Arno Strobel Der Trakt

(25)

Lovelybooks Bewertung

  • 21 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 8 Rezensionen
(7)
(6)
(10)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Trakt“ von Arno Strobel

'Und wer bist du wirklich?' Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen? DAISY steht für Digital Accessible Information System und ist der Name eines weltweiten Standards für Multimedia-Dokumente. Die DAISY-Hörbücher des Argon-Verlages verbinden Hörbücher im MP3-Format mit Textelementen des Booklets. Ein DAISY-Hörbuch besitzt weitreichende Navigationsmöglichkeiten: Der Benutzer kann etwa von Kapitel zu Kapitel oder von Satz zu Satz springen. Dabei kann die Sprechgeschwindigkeit reguliert werden, der Benutzer kann zudem beliebig viele Lesezeichen platzieren. DAISY-Hörbücher können entweder mit einem speziellen Abspielgerät oder über den Computer genutzt werden: Die Softwares DAISY-Leser und Max DaisyPlayer sind Freewares und auf dieser CD enthalten. Die meisten handelsüblichen MP3-Player spielen DAISY-Hörbücher ebenfalls ab, allerdings ohne DAISY-Funktionalität.

Gut nebenbei zu hören, nicht wirklich etwas zum Mitdenken, da die Hauptperson sich reichlich dumm anstellt.

— Thaliomee

Beklemmende Spiel um Wissen, Glauben, Vertrauen, Misstrauen

— cybersyssy

Stöbern in Krimi & Thriller

Memory Game - Erinnern ist tödlich

Wer einen guten Psychothriller sucht, sollte sich "Memory Game" zur Hand nehmen.

MareikeUnfabulous

Die Bestimmung des Bösen

Spannend bis zum Ende!

Blubb0butterfly

AchtNacht

Ein bedrückender, nachdenklich machender Thriller.

PettiP

Angstmörder

Sehr interessanter Thriller mit einem außergewöhnlichen Ermittlerteam, das mich total überzeugen konnte. Grandioses Debüt!!!

claudi-1963

Die Party

Sehr empfehlenswert!

tardy

Nachts am Brenner

Sehr komplexer Fall im schönen Südtirol

silvia1981

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Spannende Geschichte, leider viele Logikfehler bei der Hauptfigur

    Der Trakt

    Thaliomee

    11. August 2016 um 19:28

    Sybille wacht im Krankenhaus auf, vermutlich hat sie einen Unfall gehabt. Sie findet keine Verletzungen und fragt den Arzt. Mehr als ihr eigener Zustand interessiert sie, wie es ihrem Mann und ihrem Sohn geht. Als der Arzt ihr erklärt, sie habe keinen Sohn, will Sybille das nicht glauben. Schnell merkt sie, dass sie auch nicht in einem normalen Krankenzimmer ist, sie ist eingesperrt. Ihr gelingt es zu fliehen und ihr einziger Gedanke ist, zu ihrem Sohn zu kommen und sich zu überzeugen, dass es ihm gut geht. Per Anhalter fährt sie zu ihrem Haus und ist erleichtert, als ihr Mann ihr die Tür öffnet. Doch ist wenig begeistert und erkennt Sybille nicht wieder. Er wirft ihr vor, die Identität seiner Frau gestohlen zu haben und behauptet keinen Sohn zu haben...In diesem Buch begleiten wir Sybille Aurich auf ihrer Flucht, ohne selbst genau zu wissen wovor sie Angst haben muss. Immer wieder tauchen Menschen auf, die ihr helfen wollen und nie ist sicher, ob Sybille ihnen trauen kann. Ein spannendes Buch, allerdings stellt sich die Hauptperson manchmal etwas merkwürdig an. Offensichtliche Hinweise werden manchmal ignoriert so, dass falsche Fährten verfolgt werden. Im großen und ganzen aber okay.

    Mehr
  • Wo ist Lukas?

