric bleibt mir zu sehr außen vor - sie bleibt vage und wird nicht wirklich ausgeführt. Ich bin doch etwas enttäuscht von dem Roman. "Es geht uns gut" hat mir dagegen recht gut gefallen

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