Die Flut

von Arno Strobel 
4,1 Sterne bei260 Bewertungen
Die Flut
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (200):
CorneliaPs avatar

lesenswerter, spannender, solider Thriller

Kritisch (11):
Nicky123s avatar

Gute Geschichte mit langweiliger Umsetzung

Alle 260 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Flut"

Grausame Morde geschehen auf der Nordseeinsel Amrum. Paare werden entführt und
nachts am Strand umgebracht. Besonders brutal: Der Mörder lässt den Mann dabei zusehen, wie seine Frau in der Flut ertrinkt.
Er hat den perfekten Plan. Sie werden ihn nicht
kriegen. Er weiß, wie er sie täuschen muss.
Sie haben keine Ahnung. Dafür hat er gesorgt.
Und er ist noch längst nicht fertig ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596198351
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:21.01.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.01.2016 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Happymountains avatar
    Happymountainvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Unterschwellige Spannung bis zum überraschenden Ende!
    Unterschwellige Spannung bis zum überraschenden Ende!

    Unterschwellige Spannung bis zum überraschenden Ende!

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    Inhalt:

    Ein Serienmörder treibt sein Unwesen auf Amrum. Er überwältigt Paare und betäubt sie. Die Frau buddelt er bis zum Kopf in den Sand ein. Den Mann fesselt er an einem Pfahl in der Nähe – mit Blickrichtung zu seiner Frau. Dann wartet er auf die Flut… und lässt den Mann zusehen, wie seine Frau ertrinkt.

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    Cover und Klappentext:

    Cover und Klappentext sind in gewohnter Strobel-Manier super und lassen es einfach nicht zu, das Buch nicht zu kaufen. Wirklich toll, finde ich den Wiedererkennungswert von Arno Strobel – Büchern. Immer schwarz mit schlichtem aber prägnantem Motiv, auf allen Büchern eine identische Schriftart, wechselnde Schriftfarben… toll!

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    Stil und Storyaufbau:

    Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Es gibt den neutralen Erzähler, der die Geschehnisse und Gefühle der Hauptfiguren wiedergibt und es gibt den Ich-Erzähler, der in diesem Fall der Serienmörder ist.

    Der neutrale Erzählstrang berichtet über zwei Pärchen, die auf Amrum Urlaub machen und über die ermittelnden Kommissare der Polizei.

    Die verschiedenen Erzählstränge lassen das komplette Buch über keine Langeweile zu.

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    Charaktere:

    Andreas und Martina – diesem Ehepaar gehört das Strandhaus, in dem die Paare Urlaub machen. Andreas ist etwas eigen. Er hält sich für sehr schlau, baggert die Frau des anderen Urlaubers an und hat schon lange keinen Spaß mehr in seiner Ehe… Martina ist die geborene Oberzicke, bzw. ob sie schon so geboren wurde ist eher fragwürdig. Anscheinend hatte sie auch mal bessere Tage. Auf jeden Fall schafft sie es sehr gut, schlechte Stimmung zu verbreiten.

    Julia und Michael – sind das komplette Gegenteil der beiden und das andere Paar im Strandhaus: sie sind noch verliebt ineinander. Michael ist Andreas Kollege. Er lässt seinen Intellekt aber nicht so heraushängen, wie Andreas das gern tut. Er ist ruhig und besonnen – manchmal für seine Freundin Julia zu sehr. Julia ist ein kleines Energiebündel, leidenschaftlich, ehrlich, schnell auf 180, …

    Die beiden Kommissare der Kripo Flensburg Harmsen und Diedrichsen sind ebenfalls seeehr gegensätzlich. Harmsen ist ein richtiger Haudegen und schießt sich schnell auf einen Verdächtigen ein. Seine Verbissenheit ist regelrecht spürbar. Diedrichsen dagegen ist der "gute Cop" - stets höflich und bemüht die Wogen zu glätten.

    Besonders die bereits angesprochenen Täten-Perspektiven in der Geschichte haben es mir aber angetan. Wir wissen lange Zeit nicht, warum der Täter mordet. Wir wissen nur, dass er etwas für ihn sehr wichtiges herausfinden möchte. Seine Sicht auf die Dinge ist oft ziemlich befremdlich… aber durchaus interessant.