    Der Trakt

    NiWa

    Sibylle wacht aus dem Koma auf. Das Essen beim Griechen, der Park, der Überfall - daran erinnert sie sich noch. Klar ist für sie auch, wer sie ist: Sibylle Aurich, sie ist 34 Jahre alt, Ehefrau und vor allem Mutter. Oder etwa nicht?Sibylles Welt nach dem Koma läuft irgendwie verkehrt herum. Sie scheint sich zwar an ihr Leben erinnern zu können, aber ihr Leben nicht an sie. Ihr Mann meint, dass sie eine völlig fremde Frau für ihn ist, ihre beste Freundin erkennt sie nicht und von ihrem Sohn Lukas hat noch nie jemand etwas gehört. Hundert Fragen brennen Sibylle auf der Seele, aber die wichtigste davon ist: Wo ist Lukas?Ich habe mich bisher noch nicht mit dem Autor beschäftigt, obwohl mich seine Thriller schon länger locken. Die kurzen prägnanten Titel, die dunklen Cover und die brisanten Klappentexte deuten auf außerordentliche Spannungsliteratur hin. Leider konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden, vielleicht waren sie auch zu hoch gesteckt.Zuerst muss ich sagen, dass „Der Trakt“ ein passabler Thriller ist. Von Anfang bis Ende wird Sibylles Erwachen packend erzählt und bereits die erste Passage läutet ein Verwirrspiel ein, das bis zu guter Letzt aufrecht erhalten wird, aber leider nur mäßig spannend ist.Schon während der ersten Szenen ahnt man als erfahrener Thrillerleser, in welche Richtung die Geschichte geht. Zwar liegen die Hintergründe im Dunkeln, was doch noch einen gewissen Reiz verströmt, aber man weiß irgendwie sofort, was hier wohl passiert sein könnte.Mit der Protagonistin Sibylle konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, weil ich sie von Beginn an als anstrengend und hysterisch empfand. Es ist zwar durchaus nachvollziehbar, dass man in einer solchen Situation die Nerven verliert, aber einige Stunden nach dem Erwachen müsste auch ihr bewusst sein, dass sie mit der ständigen Frage „Wo ist Lukas?“ einfach nicht weiterkommt.Vielleicht lag es an der Hörbuchversion, doch nach einiger Zeit bin ich schon richtig zusammengezuckt, wenn Sibylle fahrig „Wo ist Lukas?“ oder einfach nur „Lukas“ geraunt hat, obwohl sie diese Frage zum gefühlt hundertsten Mal den beteiligten Nebenfiguren stellt.Der Handlungsablauf hat mich stark an einen Blockbuster im Fernsehen erinnert und besonders gut hat mir das Rätselraten um die Nebenfiguren gefallen. Wer ist Freund? Wer der Feind? Und die Frage nach dem Motiv blieb lange Zeit ungeklärt, wodurch ich mir laufend meine eigenen Theorien zurechtgelegt habe. Die Auflösung ist meiner Meinung nach mittelmäßig und erinnert ebenso stark an einen etwas überzogenen Fernsehfilm, der nach dem üblichen Schema aufgeklärt wird.Meiner Ansicht nach unterscheidet sich „Der Trakt“ kaum vom üblichen Einheitsbrei und ist mit den typischen Thrillerzutaten gewürzt. Es ist für mich ein Thriller, der Zwischendurch für Zerstreuung, aber nicht unbedingt für Begeisterungsstürme sorgt.

    Mehr
    • 10
  • Leider gar nicht meins ...

