Arno Geiger Selbstporträt mit Flusspferd

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Inhaltsangabe zu „Selbstporträt mit Flusspferd“ von Arno Geiger

Im Wartesaal des Erwachsenwerdens

Arno Geiger erzählt von Julian, der seine erste Trennung erlebt und erstaunt ist, wie viel Unordnung dabei entsteht. Um die Unordnung ein wenig zu lindern, übernimmt der Student bei Professor Beham die Pflege eines Zwergflusspferds, das bald den Rhythmus des Sommers bestimmt: Es isst, gähnt, taucht und stinkt. Überraschend verliebt sich Julian in Aiko, die Tochter des Professors, beunruhigt aber verfolgt er, wie täglich neue Katastrophen aus der Welt berichtet werden.
Was wird aus seinem Leben werden? Was, wenn dieser schöne Sommer vorbei ist? Ein Roman über die Suche nach einem Platz in der Welt.

Ein sehr ruhiger aber tiefgehender Roman über die Welt eines 22-jährigen, irgendwie besonders, schlicht und schön geschrieben...

— fynna

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  • Ein super Buch, das beim Lesen überzeugt

    Selbstporträt mit Flusspferd

    Minje

    01. February 2018 um 13:08

    "Selbstportrait mit Flusspferd" von Arno Geiger erschien 2015 im Carl Hanser Verlag.InhaltJulian trennt sich von Judith und ist danach unglücklich.MeinungCoverDas Original Cover aus dem Hanser Verlag (komplett grün) hat bewirkt, das ich kein Interesse hatte an dem Buch. Doch es wurde mir empfohlen, also nahm ich es mit nach Hause. Und rührte es nicht an. An dieser Stelle muss man ganz klar sagen, dass der dtv Verlag es besser gemacht hat. So sieht es schon viel schöner aus...StilEs muss nicht immer viel passieren in einem Buch, es muss nicht immer viel Action sein. Das Entscheidende in diesem Buch ist, dass Julian sich innerlich verändert, dass er Abstand gewinnt zu Judith. Das er eine neue Frau kennenlernt. Und stetig pflegt er das Flusspferd. CharaktereEtwas schwer tu ich mich mit Aiko. Anfangs fällt es angenehm auf, dass sie locker ist. Aber sie ist mir "zu locker". Besonders deutlich wird dies in Kap 18, in dem Aiko und Julian über Aikos Schwangerschaft reden.Tibor ist der Freund von Julian- ein interessantes gegensätzliches Freundespaar. FazitEin tolles Buch, da es in die Tiefe geht.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2018

    Bücher sind treu

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2018 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Da sich ja einige gewünscht haben, dass die Challenge auch in 2018 weiter geht, habe ich einen neuen Beitrag dazu erstellt. Die Regeln sollen so einfach wie möglich bleiben - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Die Sammelbeiträge werden ich dann hier im Startbeitrag verlinken, damit nicht jeder lange nach seinem Beitrag suchen muss. Jeder kann seinen Beitrag so gestalten wie er möchte, wichtig wäre nur am Anfang des Beitrages die Gesamtpunktzahl. Ich werde keine monatliche Auswertung der Punkte machen. Es wird dann Anfang 2019 wenn die Challenge vorbei ist eine Übersicht der Punkte geben. Eventuell werde ich auch schon mal eine nach einem halben Jahr machen, aber da möchte ich mich heute noch nicht festlegen. Wer seinen Punktestand zwischendurch wissen will, kann ja die Sammelbeiträge der anderen durchgehen und sieht wo er ungefähr steht.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2018 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2017 angefangen erst in 2018 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus (Achtung - die Seitenzahl hat sich geändert und es gibt eine Extra-Regel, damit man auch mal die dicken Wälzer zur Hand nimmt):  Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2018 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 300 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 500 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was über 800 Seiten hat, gibt es doppelte Punkte. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbücher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2018-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 10 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer:GrOtEsQuEArachn0phobiACode-between-lineshannipalannilisamnatti_ Lesemauskarinasophiejenvo82BuchgespenstFrau-AragornBuchperlenblogKymLucajala68BeustSomayatlowJanina84Frenx51KerdieChattysBuecherblogBellis-PerennisAkanthaWuschelMeeko81niknakkattiiIcemariposaTodHunterMoonglanzenteKleine1984MissB_schokoloko29Salander007LadySamira091062YolandejanakaHortensia13PMelittaMSomeBodyRitjaonce-upon-a-timepaevalillCurly84ReadingEmicarathisKuhni77FadenchaosSchluesselblumeeilatan123Steffi_Leyerermiau0815BettinaForstingerlinda2271lSutchyLarii-Mausierazer68nordfrauQueenSizeSommerkindtlieblingslebenStefanieFreigerichtdarkshadowrosessecretworldofbooksEnysBooksEcochipinucchiaSandkuchenmistellorNannidelVeritas666papaverorosso

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  • Geiger schafft mit seinen Worten eine ganz eigene Atmosphäre

