Arno Specht

 4,8 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf von Arno Specht

Arno Specht hat in den Sechziger- und Siebzigerjahren Werke russischer Autoren, darunter Konstantin Michailowitsch Simonow und Juri Rytchëu, ins Deutsche übertragen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Arno Specht

Cover des Buches Traum im Polarnebel (ISBN: 9783293404571)

Traum im Polarnebel

 (38)
Erschienen am 06.11.2015
Cover des Buches Geisterstätten Leipzig (ISBN: 9783897739284)

Geisterstätten Leipzig

 (2)
Erschienen am 28.02.2014
Cover des Buches Geisterstätten Berlin (ISBN: 9783897737549)

Geisterstätten Berlin

 (2)
Erschienen am 31.10.2014
Cover des Buches Die Liebenden von Taschkent (ISBN: 9783935597531)

Die Liebenden von Taschkent

 (0)
Erschienen am 28.02.2020
Cover des Buches Traum im Polarnebel (ISBN: 9783293206908)

Traum im Polarnebel

 (0)
Erschienen am 09.03.2015

Neue Rezensionen zu Arno Specht

Cover des Buches Geisterstätten Leipzig (ISBN: 9783897739284)RoxasRias95s avatar

Rezension zu "Geisterstätten Leipzig" von Arno Specht

Wissenswerte Details zur Geschichte bekannter Lost Places
RoxasRias95vor 3 Monaten

Ein sehr gelungenes Werk zum Thema Lost Places in Leipzig. Da ich mich bereits seit meiner Kindheit für verlassene Orte interessiere und mich auch schon selbst auf dem ein oder anderen Gelände herum getrieben habe, kannte ich die meisten Locations. Neu waren für mich aber die Geschichten zu den Gebäuden, insbesondere wenn diese in der damaligen Form heute nicht mehr existieren. Sehr interessant! Ich war bis zur letzten Seite gefesselt und habe das Buch in einem Rutsch verschlungen. 

Mir fehlten allerdings ein paar Leipziger Klassiker (z. B. : Lindenauer Hafen, Bowlingtreff, Hotel Astoria, usw.). Material für einen 2. Band wäre also sicher vorhanden. 

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Cover des Buches Traum im Polarnebel (ISBN: 9783293404571)Lese_Lisels avatar

Rezension zu "Traum im Polarnebel" von Juri Rytchëu

Sehr besonderes Buch aus der Eiswüste im östlichsten Sibirien
Lese_Liselvor 5 Monaten

Traum im Polarnebel ist eines dieser ganz besonderen Bücher, die ich am liebsten immer wieder lesen würde. Es wurde mir von einer Schülerin vor mehr als 15 Jahren so enthusiastisch ans Herz gelegt, dass ich es mir sofort besorgen musste.

Inhalt

Der junge Kanadier John Mc Lennan ist mit einem amerikanischen Expeditionsschiff ins Tschuktschengebiet gekommen. Nach einem Unfall hat er keine andere Wahl, als sich den in der Nähe lebenden Tschuktschen anzuvertrauen, die ihn auf Hundeschlitten durch die eisige Tundra im äussersten sibirischen Norden zu einer Schamanin transportieren. Die alte Kelena amputiert ihm die vom Wundbrand befallenen Finger und rettet John damit das Leben. Als dieser wieder zur Küste zurückgebracht wird, ist sein Schiff jedoch ohne ihn in See gestochen. Er muss als einziger Weisser bei den Tschuktschen überwintern. Aus Misstrauen, Ärger und anfänglicher Verzweiflung wird Freundschaft, tiefes Interesse und sogar Liebe. John lernt die Tschuktschen und ihre Lebensweise kennen und schätzen, er wird einer der ihren. Wie wird er sich entscheiden, wenn wieder ein mal ein Schiff der Weissen die Tschuktschensiedlung Enmyn anlaufen wird?

Leben in der Eiswüste

Juri Rytchëu weiss, wovon er spricht, wenn er das Leben der Tschuktschen beschreibt. Seine Mutter war Inuit, sein Vater Tschuktsche. Er ist inmitten der traditionellen Bräuche der Tschuktschen aufgewachsen und erst später durch Seeleute in Kontakt mit den Russen gekommen. Seine Beschreibungen sind von ausserordentlicher Kraft und Schönheit. Eindringlich bringt er einem das Leben der Tschuktschen in der lebensfeindlichen, eisigen Tundra näher, beschreibt Bräuche, Jagd und Sozialleben so anschaulich, dass man in Gedanken vollkommen eintauchen kann in diese fremde Lebensweise. Seine Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig, die Beschreibung der arktischen Landschaft brilliant.