    In anderen Rezensionen habe ich oft gelesen, dass die Figuren ihnen zu überspitzt seien und zu klischeehaft. Ja, da ist durchaus etwas dran. Es stört mich persönlich im vorliegenden Fall jedoch gar nicht, sondern macht das gewisse „Etwas“ aus.

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    Fazit:

    Ich habe lange mitgerätselt, wer der Täter ist. Ich habe meine Meinung ständig überworfen. In jedem Kapitel hatte ich ein anderes komisches Gefühl… im Endeffekt verhalten sich meines Erachtens einfach mehrere Leute verdächtig oder passen in das „Täterklischee“. Was soll ich sagen. Ich lag total daneben. Das Ende hat mich sooo überraschend getroffen, dass ich kurze Zeit ja erst beleidigt war und das Buch sauer zur Seite gelegt habe. Sauer auf Arno Strobel, der mich echt vollkommen an der Nase herumgeführt hat. Nach ein paar Minuten, in denen ich diese Erkenntnis verdauen musste, war ich jedoch versöhnt. Deswegen lese ich ja gern Thriller! Das Buch ist seitdem mein „Lieblingsstrobel“.

    5 von 5 Sternen!

     

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    JuliCa95s avatar
    JuliCa95vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht schlecht, war mir für einen Psychothriller aber zu wenig.
    Für einen Psychothriller zu seicht

    Die Geschichte hat mir vom Grundgedanken her, sehr gut gefallen, doch leider konnte Sie mich in der Tiefe nicht überzeugen.
    Bei einem Psychothriller habe ich mir mehr Tiefgang und mehr Spannung erwatet.
    Ich habe zwar nicht mit diesem Ende gerechnet, doch dafür haben mich die Figuren zeitweise schon sehr genervt. Ich hättee s gerne schneller gelesen, doch manchmal musste ichs chon etwas kämpfen.

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    E
    ElbeundAlstervor 8 Monaten
    Leider enttäuschend für einen Strobel

    Handlung
    Das junge Paar Michael und Julia macht Ferien auf der Insel Amrum. Dorthin wurden sie von Michaels Arbeitskollegen Andreas eingeladen, um die Zeit gemeinsam mit ihm und seiner Frau zu verbringen. Schnell wird klar, dass die vier nicht auf einer Wellenlänge sind und die Stimmung ist eher mäßig. Dann geschieht am Strand ein grausamer Mord, bei dem eine Frau stirbt, während ihr Partner dabei zusehen muss. Es scheint, als hätte es der Täter auf Pärchen abgesehen und zu allem Unglück gerät Michael in das Visier des leitenden Polizeibeamten. Die vier sind also gezwungen, auf der Insel auszuharren.

    Thematik
    Innerhalb der Geschichte kommt es immer wieder zu Perspektivwechseln zwischen den vier Protagonisten und den zwei ermittelnden Polizisten. Gelegentlich gibt es auch kurze Passagen aus Sicht des Täters. Gerade diese Passagen haben es in sich, da der Täter von enormer Intelligenz ist und Freude dabei empfindet, sein Spielchen mit der Polizei zu treiben. Der Täter ist ein absoluter Psychopath, was sehr deutlich wird, als er sich an Szenen aus seiner Kindheit erinnert.

    Es war,als presse etwas Fremdartiges Gedanken aus seinem Verstand, die er nicht denken wollte, Sogar sein umfangreicher Wortschatz bot ihm keine Möglichkeit genauer zu beschreiben, was er empfand. Nicht einmal für sich selbst, Diese Unzulänglichkeit machte ihn wütend, so sehr, dass er aufsprang, zu Sarah lief und ihr ohne Zögern seine geballte Kinderfaust ins Gesicht schlug.

    (Arno Strobel, Die Flut, S. 8)

    Ich fand die Figur des Täters sehr interessant, aber leider ist diese etwas in den Hintergrund gerückt und die Motive spielten nur am Rande eine Rolle. Insgesamt erinnerte die Handlung eher an einen Kriminalroman denn an einen Thriller.

    Die Konflikte innerhalb der Gruppe der Protagonisten hätten zur Spannung beitragen können. Denn zu der anfänglichen schlechten Laune sind dann auch noch Misstrauen und Stress hinzugekommen. Aber irgendwie liefen die Streitereien immer nach dem gleichen Schema ab und gerade die zwei Frauen gingen mir irgendwann nur noch auf die Nerven.

    Fazit
    Ich muss leider sagen, dass mich das Buch enttäuscht hat. Durch die kurzen Kapitel war das Buch zwar schnell gelesen, aber der Plot und die Figuren konnten mich nicht überzeugen.
    Die Protagonisten waren allesamt unsympathisch und haben sehr oft unlogisch gehandelt. Die Szenen aus der Sicht des Täters, sowie die Taten an sich waren sehr kurz gehalten und ein wirkliches Spannungsgefühl kam dabei nicht auf.
    Insgesamt dümpelte die Geschichte dadurch ziemlich vor sich hin.

    Sehr schade, aber wäre das mein erstes Buch von Strobel gewesen, hätte ich wohl kein anderes mehr gelesen.

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    Prinzesschns avatar
    Prinzesschnvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend bis zur letzten Seite.
    Spannend bis zur letzten Seite

    Amrum wird Zeuge grausamer Morde. Pärchen werden entführt und kaltblütig ermordert. Können Kommissar Harmsen und sein Partner den Täter finden, bevor noch weitere Menschen sterben müssen?

    Zugegeben Kommissar Harmsen ist ein eher ungemütlicher Zeitgenosse und hat mich teilweise so verärgert, dass ich ihn gerne geschüttelt hätte. Nach und nach schien er sich seinem Partner gegenüber jedoch zu öffnen und für den Leser ein wenig nachvollziehbarer zu werden. Sein Kollege war mir jedoch von Anfang an sympathisch, schien fähig und kompetent.
    Ein Ermittlerduo, das sich oft in den Haaren hatte und gegensätzlicher nicht sein könnte - dennoch, oder gerade deswegen, eine gute Mischung.
    Ebenso verhielt es sich bei den Urlaubern. Das Paar aus Julia und Michael begleitete ich gern, wohingegen ich mit Andreas und Martina nicht wirklich warm werden konnte.

    Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen. Er ist so plastisch, dass ich geradezu fühlen konnte, wie die Opfer ertranken, Julia ihrem Ärger Luft machen musste und Michael sich zu unrecht verurteilt fühlte.
    Besonders haben mir die Passagen aus der Sicht des Mörders gefallen, da ich dessen Gedankengänge und Intensionen sehr gerne nachvollziehe.

    Bis zum Schluss wusste ich nicht, wer der Mörder ist. Ich hatte mehrere Theorien, die ich ständig wieder über den Haufen werfen musste. Manche griff ich erneut auf, um sie wenig später jedoch wieder zu verwerfen.

    Ein solider Thriller und für mich ein Grund, um erneut einen Strobel zu lesen.

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    Nicky123s avatar
    Nicky123vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gute Geschichte mit langweiliger Umsetzung
    Gute Geschichte mit langweiliger Umsetzung

    Inhalt:
    Das Pärchen Michael und Julia wird von Bekannten in deren Ferienhaus auf Amrum zum gemeinsamen Urlaub eingeladen. Leider stellt sich die Frau des Bekannten als sakrastisches Miststück, der Freund selbst als aufdringlich und der dortige Nachbar als ein Spanner heraus. Und als wären diese drei Volltreffer nicht schon genug, um einen den Urlaub zu vermiesen, treibt just in diesem Moment ein Mörder auf der Insel sein Unwesen, der es explizit auf Paare abgesehen hat.