    Selbstporträt mit Flusspferd

    Hunderttausendbuecher

    05. May 2017 um 14:20

    Zugegeben lag das Buch nach meinem Spontankauf erstmal mehrere Wochen auf meinem Bücherstapel und als es dann endlich an der Reihe war, hatte ich den, um ehrlich zu sein nicht sehr viel verratenden Klappentext schon längst vergessen. Ich habe nochmal einen kurzen Blick auf den mysteriösen Titel und das gelbe Flusspferd geworfen, dann habe ich auch schon zu lesen begonnen. Die ersten Kapitel habe ich mit Interesse aufgenommen, denn ich hatte vom Cover her etwas anderes erwartet. Es ist eines dieser Bücher, bei dem nicht groß die gesamte Vorgeschichte aufgerollt wird und die Charaktere in einem Aufwisch vorgestellt werden. Die Geschichte um Julian beginnt langsam und so wie er sich selbst ein bisschen verloren in der Welt fühlt, habe auch ich mich, zusammen mit ihm, ein wenig orientierungslos gefühlt. Jedoch schon nach ein paar weiteren Seiten habe ich mich mit dem Protagonisten angefreundet und ich habe mit Interesse seine Gedankengänge verfolgt. Denn das ist ein großer Bestandteil dieses Buchs. Die Geschehnisse rücken eher in den Hintergrund und Julians Gefühls- und Gedankenwelt stehen im Vordergrund. Oft benutzt Geiger indirekte Reden und lässt den Leser die Welt durch Julians Augen sehen. Das habe ich an diesem Buch wirklich sehr genossen, denn auch wenn sich die Ereignisse nicht überschlagen haben, war ich immer gespannt darauf, wie Julian sein Leben im Umgang mit anderen, aber vorranging mit sich selbst meistert. Obwohl die Liebesgeschichte (auf dem von mir nicht gelesenen) Klappentext angedeutet wird, habe ich diese bis sie tatsächlich schwarz auf weiß vor mir stand, nicht kommen sehen. Ich glaube das liegt zum Teil daran, dass auch Julian nicht gleich mitbekommen hat, was Sache ist. Im weiteren Verlauf des Buches nimmt die Beziehung zwischen Julian und Aiko zwar einen größeren Platz ein, jedoch war für mich immer klar, dass dieses Buch keine Liebesgeschichte ist und auch keine sein soll. Es geht viel mehr um Julians Konflikte mit sich selbst und der Welt. Mit seinen 22 Jahren fühlt er sich zwar schon erwachsen, hat aber noch nicht so recht seinen Platz gefunden und genau darauf würde ich das Thema dieses Buches herunterbrennen. Was das Buch mit mir gemacht hat: Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst Student bin, aber ich habe mich über das ganze Buch hinweg immer wieder selbst in Julian gefunden. Seine Probleme und Ansichten haben mich oft länger zum Nachdenken gebracht, sodass ich auch während ich nicht gelesen habe, an das Buch denken musste. Ich glaube, jeder hat schon mal in seinem Leben eine gewisse Ziellosigkeit gefühlt und sich gefragt wo man hingehört, was man eigentlich mit seinem Leben macht und was die Zukunft bringen soll. Gerade am Ende von einem Lebensabschnitt (in Julians Fall seine Trennung von Judith) kommen solche Gefühle häufiger zum Vorschein und Geiger hat es wirklich immer wieder geschafft die Sache auf den Punkt zu bringen und mir Stoff zum Nachdenken zu geben. Für mich ist ein Buch dann ein gutes Buch, wenn es der Autor schafft mit seinen Worten eine eigene Welt zu schaffen, wenn mich eine komplett andere Umgebung umhüllt. Geiger hat das in diesem Buch wirklich gut hinbekommen. Obwohl es gerade so verregnet ist, konnte in mir dieses Sommergefühl aufkommen, das voller grenzenloser Möglichkeiten, aber auch der etwas erdrückenden Freiheit steckt. Während das Buch vorangeschritten ist, hat auch der Sommer sich seinem Ende zugeneigt und das konnte man auch deutlich während des Lesens spüren. Bemerkung am Rande: Ich habe nicht nur einen Faible für österreichische Literatur, sondern besonders für Bücher die in Wien spielen. In diesem Buch wurden immer wieder Straßennamen erwähnt oder die Charaktere haben Floskeln verwendet, die typisch wienerisch waren und auch wenn es für die Geschichte nicht wirklich wichtig war, habe ich mich jedes Mal wieder über diese Kleinigkeiten gefreut. Fazit: „Selbstporträt mit Flusspferden“ hat mir sehr gut gefallen, besonders weil der Autor es geschafft hat mich in die richtige Stimmung hineinzuversetzen. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der nicht unbedingt große Geschehnisse in eine Buch sucht, sondern sich gerne in einen Protagonisten hineinfühlen will um sich (nochmal) mit ihm auf die Suche nach dem Erwachsensein zu begeben. Meine Rezensionen erscheinen auch auf: www.hunderttausendbuecher.wordpress.com

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  • Über die Sinn- und Identitätsfragen am Beginn eines Erwachsenenlebens

