Arno Geiger Alte König in seinem Exil

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Inhaltsangabe zu „Alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger

Arno Geiger hat ein tief berührendes Buch über seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimerkrankheit mit Vitalität, Witz und Klugheit beeindruckt. Die Krankheit löst langsam seine Erinnerung und seine Orientierung in der Gegenwart auf, lässt sein Leben abhandenkommen. Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. In nur scheinbar sinnlosen und oft so wunderbar poetischen Sätzen entdeckt er, dass es auch im Alter in der Person des Vaters noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Arno Geigers Buch ist lebendig, oft komisch. In seiner tief berührenden Geschichte erzählt er von einem Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden.

Einfühlsam und berührend beschreibt Arno Geiger das Leben mit der Demenz des Vaters.

— graphida
graphida

Arno Geiger schildert mit einfühlsamen Worten aus eigener Betroffenheit heraus die Demenzerkrankung seines Vaters.

— Lakritzschnecke
Lakritzschnecke

Ein berührender Bericht über eine Krankheit, die immer mehr in unsere Gesellschaft drängt.

— YvetteH
YvetteH

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  • Neben der Krankheit

    Alte König in seinem Exil
    Duffy

    Duffy

    22. March 2016 um 10:01

    Es ist immer ein Risiko, wenn man krankheitsbegleitende Bücher schreibt. Zu oft ist der selbsttherapeutische Ansatz viel zu aufdringlich und gerade die Krankheiten, unter denen viele leiden, die aber auch in ganz starkem Maße die Angehörigen mit einbinden, sind es, über die man eigentlich nicht lesen will. Doch leider wird auch hier der Markt überflutet mit Ratgebern und Selbstdarstellern.Es gibt die großen, wohltuenden Ausnahmen:Arno Geiger schreibt über seinen Vater und die Demenz, unter der er leidet. Wobei man hier auch schon über das erste Klischee stolpert, mit dem Geiger aufräumt, dass nämlich nur gelitten wird. Doch der Autor macht noch viel mehr, denn er lässt sich darauf ein, mehr zu sein als eine Betreuungskraft, als ein Rädchen im Werk der Pflegemaschine Demenz. Geiger lebt neben der Krankheit und nicht mit ihr. Dadurch kann er nicht nur seinem Vater besser zur Seite stehen, sondern selbst offen für die Einzelheiten sein, die die Krankheit den beiden, Vater und Sohn, in ihrer "neuen" Beziehung zur Verfügung stellt. Erinnerungen an die Kindheit werden geweckt und trotz der Erinnerungslöcher des Vaters gelingt es dem Sohn, Dinge neu zu bewerten und seinen Vater so kennenzulernen, wie er schon immer war, bloß nicht immer wahrgenommen wurde. Davon profitieren beide.Dass Sätze von ausgesprochener Schönheit und wohltuender Weisheit dabei ein Nebenprodukt sind, macht die Art dieser Beziehung noch lebendiger. Geiger erzählt nachdenklich und sensibel, doch immer bleibt er dabei positiv, je weiter die Krankheit voranschreitet, desto mehr Essenz ergibt sich aus dem Zusammenwirken der beiden Männer. Vom Vater gelebt und vom Sohn verstanden und ausgesprochen.Ein schönes, ein gerades Buch, nichts ist überflüssig, alles gehört irgendwie zusammen in einer selbstständig erschaffenen Harmonie.Ja, das sind die Bücher, die im Gedächtnis bleiben und auf die man gerne zurückgreift, wenn man selbst davon betroffen wird, wie auch immer.

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  • Wie man seine Mitmenschen noch einmal kennenlernt

    Alte König in seinem Exil
    YvetteH

    YvetteH

    Inhalt/ Klappentext: Arno Geiger hat ein äußerst berührendes Buch über seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimerkrankheit mit Vitalität und Klugheit beeindruckt. Im Alltag ist der Vater oft hellwach, aber seine Vergangenheit, sein Haus und seine Kinder hat er vergessen. Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. Er entdeckt, dass es auch mit der Krankheit bei seinem Vater noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Ein lebendiges, oft komisches Buch, das von einem Leben erzählt, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. Zum Buch: Arno Geiger beschreibt auf eine einfühlsame und sehr liebevolle Art den Verlauf der Krankheit seines Vaters und rollt dabei noch einmal dessen Lebensgeschichte auf. Er beschreibt, wie er seinen Vater neu kennenlernt, aber auch seine Familie selbst erscheint in einem neuen Licht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es nicht mit 0815-Vorschlägen aufwartet, sondern zeigt, dass jeder Betroffene anders ist und anders reagiert. Da ich selbst Angehörige eines Demenzkranken bin hat mich das Buch berührt und fasziniert und den Blick für manches geöffnet. Außerdem lässt es mich einige Dinge in der Familie besser verstehen. Mein Fazit: Dies ist ein Buch, dass besonders Betroffenen, aber auch allen Anderen die Augen öffnen und für Verstehen sorgen kann im täglichen Umgang mit Demenzkranken. Ich danke für diesen wundervollen Ratgeber und vergebe 5 Sterne

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  • Berührend

    Alte König in seinem Exil
    rumble-bee

    rumble-bee

    10. November 2013 um 12:23

    Ich habe dieses Buch teils aus persönlichem und teils aus beruflichem Interesse gelesen. Ich hatte schon viel von diesem Buch gehört - und schließlich bin ich selbst in der Altenpflege tätig, habe jeden Tag mit demenziell veränderten Menschen zu tun. Auch hatte mir die Leseprobe gut gefallen. Nun - die volle Punktzahl gibt es von mir dennoch nicht. Dafür ist mir die Schreibweise einfach zu sprunghaft, nicht stringent genug. Besonders am Ende liest es sich eher wie Zettelkasten voller Notizen. Andererseits - habe ich überhaupt das Recht, einem Autor vorzuschreiben, wie er die Alzheimer-Erkrankung seines Vaters empfindet? Das mag durchaus jeder Leser anders beurteilen. Ich sage ja nur - "als Buch" hätte das Werk besser sein können. Gute Seiten hat das Buch dennoch, und nicht zu knapp! Sehr eindringlich geschildert finde ich, wie lange man eine solche Erkrankung verleugnen kann, wie sehr man einen Erkrankten falsch verstehen kann. Absolut zutreffend, sehr plastisch: was ein Dementer alles anstellen kann, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Toll auch: die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Krankheit. Manche Schwester und Betreuerin hatte da ihre ganz eigenen Ansätze. Aber am meisten verblüfft hat mich die Fähigkeit des Autors, die Welt seines Vaters "von innen heraus" erklärbar zu machen. Obwohl er keinerlei medizinische Vorbildung hat! Seine "Begründung", wie und warum ein Alzheimer-Patient sich so verhält, hat mich sehr berührt. Das deckt sich zu 100 % mit meinen Erfahrungen. Ich würde das Buch in erster Linie Betroffenen empfehlen. Denn es zeigt deutlich, dass es normal ist, unsicher zu sein und Fehler im Umgang mit dem erkrankten Angehörigen zu machen. Es macht Mut, und zeigt Wege auf. Und es zeigt vor allem, dass auch ein solcher Mensch eben noch ein Mensch ist. Als reines Sachbuch ist es wohl eher für Pflegekräfte geeignet.

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