Arno Gruen Wider den Gehorsam

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Inhaltsangabe zu „Wider den Gehorsam“ von Arno Gruen

Wer den Mut zum Ungehorsam hat, der entzieht sich nicht nur vermeintlichen Autoritäten, sondern nimmt die Menschen lebendig und mitfühlend wahr. Wie sehr die Kultur des Gehorsams entmenschlichen kann und welche Wege aus dem Kreislauf der Unterordnung führen, zeigt Arno Gruen: ein befreiendes Plädoyer für mehr Mitmenschlichkeit.

Lange bevor wir sprechen können und sich unser Denken organisiert, müssen wir lernen, gehorsam zu sein und unsere Gefühle zu unterdrücken. In allen Lebensbereichen erzwingt unsere Zivilisation einen reflexartigen Gehorsam. Zugleich belohnt sie ein Gruppendenken, das ein selbstbestimmtes, freies Denken unmöglich macht. Scharfsinnig entlarvt der bedeutende Psychoanalytiker Arno Gruen die Pathologie der freiwilligen Knechtschaft: Wir selbst halten uns nicht für gehorsam und erkennen nicht, dass die Idealisierung des Unterdrückers ihm Macht über uns verleiht. Es ist höchste Zeit, gegen die Kultur des verschwiegenen Gehorsams zu revoltieren: Nur so können wir die Demokratie stärken und besser miteinander leben.

Wer sich mit dem Thema Führung beschäftigt, in der Rolle als Führungskraft oder MitarbeitendeR, sollte unbedingt dieses Buch lesen.

— FrankBauHa

ode an den frieden,gesellschaftskritisch mit einigen aha effekten für mich

— eulenmama

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  • Eine Ermutigung, sich anders führen zu lassen.

    Wider den Gehorsam

    FrankBauHa

    22. April 2016 um 19:01

    Es ist ein Augen öffnendes Buch. Arno Gruen beschreibt klar, dass eine autoritäre Einstellung zu Autorität Gehorsam und Unterordnung braucht. Will man das ändern bzw. nicht mehr so mit sich umgehen lassen, dem sei dieses Brevier zum konstruktiven Ungehorsam empfohlen.Wer als Chefin oder Chef dieses Buch liest erkennt rasch, dass nur eine neue Form von Autorität, die kein Gehorsam und keine Unterordnung braucht, Unternehmen in diesem Jahrhundert überleben lässt. Nur dann entsteht Kreativität und Spaß. Und ohne kreative Mitarbeitende die Spaß haben, kein Erfolg (mehr). Nebenbei ist das auch noch ein aktives »Gesundheitsprogramm«.Leseempfehlung.Ein Interview aus 2013 mit Arno Gruen zu dem Thema:

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  • Bloß nicht "brav" sein!

    Wider den Gehorsam

    Alira

    20. November 2014 um 19:09

    Ein sehr dünnes Büchlein - wem der Preis zu hoch ist, der kann es gleich in der Buchhandlung auslesen ;) - über Menschen, die ihre “Innere Mitte” (= das Gefühl zu sich selbst) verloren haben. “Beste Voraussetzung” dafür ist eine Erziehung, in der Gehorsam gefordert wird bzw. unsere Kultur, in der Eltern als “allwissend” eingestuft werden. Ein Mensch, der unter der Prämisse “Gehorsam” aufgewachsen ist, braucht auch als Erwachsener “Führer” und Befehle, denen er sich unterordnen kann und die ihm Halt geben bzw ihn lenken. Werden seine Ideologien und Grundsätze in Frage gestellt, fühlt er sich in seiner Existenz bedroht. Ein Text, der den Leser anregt, sich und sein Verhalten zu hinterfragen. Dieses Buch ist eine gute Ergänzung zu "Der Untertan" von Heinrich Mann.

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  • Gegen das „Brav sein“

    Wider den Gehorsam

    michael_lehmann-pape

    01. October 2014 um 14:43

    Gegen das „Brav sein“ Das System von Lohn und Strafe ist eines der Grundsysteme menschlichen Seins, erlernt von Kindesbeinen an, auch wenn die konkreten Inhalte (das, was belohnt oder bestraft wird) kulturell verschieden sein mögen und sich durch die Zeiten hindurch ebenfalls kulturell wandeln. So trifft es, wenn Gruner kühl diagnostiziert, dass eine der, wenn nicht die, wesentliche Antriebskraft des Menschen eben „die Angst ist, ungehorsam zu sein“. „Das Bedürfnis nach Gehorsam ist ein grundlegender Aspekt unserer Kultur“. Aber mit Folgen, die Gruner in absoluter Klarheit negativ beschreibt, ein Grundaspekt, den er als eine Pathologie kennzeichnet, die von der Kultur selbst hervorgebracht wird. Diese „Unterwerfung unter den Willen eines anderen“, teils ganz ominösen und kaum fassbaren anderen, verstärkt durch das „Gefühl“ völliger Freiheit ist für Gruner zudem eine der größten Bedrängungen des demokratischen Prinzips, dass von der Freiheit des einzelnen lebt und doch von kulturellen Konventionen weiterhin bestimmt wird. Da der Gehorsam schon in frühkindlichen Phasen, mit der Geburt bereits, beginnt, ist er weitgehend unbewusst, wird die Unterwerfung verankert und erduldet, ohne sie als solche wirklich wahrzunehmen. Mit Folgen für die eigene Identität, die Gruner in Teilen als „fehlende Identität“ kennzeichnet. „Wir verfügen über dich, weil es zu deinem Besten ist“, das ist die perfide Logik der „anderen“, der „herrschenden“ Seite, die Gruner ebenso klar und prägnant im Buch herausarbeitet. Wie er „Wege aus dem Gehorsam“ aufzeichnet. Weniger als „To-Do Listen“, deutlich aber als eine psychologische Arbeitsaufgabe, die sich auf den gesamten Organismus bezieht und die dann greifen kann, wenn der einzelne seine tiefe Angst vor dem Ungehorsam entdeckt und bereit ist, gegen diese anzugehen. Mit Kopf Herz, mit Verstand und Gefühl. Weil: „Gehorsam ist destruktiv. Gehorsam grenzt das Denken ein und verneint die Realität“. Ein ruhiges Buch mit klarer Stringenz, das dem Leser die Breite des Gehorsams und der eigenen Prägung durch die Angst vor dem Ungehorsam sachlich, nüchtern und zugleich überzeugend und einsichtig vor Augen führt. Worte, mit denen Gruner ebenso überzeugend den „Weg zu sich selbst“ als einen „Weg aus dem Gehorsam“ kennzeichnet. Nicht, um in ständigen Trotz überzugehen, sondern um sich seiner selbst umfassend zuwenden zu können. Spannende Gedanken, überzeugend dargelegt und trotz der Kürze des Textes hochgradig zur Reflexion anhaltend.

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