    Selbstporträt mit Flusspferd

    WinfriedStanzick

    05. November 2016 um 10:09

    Der neue, lange erwartete Roman von Arno Geiger, der nun im Taschenbuch bei DTV vorliegt erzählt von einem jungen Mann, der sein Sohn sein könnte. Hatte Geiger sich in seinem 2011 erschienenen Buch „Der alte König in seinem Exil“ noch mit seinem alten Vater und dessen Demenz, mit der Hinfälligkeit am Ende des Lebens und mit dem Sterben und dem Tod beschäftigt, geht es in „Selbstporträt mit Flusspferd“ um die Sinn- und Identitätsfragen am Beginn eines Erwachsenenlebens, ja, um das Erwachsenwerden insgesamt.Denn obwohl in unserem Land kaum eine Generation vorher so behütet und mit so viel Bildungsangeboten aufgewachsen ist, wie die der heute 20-30 Jährigen, tun sich viele junge Menschen schwer, ihren Platz zu finden in Beruf und Gesellschaft. Von der Gründung einer Familie und der Weitergabe ihres Potentials an eigene Kinder einmal ganz abgesehen. Allein in meiner direkten Nachbarschaft und Bekanntschaft in unserer kleinen Stadt kenne ich etwa ein halbes Dutzend junge Menschen, Frauen und Männer, alle im Alter des Geiger`schen Protagonisten Julian, die zum Teil schon seit zwei Jahren nach abgeschlossenem und erfolgreichem Abitur oder Berufsausbildung immer noch „chillen“. Das heißt, sie nehmen weder ein Studium noch eine regelmäßige Arbeit auf, leben nach wie vor zu Hause bei den Eltern, bzw. beim Vater oder der Mutter und lassen sich weiter von ihnen alimentieren. Wenn sie nach den Gründen für diese „Auszeit“, wie sie das nennen, gefragt werden, geben sie an, noch nichts Passendes gefunden zu haben, sich noch orientieren zu wollen, oder auch ganz ehrlich, sie hätten keinen Bock auf so einen Lebensentwurf wie ihre Eltern, mit Arbeit, Anstrengung und auch gelegentlichem Verzicht.  Sie wollten ihr Leben genießen.Julian denkt an einer Stelle gegen Ende von „Selbstporträt mit Flusspferd“ über diese Fragen an der schwierigen Schwelle zwischen Jugend und Erwachsenen nach:  „Gehe ich nach rechts oder links? Wird eine stabile Persönlichkeit aus mir oder ein Niemand, der nichts auf die Reihe kriegt? Finde ich meinen Platz oder gehe ich unter?“Warum haben sich meine Eltern oder etwa meine Schwiegermutter in diesem Alter solche Fragen nie gestellt? Warum hat diese gegenwärtige Generation, jedenfalls viele unter ihnen, solchew Probleme, in der Welt eine eigenen Platz zu finden? Das fragt sich auch Arno Geiger, der seinen Julian an einer Stelle sagen lässt: „Ich hatte Angst, dass mein Leben im Sand verlief. Ich hatte Angst, dass alles sinnlos war. Ich wusste, was mir fehlte, war ein Mensch.“Das Buch spielt im Sommer 2004 in Wien und erzählt, wie der 22-jährige Student der Tiermedizin Julian nach dem Scheitern seiner Beziehung mit Judith und seinem Rauswurf aus deren Wohnung durch die Hilfe seines Freundes Tibor einen Sommerjob und eine damit verbundene Unterkunft findet. Der an Krebs erkrankte emeritierte Professor Beham, der im Rollstuhl sitzt, hat einem Zwergflusspferd eine vorübergehende Heimat gegeben, und die Aufgabe von Julian ist es, sich um dieses Tier zu kümmern.Mit im Haus ist über den Sommer die Tochter des Professors, Aiko, die aus Paris nach Hause gekommen ist. Diese Frau, zu der sich Julian hingezogen fühlt, ist mindestens so ungewöhnlich und eigenwillig wie ihr Name. Langsam nehmen sie miteinander eine Beziehung auf, die Geiger seinen Ich-Erzähler in alle Schattierungen beschreiben lässt. Doch die beiden leben auch in einer Welt, in der einiges passiert. In Athen finden die Olympischen Spiele statt, in Beslan sterben bei einem Attentat hunderte von Kindern.Doch anders als vielleicht zu früheren Zeiten, von denen so mancher klassischer Bildungsroman berichtet, kann Julian seine Erfahrung der Welt nicht verarbeiten und integrieren. Sie wirkt auf ihn nur extrem verstörend. Zwischen seinen Zweifeln an sich selbst und den barbarischen Bildern im Fernsehen kann er keine sinnvolle Verbindung finden.Geigers Roman liest sich leicht, doch er wirkt tief. Denn das, was Julian 2004 so irritiert, was seine Zukunft in einen undurchsichtigen Nebel hüllt, das ist für viele junge Menschen im Jahr 2014, als er das Buch schrieb, noch viel drängender geworden.Das Hängen zwischen den Zeiten und Identitäten, die Lethargie, die dennoch keine Ruhe kennt, ist für nicht wenige zwischen 20 und 30 ein großes Problem. Es ist ein Phänomen, von dessen Wahrheit man nicht loskommt, und die einen das angebliche „Chillen“ vielleicht noch einmal in einem anderen Licht betrachten lässt.Ich habe daraus gelernt, dass unsere Kinder, die erst in einem oder zwei Jahrzehnten in dieses Alter kommen (was wird dann sein, wie wird die Welt, wie wird unser Land dann aussehen? – niemand weiß das wirklich) uns Erwachsene brauchen, als Vorbilder, als Menschen, die sich selbst diesen schwierigen Fragen stellen und ab einem bestimmten Alter mit ihnen darüber ins Gespräch kommen. Wir dürfen sie nicht im Netz allein lassen, sondern können ihnen zeigen, dass auch wir um Orientierung ringen. Erziehung zur Selbständigkeit, frühe Übernahme von Verantwortung, Verzicht auf Helikopterelternschaft, die ja nur ein Ausdruck ist der Angst der Eltern davor, dass es ihren Kindern irgendwann so geht wie Julian, und viel, viel Zuwendung und Zeit. Das ist meine bescheidene Hoffnung. Das, woran ich mich festhalte und orientiere. Ob das hilft, weiß ich auch nicht.

