Arno Gruen Dem Leben entfremdet

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Inhaltsangabe zu „Dem Leben entfremdet“ von Arno Gruen

Unser Bewusstsein und unsere Wirklichkeit sind beherrscht von Krisen, Hass, Exzessen und Gewalt bis hin zur Verachtung des Menschlichen. Wissenschaftliche Erkenntnisse, Technik und Informatik beeinflussen, beaufsichtigen, befehlen uns: Das abstrakte Bewusstsein entfremdet uns unaufhaltsam dem Leben. Das Empfinden für die Wirklichkeit und das Mitgefühl für andere Menschen werden zunehmend durch ein unnatürliches und nicht mehr menschliches Bewusstsein abgewertet und unterdrückt. So nehmen wir den Ursprung unseres selbstzerstörerischen Tuns nicht mehr wahr. Das empathische Bewusstsein würde es uns ermöglichen, den Weg des Lebens neu zu entdecken.

Hervorragend geschrieben,aufdeckung der unmenschlichen Machenschaften,kritisch und Wege zur Empathie aufweisen

— eulenmama
eulenmama

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  • Eine Botschaft über die es nachzudenken lohnt

    Dem Leben entfremdet
    dominona

    dominona

    17. October 2016 um 21:43

    Es ist schwer das System, in dem man lebt, zu hinterfragen, aber das sollten wir tun, denn vieles wird im Namen des Fortschritts, des Kapitalismus, der Ehre oder des Egoismus verdammt, dabei müsste es gar nicht so sein.Manchmal war mir das Buch, von wegen weibliche und männliche Eigenschaften zu esoterisch, auch wenn es das gar nicht sein will. Man sollte es als Anregung auffassen und sich mit mehreren Blickwinkeln beschäftigen.

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  • Der Verlust der Menschlichkeit

    Dem Leben entfremdet
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    25. June 2013 um 12:16

      Effizienz ist eines der wichtigsten Wörter der Zeit geworden. Leistungsfähig, dynamisch, immer nachweisen, dass „man es noch bringt“.   In einer Gesellschaft, die auf Wettbewerb ausgerichtet ist, in der „Geiz ist geil“ lange ein geflügeltes Schlagwort war. Ein Wettbewerb, der nicht nur den Kunden die preiswertesten Angebote offerieren will, sondern der auch untereinander in eine „Wettbewerbshaltung“ bringt. Sei es im öffentlichen, beruflichen Leben, sei es im privaten „Hobby“, wo nicht wenige auch ältere Herrschaften mit aller Technik und Hilfsmitteln ausgerüstet verbissen für den nächsten Marathon trainieren. Die Bühne, wo man es „ so richtig zeigen kann“.   Das ist eine nicht unbedingt neue Ausgangslage, schon Erich Fromm hat vor Jahrzehnten zwischen „Haben und Sein“ unterschieden. In ähnlicher Zielrichtung mit einem ernsten Unterton und scharfem Blick wendet Arno Gruen in seinem neuen Buch den Blick auf unsere Lebensweise und Lebenshaltungen, vorrangig im Blick auf den „wirtschaftsorientierten Westen“. Wobei Gruen nicht in einer einfachen „Kritik am System“ verbleibt, sondern den Blick wesentlich tiefer richtet. In der Sorge um die zunehmende „Ersetzung“ des empathischen Denkens allein mit kognitiven Herangehensweisen.   Tiefer auf die Veränderung der „weichen“ Faktoren menschlichen Seins, der inneren Errungenschaften von Humanismus und Aufklärung. Der Fähigkeit, „miteinander“ das Leben zu gestalten, lebendig und empathisch. Und der Folgen auch im Umgang mit sich selbst, die eigene Werteleiter, in der Effizienz, ein erfolgreicher „Schein“, ein „mithalten um jeden Preis“ ganz oben stehen.   Was sich ausdrückt in einem „Leben in einer Scheinwelt ohne Mitgefühl“, wie Gruen formuliert und sehr, sehr überzeugend dem Leser nicht nur vor Augen, sondern auch „in die Emotion“ führt. Eine Beobachtung, eine Erkenntnis, die in diesem Buch fortführt, was Gruen in seinem früheren Werk „Der Verrat des Selbst“ bereits zum Schwerpunkt gesetzt hatte.   Vielfach sieht er die Zeichen am Horizont und benennt diese präzise und klar, wie sich die Lebensweise verändert, dem Menschen das Menschliche beginnt zu nehmen und die existenzielle Frage des „Sein oder Nicht-Seins“ drängend in den Raum tritt.   „Denken wir aber ohne Mitgefühlt (das, was Menschen gerne „realistisch“ nennen), dann leben wir in einer Scheinwelt aus Abstraktionen, die Kampf und Konkurrenz zu den Triebkräften unserer Existenz machen. In dieser Welt...... dominiert die Gewalt“.   Eine Diagnose, die Gruen durch vielfache Bereiche des alltäglichen Lebens nun durchdekliniert. Von den „großen“ Themen des Terrorismus und „Sublimierung und Machttrieb“ bis zu (auch heute noch nicht nur in südlichen Gefilden Europas und Afrikas verbreiteten) alltäglich erscheinenden Haltungen der „männlichen Ehre“.   Wobei Gruen auch bei diesen alltäglichen Themen kein Blatt vor den Mund nimmt. „Männliche Ehre und andere Ammenmärchen“ zeigt klar auf, wie er all diese Versuche vermeintlicher „Alpha“ Tiere und die Grundhaltung von Konkurrenz und Kampf im Kleinen wie im Großen bewertet. Da, wo „Besitz“ das Selbstbild erzeugt und hierzu auch die eigene Frau, die Kinder, alles Mögliche mit gehören sollen.   Eine deutlich benannte Sorge aufgrund seiner Beobachtungen. In sachlicher, kühler Sprache. Sezierend, nicht lamentierend und daher umso beeindruckender für den Leser. Natürlich geht und ginge es auch anders, wie Gruen ebenfalls aufzeigt. Bleibt zu hoffen, dass seine Diagnose und seine Wege „zurück zur Empathie“ nicht ungehört bleiben.   „Die Gier muss bekämpft werden“.   Ein kluges, sachliches, nichtsdestotrotz erschreckendes Buch, weil vieles von dem, was Gruen schreibt, für jeden Leser im Alltag beobachtbar und nachvollziehbar ist. Und ein überzeugendes Plädoyer für Mitmenschlichkeit statt Konkurrenz, für Sein statt Schein, für Leben statt „Stylen“ und „Haben müssen“, um das eigene Selbstbild zu stärken.