    Der Trakt

    angi_stumpf

    08. October 2015 um 13:23

    Die Geschichte: Sibylle Aurich erwacht in einem seltsamen Krankenhaus und wird sehr misstrauisch, als ihr ein Arzt erzählt, sie hätte zwei volle Monate im Koma gelegen. Kurz darauf gelingt ihr die Flucht und damit beginnt eine lange Suche nach der Wahrheit – und vor allem nach ihrem Sohn Lukas. Sie kann sich noch erinnern, dass er von einem Mann entführt wurde. Doch dann der Schock: ihr eigener Mann erkennt sie nicht mehr und leugnet obendrein, dass sie jemals ein Kind gehabt hätten. Hat sie das alles nur geträumt? Was ist Realität und was ist Fiktion? Meine Meinung: Die Story klang eigentlich ganz spannend und ich mag die Bücher von Arno Strobel auch immer sehr gerne, aber hier wurde ich leider herb enttäuscht. Das fing schon mit den Charakteren an, die ich einfach allesamt nicht sympathisch finden konnte, am wenigsten die Hauptpersonen. Sibylle war anfangs noch ganz ok in ihrer Verwirrtheit, aber dann nervte sie zunehmend, was auch an oft völlig irrationalem Verhalten lag und daran, dass sie Offensichtliches einfach nicht kapieren wollte. Das hat sie gemeinsam mit einigen anderen Figuren, deren Verhalten aber wenigstens im Nachhinein noch etwas erklärbar wurde. Die Geschichte ist nur ganz am Anfang etwas spannend, doch das lässt leider ganz schnell nach. Durch die Informationen, die man erhält, ist man sehr früh in der Lage, sich die Zusammenhänge vorzustellen. Und ab diesem Punkt wurde es immer nerviger und nerviger – und sehr unglaubwürdig. Auf der Suche nach der Wahrheit und nach Lukas geht Sibylle völlig seltsame Wege und ignoriert konsequent logische Ansätze – und das zieht sich über viele CDs, um die Geschichte irgendwie am Laufen zu halten. Als Hörer konnte ich mich nur noch aufregen und hätte die Figuren am liebsten angebrüllt, damit sie endlich mal ihr Hirn einschalten und logisch denken. Es war ein bisschen wie in einem Horrorfilm, bei dem man tatenlos zusehen muss, wie sich die Darsteller in dämliche, ausweglose Situationen bringen. Die Auflösung war dann also in keinster Weise überraschend, nur einige Personen sorgten während der Geschichte für ein paar Wendungen, weil man nie so genau weiß, wem Sibylle vertrauen kann und wem besser nicht. Fazit: Leider extrem durchschaubar, es zieht sich so in die Länge und von logischem Verhalten der Protagonisten fehlte oft jede Spur. Hat mich leider meist genervt und nicht wirklich gut unterhalten.

    Mehr
  • Was und wo ist der Trakt?

    Der Trakt

    cybersyssy

    22. April 2015 um 14:53

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘ Strobel hat ein perfides Spiel mit Glauben, Misstrauen, Vertrauen und Verrat geschaffen, welches den Leser immer wieder neue Ideen zur Lösung haben lässt. Die unterschiedlichen Handlungsstränge finden nach und nach zueinander und der erste Eindruck bestätigt sich nicht immer, aber manchmal. Am Ende ist jedes Puzzleteil an seinen Platz gefallen und ergibt ein erschreckendes Ganzes. Die Figuren sind lebhaft, wenn auch manchmal ein wenig farblos, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Die Reaktionen und Aktionen der Charaktere bergen auf jeden Fall viel Spielraum für Überraschungen und diese lassen die Spannung wellenförmig daher kommen. Der Autor hat einen locker-flockigen Schreibstil, der der Situation angepasst ist. Mal geht es kurz-knackig zu, mal wird detailfreudiger beschrieben, weil es einerseits in die Situation passt und andererseits einfach an der Reihe ist. Tanja Geke hat die Story sehr gut gelesen und ihr Leben eingehaucht - man hörte z. B. genau, wenn eine Figur nach Luft schnappt oder außer Atem ist. Ich vergebe gern 5 Sterne für dieses beklemmende Spiel um Wissen, Glauben, Vertrauen, Misstrauen. ‘*‘ Klappentext ‘*‘ Was, wenn du aufwachst und nichts ist, wie es war? Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall - all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?

