Arno Geiger Anna nicht vergessen

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Inhaltsangabe zu „Anna nicht vergessen“ von Arno Geiger

Arno Geiger wird mit dem Friedrich Hölderlin-Preis 2011 ausgezeichnet. Aus der Jury-Begründung: "Der Friedrich Hölderlin-Preis 2011 der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe (Stiftung Cläre Jannsen) wird verliehen an Arno Geiger für sein bisheriges literarisches Werk, zumal für jene Bücher, die seit 2005 entstanden und erschienen sind. In jenem Jahr mit der Fördergabe zum Hölderlin-Preis ausgezeichnet, hat Arno Geiger in der Folge mit den Romanen ‚Es geht uns gut’ und ‚Alles über Sally’, mit dem Erzählband ‚Anna nicht vergessen’ und dem in diesem Frühjahr publizierten Vater-Bericht ‚Der alte König in seinem Exil’ höchst eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er in die erste Erzähler-Reihe unserer Gegenwartsliteratur gehört. Er ist überdies der erste Autor in der Geschichte des Preises, den wir ein zweites Mal ehren dürfen und wollen." Das Buch "Anna nicht vergessen":Lukas nimmt Abschied von Berlin. Dort ist einiges schiefgelaufen, und so verbringt er die letzte Nacht vor der Rückkehr nach Wien auf der Gästecouch einer todmüden Kellnerin. Am Morgen ist sie nicht wach zu kriegen, drüben in ihrem Hochbett. Doch als der Klempner klingelt, findet der junge Mann plötzlich einen Zuhörer, dem er sein Leben neu erzählen kann, mit einer großen glücklichen Liebe. Mit viel Einfühlungsvermögen, sprachlich brillant und immer wieder mit großer Komik erzählt Arno Geiger von der Suche nach dem Glück, der Liebe und dem Scheitern. Special zum Buch:Arno Geiger im Gespräch - ein Podcast in 12 Teilen

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  • Anna nicht vergessen - Arno Geiger

    Anna nicht vergessen

    lesefreude_book

    19. June 2013 um 20:31

    Als großer Fan von Arno Geiger habe ich mich sehr gefreut, als ich dieses Buch zufällig auf einem Flohmarkt entdeckt habe. Nun wollte ich das schöne Wetter nutzen und neben dem Brutzeln in der Sonne das Buch verschlingen. Aber leider kam dann alles anderes... Bei „Anna nicht vergessen“ handelt es sich um 12 Kurzgeschichten. Die Erste, die nach dem Buch benannte ist und von der Alleinerziehenden Mutter Ella und ihrer schwierigen Tochter Anna handelt, ist wie man es von Geiger gewohnt ist. Gekonnt setzt er die Worte ein, so dass jedes auf der Zunge zergeht und es ein wahrere Genuss ist die Geschichte zu lesen. Danach lässt das Buch allerdings sehr stark nach. Ich habe jede der Geschichten angelesen, aber nicht fertig gelesen. So findet man in „Das Gedächtnisprotokoll“ eine bloße Aufzählung aller Dinge, die bei einem Brand verloren wurden. Was daran lesenswert oder literarisch wertvoll ist, hat sich mir leider nicht erschlossen. Die restlichen Geschichten sind sehr trostlos und handeln allesamt von traurigen, unzufrieden Menschen. Die Erzählungen sind bedrückend und hinterlassen bei dem Leser eine depressive Stimmung. Diese stammt vermutlich nicht zu Letzt aus der Unzufriedenheit seine Zeit mit so einem Buch zu vertrödeln, wo es doch eine Fülle an großartigen Büchern am Markt gibt. Zu Arno Geigers Verteidigung kann ich vorbringen, dass es leider selten bis nie vorkommt, dass mich ein Autor mit Erzählungen oder Kurzgeschichten in den Bann ziehen kann. So wünschenswert es manchmal wäre nach einem anstrengend Tag ein Buch mit kurzen Geschichten zur Hand zu haben, aus dem man noch schnell eine vor dem Einschlafen lesen kann, gibt es leider viel zu selten welche die es wert sind gelesen zu werden. Fazit: Mit „Anna nicht vergessen“ ist Arno Geiger ein mächtiger Ausrutscher passiert. Ich werde sicher auch in Zukunft zu seinen Büchern greifen, von diesem kann ich aber nur abraten. Für Tipps bezüglich guter, lesenswerter Kurzgeschichten bin ich sehr dankbar!