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  • Ein leidenschaftliches Plädoyer, den Weg des Lebens neu zu entdecken

    Dem Leben entfremdet
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    23. May 2013 um 11:58

    Die Empathie,  eine mitfühlende Achtsamkeit dem Leben gegenüber wird in den letzten Jahre in vielen Büchern und Ratgebern immer wieder genannt als eine unverzichtbare Eigenschaft, die Eltern, Erzieherinnen und Lehrer ihren Kindern vermitteln müssten, um sie zu selbstgewissen und selbstbewussten, aufrechten Menschen zu erziehen.   Der bekannte Pädagoge Jesper Juul hat in seinem  neuen Buch „Aggression“ gerade beschrieben, wie es gelingen kann, Aggressionen zu integrieren, benennt die Empathie als das „Gegengift zur Gewalt“ und plädiert für eine Kultur, die auf die Resilienz des Menschen baut.   Der Psychoanalytiker Arno Gruen geht in seiner hier vorliegenden Studie „Dem Leben entfremdet“ viel tiefer. Er denkt radikaler und grundsätzlicher, wenn er nachweist, wie unser Bewusstsein und unsere Wirklichkeit nicht etwa von Empathie o.ä. beherrscht sind, sondern von Krisen, Hass, Exzessen und Gewalt. Das geht bis zur grundsätzlichen Verachtung alles Menschlichen.   Die Wissenschaft, die Technik und vor allem die Informatik formen ein abstraktes Bewusstsein von der Welt und entfremden die Menschen vom Leben. Ihr eigentlich natürliches Mitgefühl für andere Menschen und ihre Wahrnehmung der Welt werden zunehmend abgewertet und sogar ersetzt durch ein „unnatürliches und nicht mehr menschliches Bewusstsein.“   Und so kommt es, so Gruen, dass die Menschen ihr selbstzerstörisches Handeln und Leben nicht mehr als solches wahrnehmen und erst recht nicht mehr die Ursachen dafür benennen können. Ihnen ist das empathische Bewusstsein verloren gegangen, das dafür nötig wäre.   In einer kritischen Fundamentalkritik an unserer gesamten Zivilisation lässt er zunächst wenig Positives erblicken, bevor er am Ende mit den Worten des Dalai Lama so etwas wie eine Perspektive weist: „Paradoxerweise können wir uns selbst nur helfen, wenn wir den Anderen helfen. Die Voraussetzung für das Überleben unserer Spezies sind Liebe und Mitgefühl, unsere Fähigkeit, anderen beizustehen und ihren Schmerz zu teilen … Leid zu verstehen .. bedeutet wirkliche Empathie zu verstehen… Das Gefühl der Verbundenheit mit allen Lebewesen kann nur erreicht werden, wenn wir erkennen, dass wir alle vereint und voneinander abhängig sind.“   Jeder, so sagt Gruen, kann dazu beitragen und in seinem Leben beginnen: „Wenn wir den Prozess der Selbstentfremdung unterbrechen, uns selbst mit all unseren Schwächen und unserem Selbst annehmen und die Schwächen anderer respektieren, dann können wir uns selbst und andere wieder lieben lernen.“   Ein leidenschaftliches Plädoyer, den Weg des Lebens neu zu entdecken.  

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