    Meine Meinung:
    Es gibt in diesem Buch zwei Erzählperspektiven: einmal wird die Geschichte aus Sicht des Täters selbst erzählt, großtteils berichtet ein Erzähler aus dritter Perspektive das Geschehen. Dabei sind die Erzählstränge des Täters für mich deutlich spannender gewesen, als der Rest der Geschichte.
    Der Autor hat der Geschichte durchweg unsymphatische Charaktere zugrunde gelegt: das Pärchen Julia und Michael, die ziemlich durchschnittlich, ja, fast langweilig normal sind, den Bekannten der beiden, der sich Julia aufdrängt, seine unausstehlich giftige Ehefrau, einen Spanner als Nachbarn, einem guten-Cop-böser-Cop Polizistenpaar und die Liste ließe sich noch weiterführen. Vielleicht war mir der gute Cop noch etwas symphatisch, den restlichen Figuren konnte ich jedoch nichts abgewinnen. Viele der Charaktere haben sich als unnötig für die Geschichte herausgestellt. Und sogar einige Erzählstränge. Jetzt im Nachhinein denke ich fast, der Autor wollte ursprünglich jemand anderen den Mörder sein lassen und hat sich im letzten Kapitel doch noch umentschieden. Viel zu viele Gedanken der Geschichte verlaufen sich im Sand, waren schlichtweg genau so unnötig wie die Masse an Charakteren.

    Der Mörder ist ein hochintelligenter Mensch, dessen einziges Manko (laut eigener Angabe) es ist, dass er nicht fühlt. Also entführt er ein Paar, lässt die Frau vor den Augen des Mannes ertrinken und will anhand ihres Verhaltens herausfinden, WAS GENAU Liebe ist. Diese Idee fand ich durchaus interessant, nur leider ist es dem Autor nicht gelungen, diese Idee spannend zu verkaufen. Es passiert wahnsinnig viel auf einmal, so viel, dass es fast schon lächerlich wirkt. Ein Mörder mordet drei Tage hintereinander ohne entdeckt zu werden? Ein Polizist verhört Urlauber mindestens zweimal täglich? Man macht zwei neue Bekanntschaften in zwei Tagen und lässt sich beide Male von diesen einladen? Von der Unglaubwürdigkeit dieser Ereignisse abgesehen, wären diese vielleicht zu verschmerzen gewesen, wenn sie in irgendeinder Form spannend gewesen wären. Doch Fehlanzeige. Der Erzähler schafft es einfach nicht, irgendeine Spannung in das Buch zu bringen, der Schreibstil hält die Story komplett langweilig.

    Fazit:
    Die Story ist gut und ich muss zugeben, dass ich bis zuletzt keine Ahnung hatte, wer der Mörder ist. Nur nach einer Aktion war es mir dann doch klar, aber das war kurz vor dem Finale und somit war dieser Faktor der Geschichte doch durchaus reizvoll. Leider war die Geschichte in sehr langweilige Worte verpackt. Man hatte das Gefühl, es passiert  wahnsinnig viel, ohne, dass etwas passiert, da vieles für die Story einfach belanglos war. Ich kann dem Buch leider keine Leseempfehlung geben und ich bin mir sicher, dass ich es mit dem Autor auch nicht nochmal versuchen werde. Der Schreibstil in diesem Buch war absolut spannungskillend für mich.

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    steffi5437s avatar
    steffi5437vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein grossartiges Buch!!
    Wahnsinnig mitreissend und spannend!




    Handlung: Das Buch handelt von 2 jungen Paaren,die Urlaub auf der Nordseeinsel Amrum machen! 
    Ein Serienmörder treibt dort sein Unwesen und gräbt junge Frauen bei Ebbe in den Sand ein, so dass nur der Kopf frei liegt! Den Mann fesselt er an einen Holzpfahl und lässt ihn zusehen, wie die Flut nach und nach seine Frau überspült und sie ertrinkt! 








    Cover : Das Cover finde ich sehr schön und es passt perfekt zu der Geschichte!


    Schreibstil: Ich fand den Schreibstil wahnsinnig mitreissend! 
    Man konnte die Todesangst, die die Ertrinkende spürte wirklich mitfühlen!


    Meine Meinung zu dem Buch: Ich fand das Buch grossartig und konnte es kaum aus der Hand legen! 

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gut gemeint, mittelmäßig ausgeführt. Alles in allem recht enttäuschend
    Klappentext verspricht, was die Realität nicht hält

    Hatte von diesem Buch in einer Buchempfehlung gelesen und der spannende Klappentext hatte es mir sofort angetan, mich so neugierig gemacht dass nicht viel Zeit zu Kauf und Lesen verging. Leider war das Endergebnis nicht so toll. Die Figuren waren mir allesamt zu oberflächlich eingeführt und gestaltet. Das Buch hatte immense Längen und der Spannungsaufbau hat mir auch gefehlt. Die Grundidee hat mir sehr gefallen,  man hätte mehr draus machen können 

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    S
    Sabrina26vor einem Jahr
    Ein grandioses Buch

    Ich muss ehrlich gesagt gestehen, dass ich schon so ungefähr eine Ahnung hatte, wer der Täter ist. Aber das Ende hat mich dann doch umgehauen. Es ist ein grandioser Thriller, der 5* verdient hat.

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    lievke14s avatar
    lievke14vor 2 Jahren
    Grandiose Story....Absturz am Ende

    Es ist NACHT, sie sind am Strand, HILFLOS, ihm AUSGELIEFERT, sie können sich nicht befreien, und dann kommt die FLUT …

    Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.

    Das ist der Stoff, aus dem Alpträume gemacht sind….

    Ich suche ja immer noch nach dem „Arno Strobel“ (in Buchform), der mich endlich zu überzeugen vermag. Außer dem „Skript“ habe ich alles gelesen und muss bisher leider sagen: Die Romane waren durchweg nur Mittelmaß. Ideen hat er zu Hauf….das Setting und der Grundgedanke ist jedes Mal grandios. Leider verpufft die Story im jeweiligen Handlungsverlauf und flacht zum Ende meistens dann völlig ab. Das ist jedenfalls meine Meinung.

    Die Flut allerdings ließ sich ganz anders an. Auch hier war die Grundidee einfach außergewöhnlich und äußerst makaber. Allein bei der Vorstellung, wie die Opfer zu Tode gebracht werden, sträubt sich einem das Gefieder. Absolut beängstigend!

    Die Protagonisten sind zwei Pärchen, die gemeinsam auf der Ferieninsel Amrum Urlaub machen. Von großer Freundschaft und Einigkeit kann allerdings keine Rede sein. Sie kennen sich noch nicht lange: Julia & Michael auf der einen Seite – Martina und Andreas auf der anderen. Immer wieder geraten sie sich in die Haare; häufig wegen Kleinigkeiten.... Zu all den alltäglichen Streitereien kommt nunmehr die Angst hinzu, auf einer Insel festgehalten zu werden, auf der ein perfider Mörder sein Unwesen treibt.

    Die beiden Paare wurden meiner Ansicht nach recht glaubwürdig dargestellt. Alles in allem waren sie für mich nicht unbedingt sympathische Charaktere, aber sie verhielten sich im Rahmen ihrer zugedachten Rollen doch sehr überzeugend. Mit zunehmendem Handlungsverlauf wurden die einzelnen Zwistigkeiten an manchen Stellen zwar etwas zu intensiv und dadurch nervig, dennoch passten die Reibereien immer wieder zur Story. Von daher hat mich das Ganze nicht wirklich gestört.

    Einen weiteren großen Part nehmen die beiden ermittelnden Beamten ein. Auch die zwei waren alles andere als ein Herz und eine Seele. Der großkotzige, immer zu Beleidigungen neigende Hauptkommissar als Bad Cop und sein Partner als Stimme der Vernunft….ein wenig überzogen: ja….aber auch das war im Gesamteindruck stimmig.

    Was war es denn nun, was für die die Story zunichte gemacht hat?

    Das Ende, mal wieder….

    Im Gegensatz zu den anderen Romanen von Strobel hat mir „Die Flut“ grundsätzlich sehr gut gefallen. Ich hatte mich schon gefreut, endlich mal ein Lieblingsbuch von dem Autor gefunden zu haben. Und das, obwohl auch hier die Auflösung wieder mal vorhersehbar war. Der Täter konnte nur der eine sein. Sorry, das war mir bereits fast bei der Hälfte klar. Das wäre aber bei diesem Buch nicht unbedingt so schlimm gewesen, weil ich bis zum Ende richtig gut unterhalten wurde.

    Aber die letzten paar Seiten haben die gesamte Story versaut. Hier sollte wohl noch mal richtig einer draufgesetzt werden. Das ging  für meinen Geschmack aber völlig daneben. Eine derart plumpe Auflösung und Konfrontation mit dem Täter liess mich dann doch total fassunglos zurück und liess damit die ganze Geschichte unglaubwürdig erscheinen. Schade!

    Trotzdem, wer einen spannenden Thriller mit einem grausigen Setting haben möchte, ist mit „Die Flut“ gut bedient. Am Ende muss natürlich jeder Leser selbst entscheiden, was er mag und was nicht. Ich kann die vielen guten Stimmen schon irgendwie verstehen. Für mich war es wieder mal nur ein Thriller mit unendlich viel Potenzial, der lange Zeit die Spannung aufrechterhalten konnte, aber mit seinem himmelschreienden Ende alles zunichte gemacht hat. Zusammen mit der deutlichen Vorhersehbarkeit kann ich auch hier nur drei Herzen vergeben.

    Aber dennoch werde ich es wieder versuchen mit Herrn Strobel. Ich bin trotz meiner zwiespältigen Einschätzung zu diesem Buch doch sehr zuversichtlich, dass es mich auch noch packt.

     

     

     

    Kommentare: 3
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    R
    reisemalkivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gehe nie alleine an den Strand.......
    Geiler Thriller, hat mir echt sehr gut gefallen!

    Die Flut ist der zweite Thriller, welchen ich nach "Das Dorf" von Arno Strobel gelesen habe. Nach "Das Dorf" hingen die Trauben echt hoch, mich noch einmal zu überzeugen und.....Arno Strobel hat es wieder geschafft! Ich sehe Amrum nun mit anderen Augen - nein, Scherz beiseite. Amrum bliebt für micht immer noch die liebenswerte und beschauliche Insel, welche Sie auch ist! Allerdings lässt einen der Roman schon grübeln über die Abgründe der menschlichen Seele. Der Serienkiller sucht sich mit Vorliebe Päärchen aus, welche alleine unterwegs sind und buddelt die Frau bis zum Hals in den Strand ein, während der Mann gefesselt an einem Steeg zugucken muss, wie die Flut immer höher steigt. Der Mann tut es, um festzustellen, wie Menschen aus Liebe reagieren und sucht sich dazu dieses "Ritual" aus. Ein Thriller, welcher dieses Prädikat verdient, wie auch in "Das Dorf" zieht hier solangsam die Angst der Protagonisten vor dem nächsten Schlag wie eine kalte Hand in die Handlung ein, am Ende ein echtes Versteckspiel, wer denn nun der Mörder ist, mit einem überraschenden Ende!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    MelEs avatar
    Da ich "Die Flut" von Arno Strobel doppelt besitze. verlose ich ein nigelnagelneues Exemplar des Thrillers auf meinem Blog.

    http://melbuecherwurm.blogspot.de/2016/01/gewinnspiel-die-flut-von-arno-strobel.html
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    Pressestimmen

    Beste psychologische Spannung!

    Eine tolle Story, brillant geschrieben und so spannend und gleichzeitig realitätsnah erzählt, dass es manchmal nicht zum Aushalten ist. […] Ein echter Strobel eben.

    Ein Thriller der Extraklasse.

    Der Fall bietet bis zum Ende Komplexität und viele Verdächtige.

    ›Die Flut‹ bietet spannende und gut durchdachte Unterhaltung mit lebensnahen Figuren.

    auch diesmal zieht er seine Fans in seinen Bann

    Ein bis zum überraschenden Ende extrem spannender Roman, der auch dem geübten Hobbykriminalist zahlreiche Überraschungen und ein fulminantes Finale beschert.

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