Blau schimmerten der endlose Schnee, blau die Hügel, die Anhöhen und Schneewehen und auch der Himmel mit seinen hell blinkenden Sternen, und die Schlittenspuren, Hunde, Zugriemen und Tokos Iltisfellumrahmtes Gesicht.

Rytchëu bewahrt dabei einen klaren Blick für die Härte des Lebens in der Tundra. Seine Schilderungen sind nie verklärend oder beschönigend und Lichtjahre entfernt von irgendwelchem Ethnokitsch und neoschamanischem Geplänkel. Die Geschichte ist spannend und absolut fesselnd. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

„Ein Schiff wird dich in dein warmes Heimatland zurückbringen, zu Deinen Eltern und Verwandten. Dein Leben bei uns wird dir später wie ein Traum vorkommen… ein Traum, an den man sich nur undeutlich erinnert. Ein Traum wie im aufziehenden Nebel“

John, die eisige Landschaft, die Bräuche und die Tschuktschen wachsen einem so ans Herz, dass das Buch viel zu schnell zu Ende ist.

Der Mond ging auf. Schatten lagen in den Fußspuren und krochen hinter das Packeis. Wenn sich dann am unendlichen Horizont der erste Jäger zeigte, bedeckten die vielfarbigen Bänder des Polarlichts bereits die nördliche Hälfte des sternenübersäten Firmaments.

Absolute Leseempfehlung!

Bibliografische Hinweise:

Traum im Polarnebel ist als neue Jubiläumsausgabe erhältlich (TB und Ebook):

Übersetzt von Arno Specht
Unionsverlag
August 2016 – 376 Seiten

Gelesen im Jahr 2001

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Cover des Buches Geisterstätten Leipzig (ISBN: 9783897739284)Leuchtturmwaerterins avatar

Rezension zu "Geisterstätten Leipzig" von Arno Specht

Rezension zu Geisterstätten - Leipzig
Leuchtturmwaerterinvor 2 Jahren

Inhalt:
Je mehr Leipzig boomt und zur neuen Hipster-Metropole wird, desto seltener und wertvoller werden die „Geisterstätten“ der Stadt: Orte, die einst von Bedeutung waren, heute aber nur noch von ihrer Vergangenheit erzählen. Wo früher Menschen wohnten, arbeiteten oder sich kurieren ließen, herrschen heute Ruhe und Verfall.

Vierzehn solcher vergessenen Orte in Leipzig und Umgebung werden hier vorgestellt, darunter der morbide Bahnhof in Leipzig-Leutzsch, die märchenhafte, vom Wind durchwehte Heilanstalt Dösen und das einst so mondäne Messehaus für Buchgewerbe und Graphik.

Das Buch fängt in stimmungsvollen Bildern den Zauber dieser geheimnisvollen Orte ein. Es ist ein außergewöhnlicher Begleiter durch ein Leipzig fernab des Großstadttrubels: vergessen, verlassen, still und oft genug voll schaurigem Charme.

Quelle: Jaron Verlag

Meinung:
Leipzig, eine Stadt mit vielen Fassetten und tollen "vergessenen" Ecken. Die Autoren haben in diesem Buch 14 dieser Orte wunderbar aufbereitet. Mit tollen Hintergrundinfos zu dem jeweiligen Gebäude und der Geschichte, die es beinhaltet.
Leipzig ist einer dieser Orte, die noch viel DDR-Charme versprühen in solchen alten Gebäuden. Für Menschen, die noch nie in Leipzig waren und die vielleicht (wie ich selbst) auch nicht in Ostdeutschland aufgewachsen sind, hat das Buch viele tolle geschichtliche Infos parat. Mit diesem Buch lernt man wohl mehr über die ostdeutsche Vergangenheit, als in so manchem Geschichtsunterricht. Man liest von Abhörvorrichtungen der Stasi und den  Beeinflussungen der DDR-Führung in das Leben der Sportler. Viele Firmen wurden in der Zeit der DDR Volkseigentum und hatten VEB vor dem Namen stehen. 

Fazit:
Die Mischung aus tollen Bildern und geschichtlichen Hintergrundinfos zu den verschiedenen Orten, macht dieses Buch zu einem grandiosen Lese- und Betrachtungserlebnis. Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen und die Lust Leipzig auf seine ganz eigene Art und Weise kennenzulernen ist groß.

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