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  • Rezension zu "Anna nicht vergessen" von Arno Geiger

    Anna nicht vergessen

    Marlischen

    09. July 2010 um 11:07

    Alltag. Aber nicht alltäglich. Einsamkeit. Verzweiflung. Glück. All dies ist in Arno Geigers Kurzgeschichtensammlung zu finden. Geiger hat dieses besondere Talent mit einer einfachen, klaren Sprache komplexe und zu tiefst bewegende Themen anzusprechen. Die Geschichten stammen allesamt aus dem täglichen Leben. Die Protagonisten könnten wir sein - jeder von uns. Eine gescheiterte Liebe, ein Exfreund, der uns nicht in Ruhe lässt, ein Mann, der nach dem Tod seiner Frau die Einsamkeit nicht erträgt, eine Frau, die keine Beziehung zu ihrer Tochter aufbauen kann. Ja - das könnten wir sein. Ich vergebe hier für "Anna nicht vergessen" drei Sterne - manche Geschichten ("Abschied von Berlin", "Der Untermieter", "Es rührt sich nichts" oder die Titelgeschichte "Anna nicht vergessen") habe ich in mich aufgesogen. Ich mochte die Inhalte und die thematische Aufbereitung. Andere Geschichten wie z.w. "Samstagshunde" haben mir wiederum gar nicht gefallen, waren für mich langwierig zu lesen. Alles in allem, ein einzigartiger Literat, dieser Herr Geiger.

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  • Rezension zu "Anna nicht vergessen" von Arno Geiger

    Anna nicht vergessen

    Wolkenatlas

    01. September 2008 um 11:57

    "Anna nicht vergessen", eine Sammlung mit 12 Erzählungen von Arno Geiger ist ein wunderbares Buch. Einige der Erzählungen sind wirklich grandios, dass da nicht alle Erzählungen auf dem selben Niveau sind, ist nicht überraschend und auch keine Trübung der Qualität der Sammlung. Die stärksten Momente hat Arno Geiger in den Erzählungen, die einen eher herkömmlichen Erzählstil haben, da stimmt dann einfach alles: Form, Dichte, Ziel und Aussage. Schon die erste Erzählung, "Anna nicht vergessen" ist, so knapp und präzise erzählt, beklemmend in ihrer Art des emotionellen Understatements, dass man erst mal tief durchatmen muss, verdauen muss; um sie dann gleich noch einmal zu lesen. Die (3) eher experimentellen Erzählungen (wie die, in der eine Frau Tonbänder bespricht, um sie einem Mann zu schicken, der in Australien ist und scheinbar froh ist, nicht in Wien zu sein...oder die, in der Udo Proksch u.a. auf Bücher ballert) sind sehr interessant, jedoch trafen sie mich nicht so, wie die anderen. Einzig die Erzählung, in der die Geschichte eines (abgebrannten) Hauses (bzw. die Geschichte der Inhaber dieses Hauses) in Form der Auflistung der verbrannten Gegenstände erzählt wird, ist meiner Meinung nach ein misslungenes (originelles) Experiment, das jedoch zwischen so großartigen Erzählungen keine, oder nur wenig Chancen hat. Arno Geigers Protagonisten sind Menschen unserer Zeit, die mit Problemen der Nähe zu anderen Menschen (bzw. dem Fehlen dieser Nähe) zu kämpfen haben, viele Fragen werden gestellt; zu Liebe, Treue, Eifersucht, Verlust- die großen Themen der Literatur und des Lebens. Fazit: ein wirklich großes Buch der kleinen Formen, großartig !

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  • Rezension zu "Anna nicht vergessen" von Arno Geiger

    Anna nicht vergessen

    giulianna

    07. January 2008 um 19:46

    Der erste Teil gefiel mir gut.

