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Soeren

vor 4 Jahren

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Gleich von Beginn an beginnt „Das Skript“ rasant. Eine Frau wurde entführt und ein ebenso neues wie ungleiches Polizistenduo  fängt an zu ermitteln. Die Handlung geht Schlag auf Schlag, so dass du als Leser kaum zum Nachdenken kommst. In jedem Kapitel erfährst du etwas Neues, das die Geschichte vorantreibt. Unterbrochen wird die spannende Jagd lediglich durch Einspieler aus der Sicht der Entführten. Das macht einem das Opfer sympathischer und zeigt die sadistische Ader des Täters (ein Fest für alle, die Folter und Blut lieben), später allerdings wirken die ständigen Unterbrechungen störend.

Aber nicht bloß die Einspieler wirken in der zweiten Romanhälfte etwas anstrengend, auch die Ermittlungen drehen sich auf einmal nur noch um ein bestimmtes Umfeld. Alternative Möglichkeiten werden kaum bis gar nicht mehr ins Auge gefasst. Einziger Lichtblick: der auf seine fiese Art recht witzige Lektor Lorth.

Die Auflösung des Thrillers gestaltet sich meiner Meinung nach leider nicht wirklich überraschend oder einleuchtend. Letztendlich kam eigentlich fast nur noch diese Person dafür in Frage. Das Aha-Erlebnis blieb auf jeden Fall aus.

Nichtsdestotrotz war es eine angenehme und spannende Unterhaltung, sodass ich nichts dagegen hätte in einem anderen Strobel-Roman wieder mit dem Ermittlerteam Matthiessen & Hartmann zu tun zu bekommen.

Autor: Arno Strobel
Buch: Das Skript
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