Arno Loeb Der Neuschwanstein Code

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Inhaltsangabe zu „Der Neuschwanstein Code“ von Arno Loeb

Auf Schloss Neuschwanstein bricht die Hölle los! Die zwei Morde, die sich in dem idyllischen Touristenmagneten ereignen, sind nur der Beginn einer Reihe bizarrer Geschehnisse, in deren Mittelpunkt die Fremdenführerin Wally und der ermittelnde Kommissar Dolling stehen. Denn was sich für die Polizei zunächst als ein normaler Mordfall darstellt, entpuppt sich sehr bald als eine Verschwörung, deren Wurzeln in der Zeit der Nibelungen liegen. Und so finden sich Wally und Dolling bald gejagt von einer nordischen Killerin und einer ominösen Organisation wieder, die alles daran setzen, das mysteriöse Geheimnis um Schloss Neuschwanstein für ihre dubiosen Interessen zu nutzen. Das Neuschwanstein-Geheimnis von einem legendären Schatz geht weit über unermesslichen Reichtum hinaus und interessierte bereits König Ludwig II., Friedrich Nietzsche und Richard Wagner. Wer diesen gigantischen Schatz besitzt, der gehört nicht nur zu den Reichsten, sondern auch zu den Mächtigsten. Gemeinsam mit dem kauzigen Erfinder Bruno und dem Samurai-Nachfahren Taka müssen Wally und Dolling schließlich das mysteriöse Neuschwanstein-Rätsel lösen und sich ihren gefährlichen Feinden stellen. Doch auch die Nibelungen sind mehr als nur Legende.

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  • Rezension zu "Der Neuschwanstein Code" von Arno Loeb

    Der Neuschwanstein Code

    Hasewue

    19. October 2012 um 21:49

    Auf Schloss Neuschwanstein werden zwei Tote gefunden, beide ermordert. Die Fremdenführerin Wally Windheim gerät dabei mitten in den Fall hinein, nicht nur, weil sie die Toten fand, sondern auch eine geheimnisvolle Dose, die wichtiger Bestandteil eines mysteriösen Rätsels rund um das Schloss zu sein scheint. Denn hinter den Morden steckt mehr als zunächst gedacht – ein Schatz, der nicht nur unendlichen Reichtum, sondern auch große Macht verspricht und als nibelungenschatz bekannt ist. Und auf einer Reise quer durch Bayern, um das Geheimnis des Neuschwanstein Codes zu knacken, geraten Wally und ihr Freund Taka in große Gefahr. Ich bin ja ein sehr großer Ludwig II. Fan und finde nicht nur seine Geschichte, sondern auch seine Schlösser und die ganzen Theorien über seinen Tod sehr faszinierend und spannend. Ich habe mich deswegen auch schon sehr auf Arno Löbs Buch „Der Neuschwanstein Code“ gefreut, da genau diese Aspekte im Vordergrund standen. Dennoch war die Umsetzung des Themas alles andere als gelungen. Zunächst aber zum positiven. Arno Löb beschreibt die verschiedenen Schauplätze, Ludwigs Schlösser, Bayreuth, München, etc., sehr ausführlich und gut und wenn man schon besagte Schlösser und Orte besucht hat, kann man sich auch ein sehr gutes Bild machen und versinkt bei diesen Stellen in der Geschichte. Auch die Zitate von diversen historischen Persönlichkeiten wie Ludwig II, Richard und Cosima Wagner und Co. Zu Beginn jedes Kapitels waren nett zu lesen, genau wie die interessanten Informationen und Anekdoten zu Ludwig II., Richard Wagner und dessen Werke, die mit Abstand die spannendsten und lesenswertesten Stellen des ganzen Buches waren. Die Verschwörungstheorien waren auch ganz nett, wobei sie aber manchmal zu abstrus wurden. Die Idee an sich hat mich auch begeistert, aber die Umsetzung gelang dann leider nicht. Sprachlich war das buch ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei. Teilweise Wiederholungen von Sätzen nur umgestellt, oder oftmals falsche Wortwahl – ich würde eine Vergewaltigung nicht gerade als „gemein“ bezeichnen, das wirkt eher wie Kindergartenniveau – oder die naiven Dialoge, die teilweise recht dümmlich wirkten machten „Der Neuschwanstein Code“ nicht gerade zu einem Buch mit hohem sprachlichen Niveau. Schwierig waren auch die einzelnen Szenenwechsel in einem Kapitel, da es schlichtweg keine Absätze gibt und die Sprünge so meist recht wirr waren. Die Personen waren auch eher farblos und Wally Windheim, deren Name mich eher an eine Karikatur einer „Hauptprotagonistin“ erinnert, war meines Erachtens auch nicht gerade die hellste, wobei das aber auch an der Assoziation liegen könnte, die ich bei so einer misslungenen Namenswahl zog. Auch ihre Rolle in diesem Fall, die einer Hobby-Miss-Marple, fand ich sehr an den Haaren herbeigezogen, aber vor allem die Tatsache, dass sie als Zeugin sofort per Du mit sämtlichen Ermittlern ist, vom verantwortlichen Kommissar Dolling mit Freuden an den Ermittlungen beteiligt wird und problemlos über polizeiinterne Geschehnisse zum Fall auf dem Laufenden gehalten wird. Sehr realitätsfern. Ansonsten passiert zwar recht viel ohne dass ich es richtig spannend oder mitreißend fand und auch das Ende konnte mich nicht vollends überzeugen. Sprachlich und in der Umsetzung gesehen war das Buch ein totaler Reinfall, die interessanten Infos über Ludwig II und Gefolge konnten es dann aber noch so weit retten, dass ich zumindest nicht abgebrochen habe. 2 von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Der Neuschwanstein Code" von Arno Loeb

