Arno Schmidt

 4.1 Sterne bei 186 Bewertungen
Autor von Die Gelehrtenrepublik, Leviathan und Schwarze Spiegel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Arno Schmidt

Arno Schmidt wurde am 18. Januar 1914 in Hamburg geboren. Nachdem er kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, arbeitete er zunächst als Dolmetscher, von 1947 an als freier Schriftsteller. Nach Stationen in Cordingen, Kastel an der Saar und Darmstadt zog er 1958 mit seiner Frau Alice nach Bargfeld (Kreis Celle), wo er bis zu seinem Tod zurückgezogen lebte. Von 1949 an, als seine Erzählung Leviathan in Buchform erschien, entstanden Romane, Dialoge zur Literatur für den Rundfunk, Essays und biographische Arbeiten, darunter sein Hauptwerk Zettel‘s Traum, 1334 DIN-A3-Seiten stark und über zehn Kilo schwer. Aufgrund des komplexen Layouts konnte es 1970 nur als Faksimile des Typoskripts erscheinen; erst seit 2010 liegt es in gesetzter Form vor. Arno Schmidt starb am 3. Juni 1979 in Celle. Zwei Jahre nach seinem Tod gründeten seine Frau Alice und Jan Philipp Reemtsma die Arno Schmidt Stiftung.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Arno Schmidt

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Buchformat:
Cover des Buches Die Gelehrtenrepublik (ISBN: 9783518224106)

Die Gelehrtenrepublik

 (18)
Erschienen am 28.08.2006
Cover des Buches Leviathan und Schwarze Spiegel (ISBN: 9783596291106)

Leviathan und Schwarze Spiegel

 (17)
Erschienen am 01.10.1987
Cover des Buches Aus dem Leben eines Fauns (ISBN: 9783596291120)

Aus dem Leben eines Fauns

 (14)
Erschienen am 01.10.1987
Cover des Buches Zettels Traum (ISBN: 9783100706263)

Zettels Traum

 (13)
Erschienen am 27.10.2004
Cover des Buches Brand's Haide (ISBN: 9783596291137)

Brand's Haide

 (12)
Erschienen am 01.10.1987
Cover des Buches Schwarze Spiegel (ISBN: 9783518188712)

Schwarze Spiegel

 (5)
Erschienen am 27.09.2006

Neue Rezensionen zu Arno Schmidt

Neu

Rezension zu "Das steinerne Herz. Historischer Roman aus dem Jahre 1954 nach Christi" von Arno Schmidt

Unglaublich interessant
Hellena92vor 4 Monaten

Walter Eggers, ein Büchersammler und hervorragender Kenner (bis in die numismatischen Details) der hannoverschen Landesgeschichte, mietet sich im niedersächsischen Ahlden bei Familie Thumann ein. In ihrem Haus vermutet er rare statistische Handbücher. Eggers hat Erfolg: Er fängt ein Verhältnis mit Frieda Thumann an, und er findet die gesuchten Bücher. Mit Karl Thumann fährt er, weiterhin auf Büchersuche, nach Berlin. Er wohnt bei dessen Freundin Line Hübner im Ostteil der Stadt, was ihn veranlaßt, die Folgen der Spaltung Deutschlands zu beobachten und zu bedenken. Nach der Rückkehr bereitet er seinen Abgang vor, aber der Fund eines Goldmünzenschatzes in dem ergiebigen Haus eröffnet ihm Aussichten auf eine Zeit gelehrten Müßiggangs, und er beschließt, einstweilen zu bleiben.
»Irgendwann, in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts, wird die Ostzone des Steinernen Herzens für neue Leser gleichberechtigt neben der phantastischen Interzone des Romans Naked Lunch von W. S. Burroughs stehen. Und eine Zeitlang gedeihen dann die Namen aus beiden Büchern in jenem Zwielicht, in jener Dämmerzone, in der die Namenwörter sich der Kontrolle fester Zuschreibung entziehen und ihre Kraft aus Ahnungen und Assoziationen saugen. Dann kommt die große Zeit der Ostzone«, phantasiert Georg Klein (Barbar Rosa). Listig weckt er unsere Lust, doch lieber gleich mit der Lektüre des »historischen Romans« zu beginnen, den Arno Schmidt (1914–1979) vor 46 Jahren veröffentlichte.