  • Rezension zu "Anna nicht vergessen" von Arno Geiger

    Anna nicht vergessen

    Moni

    25. December 2007 um 21:43

    12 Erzählungen in 3 Gruppen, über Beziehungsunglück und Einsamkeit, die Betroffenheit hinterlassen. Vielleicht weil uns bewusst gemacht wird, wie nahe wir uns selber hin und wieder an einem dieser Abgründe bewegen. Arno Geigers Gespür für die Nöte seine Mitmenschen ist unvergleichlich und für uns Leser grausam, weil es uns aus unserer bequemen Lethargie aufweckt. TAGE//Anna nicht vergessen/Eine attraktive junge Mutter, die von Berufs wegen im Auftrag misstrauischer Ehefrauen die Treue der Ehemänner testet und gleichzeitig mit unlösbaren Problemen in der Beziehung zu ihrer sechsjährigen Tochter konfrontiert ist. Abschied von Berlin/Ein junger Mann, gescheitert, an seinem letzten Tag in Berlin, bevor er zurückkehrt in seine Heimatstadt Wien, um wieder von vorne anzufangen. Der Untermieter/Eine einsame Frau, die sich in Gedanken an ihren "treulosen" Untermieter klammert, während ihrer Katze ein Tumor entfernt wird. Samstagshunde/Trostloser Minutensex vor dem Hintergrund der Wiener Innenpolitik bzw. der Seitenblickegesellschaft der 80er Jahre. JAHRE//Also, das wär's so ziemlich/Eine Frau, die nicht loslassen kann und Tonbandprotokolle an ihren geflohenen Angebeteten in Australien schickt. Es rührt sich nichts/Ein neurotischer junger Mann, der seine jeweilige Partnerin mit Kontrollanrufen terrorisiert. Neuigkeiten aus Hokkaido/Auch hier spürbare Beziehungskälte. Das Gedächtnisprotokoll/Die Auflistung (für die Versicherung) der verloren Einrichtungsgegenstände und Besitztümer aus der abgebrannten Villa in einem Wiener Nobelbezirk, die die Kälte ihrer Bewohner widerspiegelt. LEBEN//Feindesland/Häusliches Unglück. Erschreckend nachvollziehbar. Koffer mit Inhalt/Pensionierter Bahnbeamter, unfähig glücklich zu leben. Natürliche Schwankungserscheinung/Magistratsbeamtin, für Schneeräumung zuständig, derzeit aus Schneemangel zur Untätigkeit verurteilt, wird erwischt beim Versuch eine Schneekugel zu stehlen und sucht (vergeblich) privates Glück. Doppelte Buchführung/Vater-Sohn Beziehung erzählt aus der Notaufnahme, während um das Leben eines 12-jährigen gerungen wird. Bei dieser letzten Geschichte kommt ansatzweise ein wenig Hoffnung auf.

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  • Rezension zu "Anna nicht vergessen" von Arno Geiger

    Anna nicht vergessen

    leserin

    18. November 2007 um 10:39

    ich hab es mir besser vorgestellt

  • Rezension zu "Anna nicht vergessen" von Arno Geiger

    Anna nicht vergessen

    Antigone

    03. October 2007 um 14:11

    Kurzgeschichten über Menschen unserer Zeit. Über ihre Liebe, ihre Beziehungen, ihre Träume, ihre Ängste und ihre Nöte. Ein Sammelsurium von unterschiedlichen Charateren und Schreibstilen. Besonders gefallen hat mir die Kurzgeschichte "Abschied von Berlin". Bei Lukas geht alles schief. So verläuft auch sein letzter Abend in Berlin. Seine Freundin verläßt ihn, er verbringt seine letzte Nacht auf der Gästecouch einer todmüden Kellerin und am Morgen bekommt er sie nicht wach. Da klingelt der Klempner. In ihm findet Lukas einen aufmerksamen Zuhörer, dem er ein ganz anderes Leben als das seine erzählt. Eben das Leben, das er sich wünschen würde. Erfolg in Beruf und in der Liebe. Die Geschichte wird deshalb lustig und lebendig, weil der Leser ja genau weiß, dass dieses Leben nur der Wunschvorstellung von Lukas entspricht.

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