Juliane wächst im Waisenhaus auf. Dort wird ihr das Leben von den anderen Kindern zur Hölle gemacht. Alles was ihr Kraft gibt, wird ihr wieder weggenommen. Eine gute Zeit hat sie dann erst nach ihrem Schulabschluss. Sie macht eine Ausbildung als Näherin. Ihre alte Ausbilderin ist sehr lieb und behandelt Juliane wie eine Tochter. Sie will Juliane die Schneiderei vererben, doch noch bevor es dazu kommen kann, stirbt sie. Wieder wurde ihr alles im Leben genommen. Sie kommt durch ihren Job in einer Fabrik (sie wird dort auch befördert) wieder auf die Beine. Dann jedoch erleidet sie aufgrund eines bestimmten Ereignisses einen Nervenzusammenbruch. Sie kommt schließlich in eine Klinik und kann dort mit Mühe wieder ihr Leben auf die Reihe bekommen.
Der Autor schreibt sehr gefühlvoll und es ist einfach sich in Juliane hineinzuversetzen.
Die ersten Kapitel wechseln in der Zeit: Gegenwart und Vergangenheit. Dadurch will man immer weiterlesen, um zu erfahren wie es weitergeht. Dann wechseln sich die Perspektiven der verschiedenen Personen in den Kapiteln ab.
Arno Grohs
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Arno Grohs
Juliane
Neue Rezensionen zu Arno Grohs
Obwohl ich eigentlich nicht zu der Leserschaft gehöre, die dieses Buch ansprechen will (Schicksalsroman, Drama), hat mich dieses Buch sehr überzeugt. Erzählt wird die Geschichte von Juliane, welche mit verschiedenen Schicksalsschlägen seit sie geboren wurde zurechtkommen muss. Der Autor zeichnet die Gestalt aller Protagonisten sehr genau, und vor allem die der Hauptprotagonistin auch total lebensecht und so, dass man mit ihr regelrecht mitfühlen kann. Der Schreibstil dieses Buches (und damit des Autors) ist sehr gut. Das Buch hatte ich innenrhalb weniger Tage gelesen. Auch an Spannungsmomenten kann dieses Buch, neben sehr emotionalen Momenten, einiges bieten.
Zum Schluss möchte ich auch noch meine persönlichen Kritikpunkte aussprechen, die wie man an meiner Bewerung sieht, nicht sehr zahlreich sind:
1. Das Cover: finde ich persönlich überhaupt nicht ansprechend. Wenn ich das Buch in einer Buchhandlung sehen würde und wüsste nichts darüber, würde ich es nicht in die Hand nehmen, um den Rückentext zu lesen.
2. Der Titel: passt zwar natürlich einerseits zur Geschichte, andererseits ist er wie das Cover ziemlich einfallslos und nicht ansprechend.
3. Die Länge des Buches: Trotz seines guten Schreibstils hätte der Autor die Geschichte noch ausführlicher schreiben können, da sie am Ende doch etwas gepresst wirkt und alles rasch geht.
Nichtsdestotrotz würde ich dem Buch eine Bewertung von 4,5 - 5 Punkten geben, da mich dieses Buch im Großen und Ganzen überzeugt hat, und ich gerne mehr von diesem Autor lesen würde.
Julianes Leben war noch nie einfach. Aufgewachsen in einem Kinderheim und ohne Famile hat sie früh gelernt für sich selbst verantwortlich zu sein. Obwohl sie Immer wieder Rückschläge erlebt, hat sie gelernt stark zu sein. Allerdings zu einem hohen Preis, denn eins hat sie gelernt - nie jemanden einfach so zu Vetrauen. Doch bei einer Testamentseröffnung wird ihr auf einmal alles zuviel und sie bricht zusammen, Wieder einmal muss sie von vorne anfangen.
Die Geschichte um Juliane wird wechselhaft aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum Anfang erschien mir die Geschichte sehr distanziert, aber trotzdem war sie angenehm und spannend zu lesen und die kurzen Kaptiel verlocken dazu, immer ein wenig weiterzulesen. Stück für Stück lernt man Juliane immer mehr kennen und irgendwann kippt auch der distanzierte Schreibstil. Das Buch entwickelt sich zu einer sehr berührenden, aber auch realistischen Geschichte ohne dabei kitschig zu werden. Auch wenn das Buch sehr offen ist und nicht alle Fragen beantwortet, finde ich hier alles sehr stimmig, es passt für mich zu der ganzen Art der Geschichte
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.
Gespräche aus der Community
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
21 Bibliotheken
2 Merkzettel