    Mehr
  • Rezension zu "Der Trakt" von Arno Strobel

    Der Trakt

    Nijura

    04. October 2011 um 13:47

    Ein einziger Albtraum Sybille Aurich wacht nach einem schrecklichen Albtraum in einem seltsamen Krankenhauszimmer auf. Der Raum hat keine Fenster und der Arzt, der erscheint um nach ihr zu sehen, glaubt ihr nicht, als sie ihm von ihrem verschwundenen Sohn erzählt. Als ihr der Arzt unheimlich wird, überwältigt sie ihn und flieht aus dem Kellergeschoss auf die Straße. Dort liest sie eine ältere Frau auf und fährt sie nach Hause. Doch ihr Mann und ihre beste Freundin Elke erkennen sie nicht und wissen auch nichts von einem Sohn namens Lukas. Völlig verwirrt beginnt Sibylle nach dem Grund zu suchen, warum sie niemand kennt und wo zum Teufel steckt Lukas? Sie begegnet bei der Wahrheitsfindung vielen Personen, die es alle anscheinend gut mit ihr meinen und ihr helfen wollen, aber nicht allen kann sie trauen... ******************************************************** Arno Strobel versteht es geschickt den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Man ist genauso ratlos wie Sybille und durch verschiedene Wendungen, werden alle Vermutungen, die man schon aufgebaut hatte, wieder verworfen. Kaum beginnt man jemanden zu glauben, wird dieses Vertrauen auch schon wieder in Frage gestellt... Die Spannung hält sich konstant bis zum völlig unerwarteten Schluss. Fazit: Superspannender, fesselnder Psychothriller mit einer Protagonistin, sie sehr sympathisch ist Absolute Leseempfehlung!

    Mehr
  • Rezension zu "Der Trakt (Hörbestseller)" von Arno Strobel

    Der Trakt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. September 2011 um 21:36

    Arno Strobel wurde mir als Autor von Lovelybooks nahe gebracht durch einer der wunderbaren Livestream-Lesungen, die ich nur jedem Literaturbegeisterten empfehlen kann. Autor Strobel ist ein hervorragender Krimierzähler und dazu noch ein humorvoller, angenehmer Mann, der auf dem Boden geblieben ist, trotz seiner Erfolge. Dieser Krimi ist wieder allerfeinste Hochspannung, allerdings ist die Story doch nicht wirklich vorstellbar. Aber Strobel versteht es, auch eine unwahrscheinliche Geschichte plausibel zu erzählen. Sibylle Aurich wacht nach zwei Monaten in einem abgeschlossenen Krankenzimmer auf und weiß genau, wer sie ist und dass ihr Sohn entführt wurde. Umso merkwürdiger erscheint ihr der Arzt, der sie nach dem Erwachen aufsucht und sie flieht aus dem Krankenhaus. Zuhause angekommen erkennt ihr Mann sie jedoch nicht und von ihrem gemeinsamen Sohn will er auch nichts wissen. Ein Alptraum für Sibylle. Auch alle anderen vertrauten Personen sehen in ihr nicht die Frau, für die sie sich hält. Im Gegenteil: Sibylle Aurich scheint eine andere gewesen zu sein, alle Fotos bezeugen das. Doch wer ist Sibylle dann und wie kann es sein, dass sie sich an so viele Einzelheiten erinnern kann, die aber nicht zum Leben der "echten" Sibylle zu passen scheinen. Und niemandem kann sie mehr trauen. Wer ist Freund, wer Feind? Nur Rosi scheint ihr beizustehen, die sie halbnackt nach der Flucht aus dem Krankenhaus auf der Strasse aufgelesen hat. Oder doch nicht? Eine rasante Suche nach der Wahrheit beginnt und Sibylle ist auf ihre Intuition angewiesen. Und am Ende gibt es eine erahnte Auflösung und ein Happy End. Tanja Geke liest voll Spannung und Empathie und die unterschiedlichen Rollen so prägnant, dass der Hörer sich fast in einem Hörspiel glaubt. Auch wenn die Auflösung kaum real vorstellbar ist, so kann ich das Hörbuch für ein paar Stunden der Hochspannung unbedingt empfehlen.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Trakt" von Arno Strobel

    Der Trakt

    Merleperle

    29. July 2010 um 01:10

    Story nicht ganz schlecht, aber eben auch nicht ganz neu und leider auch immer mal wieder nicht ganz nachvollziehbar. Aber immerhin gut gelesen - so bleibt man wenigstens dran ...