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    • 2
  • Philosophieren über den Sinn und den Weg des Lebens

    Selbstporträt mit Flusspferd

    LeonoraVonToffiefee

    Julian trifft eines Tages zufällig auf seine Jugendliebe Judith. Er erinnert sich an die Trennung und das Gefühl 22 zu sein: Eigentlich wollte er sich von Judith trennen, ist schon länger unglücklich mit ihr, doch als es schließlich vorbei ist, kann er mit der Trennung nicht umgehen. Er fühlt sich einsam und weiß wenig mit sich anzufangen, als hätte er seinen Platz in der Welt verloren. Weil er nichts Besseres zu tun hat und das Geld gebrauchen kann, übernimmt er für ein paar Wochen den Job seines Freundes Tibor, der sich um ein Zwergflusspferd kümmert. Also fährt Julian jeden Tag zu dem dahinscheidenden Professor, um sein Zwergflusspferd zu füttern und zu pflegen und verliebt sich nebenbei in die störrische Aiko. Das Buch behandelt die alltäglichen Fragen des Lebens: Wer bin ich und was mache ich auf dieser Welt, was soll aus mir werden und wie kann ich glücklich sein? Der Protagonist ist diesbezüglich ziemlich ratlos und verzweifelt, weil sein Leben Wendungen nimmt, die sich scheinbar seiner Kontrolle entziehen. Er versucht eine Antwort zu finden, doch er muss sich eingestehen, dass diese nicht einfach offen auf der Straße liegen und er seinen Weg selbst finden muss. Dabei verstrickt er sich in tiefe philosophische Gedanken und Gespräche mit sich selbst. Natürlich spielt auch die Liebe, das grundsätzlichste aller menschlichen Gefühle, eine Rolle. Doch leider bleibt Julian ein schwer greifbarer Charakter. Man lernt ihn zwar relativ gut kenne, zumal er die Geschichte selbst erzählt, aber am Ende hatte man trotzdem kein eindeutiges Bild von ihm. Das kann auch daran liegen, dass er sich selbst häufig nicht versteht und sich selbst ein Rätsel bleibt. Verständlich, doch leider macht ihn das auch nicht sonderlich umgänglich und sympathisch. Auch die anderen Charaktere haben mich nicht sonderlich überzeugt: Judith verhält sich unfair und hinterhältig Julian gegenüber und ist eher ein Anticharakter, Tibor ist ein regelrechtes Arschloch, der Professor mürrisch und verbohrt, Nicki eine Zicke und Aiko kalt und abweisend. Sie war am schwersten zu verstehen und greifen. Ihre Handlungen sind nur schwer nachzuvollziehen und auch sie verhält sich Julian gegenüber unfair. Keine der Personen sind wirkliche Sympathieträger, auch wenn man sich vielleicht doch mit ihnen identifizieren kann, denn sie sind alle menschlich. Genau so verhalten sich die Menschen auch in der Wirklichkeit – unfair, egoistisch und abweisend; sie sind ratlos und ständig auf der Suche nach etwas, was sie nicht finden können. Wie bereits erwähnt, philosophiert Julian häufig über sich und sein Leben. Teilweise sind diese Passagen ganz interessant und anregend, doch oft ziehen sie sich auch ohne dass sich deren Sinn dem Leser erschließt. Dadurch wirken diese Monologe zäh und wiederholend, denn weiter bringen ihn diese Gespräche mit seiner inneren Stimme nicht. Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch das Zwergflusspferd: für Julian ist es etwas Besonders und schwer greifbares, beinahe schon mystisch. Immer wieder ist er beeindruckt von ihm und philosophiert über dieses massige Wesen. Auch das kann unterhaltsam sein, da es schon auch skurril ist, ein Flusspferd im Garten stehen zu haben. Aber auch das bringt wenig unterhaltungswert in die Geschichte. Die Handlung insgesamt ist relativ begrenzt und eher zäh und steif. Man hat stellenweise das Gefühl, das nichts passiert und alles an einen Punkt stehen geblieben ist und wenn überhaupt nur öde dahin trottet. Über dem ganzen Buch liegt eine erdrückende und schwere Atmosphäre: man hat das Gefühl, alles wird von dem heißen Sommer und der schweren Luft niedergedrückt, nichts und niemand kann sich bewegen. Alles ist steif und statisch. Hinzu kommt auch noch ein etwas altmodischer und starrer Schreibstil, der diese Atmosphäre noch verstärkt. Zusammenfassend muss man sagen, dass das Buch zwar sehr realistisch ist und die Probleme eines jungen Mannes gut charakterisiert, aber eben genau damit nicht überzeugen kann. Das Buch mag zwar der Wahrheit entsprechen können, aber genau diese Wahrheit bietet wenig unterhaltungswert. Mir persönlich hat das Buch nicht gefallen. Ich mochte keinen der Charaktere wirklich und musste mich stellenweise schon fast durch die zähen Dialoge und besonders Monologe durchkämpfen. Das Buch ist zwar realistisch geschrieben, aber genau das wirkt hier ermüdend und ist insgesamt wenig spannend. Vielleicht ist dieses Buch eher etwas für Leute mit mehr Lebenserfahrung, die ich in meinem vergleichsweise kurzen Leben noch nicht sammeln und daher auch die Gedankengänge des Protagonisten nicht nachvollziehen konnte. 

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    • 2
  • Ihr jungen Leute seid in Ordnung!

    Selbstporträt mit Flusspferd

    Sikal

    „…diese eine und einzige Liebe zweier Menschen, die sich mit neunzehn finden und zusammenbleiben, für die alles andere nur Abklatsch oder Wiederholung wäre, aber ohne die Unschuld des Anfangs...“ Julian, 22 und Student der Veterinärmedizin hat einen heißen einsamen Sommer vor sich, hat er sich doch gerade von seiner Freundin Judith getrennt. Obwohl alles an Judith ihn bis zuletzt genervt hat, fühlt er sich trotzdem nun allein und deplatziert. Er vermisst den Alltag, die Gewohnheit, das Zuhause. Dass sich zusätzlich noch Geldprobleme einstellen, verbessert die Situation auch nicht. Sein Freund Tibor vermittelt ihm einen Job als Pfleger eines Flusspferdes bei einem alternden Professor. Anfangs skeptisch, übernimmt Julian diese Verpflichtung und erlebt einen Sommer, der ihn auf dem Weg zum Erwachsenwerden stark beeinflusst… „Im dreiundzwanzigsten Jahr meiner Pilgerreise auf dieser Erde trottete ich durch die große Stadt, trübselig wie ein Kind, das seine Uhr verloren hat.“ Arno Geiger erzählt hier eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über das innere Ringen mit sich selbst, die Monologe und Gedankengänge – oftmals philosophisch – in denen über die Welt und das Leben an sich gegrübelt wird. Julian, der seinen Platz sucht, mit sich selbst nicht so recht ins Reine kommt und eine gewisse Trägheit an den Tag legt. Er erkennt nicht das Potential der Jugend, die Neugierde auf das Leben und die Unbekümmertheit - die im Laufe der Zeit leider wieder verlorengeht. Andererseits findet man hier als Pendant den oberflächlichen, aber liebenswerten Tibor, der für eine Gruppe steht, für die alles easy und cool ist, die soziale Kontakte scheinbar leicht knüpft und immer viele „Freunde“ um sich hat. Der Schreibstil Arno Geigers ist ohne viel Geschnörkel, sehr bildhaft mit einem feinen Humor zwischendurch. Ohne allzu große Aufregung erzählt er uns einfach eine Geschichte über die Jugend, das Altern, zwischenmenschliche Beziehungen und den Wert der Freundschaft. „Teil dieses Erwachsenseins ist die beunruhigende Einsicht, wie schlecht ich mich im Leben auskenne. Man muss extrem viel wissen, und das Leben ändert sich ständig.“ Das Cover ist hier schon etwas speziell – dieses kräftige Gelb springt zwar in der Buchhandlung ins Auge, im Regal macht es sich aber nicht so besonders. Fazit: Das Buch war für mich ein besonderes Erlebnis und gehört sicher zu meinen persönlichen Highlights für 2015. „Weite, unfassbare Welt!“

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    • 6

    BrittaRoeder

    26. November 2015 um 09:07
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben

    Daniliesing

    31. October 2015 um 21:17

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. 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    • 8480
  • tiefsinniger als man auf den ersten Blick denkt....

