Arno Stern

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Alle Bücher von Arno Stern

Wie man Kinderbilder nicht betrachten soll

Wie man Kinderbilder nicht betrachten soll

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Erschienen am 01.03.2012
Mein Vater – mein Freund

Mein Vater – mein Freund

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Erschienen am 01.03.2011
Die Expression

Die Expression

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Erschienen am 29.05.2017
Das Malspiel und die Kunst des Dienens

Das Malspiel und die Kunst des Dienens

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Erschienen am 01.03.2015
Das Malspiel und das Leben

Das Malspiel und das Leben

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Erschienen am 20.08.2018
Die Spur

Die Spur

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Erschienen am 25.04.2017

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Rezension zu "Wie man Kinderbilder nicht betrachten soll" von Arno Stern

Rezension zu "Wie man Kinderbilder nicht betrachten soll" von Arno Stern
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Noch bevor kleine Kinder beginnen, die Wörter und den Reichtum der Sprache zu entdecken, beginnen sie, wenn man ihnen die entsprechenden Materialien zur Verfügung stellt, zu malen. Bilder entstehen da, mit denen die eifrigen und ehrgeizigen Erwachsene nichts anfangen können, und deshalb gleich daran heruminterpretieren oder gar die Bilder bewerten.

Der 1924 geborene Arno Stern ist der Begründer des sogenannten Malorts, eines geschützten Raumes, in dem Kinder frei von jeder (kunsterzieherischen) Erwartung ihre Spuren auf dem Papier ziehen können. In langen Jahren der Arbeit mit Kindern hat er festgestellt, dass die Kinder ihre Bilder aus den gleichen eigentümlichen Figuren zusammensetzen. Auf vielen Forschungsreisen in z.T sehr abgelegene Teile der Welt fand er bei pädagogisch völlig unbeeinflussten Kindern die gleichen Gebilde in der gleichen Reihenfolge. Er nannte dieses Phänomen „Formulation“, ein zeichnerisches Gefüge, das allen Menschen wie eine Art genetisches Programm innewohnt.

Es sind pränatale, perinatale und frühkindliche Erinnerungen und Eindrücke, die die Kinder da in ihren Bildern verarbeiten. Mit dieser Auffassung stand Arno Stern viele Jahrzehnte gegen die herrschende wissenschaftliche Meinung. Doch seit einiger Zeit haben neue Forschungen und Erkenntnisse aus der Epigenetik, der Hirnforschung und der Embryologie Sterns Erkenntnisse bestätigt.

Das vorliegende Buch ist eine mit vielen farbigen Beispielen versehene Einführung in seine Methode, eine konsequente Absage an jede Kunsterziehung, Es ist deshalb nicht nur für Eltern, sondern für alle Menschen, die in Kindergarten, Schule oder Therapie mit Kindern und deren Bildern arbeiten eine wichtige Korrektur bisheriger Auffassungen und Praxis.

Und so wie das Kind laut Stern in seinem ureigenen Tempo mit Pinsel und Farbe umgehen soll, so soll auch sein weiteres Aufwachsen frei sein, jenseits von erzieherischer Kontrolle und ständiger Beobachtung.

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Rezension zu "Mein Vater – mein Freund" von Arno Stern

Rezension zu "Mein Vater – mein Freund" von André Stern
WinfriedStanzickvor 8 Jahren

Schon seit längerer Zeit kann man im Verhältnis zwischen Eltern und ihren Kindern eine wachsende Unsicherheit feststellen. Die Eltern, oft selbst noch nicht richtig erwachsen geworden, haben Probleme, in eine sichere und klare Elternrolle hineinzufinden. Sie wollen ihren Kindern Freunde sein und enthalten ihnen dabei wichtige elterliche Autorität vor.
Aus Angst vor einer als unsicher imaginierten Zukunft pressen insbesondere Mittelschichteltern mit einer gewissen Bildung ihre Kindern hinein in ihre Erwartungen und lassen sie vor lauter Förderung nicht mehr richtig Kind sein.
Der Pädagoge und Therapeut Wolfgang Bergmann hat dazu gerade ein Buch veröffentlicht („Lasst eure Kinder in Ruhe“, Kösel 2011) , in dem er nicht nur dafür plädiert, dass Eltern wieder ihren eigenen Intuitionen vertrauen, sich und ihren Kinder vor allen Dingen Zeit und gegenseitiges Zuhören schenken sollen, sondern leidenschaftlich dafür wirbt, sich gegen den allgegenwärtigen Förderwahn zu wehren und aus einem System auszusteigen, dass unseren Kindern die Kindheit stiehlt.

Wie insbesondere Väter ihren Söhnen gegenüber ein lebenslanges Verhältnis von Freundschaft, Achtung und Liebe entwickeln können, zeigt dieses autobiographische Zeugnis von Arno und Andre Stern. das unter dem Titel „Mein Vater, mein Freund“ erschienen ist und „das Geheimnis glücklicher Söhne“ beschreibt. Vater und Sohn, die zusammen hier ihre von Vertrauen und Liebe geprägte Lebens- und Familiengeschichte erzählen, wollen keine Ratschläge erteilen und Vorschriften machen. Und dennoch lernt man auf fast jeder Seite etwas über ein Vater-Sohn-Verhältnis, das den Sohn stärkt. Der Vater ist dem Sohn eine Stütze, von klein auf bis hinein in das Erwachsenenalter.

Es ist eine bewegende Geschichte einer Beziehung, die den Leser dazu anregen möchte, über sein eigenes Leben nachzudenken und, wenn er eigene Kinder bzw. Söhne hat, nach für sich passenden Lösungen zu suchen.

Es ist für mich, der ich in dem Buch eine wahre Schatzgrube für mein Verhältnis zu meinem Sohn entdeckt habe, gar nicht vorstellbar, dass man als Vater dieses Buch unberührt im doppelten Sinn zur Seite legt.

Die bewegende Geschichte einer gelungenen Vater-Sohn-Beziehung, aus der man als Vater viel lernen kann.

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