  • Rezension zu "Der Trakt" von Arno Strobel

    Der Trakt

    zimmer

    02. May 2010 um 13:54

    Sibylle Aurich erwacht nach zwei Monaten aus dem Koma und muss feststellen, dass ihre bis dahin unangetastete Welt nicht mehr ihr gehört: Ihr Mann und ihre beste Freundin scheinen sie nicht mehr zu erkennen, auf ihrem Hochzeitsfoto lächelt ihr eine fremde Frau entgegen und ihr Sohn Lukas ist scheinbar nicht einmal existent. Die Suche nach Lukas wird für Sibylle auch die Suche nach dem eigenen Ich: Was ist vor zwei Monaten passiert? Warum passen ihre Erinnerungen nicht mehr mit dem Leben zusammen? Und wer von den Menschen, die nun in ihrer Nähe auftauchen, will ihr wirklich helfen? Arno Strobel bedient sich in seinem ersten Psychothriller einer nicht unbekannten Thematik, die auch schon bei deutschen Thriller-Autoren des Öfteren Anklang gefunden hat (zuletzt äußerst prominent bei Sebastian Fitzeks "Splitter"). Dementsprechend muss man sich auch darauf einstellen, dass die Auflösung der Geschichte nur einen von zwei Wegen einschlagen kann und dies schlussendlich auch macht. Doch ist bei "Der Trakt" ganz eindeutig dieser Weg das Ziel! Arno Strobel gelingt es nämlich, durch ein zwar leicht klischeebehaftetes aber dennoch einnehmendes Ensemble an Nebencharakteren die Protagonistin durch eine Vielzahl an Situationen zu schleusen, die den Leser immer wieder zwischen diese beiden möglichen Wege hin- und herspringen lässt. Wem kann Sibylle nun wirklich vertrauen? Wer will helfen, wer arbeitet auf der Seite der "Bösen"? Und wer ist eigentlich dieser Hans, der ihr ständig an den Fersen klebt und dessen Sicht der Dinge immer in kurzen Szenen beleuchtet wird. Diese Darstellung des Verfolgers mitsamt seiner eigenwilligen Einstellung zu Befehlen und den Geschehnissen verleiht dem ganzen Roman eine gewisse Würze und trägt sehr zur bedrohlichen und verwirrenden Atmosphäre bei. Trotzdem läuft die Geschichte ab einem gewissen Punkt zusehends in eine der beiden Richtungen, bis im letzten Drittel alles so passiert, wie man es von der Geschichte auch erwartet. Wahnsinnige Wissenschaftler inklusive. Hier wird für meinen Geschmack etwas zu hoch gegriffen und eine Spur zu viel "Science Fiction" in die Handlung gepackt. Dummerweise reagieren die Charaktere dann auch wie in einem Science Fiction Film der frühen Siebziger, was mir persönlich nicht so geschmeckt hat. Daran muss man sich aber nicht stören. Auch wenn man an der realistischen Wahrscheinlichkeit zweifeln kann ist Strobels Geschichte auf jeden Fall weit nachvollziehbarer als so manch andere Auflösung der gleichen Thematik. Und, Hand aufs Herz, wenn man sich einem derartigen Problem in seinem Thriller widmet muss man auch davon ausgehen, dass das Ende ziemlich abgefahren ist. Was übrig bleibt ist ein gut geschriebener, spannender Psychothriller. In der Hörbuchfassung übrigens brillant dargeboten von Tanja Geke, deren Stimme absolut hervorragend zu Sibylle Aurich passt. Fans von Sebastian Fitzek und Wulf Dorn sollten einen längeren Blick darauf werfen! Ich freu mich auf jeden Fall auf mehr!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks