Arno Specht Geisterstätten Berlin

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Inhaltsangabe zu „Geisterstätten Berlin“ von Arno Specht

„Urban Exploration“, die Erkundung ehemals bedeutungsvoller und lebendiger, heute aber verwaister Orte inmitten pulsierender Metropolen, zieht immer mehr Menschen in ihren Bann. Schon der Künstler Ernst Barlach schrieb einst: „Ruinen besuchen ist ein melancholisches Vergnügen, ähnlich wie Geschichte lesen.“ Arno Specht ist ein leidenschaftlicher Ruinen-Abenteurer. Mit seinem Buch „Geisterstätten“, in dem er erstmals „Verlassene Orte in Berlin und Umgebung“ in faszinierenden Fotos und stimmungsvollen Texten beschrieb, traf er den Nerv der Zeit. Die fesselnden Geschichten und die exzellente Bebilderung machten sein Werk schnell zu einem Topseller. Nun hat sich Specht erneut auf die Suche nach weithin unbekannten Berliner Orten voll schaurigen Charmes begeben und sein Buch komplett aktualisiert. Zu den „Geisterstätten“, die er neu aufspürte, gehören zum Beispiel die Irakische Botschaft in Pankow, wo man noch heute das Inventar, das die Diplomaten von Saddam Hussein zurückließen, bestaunen kann, und das ehemalige Militärgelände bei Jüterbog und Sperenberg, das fast zum Berliner Großflughafen umfunktioniert worden wäre. Viele der bereits aus der ersten Ausgabe bekannten Objekte wie die geheimnisumwitterten Gemäuer der ehemaligen Heilstätten in Beelitz und die ausgediente Überwachungsstation des US-Militärs auf dem Teufelsberg hat er erneut besucht und den aktuellen Zustand in Wort und Bild festgehalten. Mit „Geisterstätten Berlin“ lädt Arno Specht zu einer atemberaubenden Reise in längst vergangene Welten ein. Auf mitreißende Weise lässt er 14 vergessene Orte ihre eigene Geschichte erzählen.
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    Geisterstätten Berlin
    Marakkaram

    Marakkaram

    03. October 2016 um 20:51

    Diese Rezension bezieht sich auf die Neuauflage, da die Erste leider 4 Jahre nach ihrem Erscheinen überarbeitet wurde. Ich persönlich finde es schade, dass man wohl gleich ganze Kapitel ausgetauscht hat, weil es diese Ruinen schon nicht mehr gibt. Lieber wäre es mir gewesen, man hätte einfach einen 2. Band herausgebracht. Desweiteren wurden die Texte überarbeitet und einige Fotografien durch aktuellere ausgetauscht. Hätte nicht unbedingt sein müssen - ich suche jetzt nach der ersten Auflage um zu sehen, was mir entgangen ist. Denn eins muss man dem Buch lassen, es ist unheimlich interessant. Vorgestellt werden 14 vergessene Orte in Berlin und der näheren Umgebung, wie die Beelitzer Heilstätten, das Ballhaus Riviera in Grünau, der Spreepark und das Futtermittelwerk in Rüdersdorf, um nur Einige zu nennen. Mir gefallen die teilweise großartigen Fotos, die die Emotionen des Vergessenen und Vergessens toll einfangen.Doch es gibt auch Fotos, die mir persönlich zu klein abgedruckt sind und so oftmals nicht 100% wirken können. Das Buchformat ist zwar schön und handlich, aber dann gerne ein paar Seiten mehr und alle Fotos mindestens auf halbseitigem Format. Arno Spechts Texte sind informativ, seriös, teilweise sehr nachdenklich stimmend, aber immer ohne Effekthascherei. So wird beispielsweise bei den Beelitzer Heilstätten von einem tödlichen Unfall eines (Amateur) Fotomodels gesprochen (2008), bei einem anderen Verlag heisst es dazu, dass sie von einem Fetisch-Fotograf getötet wurde, der sie mit einer Bratpfanne (!) schlug und würgte, bevor er sich an der Leiche verging...Fazit: Ein Muss für jeden, der sich für Lost Places interessiert und ein Appetizer für alle, die noch nicht so recht wissen, ob es sie interessiert und erstmal mit einem kleinen, günstigeren Band beginnen wollen. Ich kann es nur empfehlen und schonmal vorwarnen, dass es mit Sicherheit nicht bei einem Band bleiben wird.

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