    Der Neuschwanstein Code

    Aurora

    10. October 2012 um 13:22

    Ich habe mich für dieses Buch bei Blogg dein Buch beworben, weil ich das Cover ansprechend fand, es mich aber gleichzeitig an ein anderes Buch erinnerte, das ich sehr gern gelesen habe. Daher erhoffte ich mir hierbei einen ähnlich spannenden Thriller. Meine anfängliche Euphorie wurde allerlings sehr schnell getübt, als ich das Buch begann. Denn das Buch strotzt einfach nur von Fehlern jeglicher Art, und das auf wirklich jeder Seite. Zwar steht im Impressum des Buches ein Lektor, aber ich frage mich ernsthaft, was dieser während seiner Arbeit getan hat. Geschlafen? Denn meiner Meinung nach ist es die Aufgabe des Lektors, Fehler in Büchern zu korrigieren, doch das ist hier definitiv nicht erfolgt. Eine schöne Aufmachung eines Buches reicht leider nicht aus, um daraus auch ein gutes Buch zu machen. Aber auch der eigentliche Inhalt des Buches wirkte auf mich eher ernüchternd. Die Grundidee, die man als eine Art Schnitzeljagd bezeichnen könnte, finde ich wirklich sehr gut und man hätte daraus sicherlich auch ein spannendes Buch machen können, aber an der Umsetzung hapert es dagegen erheblich. Oftmals werden Zeitsprünge von Stunden / Tage innerhalb eines Absatzes gemacht, sodass der Leser erst einmal ins Stocken gerät. Was ich auch extrem störend fand, waren die ewig langen Dialoge über mehrere Seiten hinweg. Es gab währenddessen meist keine Zwischenhandlungen und oftmals wurden sogar die Redebegleitsätze weggelassen. So kam es einem eher wie ein Frage-Antwort-Spiel vor, noch dazu, weil hier sehr viele geschichtliche Aspekte mit einbezogen werden, die eine Person der anderen Person herunterratterte. Auch wurden erst etwas als Tatsache hingestellt und später infrage gestellt oder ganz anders geschildert. Wer soll da noch durchblicken? Ich kann dieses Buch daher leider nicht wirklich empfehlen. Aus der anfängliches Freude, dieses Buch bekommen zu haben, wurde die reinste Enttäuschung.

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  • Rezension zu "Der Neuschwanstein Code" von Arno Loeb

    Der Neuschwanstein Code

    sugarlady83

    08. July 2012 um 12:56

    1. Satz Die Speerspitze drang neben dem Schulterblatt in den Rücken des Sängers. Meine Meinung: "Jede wahrhafte, jede orginale Musik ist Schwanengesang" (Richard Wagner, Buch Seite 136) "Oh ein Krimi/Thriller über das Märchenschloss Neuschwanstein", das dachte ich mir, als ich mich auf Blogg dein Buch für ein Rezensionsexemplar beworben habe. Der Klappentext klang super interessant, und ich habe auf ein Buch im Stil aller Dan Brown nur im wunderschönen Schloss Neuschwanstein gehofft. Vielleicht war das mein Fehler, denn diese Hoffnung wurde nicht erfüllt. Das Buch ist in Erzählform geschrieben, und wird in verschiedenen ErzählsträngenPerspektiven erzählt. Der Einstieg in das Buch hat mir noch super gefallen. Gleich zu Anfang bekommt man den Mysterösen Mord mit, und der Kopf fängt an zu rattern wer hinter dem Mord stecken könnte. Leider lässt diese Spannung sehr schnell nach. Nachdem die sympathische Protagonistin Wally (Fremdenführerin im Schloss Neuschwanstein) bei einer Führung die 2 Toten findet, wird bald klar, das es sich hier nicht um einen "normalen" Mordfall handelt, denn allein die 3 Schwanenfedern die zu einem Pfeil auf dem Boden neben den Leichen ausgelegt sind, lassen vermuten, das hier mehr dahinter steckt. Ich muss zu geben, das Buch hat sich nach dem guten Anfang, immer mehr von dem Buch, das ich mir erhofft habe weg entwickelt. Die Morde rutschen schnell in den Hintergrund, und es dreht sich alles um das Finden des Schatzes, der in einer Höhle unter Neuschwanstein versteckt sein soll. Was mich an sich nicht stören würde, wenn die Story dahinter wirklich spannend bleiben würde. Was meiner Meinung nach nicht der Fall ist. Wie oben schon erwähnt, wechselt das Buch zwischen verschiedenen Erzählsträngen. Einmal wird von Wally erzählt die auf einer Seite dem Komissar Dollinger helfen möchte den Fall zu lösen. Andererseits jedoch durch ihren Freund Taka noch mehr in die Schatzsuche rutscht. Ebenfalls wird aus der Sicht von Edda und Albert, die den Schatz versuchen zu finden, und dabei wie sich bald herausstellt nicht die Einzigen sind, erzählt. Irgendwie wirkt das Buch auf mich, wie viele oft wirklich gute Ideen, die in einen Topf geworfen wurden. Die Storyline bei der man Anfangs denkt es geht um die Aufklärung der Morde, die dann aber eigentlich Nebensache werden, das Rätsel um den Niebelungen Schatz und dann noch die wie ich finde überflüssigen Fantasyelemente wie Pulver das Unsichtbar macht. Was ich wirklich toll fand, ist das der Autor für sein Buch wirklich viel recherchiert hat. Auch die Idee, dem Leser die Hintergründe zu den Niebelungen usw., über Albert der seiner Edda immer wieder davon erzählt oder auch über den Weg das Wally die durch ihre Führungen viel Hintergrundwissen hat, und so z.B dem Komissar Hintergründer erzählen kann, näher zu bringen, emfpinde ich als eine gute Idee. Leider war es irgendwann für meinen Geschmack, zu viel Hintergrundwissen, das einem erzählt wurde. Ebenfalls die Zitate die der Autor an jeden Kapitel Anfang gesetzt hat, finde ich eine tolle Idee. Was wirklich beim Lesen stört, sind die vielen Fehler die man findet. Einiges war mir z.B. einfach nicht mehr schlüssig. Zum Beispiel als Wally Taka davon abbringen möchte Nachts in den Saal zu schleichen, da dort schlimme Dinge passiert sind, von der Sie ihm aber nicht erzählen darf (damit sind die Morde gemeint), andererseits gab es aber schon Zeitungsartikel in denen über die Morde berichtet wurde. Warum macht sie also bei Taka so ein Geheimnis darum? Zugegeben, mir fallen Fehler in Büchern bestimmt nicht so oft auf wie Anderen. Aber wenn erst eine schwarze Katze auf die Fensterbank springt, und diese nur 2 Sätze weiter auf einmal eine rotbraun gefleckte Katze wird....das fällt sogar mir auf. Hier hätte das Lektorat besser arbeiten können. Fazit: Lange Rede, Kurzer Sinn, um ehrlich zu sein, MIR persönlich hat das Buch nicht wirklich gefallen. Die Story hat einfach nicht meinen Geschmack getroffen. Für alle die sich z.B. für die Niebelungen und König Ludwig den II interessieren, könnte das Buch aber durchaus netter Lesestoff sein. Ich würde aber raten, abzuwarten ob eine überarbeitete 2 oder 3. Auflage folgt in der die Fehler behoben sind.

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  • Rezension zu "Der Neuschwanstein Code" von Arno Loeb

    Der Neuschwanstein Code

    Schnuffelchen

    13. June 2012 um 11:24

    Inhalt: Auf einer ihrer Touren durchs Schloss Neuschwanstein entdeckt die Fremdenführerin Wally 2 Leichen im Sängersaal. Die ist erst der Auftakt einer Suche und einer Jagd über Rätsel und Geheimnisse bis hin zum verschollen Schatz der Nibelungen. Meine Meinung: Ich fand die Idee des Romans ganz interessant und die Vita des Autor noch viel interessanter, von daher wollte ich es unbedingt lesen. Leider hat der Roman nicht gehalten, was ich mir davon versprochen habe. Die Protas beginnen ganz gut. Wally, welche hier die Hauptfigur ist, ist eine junge Frau Mitte Ende 20 würde ich schätzen. Hauptkommisar Dolling ein Herr im "gesetzten" Alter welche seine Familie verloren hat. Anfangs agiert Wally, wie man es von einer Person ihres Alters erwartet. Sie ist spritzig und humorvoll, leider hält sie das nur kurz durch und im Laufe der Geschichte wird sie immer "langweiliger" - blöder Ausdruck, ich weiß. Dolling kann ich überhaupt nicht einschätzen. Ist auch nicht schlimm, da die Figur im Lauf der Geschichte immer mehr in den Hintergrund gerät. Insgesamt ist die Grundidee des Romans gut. Allerdings passt die Umsetzung nicht. Die Figuren bleiben blass und eine Spannung baut sich einfach nicht auf. Immer wieder tauchen neue Personen auf, so dass man bald den Überblick verliert und die Geschichte verliert sich in immer neuen Verschwörungstherorien. Ich fand das sehr schade, denn da wäre definitiv mehr drin gewesen. Viel verliert die Geschichte auch durch seine Figuren, die es nicht schaffen Beziehungen zueinander auf zu bauen (kommt vor allem bei Wallys Lovestory mit Taka rüber) und teilweise so unlogisch reagieren, das man nur den Kopf schütteln möchte. Alle agieren nur neben und nicht miteinander. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass dies so sein sollte. Zum Schluss möchte ich euch noch auf den Verlag aufmerksam machen, der ein wirklich interessantes Programm bietet, welchen auf Grund des geringen Alters des Verlags leider noch nicht so groß ist, aber hoffentlich noch fleißig wachsen wird. Erst im Sommer 2011 gegründet hat es bereits mit dem Buch „Trisomie so ich dir“ von Dirk Bernemann Aufmerksamkeit erregt – zumindest bei mir J Falls ihr dem Verlag jetzt auch ein wenig Aufmerksamkeit schenken wollt, so könnt ihr dies hier gern machen http://www.unsichtbar-verlag.de/ Ganz zum Schluß möchte ich dem Unsichtbar Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar danken.

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  • Rezension zu "Der Neuschwanstein Code" von Arno Loeb

    Der Neuschwanstein Code

    martina_turbanisch

    08. June 2012 um 14:06

    Wally Windheim ist Fremdenführerin auf Schloß Neuschwanstein und während sie eine Gruppe japanischer Touristen durch die Hallen führt stolpert sie beinahe über zwei Leichen. Als sei das noch nicht genug Aufregung für die junge Frau, wird kurz darauf auch noch in ihre Wohnung eingebrochen, aber nichts gestohlen. Wonach haben die Einbrecher gesucht? Gemeinsam mit Kommissar Dollinger macht sie sich auf die Suche nach Antworten und bald sind die beiden einer Verschwörung auf der Spur, die ihre Wurzeln in der Zeit der Nibelungen hat. Aber nicht nur Wally und der Kommissar versuchen das Geheimnis um Neuschwanstein und das Nibelungengold zu lüften, sondern auch andere jagen dem berühmten Nibelungenschatz hinterher, denn seinem Finder winkt nicht nur unvorstellbarer Reichtum sondern auch genauso unvorstellbare Macht. Mein Eindruck: Schon der Titel erinnert unwillkürlich an Dan Browns "Da Vinci Code" und um bei der Wahrheit zu bleiben, war das auch der Grund warum ich das Buch gewählt habe :-) Arno Loeb steht Brown dann aber auch in nichts nach und konstruiert eine Verschwörungstheorie rund um König Ludwig II , den Komponisten Richard Wagner und den Philosophen Friedrich Nietzsche. Zitate dieser drei großen Männer und des Niebelungenliedes zieren dann auch den Beginn jedes der 43 Kapitels. Zu Anfang des Buches fühlte ich mich im Hinblick auf die handelnden Personen ein bisschen überfordert, bis mir nach ungefähr einem Drittel auffiel, das da wo Dan Brown mit Klischees noch gekleckert hat, Arno Loeb gerne klotzt :-) Der Oberbösewicht ist ein kleinwüchsiger Kerl namens Albert, der unwillkürlich an den Zwerg Alberich aus dem Nieblungenlied erinnert. Seine nordische Gespielin wird als eine mordlustige Mischung aus Kriemhild ( jedenfalls so wie ich sie mir vorstelle) und der jungen Brigitte Nielsen geschildert und heißt zu allem Überfluss auch noch Edda. Wallys Freund ist ein japanischer Sushi-Koch, dessen Vorfahren edle Samurai waren und der mit den Nachfahren der Nibelungen auch noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Seine Schwester hingegen würde gerne aus der Geschichte rund um den angeblich homosexuellen König Ludwig II eine Manga-Story zeichnen. Soviel Klischee konnte ich dann wirklich nicht mehr ernst nehmen und von da an hat mir das Lesen von Seite zu Seite mehr Spaß gemacht :-) Neben all den vollkommen überspitzt dargestellten Charakteren blieb die eigentliche Verschwörungstheorie bis zum Schluß verworren und spannend und Loebs Schreibstil ist schnörkellos und wunderbar flüssig zu lesen. Ob die geschichtliche Hintergründe zu den realen historischen Personen so stimmen, kann ich nicht beurteilen, aber ich nehme es jetzt einfach mal an. Das Eine oder Andere habe ich dann schon auch so in Erinnerung, aber so gut habe ich in Geschichte dann auch nicht aufgepasst, dass ich mich an Details errinnern könnte. Ein paar logische Fehler sind mir aufgefallen, z.b. blitzt es irgendwann in Eddas Augen auf – die Arme hat aber leider nur noch ein Auge. Auch sind beim Druck ein paar Buchstaben verschwunden, aber ganz so schlimm finde ich das nicht. Shit happens :-) Es schadet dem Inhalt jedenfalls nicht wirklich, den es beeinträchtigt die Spannung ja nicht. Ich habe keine Ahnung, ob Arno Loeb sich das so mit seinem Neuschwanstein Code gedacht hat, aber mir hat diese leicht irre Mischung aus spannendem Krimi und ironisch überspitzten Charakteren beim Lesen viel Spaß gemacht. Mein Fazit: Wer keinen bierernsten Krimi erwartet, aber trotzdem eine spannende Grundstory will, der ist mit dem Neuschwanstein Code bestens bedient.

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  • Rezension zu "Der Neuschwanstein Code" von Arno Loeb

    Der Neuschwanstein Code

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. June 2012 um 19:27

    Verschwörungstherorie trifft auf das Rheingold * "Der Märchenkönig ließ sich ein Traumschloss erbauen, in dem die Illusion regierte. Aber das rote Blut, das sich aus der Brust von Bill Loomis auf den Boden ergoss und sich langsam auf dem Parkett ausbreitete, das war echt. Bill Loomis endete als Musical-Sänger. Seine Stimme hatte nie für eine Wagner-Oper gereicht. Wie der Märchenkönig kannte Bill Loomis die Illusionen. Wie Ludwig II hatten sie ihn in seinem einsamen Leben viel Freude gemacht." (S.8) * Wally ist Fremdenführerin im Schloss Neuschwanstein. Als sie morgens die erste Führung mit einer Gruppe durch das Schloss leitet, macht sie eine grauenvolle Entdeckung: zwei Tote liegen im Sängersaal. Nun bricht Hektik und Chaos aus - und was am Anfang wie ein "normaler" Doppelmord aussieht, entpuppt sich als gewaltige Verschwörung auf den Spuren der Nibelungen und des Rheingolds. Gemeinsam mit Taka und Kommissar Dolling muss Wally das Rätsel um Schloss Neuschwanstein lösen... * Arno Loebs Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Er versteht es den Leser direkt in seine Geschichte hineinzuziehen und beschreibt Schloß Neuschwanstein und Umgebung so detailliert und bildhaft, dass man meint, man wäre da. Das traumhaft, schöne Cover hilft aber noch zusätzlich, sich das Märchenschloss vor Augen zu führen. * Die Geschichte um das Rheingold und den Doppelmord hat natürlich auch einiges an Spannung aufzuweisen. Arno Loeb plänkelt auch zu Beginn nicht lange rum, direkt auf den ersten Seiten erlebt man den Mord und bekommt mit wie Wally sich selbst in Gefahr bringt, weil sie eine kleine Dose einsteckt. Eine kleine Dose, die doch viel mehr ist, als sie zu sein scheint... Die Nachfahren der Nibelungen sind ihr auf der Spur und wollen auch hinter das Geheimnis von Schloss Neuschwanstein kommen und das Rheingold bergen - und dafür schrecken sie auch nicht vor Mord zurück... * Spannend und abwechslungsreich ist der Perspektivenwechsel - mal wird die Geschichte aus Wallys Sicht erzählt und dann aus der Sicht von Albert, dem Anführer der Nibelungen, und seiner Gefährtin und Mordwaffe Edda. Hier finde ich die Namenswahl übrigens auch sehr interessant und passend. Sie kommt aus nördlicheren Gefilden und wurde nach der nordischen Sagensammlung benannt. Albert erinnert durch seinen Namen, die Gier nach dem Schatz und noch einigen Dingen, die ich hier nicht verraten möchte sehr dem Zwergen Alberich aus der Nibelungensage. * Die Charaktere werden in "Der Neuschwanstein Code" auch sehr schön ausgemalt und mit Liebe zum Detail beschrieben. Wir treffen auf eine Vielfalt von Charakteren, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Kommisar Dolling, der sehr freundlich, offen und um Wallys Wohl besorgt ist, oder auch Taka, der Sohn vom Inhaber, des Sushi Ladens, dessen Großvater ein Samurai war, und der sehr großes Interesse an Wally hat. Ihr seht es ist spannend und es gibt genügend interessante Charaktere kennenzulernen. * Was mir auch sehr gut gefällt sind die Zitate. An jedem Kapitelbeginn finden wir eines vor, mal aus der Nibelungensage, mal von Wagner oder Nietzsche - auf die ihr auch noch öfter treffen werdet, wenn ihr dieses Buch lest. * "Bervor der Mörder den Schatz also verbarg, da hatten Sie`s geschworen mit Eiden hoch und stark, daß er verborgen bliebe so lang`sie möchten leben: so konnten sie`s nicht selber noch jemand anders nehmen." (Lied der Nibelungen) * Das einzige kleine Manko am "Neuschwanstein Code" war an machen Stellen für mich das Lektorrat. Da es sich beim Unsichtbar Verlag aber noch um einen kleinen Verlag handelt, hoffe ich, dass sie das auch noch in den Griff bekommen. * Ein spannender Verschwörungsthriller mit einem traumhaften Setting und jeder Menge unterhaltsamen und interessanten Charakteren! Arno Loeb werde ich im Auge behalten!

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  • Rezension zu "Der Neuschwanstein Code" von Arno Loeb

    Der Neuschwanstein Code

    World_of_tears91

    30. May 2012 um 17:16

    Alles beginnt mit einem mysteriösen Doppelmord im Schloss Neuschwanstein - danach zu urteilen hätte es ein gewöhnlicher Thriller im bayrischen Gewand sein können, aber Arno Loeb hat aus dieser Szene etwas ganz anderes herausgeholt. Den Leser erwartet eine actionreiche und faszinierende Story rund um berühmte Bayern, deutsche Mythen und Sagen und den sagenumwobenen Schatz der Nibelungen. Allein vom Lesen des Klappentexts war ich gefesselt und deshalb waren dann auch meine Erwartungen an das Buch sehr, sehr hoch. Ich möchte nicht sagen, dass es schlecht ist, denn das trifft ganz und gar nicht zu, aber es gibt ein paar Dinge, die mich nicht hundertprozentig überzeugen konnten. Die Geschichte lässt einem kaum Zeit zum Atmen. Man erlebt die Geschehnisse aus verschiedenen Perspektiven und so stürzt man mit den Protagonisten von einem Abenteuer ins nächste. Egal, ob man gerade die Fremdenführerin Wally oder den exzentrischen Albert und seine blonde Auftragskillerin begleitet, man erlebt immer irgendetwas, was die Geschichte voran treibt. Die meisten Kapitel enden mit netten Cliffhängern, die einen zum Weiterlesen animieren und so kommt man eigentlich nicht dazu, das Buch aus der Hand zu legen. Schließlich überkommt einen selbst irgendwann der Drang, das Rätsel um den Schatz unter Neuschwanstein endlich zu lösen. Wally, der man die meiste Zeit über die Schulter schaut, ist eine nette Zeitgenossin und man liest gerne von ihr. Sie wirkt natürlich und wie die nette Frau von nebenan, was dann das ganze Abenteuer, welches rund um sie herum gesponnen wird, noch ein wenig fantastischer macht. Auch die anderen Protagonisten sind keine Superhelden. Kommissar Dollinger tritt zwar nicht allzu oft in Erscheinung, ähnelt aber dem typischen, bayrisch-bequemen Durchschnittspolizist, inklusive einer Schwäche für alkoholische Getränke. Die beiden Schurken Albert und Edda sind hingegen zum Teil richtig unleidlich, aber dafür sind sie auch durchtrieben böse, was ihnen in ihrer Rolle natürlich zugute kommt. Der Schreibstil war an manchen Stellen etwas gewöhnungsbedürftig, da er durch viele kurze Sätze zum Teil etwas abgehackt wirkt. Mir sind auch zwei drei kleine Stellen aufgefallen, an denen ich nur Fragezeichen über dem Kopf hatte und die Story etwas konstruiert fand. Aber das sind nur Kleinigkeiten, die nicht überwiegen. Am meisten überwiegen nämlich immer noch die Spannung und der Drang zum Weiterlesen. Die Auflösung des Rätsels und das Ende im Allgemeinen hatte ich mir dann doch noch etwas bombastischer vorgestellt. Bewertung Dieses Buch hebt sich mit seinem außergewöhnlichen Setting und der tollen Geschichte vom aktuellen Einerlei auf dem Markt ab. Allerdings gibt es ein paar kleinere Schwächen.

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  • Rezension zu "Der Neuschwanstein Code" von Arno Loeb

    Der Neuschwanstein Code

    Carol-Grayson

    27. May 2012 um 12:43

    "Der Neuschwanstein Code" verbindet den guten deutschen Kriminalroman mit Verschwörungstheorien, wie man sie sonst nur aus amerikanischen Thrillern kennt. Dabei folgt der Autor dem musikhistorischen Werdegang Richard Wagners, sowie den Spuren des sagenumwobenen Märchenkönigs Ludwig II und des umstrittenen Philosophen Friedrich Nietzsche, um den Leser auf den Verbleib des Nibelungenschatzes aufmerksam zu machen. Eine Geschichte, die ein Labyrinth an Theorien aufweist, und eigentlich sympathische Protagonisten in Gestalt des Kommissars Dollingers und der Fremdenführerin Wally Windheim, die sich während der Ermittlungen zu zwei Morden auf Schloß Neuschwanstein begegnen und in das Rätsel um den größten Schatz der deutschen Sagengeschichte hineingezogen werden. Hinter diesem sind gleich mehrere Parteien her, u.a. der einflußreiche Industrielle des Ortes Ottokar Schmelzing, der gerne die Fäden in der Hand hält. Die etwas am Rande entstehende Liebesgeschichte zwischen Wally und dem Japaner Taka, dessen Familiengeschichte ebenfalls mit den drei real-historischen Personen verwoben wurde, verläuft dagegen etwas flach. Arno Loeb selbst schreibt prägnant. Kurz und auf den Punkt. Manchmal philosophiert er und bringt den Leser ins Grübeln. Ab der Mitte des Buches übernehmen dann endgültig die Verschwörer das Szenario, darunter Abkömmlinge der Nibelungen. Es wird fleißig und recht brutal gemordet, aber so richtig Spannung kommt nicht auf, da der Leser zum Ende der Geschichte hin von einer actionreichen Szene in die nächste gestürzt wird. Das war fast ein bißchen zuviel des Guten. Tatsächlich wird der Schatz gefunden, geht aber genauso wieder verloren. Dennoch gibt es eine Art Happy-End für die Hauptprotagonisten. Punktabzug gibt es leider auch für kleinere Nachlässigkeiten beim Lektorat, da fehlte manchmal nicht nur ein Buchstabe, sondern auch schon mal ein Wort. Auch Logikfehler waren dabei, z.B. eine schwarze Katze wurde zwei Zeilen tiefer plötzlich gefleckt. Bei einer einäugigen Frau heißt es "Ihre Augen funkelten in der Nacht... Ohne größere Absätze wird der Leser zudem abrupt in die Szenen hineingeworfen. Fazit: Gute Ideen und eine Story mit viel Potential, die noch ein wenig Feinschliff benötigt hätte.

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