Mein Fazit:
Ich habe sehr lange für diese Lektüre benötigt. Es dauerte immer wieder eine Ewigkeit, bis ich mit dem Schreib- und Erzählstil klarkam, jedoch hat mich einfach der Ehrgeiz gepackt und siehe da, ich habe es abgeschlossen und zum Ende als wirklich gut empfunden. Arno Schmidt nimmt das ganze Leben aus West und Ost auf die Schippe und gibt ihm eine übergreifende Geschichte. Die Idee ist klasse und die Umsetzung einzigartig. Ein sehr intelligenter Autor. Ich werde mir mit Sicherheit noch etwas von ihm holen.
Es war sehr anspruchsvoll.
Sehr zu empfehlen, wenn man etwas für den Geist sucht, was man nicht so schnell vergisst.

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Rezension zu "Die Gelehrtenrepublik" von Arno Schmidt

Ein gewöhnungsbedürftiges Buch
Blintschikvor 2 Jahren

Der Journalist Winer darf eine Insel besuchen, auf der Gelehrte und Dichter leben dürfen. Da es jedoch einen Atomkrieg in diesem Gebiet gab, muss er sich erst durch die zerstörte Landschaft kämpfen und trifft dabei auf jede Menge mutierter und seltsamer Wesen.

In dieses Buch reinzukommen, fand ich ziemlich schwierig, da der Autor anscheinend eine komplett neue Satzzeichenregelung erfunden hat. Aber auch der Schreibstil an sich ist recht schwer zu lesen und ich wusste nie so genau wer was gerade sagt. Bei manchen Stellen war ich mir sogar unsicher was überhaupt passiert. Dazu schreibt der Autor sehr umgangssprachlich und zwischendurch werden immer wieder englische Sätze in die Dialoge geworfen, die mich ebenfalls leicht verwirrt haben. Anhand der Kommentare, die unter dem Text stehen, ging es dem Übersetzter wohl ähnlich.

Die Witze des Textes gingen ebenfalls an mir vorbei und die, die ich verstehen konnte, fand ich nicht wirklich witzig und manchmal sogar diskriminierend oder unangebracht.

Mit den Charakteren konnte ich nicht mitfühlen und fand sie auch nicht wirklich sympathisch, geschweige denn konnte ich sie verstehen. Besonders der Protagonist war ziemlich respektlos und überzogen.

Was die Handlung angeht, so konnte ich mich nach einem holprigen Anfang, in die Geschichte reindenken. Spannung kam jedoch nicht wirklich auf, da eigentlich nur schräge Erlebnisse des Journalisten nacheinander erzählt werden.

Alles in allem ein schwer zu lesendes Buch mit einer Welt, die zwar interessant ist, aber von der ich mir kein richtiges Bild machen konnte. Der Humor hat meinen Geschmack überhaupt nicht getroffen. Ansonsten konnte ich mich nicht wirklich mit der Geschichte anfreunden. Ein sehr gewöhnungsbedürftiges Buch.

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Rezension zu "Das steinerne Herz. Historischer Roman aus dem Jahre 1954 nach Christi" von Arno Schmidt

Arno Schmidt | DAS STEINERNE HERZ
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

INHALT: In DAS STEINERNE HERZ geht es um den bibliophilen Sammler Walter Eggers, der auf der Suche nach den antiken 'Hannoverschen Staatshandbüchern' ist. Er wird bei Familie Thumann in Ahlden fündig und beschließt insgeheim die Bücher zu stehlen. Eine Liaison mit Frieda Thumann, eine Reise nach Ostberlin und ein wertvoller Goldfund hindern ihn jedoch daran.

FORM: Das hervorstechendste Merkmal dieses Romans ist die lautmalerische und innovative Prosa. Jeder Absatz sprüht vor Energie. Nichts wird einfach nur beschrieben – es wird neu erfunden. Witzige Wortzweckentfremdungen (»Weibliches […] beinte heran.« oder »Schneider Knopp brillte mich furchtbar an.«), Satzzeichen als Teil der Beschreibungen (»Klopfen: !, !, !, –: Nichts.«).«), geschriebener Dialekt (»Och bin ich müüüde. Unn kald iss ‚as hier!«) – Arno Schmidt war ein Neuerfinder der Sprache. Überfrachtet wird das alles mit einer Unmenge Spezialwissen über das Hannoversche Königshaus.

FAZIT: Zum Ende hin habe ich kurzzeitig den Faden verloren; Schmidts Sprachspiele machen es einem manchmal nicht ganz leicht, am Ball zu bleiben. Dennoch war ich von der eigentümlichen Prosa sehr fasziniert und begeistert. Arno Schmidt war mir natürlich ein Begriff (der mächtige Schatten seines Monstrums ZETTELS TRAUM liegt schon ewig auf meinem Bücherschrank), ich hatte mich aber nie so recht herangetraut. Jetzt aber ist der Knoten geplatzt, und ich komme zum Urteil: Ich brauche mehr davon! Fünf Sterne

*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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