    Selbstporträt mit Flusspferd

    VirginiaE

    29. September 2015 um 15:38

    "Selbstporträt mit Flusspferd" ist auf jeden Fall meine Empfehlung des Jahres! Kurz zur Handlung: Julian ist Anfang Zwanzig und gerade frisch von seiner ersten Liebe Judith getrennt. Um die Schulden bei Judiths Vater zu begleichen, nimmt er das Angebot seines Freundes Tibor an und kümmert sich fortwährend um das Zwergflusspferd eines pensionierten Professors, in dessen Garten. Im Laufe seiner Tätigkeit lernt Julian die Tochter des Professors Aiko kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine spannungsvolle und schwierige Beziehung, mit unerwartetem Ausgang. Über das Buch: Ich finde es schwer, dass Buch in eine Kategorie einzuordnen. Ist es eine Liebesgeschichte? Ist es ein Generationenporträt? Ist es ein gesellschaftskritischer Roman? oder ist es einfach nur die Biographie eines jungen Mannes auf der Suche nach seinem Platz im Leben? All das und viel mehr steckt in diesem Buch. Die schwierige Frage die sich junge Menschen, und zu denen gehöre ich auch momentan, stellen ist doch folgende: Wer bin ich und was soll ich bloß mit mir und meinem Leben anfangen? Heutzutage ist alles möglich, jeder kann sich selbst verwirklichen. Schneller, Weiter und Besser sein als die Generationen vor uns. Doch ist es genau diese Tatsache, die den Protagonisten Julian in seine Schranken weist. Überfordert mit der Trennung seiner Freundin, obwohl er sich dies selbst gewünscht hat, verzweiftelt er an seinem Alltag. Immer wieder drehen sich seine Gedanken um die Fragen, warum alle außer ihm glücklich und lebensfroh sind. Gerne stellt er sich vor, wie es wäre, ein Andere zu sein, jemand der nicht überfordert ist, mit sich selbst und seinen Mitmenschen, der nicht den Druck spührt, etwas ganz Besonderes aus sich zu machen -  denn heutzutage ist ja alles möglich! Aber was passiert, wenn das Leben andere Bahnen zieht, als man es sich ausgemalt hat? Diese Fragen wirft die Handlung im Buch auf und Julian versucht aus seiner eingeschränkten Sichtweise diese Frage für sich zu beantworten. Meine Meinung: Mit hat das Buch wirklich gut gefallen. Die kleinen versteckten Besonderheiten des Buches sind vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich, doch wenn man das Gelesene in sich selbst reflektiert, kommt man als Leser zu der Erkenntnis, das man sich selbst auch immer wieder die Fragen von Julian stellt. Bin ich gut genug? Warum bin ich nicht wie die anderen? Kann/will/sollte ich mich ändern? Was fange ich mit meinem Leben an? Kann ich Verantwortung übernehmen? Und noch viel mehr. Auch wenn das Buch eine eher ruhige und vor sich hintreibende Handlung erzählt, stecken hinter den Gedanken von Julian (dem Protagonisten) doch mehr Gefühl und Tiefgang, als man auf den ersten Blick denken mag. Julians Leben steht stellvertretend für eine ganze Generation von jungen Menschen, die sich im Erwachsensein verloren fühlen und doch gleichzeitig nichts sehnlicher wünschen als Freiheit. Junge Erwachsene, die feste Bindungen scheuen, weil diese "zu spießig" sind, aber trotzdem die Nähe und Vertrautheit eines Anderen brauchen. Eine Generation, die widersprüchlicher nicht sein kann. Aber trotzdem kann ich abschließend Professor Beham nur zustimmen: "Ihr jungen Leute seid in Ordnung" ;-)

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  • Banales aus dem banalen Leben eines 22-Jährigen

    Selbstporträt mit Flusspferd

    frenx1

    10. September 2015 um 09:12

    Ein origineller Titel macht noch kein gutes Buch. Das ist meine Erkenntnis bei Arno Geigers “Selbstporträt mit Flusspferd”. Durch das erste Drittel des Buches musste ich mich sehr quälen. Die Hauptfigur, Julian Birk, hat sich von seiner Freundin getrennt und bemitleidet sich selbst. Die banale Trennungsgeschichte eines banalen 22-Jährigen hat so gar nichts, was irgendwie interessant ist. Das Leben dümpelt eben vor sich hin. Man mag es große Kunst nennen, wie die Frankfurter Rundschau es tut, dass der Autor gänzlich hinter dem Leiden des 22-Jährigen verschwindet – mich hat es nur gelangweilt. Erst im zweiten Drittel, wenn geschildert wird, wie Julian sich in ein anderes, teilweise geheimnisvoll wirkendes Mädchen namens Aiko verliebt, finden sich Passsagen, die lesenswert sind – und auch bedenkenswert. Schöne Passagen – aber eben nur Passagen. Im letzten Teil des Buches wiederum haben mir gerade die Stellen gefallen, wo der Erzähler den Blick über die Figur hinaus wagt. Allzu häufig freilich geschieht dies nicht. Nicht wirklich überzeugt hat mich die Parallele zwischen Julian und dem Flusspferd, das er in den Semesterferien betreut. Die einzigen zwei Parallelen sind schließlich nur, dass beide auf ein neues Leben warten – das Flusspferd im Zoo, Julian in einer neuen Beziehung – und dass beide im Grunde genommen nichts tun. Einen Roman übers Erwachsenwerden kann so ziemlich ermüden. So sehr ich Arno Geiger mag: mit diesem Buch bin ich nicht warm geworden.

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  • Rezension zum Hörbuch

    Selbstporträt mit Flusspferd

    Fantasie_und_Träumerei

    10. June 2015 um 17:05

    Julian ist 22 und ist derzeit Flusspferdpfleger bei Professor Beham. Die Aufgabe das Zwergflusspferd, das eins der letzten seiner Rasse ist, zu versorgen, hat er angenommen um sich abzulenken. Denn erst vor Kurzem ist die Beziehung zu seiner Langzeitfreundin Judith in die Brüche gegangen. Die Trennung verlief in beiderseitigem Einverständnis und doch fühlt sich Julian etwas mehr davon betroffen. Er hat das Gefühl Judith zu vermissen, für uns Hörer / Leser stellt sich schnell heraus, dass er lediglich Opfer seiner eigenen Gewohnheit ist. Dies ändert sich erst, als er Aiko kennenlernt. Die eigensinnige uneheliche Tochter des Professors, die vehement französisch mit ihrem Vater spricht, obwohl dieser behauptet, dass er dieser Sprache überhaupt nicht mächtig ist. Sie bringt wieder etwas Schwung in Julians Leben, sorgt allerdings auch dafür, dass er sich selbst zunächst immer unsicherer wird. Seine Suche nach sich selbst, ist auch mit ihr noch lange nicht abgeschlossen. Ich mag es eigentlich gar nicht Bücher als "Porträt einer Generation" zu bezeichnen, da man keine Generation über einen Kamm scheren kann. Geiger schreibt hier von der Sinnsuche, den Möglichkeiten über den eigenen Lebensweg zu bestimmen. Gedankengänge mit denen wir uns vermutlich ganz besonders im Alter des Erwachsenwerdens beschäftigen.  "Selbstporträt mit Flusspferd" und ich haben eine Weile gebraucht, bis wir eins wurden. Bis ich mir sicher war Geigers Gedanken zustimmen zu können und einen Weg mit ihnen beschreiten zu können. Julian hat es mir nicht ganz leicht gemacht. Die Trägheit mit der er in seinem Leben, das eigentlich aus Neugier, Spannung und ausprobieren bestehen sollte, begegnet, hat mich ein wenig abgestoßen. Adam Nümm hat dieses Gefühl, das mir sehr fremd ist, so perfekt umgesetzt, dass ich mich lange Zeit fehl am Platz fühlte. Erst Aiko konnte dies ändern, auch wenn sie mit ihrer dreisten, unentschlossenen und teils rücksichtslosen Art eher keine Sympathien bei mir wecken konnte. Mein liebster Charakter (außer dem Flusspferd) ist der Professor, der all die Eskapaden und Versuche der jungen Leute, einen geeigneten Weg einzuschlagen, mit Ruhe und Gelassenheit aufnimmt. Die Ruhe, die bei Julian fehl am Platz ist, dem Professor aber gut zu Gesichte steht. Und so landen wir doch wieder bei dem Begriff "Generationenroman", denn man sollte zwar jedes Mitglied einer Generation individuell betrachten, kann ihnen aber einige Eigenschaften zuschreiben, für deren Erfüllung sie in ihrem Lebensabschnitt zuständig sind. Auch, wenn ich ein wenig gebraucht habe mit Julian und dem zu ihm gehörigen Erzählton zurecht zu kommen, hat mich Arno Geiger im Endeffekt überzeugen können.

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  • Die Ruhe eines Flusspferdes

    Selbstporträt mit Flusspferd

    Jule89

    07. June 2015 um 17:16

    Ich habe mich auf den ersten Seiten des Buches wirklich unwohl gefühlt. Ich wusste nicht recht, was mich erwarten sollte. Ich hatte auch irgendwie den Klappentext nicht mehr im Kopf und da ich ohne Schutzumschlag lese – der liegt dann immer fein säuberlich im Bücherregal – konnte und wollte ich auch nicht noch einmal nachschauen, sondern mich mit der Geschichte und Julian einfach treiben lassen. Vielleicht hatte ich auch so ein seltsames Gefühl, weil es zu Beginn des Buches auch Julian nicht gut ging, hatte er sich doch gerade von seiner Freundin Judith getrennt. Julian ist ein außergewöhnlicher Charakter. Voller Selbstzweifel und immer unsicher. Mit 22 Jahren weiß er nicht, wo er in der Gesellschaft und in der Welt steht und hat auch keine Vorstellung, wo er stehen will. Er sucht sich und seinen Platz und dies beschreibt Arno Geiger auf eine wunderbare Weise, die ich leider erst etwas später im Buch – so in etwa bei der Hälfte – verstanden habe. Das Flusspferd – obwohl es sowohl Cover als auch Buchtitel für sich beansprucht – spielt keine riesige Rolle. Zumindest, wenn man seine Handlungen betrachtet, aber es ist eine der wenigen Konstanten, die Julian Halt geben. Die Gestaltung der Charaktere in diesem Roman hat mir besonders gefallen. Sie hatten alle ihre Macken. Julian war immer unsicher, seine Ex-Freundin Judith eine wirklich eingebildete, gefühlslose Persönlichkeit, Tibor – ach über Tibor könnte man ein weiteres Buch schreiben. Tibor, der Womanizer auf den ersten Blick, hat so viel Tiefe, dass man ihn trotzdem ins Herz schließt. Aber ausgehen würde ich mit ihm trotzdem nicht. Am meisten begeisterte mich Aiko, die Tochter des Professors. Zu Beginn ihres Auftretens war sie für mich die Unnahbare, verwöhnte Tochter, der man in der Kindheit keine Regeln gesetzt hat.  In diesem Roman geht es um das Erwachsenwerden, obwohl man bereits erwachsen ist. Es geht darum als junger Student/Mensch seinen Platz mit Anfang 20 in der Gesellschaft zu finden. Gerade Studenten kennen dieses Problem, dass Arno Geiger in seinem Roman anspricht, man sucht während des Studiums seinen Platz, ist immer wieder unsicher, weil viele Studiengänge keine gesicherte Zukunft eröffnen. Und wir sehnen uns nach Konstanten, die uns während unserer Suche Halt geben. Und wenn es ein Zwergflusspferd ist, dass versorgt werden muss.

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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  • Julian auf der großen Reise zu sich selbst

    Selbstporträt mit Flusspferd

    Girl56

    Nachdem Arno Geigers Held Julian sich nach zwei Jahren von seiner Freundin Judith getrennt hat (beide wollten die Trennung), taumelt der knapp zweizundzwanzigjährige Student der Tiermedizin recht hilf- und orientierungslos durchs Leben. Erst ein eigentlich merkwürdig anmutender Sommeraushilfsjob gibt seinen Tagen wieder mehr Struktur. Für mehrere Wochen versorgt er im Privathaus bzw. Garten eines schwerkranken Professors ein Zwergflusspferd, welches dieser Professor Behan aus schlechter Haltung gerettet hatte. In diesen sommerlichen Wochen beginnt Julian eine Affäre mit der sehr eigenwilligen Tochter des Professors, streitet  und versöhnt er sich mit Freunden und seiner Mitbewohnerin (nach der Trennung von Judith war Julian kurzerhand in die WG seiner Schwester gezogen). Was in diesem Sommer 2004 mit ihm geschieht, überfordert ihn bisweilen, macht ihn traurig und auch seine Affäre mit Aiko fordert ihn sehr heraus und man verfolgt seine inneren Kämpfe mit Rührung und Anteilnahme. Arno Geiger schreibt mit feiner Ironie aber auch viel Sympathie über diesen Jungen, der so gerne schon richtig erwachsen wäre. Er variert die Motive des klassischen Bildungsromans dahingehend, dass der  Weg in die Welt, die sein Held Julian geht, diesen erstmal in eine Villa am Stadtrand und damit zu einem Zwergflusspferd  und zu der starken Aiko führt und die Medien wie Fernsehen und Zeitungen die ganz große Welt in sein Leben bringen. Die Lektüre dieses Romans war sehr angenehm, zauberte mehr als einmal  ein Lächeln aufs Gesicht der Leserin und ist ein sehr lesenswertes Beispiel für das sehr beliebte Literaturgenre "Coming of age".

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    • 3
  • ein junger Mann wird endlich erwachsen

    Selbstporträt mit Flusspferd

    Gruenente

    20. March 2015 um 19:24

    Sommer 2004 in Wien. Julian studiert Veterinärmedizin. Da trennt sich Judth von ihm. Sie waren zwei Jahre zusammen. Julian ist fertig. Vor ihm liegt ein langer, einsamer Sommer mit Geldsorgen. Da bietet sich ihm ein Aushilfsjob an: ein Zwergflusspferd wurde aushilfsmässig im Garten eines Professors untergracht. Dieses braucht einen Pfleger. Dort lernt er den totkranken Professor und seine interessante Tochter Aiko kennen. Jiluan versucht über die Trennung von Judith hinweg zu kommen, sich mit denn FLusspferd anzufreunden und irgendwie wieder ins Leben zurück zu finden. Das Flusspferd bringt immer wieder Ruhe in die Handlung und in Julians Gemüt. Vor den Problemen der Welt, die immer wieder eingestreut werden (sehr intensiv zum Beispiel die Geiselnahem ind er Schule von Baslan., wirken Julians unreife Probleme wie Bagatellen und rücken sein Leid wieder ins rechte Licht. Das Buch ist sehr kurzweilig, oft heiter aber auch von vielen melancholischen Sätzen durchzogen. Es bringt den Sommer aufs Lesesofa und auch viele Erinnerungen an 2004 und die eigenen Jugend zurück.

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