Arno Schmidt Die Gelehrtenrepublik

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Inhaltsangabe zu „Die Gelehrtenrepublik“ von Arno Schmidt

2008, wenige Jahre nach einem Atomkrieg, besucht ein amerikanischer Reporter den sogenannten »Hominidenstreifen « im Westen der USA, wo es unbekannte Mutanten, die infolge der Strahlung entstanden sind, zu entdecken gibt, sowie die auf einer stählernen Insel in den Roßbreiten des Pazifik treibende, fünftausend Wissenschaftler und Künstler aus der ganzen Welt beherbergende, jedoch in eine westlich-amerikanische und östlich-sowjetische Hälfte geteilte Gelehrtenrepublik. Schmidts blitzend anspielungsreiche, utopische Satire aus dem Jahre 1957 kommt als Reisebericht jenes Charles Henry Winer, fiktiven Urgroßneffen des Autors, daher. Im Nachwort stellt Dietmar Dath, Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Autor des Briefromanessays Die salzweißen Augen (2005) sowie des Romans Dirac (2006), einen überraschenden und erhellenden Vergleich zwischen Arno Schmidt und Stephen King an, der auch erklärt, warum der Amerikaner es leichter hat, ein großes Publikum zu erreichen, als der deutsche Autor.

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    Die Gelehrtenrepublik

    Makollatur

    15. February 2017 um 09:08

    Dieses schmale Buch von Arno Schmidt hat mich auf den ersten Blick sowohl überrascht als auch skeptisch gemacht: es sieht aus, als hätte jemand ein Scrabble-Spiel genommen und es wahllos auf einem Blatt Papier ausgekippt. Formale Kennzeichen von Prosaliteratur sind hier vollkommen überwunden, stattdessen besteht der Text aus einer Fülle von Interpunktionen, Versatzstücken aus der Hoch- und Popkultur, Neologismen und fremdsprachlichen Einschüben, sodass er anfänglich wie ein großes Kuddelmuddel anmutet. Erzählt wird über den Aufenthalt des Reporters Charles Henry Winer in der sog. "Gelehrtenrepublik", einer utopischen Insel, auf der sich die Genies aus Literatur und Kunst im Jahr 2008 versammeln, um fern einer vom Atomkrieg zerstörten Welt ihrer Arbeit nachzugehen. Im Stil einer Reportage bzw. eines Tagebuchs schildert der Ich-Erzähler seine Erlebnisse, die von der Durchquerung einer großen Wüste, in der Zentauren und fliegende Köpfe leben, über die Ankunft auf der Insel, ihrer Besichtigung und seiner Abreise reichen. Die Insel ist zweigeteilt, in einen amerikanischen und einen sowjetischen Teil und gibt so die politischen Umstände zur Zeit der Textentstehung wieder. Daneben wird eine Welt entworfen, wie sie hätte sein können, wenn die Großmächte der Welt die Technik der Atombombe stärker und skrupelloser eingesetzt hätten. Die Geschichte bewegt sich zwischen Sozialutopie, Politthriller und Reportage und ist für den Zeitpunkt ihrer Abfassung (1965) sehr aktuell. Die erste Verwirrung ob des seltsamen Stils weicht bald einer Sogwirkung, die der Text entwickelt. Ist erst eine Dechiffrierung vollzogen, sind die Codes entschlüsselt, dann wartet mit der "Gelehrtenrepublik" ein ungemein spannender und unterhaltsamer Roman auf den Leser. Aus diesem Grund gibt es von mir volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Die Gelehrtenrepublik" von Arno Schmidt

    Die Gelehrtenrepublik

    aaronmueller

    21. October 2010 um 23:01

    Ich habe das Buch gebraucht als Geschenk bekommen und hatte zuvor noch nie etwas von Arno Schmidt gelesen. Ich wurde also ungewollt und eiskalt ins tiefe Wasser geworfen. Anfangs hatte ich Probleme beim lesen, da Satzzeichen sehr spärlich verwendet wurden und wenn dann in einer ganz anderen Bedeutung. Das ganze Buch besteht so ziemlich aus einem Satz. Der Text liest sich so, als würde man nur die Gedanken von Arno Schmidt lesen, den Rest der fehlt muss man sich dazu denken. Das Buch spielt zu einer Zeit, in der gerade ein Atomkrieg durchlebt wurde. Um das Wissen der Menschheit zu sichern, wurde ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem 500 der "kostbarsten" Wissenschaftler, Gelehrten und Intelligenten Menschen auf einer fahrbaren künstlichen Insel untergebracht wurden. Der Hauptdarsteller (ein Reporter) hat die Erlaubnis bekommen, ein paar Stunden auf dieser Insel zu verbringen. Um allerdings dort hinzukommen, muss er durch ein Gebiet, in dem durch den Atomkrieg deformierte und verstellte Wesen leben. Auf der Insel selbst versucht er seine Zeit dort so sinnvoll wie möglich zu verbringen und macht so manche Entdeckung. Doch auf dieser Insel geht es genauso zu, wie auf allen anderen Teilen des Planeten. Die stählerne Insel ist in zwei Teile (amerikanisch, sowjetisch) getrennt, dazwischen befindet sich eine neutrale Zone für die Verwaltung. Auf seinem Rundgang spürt er die Verfeindung der beiden Teile. Auch die Bewohner der Insel sind keine heiligen, sie vergewaltigen die Wesen auf dem Land, sind faul und engstirnig. Gegen Ende kommt es dann zum Ausbruch, als beide Seiten die Antriebsmotoren in gegengesetzter Richtung drehen, weil sie sich nicht einig sind. Der Reporter ist froh, die drehende Insel in letzter Minute verlassen zu können. Auch wenn der Schreibstil von Arno Schmidt sehr gewöhnungsbedürftig ist, kann ich es all denjenigen weiterempfehlen, die mal etwas neues ausprobieren wollen.

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  • Rezension zu "Die Gelehrtenrepublik" von Arno Schmidt

    Die Gelehrtenrepublik

    Steffen

    23. February 2010 um 23:11

    Der etwas andere Roman. Schmidt konstruiert eine mögliche Welt, wie sie nach drei Weltkriegen aussehen könnte. Man möchte meinen, die gewaltige Zerstörung der Länder habe die Menschen endlich zur Vernunft gebracht - doch dem ist nicht so. Selbst in der "Gelehrtenrepublik" herrschen Zustände wie im Kalten Krieg. Was mit zukünftigen Technologien in solcher politischen Spannung für unmoralische Experimente betrieben werden können und was sich für das Selbstverständnis des Menschen daraus ergibt, hält Schmidt in Form eines Reiseberichtes fest, der keine sprachlichen Grenzen kennt.

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  • Rezension zu "Die Gelehrtenrepublik" von Arno Schmidt

    Die Gelehrtenrepublik

    andreashburg

    30. October 2008 um 16:06

    Arno Schmidt zeigt mit diesem Buch: Er ist der größte Humorist deutscher Sprache.

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