Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe

von Arno Strobel 
4,1 Sterne bei166 Bewertungen
Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe
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Positiv (130):
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Der Auftakt einer Thriller-Trilogie, der vor allem durch seine spürbare Authentizität und die wunderbar lebensechten Figuren überzeugt.

Kritisch (10):
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Zu viele grausige Details

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Inhaltsangabe zu "Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe"

Extrem packend, extrem verstörend, extrem intensiv:

Bestseller-Autor Arno Strobel jetzt in Serie

'Im Kopf des Mörders – Tiefe Narbe' ist der Auftakt einer spannenden Thriller-Trilogie um Oberkommissar Max Bischoff in Düsseldorf

Max Bischoff, Oberkommissar, Anfang dreißig, ist der Neue bei der Düsseldorfer Mordkommission. Er ist hoch motiviert und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei den Kollegen stößt. Sein erster Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Polizeipräsidium taucht eines Morgens ein Mann auf, der völlig verstört und von oben bis unten mit Blut besudelt ist. Er weiß weder, was in der Nacht zuvor geschehen ist, noch hat er eine Erklärung für das Blut auf seiner Kleidung. Wie sich bald herausstellt, stammt es nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau. Einer Frau, die vor über zwei Jahren spurlos verschwand. Die für tot gehalten wird. War sie all die Zeit über noch am Leben und ist erst vor kurzem getötet worden? Und was hat der Mann mit der Sache zu tun? Ist er Täter oder Opfer?

Als kurz darauf eine Leiche am Rheinufer gefunden wird, verstricken Max Bischoff und sein Partner Horst Böhmer sich immer tiefer im Dickicht der Ermittlungen, um einen Fall zu lösen, in dem lange nichts zusammenzupassen scheint …

Ein echter 'Strobel' mit einer gewohnt starken psychologischen Komponente und dem toughen jungen Ermittler Max Bischoff, der sich in einem Fall beweisen muss, der ihn vor die größte Herausforderung seiner bisherigen Karriere stellt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596296163
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.01.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.01.2017 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    TanteGhostvor einem Tag
    Kurzmeinung: Dieser Fall wird unerwartet persönlich für einen der Ermittler. - Spannung pur!
    Wenn sich ein Kommissar verliebt

    Dieser Fall wird unerwartet persönlich für einen der Ermittler - Spannung pur!

    Inhalt:
    Auf dem Polizeipräsidium taucht ein Mann auf, der vollkommen mit Blut besudelt ist. Das Blut stammt von einer seit zwei Jahren vermissten Schauspielerin.
    Die Polizei stößt später auf eine übel zugerichtete Frauenleiche. Auch eine Schauspielerin.
    Spätestens die dritte Frauenleiche macht die Taten zu einer Mordserie.
    Doch auch ein Polizeibeamter ist nur ein Mensch. Max verliebt sich in eine junge Schauspielerin. Nach einer gefühlten Ewigkeit kann er sich endlich einmal wieder auf eine Frau einlassen und die verschwindet auch über Nacht vom Erdboden.
    Die Ermittlungen werden zu einem Wettlauf gegen die Zeit, bei dem nur die Gerechtigkeit siegen kann.

    Der erste Satz:
    „Ich genieße den Augenblick der Stille nach dem Sturm.“

    Der letzte Satz:
    „Eine tiefe Narbe.“

    Fazit:
    Arno Strobel schreibt Krimi. Ein Genre, dass mich so noch nie wirklich angehoben hat. Aber irgend etwas hat mich dazu gebracht, dieses Buch auf meinen SuB zu setzen. Die Kritiken, die ich gelesen habe, waren auf jeden Fall alle positiv.
    Das Cover ist schlicht gehalten. Die Grundfarbe ist schwarz. Darauf sind mit orange und weiß die nötigen Informationen abgebildet. Ansonsten ist nur noch die Kopf- und Schulterpartie einer blonden Frau zu sehen. - Das Opfer?
    Schon auf den ersten Seiten kommt der Mörder zu Wort. Ich habe gleich gemerkt, dass dieser Mann einen gewaltigen Sprung in der Schüssel hat. Er bringt eine Frau um und kuschelt dann mit ihr...
    Auch auf Ermittlerseite geht es gleich blutig los. Ein Mann taucht auf dem Präsidium auf, ist vollkommen mit Blut überströmt und offensichtlich total verwirrt.
    Dei Ermittlungen nehmen den üblichen Lauf. Besichtigung des vermeintlichen Tatorts, Beweise sichern und Leute befragen. Aber immer wieder kommt auch der Täter zu Wort. Das lockert die sonst ewig gleichen Ermittlungen auf. Ich bin sogar der Meinung, dass es dem Ganzen noch eine recht interessante Würze verleiht.
    Die Ermittlungen sind im Laufe der Handlung eben auch nur Ermittlungen. Trotzdem war ich immer wieder am Überlegen, wer denn nun der Täter war. Und auch ich bin gemeinsam mit den Kommissaren immer wieder auf die falsche Fährte geraten. Trotzdem hatte ich die ganze Zeit ein richtig gutes und farbenprächtiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge.
    Das Buch war kurzweilig. Trotzdem es auch nur ein Krimi war. Mir war aber zu keiner Zeit irgendwie langweilig. Und es soll Fortsetzungen von diesem Ermittlerduo geben. Ich bin versucht, mir die nachfolgenden Bände auch zu holen.
    Vielleicht sind Krimis am Ende doch nicht so verkehrt.

    Ich spreche für das Buch eine Leseemfpehlung aus. Wenn ich einen Krimi empfehle, kann der nur etwas Besonderes sein. Denn dieses Genre ist normal nicht so wirklich meins.
    Der Autor hält seine Leser hier ganz schön auf Trab. Meine Gefühle reichten von Ratlosigkeit über Faszination und Ekel bis zu Hoffnung und Enttäuschung. Das Ende hätte ich mir etwas erfreulicher erhofft.
    Arno Strobel hat es eben einfach drauf. Probiert den ruhig mal!

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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    M
    Moplervor einem Monat
    Ein guter Thriller

    Dieses Buch hat mir tatsächlich sehr gut gefallen.

    Mal wieder ein besserer Strobel. Nur
    Das Tempo hätte zwischendurch etwas 
    Schneller sein können. Ich freue mich sehr
    auf den nächsten Band, denn auch die
    Ermittler sind mir n Herz gewachsen. 
    Ansonsten ist das Buch nichts für 
    Schwache Nerven. 

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    ThePassionOfBookss avatar
    ThePassionOfBooksvor 2 Monaten
    Tiefe Narbe

    Das Ermittlerduo bei diesem Fall könnte nicht unterschiedlicher sein. Während Max Bischoff auf moderne Ermittlungsmethoden setzt, ist sein Partner Horst Böhmer ein Polizist vom alten Eisen. Aufgrund ihrer doch recht verschiedenen Ansichten kommt es immer wieder zu kleinen Sticheleien zwischen den beiden, die sehr lustig mitzuerleben waren. 
    Insgesamt habe ich beide Figuren eher als Stereotypen wahrgenommen, keiner von beiden konnte mich nachhaltig besonders überzeugen. Mit Max hatte ich zwischendurch so meine Probleme. Seine Liebe zu einer Frau (auf dich ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte, Spoilergefahr) entwickelt sich für meinen Geschmack viel zu schnell und wirkt wenig realistisch. 

    Man begleitet Max und Horst bei ihren Ermittlungen und ich konnte richtig gut nachvollziehen wie frustrierend diese Arbeit manchmal sein muss. Da dreht man sich im Kreis und geht sämtliche Fakten gefühlt 1000 Mal durch, nur um am Ende keinen Schritt weiter zu kommen. Zeitweise wird die Geschichte etwas langatmig, da die Spannung deutlich abflaut, da die Ermittlungen nicht vorwärts kommen. 

    Neben der Polizeiarbeit gibt es immer wieder kurze Einblicke in die Gedanken des Täters. Und diese lassen einen wirklich gruseln und fürchten. Ich war schockiert über die Phantasien und Vorstellungen des Mörders. 

    Im gesamten Verlauf der Ermittlungen ist immer mal wieder jemand anders verdächtigt und ich bin ebenfalls lange im Dunkeln getappt. Gegen Ende hin führt ein kleiner Hinweis schließlich zum Täter. Es gab dabei ein paar Überraschungen, aber gleichzeitig war ich auch irgendwie enttäuscht. Nach so langen und anstrengenden Ermittlungen hätte ich mir ein spannenderen Abschluss gewünscht. Stattdessen wir der Fall eigentlich nur durch einen Zufall gelöst. Da wäre deutlich mehr Potenzial vorhanden gewesen. Auf mich hatte es den Eindruck gemacht, als wüsste der Autor selbst nicht wie den Schluss schreiben soll. 

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    Krimines avatar
    Kriminevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Der Auftakt einer Thriller-Trilogie, der vor allem durch seine spürbare Authentizität und die wunderbar lebensechten Figuren überzeugt.
    Psychologisch ausgefeilt und spannend erzählt

    Der bekannte Journalist Harry Passeck taucht eines Morgens barfuß und mit blutbesudelter Kleidung auf der Düsseldorfer Polizeiwache auf. Mit großen Erinnerungslücken über die vergangene Nacht kann er lediglich erklären, in eine unbekannte Wohnung gelockt und niedergeschlagen worden zu sein. Das K11 mit Oberkommissar Max Bischoff übernimmt den merkwürdigen Fall und schon bald steht fest, dass das Blut auf der Kleidung des Journalisten von einer zwei Jahre zuvor vermissten Schauspielerin stammt. Nur kurze Zeit später wird am Rheinufer eine Leiche gefunden, deren Körper bestialische Foltermerkmale aufweist und plötzlich steht die Frage im Raum, ob es zwischen den beiden Fällen einen Zusammenhang gibt.

    „Im Kopf des Mörders – Tiefe Narbe“ ist der Auftakt einer Thriller-Trilogie, in deren Mittelpunkt Max Bischoff steht, der neu in das eingeschworene Team der Düsseldorfer Mordkommission gekommen ist. Mit viel Engagement setzt alles daran, seinen ersten Fall mit Bravour zu lösen. Allerdings eckt er immer wieder mit den von ihm praktizierten modernen Ermittlungsmethoden bei seinem Partner Horst Böhmer an. So dauert es einige Zeit, bis es ihnen gemeinsam gelingt, Licht in den Fall zu bringen. Bis dahin aber tappen sie im Dunkeln, verfolgen neue Spuren und verwerfen sie wieder, ziehen verschiedene Verdächtige in Betracht und erkennen erst sehr spät, dass letztendlich alles anders ist, als gedacht.

    Psychologisch ausgefeilt und spannend erzählt versteht es der erste Einsatz des jungen Kommissars Max Bischoff mit interessanten Ermittlungsansätzen und klassischer Polizeiarbeit seine Leser an das Geschehen zu fesseln. Und während sie stets dabei sind, wen Einsatzbesprechungen abgehalten und Verhöre geführt werden, tauchen sie gleichzeitig in die Gedanken des Mörders ein, der in kurzen Einschüben seine krankhaften Fantasien offenbart. Doch trotz dieses Wissensvorsprungs, mit dem sie klar im Vorteil sind, ist es auch für sie unheimlich schwer, herauszufinden, wer hinter den verübten Verbrechen steckt. Ein Fall, der unweigerlich zum Miträtseln einlädt und über dessen kleine Spannungsschwächen gut hinweggesehen werden kann.

    Fazit:
    „Im Kopf des Mörders – Tiefe Narbe“ weckt vor allem durch seine spürbare Authentizität und die wunderbar lebensechten Figuren die Lust, an weiteren Fällen des sympathischen Kommissars teilzuhaben, der durch den verhängnisvollen Verlauf seines dramatischen Einstandes in Düsseldorf emotional am Boden ist.

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    TanjaChristmanns avatar
    TanjaChristmannvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein echter Strobel, der Spannung verspricht bis zum Ende.
    Tanja Christmann (TC´s gemütliche Leseecke)

    Cover:
    In Orangetönen der Titel, wenn ich drüber streiche als Erhebung zu spüren. Wie eine Narbe zu spüren ist.
    Im oberen Teil eine Frau, die zu schlafen scheint.


    Zum Inhalt mit meinen Worten:

    Max ist neuer Ermittler bei der Mordkommision. Er ist jung und für ihn zählen die moderneren Ermittlungsmethoden. Sein Partner Böhmer dagegen ist ein älteres Semester, für den mehr die Erfahrung und die Intuition zählen. Doch zusammen können sich beide ergängen.

    Der erste gemeinsame Fall der beiden ist dazu auch nicht gerade leicht. Ein Mann taucht auf dem Präsidum auf. Voll mit Blut und ohne jegliche Erinnerung. In der Wohnung: keine Leiche, dafür aber die Erkenntnis, dass das Blut wohl zu einer vor ein paar Jahren verschwundenen Frau gehört.

    Dann wird eine weitere Leiche gefunden...

    Doch damit nimmt die Suche erst richtig seinen Lauf. Denn der Täter scheint immer einen Schritt voraus zu sein. Beide geraten immer tiefer in den Fall hinein ohne jedoch eine einzige Gemeinsamkeit zu finden, oder übersehen sie einfach etwas?


    Mein Fazit:

    Ein Buch wieder voll Arno Strobel. Ich konnte mich sehr gut in die beiden Ermittler hinein versetzen. Vielleicht habe ich nun auch schon so viele Bücher von ihm gelesen, keine Ahnung, aber dies war das erste Buch wo mir gleich klar war wer hinter allem steckt. Das hat aber mir nichts an der Spannung des Buches genommen.
    Ich habe jedes einzelne Wort genossen. Ein Teil der Geschichte zu werden. Ob nun mit Max oder mit seinem Kollegen Böhmer, oder auch mit Passeck. In alle konnte ich mich sehr gut hineinversetzen.

    Das Einzige was ich schade fand, was ggf. in der Fortsetzung gebracht wird, was mit Max Schwester ist. Denn hier fand ich am Ende des Buches wurde dies einfach übergangen. Deshalb gehe ich davon aus, dass dies eine Überleitung sein soll für den zweiten Teil. Denn es wird ja mit dem Klappentext angekündigt, dass dieses Buch der Auftakt der neuen Trilogie darstellt.
    Wenn ich etwas anmerken darf, hätte ich den Whats App Verlauf etwas anders dargestellt. So konnte ich mir überlegen, wer denn gerade schreibt. Der Anfangsbuchstabe des jeweiligen hätte zur Unterscheidung schon ausgereicht. Aber dies ist auch der einzige Kritikpunkt den ich anmerken möchte.
    Für mich bekommt das Buch 4 von 5 Sternen, weil ich einfach zu früh schon auf den Täter gekommen bin. Ich habe etwas das typisch verwirrende darum vermisst.

    Trotz allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und empfehle es gerne an jeden der Thriller mag weiter.


    Mein liebstes Zitat aus dem Buch:

    „Wenn ich loslasse, was ich bin, werde ich, was ich sein könnte. Wenn ich loslasse, was ich habe, bekomme ich, was ich brauche.“


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    teretiis avatar
    teretiivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Super spannend
    Ein muss

    Also ich finde den Schreibstil von Arno Strobel wirklich gut. Es macht viel Spaß die Bücher zu lesen. Dies Buch ist bis zur letzten Sekunde echt spannend.. Ein echtes muss für alle Thrillerfans!

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    sala83s avatar
    sala83vor 6 Monaten
    wer einen Nervenkitzel sucht, wird ihn hier nicht finden

    Ich bin ja ein kleiner Arno Strobel-Fan und habe tatsächlich alle seine bisher erschienenen Werke gelesen. Deswegen musste ich mir auch das neuste namens Tiefe Narben kaufen. Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie um den Kommissar Max Bischoff. Strobel liest sich immer recht flott weg, weil der Schreibstil sehr flüssig ist. Meiner Meinung nach ist es nicht sein stärkstes Buch und ich hoffe, die beiden folgenden werden storytechnisch interessanter. Irgendwie hat mich die Geschichte nicht so recht packen können. Das Ermittlerduo ist zwar symphatisch, aber auch ein wenig unaufgeregt. Bisher sind es keine Charaktere, an denen ich hänge. Insgesamt hatte ich eher das Gefühl, einen Krimi statt eines Thrillers zu lesen. Es hat mich unterhalten, keine Frage und die Spannung war auch da, aber wer einen Nervenkitzel sucht, wird ihn hier nicht finden.

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    Janna_KeJasBlogs avatar
    Janna_KeJasBlogvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Toller Auftakt der Trilogie - vor allem die Täterperspektive gefiel! Gerne im zweiten Band etwas weniger privates.
    Blut ohne Leiche, Leiche ohne Blut

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |


    Das Buch lag lange auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher und ich hatte es ehrlich gesagt schon aussortiert. Warum? Um Platz zu schaffen, weil ich dachte ich würde es nicht mehr lesen und im letzten Moment habe ich mich doch um entschlossen – was bin ich froh! Denn trotz einiger Schwächen, habe ich den Trilogie-Auftakt wirklich gerne gelesen.


    Fangen wir bei dieser Besprechung doch erstmal mit den kritischen Punkten an, denn diese fallen nicht allzu schwer ins Leseerlebnis – das hat der Autor mit seinem Ende geschafft! So makaber das für die Kenner*innen des Buches klingen mag, als Thriller-Leserin war es für mich endlich mal eines, das sich abhebt! Und doch war leider ein gewisser Handlungsstrang absehbar und zwar von Beginn der ersten Begegnung an. Und es geht dann auch sehr rasant voran, zu rasant für mein persönliches Empfinden. Wenn etwas so vorhersehbar ist und sich selbst überschlägt, ist dies eigentlich ein großer Kritikpunkt bei mir, aber wie eben schon geschrieben wurde ich mit dem Ende „besänftigt“. So wie ein Ende des Buches meine Leseerfahrung negativ beeinflussen kann, so geht dies eben auch andersherum.


    Einzig weiterer Kritikpunkt ist Max` Beziehung zu seiner Schwester – wobei, so ganz stimmt dies nicht. Vielmehr störte mich seine Verknüpfung zwischen ihr und seinem aktuellen Fall, begründet darin das sie im Rollstuhl sitzt. Und auch die Erfahrung seiner Schwester die sie im Internet machen musste, das war mir ein wenig zu viel der privaten Ereignisse. Max Begegnung mit einer Frau, seine Sorgen und Gedanken bezüglich seiner Schwester, sowie ihr Erlebnis zum Ende hin.


    Bezüglich des Falls ist es mir wichtig zu erwähnen, dass der Täter aus sexuellen Motiven heraus handelt! Ich kann mir vorstellen das die ein oder andere beschriebene Szene triggern könnte und auch mit den Beschreibungen der Leiche hält sich der Autor Arno Strobel nicht zurück. Nichts was mich persönlich beim Lesen stört, doch je mehr ich im Austausch mit anderen Leser*innen stehe, umso mehr stelle ich fest das es doch die ein oder den anderen Krimileser/Krimileserin gibt, welche solche Details gerne vorab wissen möchten.


    Und nun zu dem was mir an diesem Buch wirklich gut gefiel und da wäre in erster Linie das Ermittlerteam: Max Bischoff, Anfang 30, neu bei der Mordkommission und geschult im ‚Profiling‘ (Fallanalyse & Täterprofil). Horst Böhmer, über 50 Jahre, alteingesessen in der Mordkommission und vom „alten Schlag“. An ihrem, für uns, ersten gemeinsam Fall.
    Mich hat es wirklich unterhalten, zu erlesen wie die beiden aufeinandertreffen und sich aufeinander einspielen – nicht immer ganz einfach, aber wundervoll normal. Beziehungsprobleme, welche der Job mit sich bringt, aber gänzlich ohne überschwemmendes Konkurrenzgehabe untereinander oder Problemen mit Alkohol oder illegalen Substanzen.


    Auch der Fall selbst wirft zunächst einige Fragen auf! Eine Wohnung voll mit Blut von einer Frau, die seit zwei Jahren vermisst wird. Die darauf auftauchende Leiche ist jedoch nicht eben diese vermisste Frau. Dieser Leiche fehlt ebenso viel Blut, wie dem Blut aus der Wohnung die Leiche fehlt. Und es soll nicht bei dem Blut und der einen Leiche bleiben.


    "Wie du mich in diesem einen, viel zu kurzen Moment angesehen hast. Nackte, reine Lust, die ihre Vollendung im süßen Schmerz fand."
    (Seite 27)


    Besonders gelungen fand ich die Innenansicht des Täters! Wie die Ich-Person poetisch die Begegnung mit einem der Opfer beschreibt, wie die brutalen Tatsachen völlig verzerrt dargestellt und geschildert werden. Diese Abschnitte habe ich verschlungen, das im Kleinen die psychotische Wahrnehmung eines Täters wiedergibt. So gerne ich eben diese Passagen gelesen habe, am Ende hätte es doch etwas weniger davon sein dürfen, manchmal ist weniger eben doch mehr.


    Ich mag das Ermittlerteam und bin gespannt auf den zweiten Band der Trilogie mit hoffentlich etwas weniger privaten Ereignissen. Es ist immer schön eine Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen, ich brauche dies in einem Krimi (für mich ist das Buch ein guter Mix aus Thriller und Krimi) jedoch nicht zwingend, wenn die Charaktere in ihrer Arbeit und im Austausch gut skizziert sind. Und das sind sie, meiner Meinung nach, in diesem Buch.


    Gut das Band 2 schon hier liegt ;)

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    haberland86s avatar
    haberland86vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die nichts für Zartbesaitete ist und leider weit hinter dem zurückbleibt, was ich von Arno Strobel erwartet
    Fesselnd und kurzweilig, aber nicht ganz das, was ich erwartet habe

    Zum Geburtstag bekam ich den ersten Teil von Arno Strobels neuer Thriller-Triologie um Oberkommissar Max Bischoff geschenkt. Eine schöne Überraschung, denn schon länger wollte ich ein Buch des Bestseller-Autors lesen, was ich dann auch umgehend tat. Die ersten Kapitel flogen nur so dahin. Der flüssige Schreibstil, die einfache Sprache und eine fesselnde Story erzeugten einen wahren Sog, in den ich mich gerne hineinziehen ließ.

     

    Oberkommissar Max Bischoff war mir mit seiner dynamischen Art auf Anhieb sympathisch (was auch daran liegen mag, dass wir im gleichen Alter sind). Doch auch sein älterer und etwas grummeligen Partner Horst Böhmer, der als "alter Hase" im Polizeidienst immer einen kühlen Kopf behält und nicht viel mit den neumodischen Ermittlungsmethoden anfangen kann, die heutzutage auf der Polizeischule gelehrt werden, konnte mich überzeugen.

    Etwas nervig waren die ständigen Diskussionen zum Thema Theorie vs. Praxis, die mir nach etwa 100 Seiten allmählich auf den Keks gingen und nicht so recht zum sonst guten Verhältnis der beiden passen wollten. Sicherlich lässt sich über so etwas diskutieren, aber wenn die Zusammenarbeit klappt und die Kommissare sich durch ihre unterschiedlichen Herangehensweisen ergänzen, empfinde ich es als unrealistisch, das Thema immer und immer wieder durchzukauen.

    Besonders gut gefiel mir der authentische Düsseldorfer-Lokalkolorit, der sehr gut recherchiert schien. Ich war positiv überrascht, da ich nicht mit einem Lokal-Krimi gerechnet hatte.

     

    Hin und wieder war mir die Story aber ein wenig zu vorhersehbar, da die vom Autor eingestreuten Hinweise manchmal zu offensichtlich waren; etwa was die Persönlichkeit von Beate von Braunshausen oder das Verhältnis ihres Mannes zu Miriam Winkel betraf. Dafür war ich bezüglich des Mörders bis zum Schluss auf der falschen Fährte und wurde von der Auflösung des Falls total überrascht.

     

    Im zweiten Drittel gab es für mich, trotz des geringen Umfangs, außerdem ein paar Längen. Irgendwann begann der Fall, sich im Kreis zu drehen. Es passierte nicht viel Neues, aus den Zeugenbefragungen gingen keine neuen Erkenntnisse hervor und die Kommissare taten nichts weiter, als von A nach B zu fahren. Das mag zwar realistisch sein, war für mich als Leser aber eher langweilig.

    Komplett unnötig waren aus meiner Sicht die kurzen, kursiv gedruckten Kapitel, die  einen Einblick in die Gedankenwelt des Täters erlauben (und der Reihe ihren Namen geben). Auch hier erfährt man (mit Ausnahme des letzten Kapitels) nichts, was zum Verlauf der Geschichte beiträgt oder dem Leser gegenüber den Polizisten einen Wissensvorsprung verschafft. Schade.

     

    Alles in allem war "Tiefe Narbe" für mich weniger ein Thriller, als vielmehr ein Krimi, selbst wenn mir bei manchen Beschreibungen der geschundenen Körper der Atem stockte und das Buch sicherlich nichts für Zartbesaitete ist. Im Endeffekt geht es aber um die Aufklärung von drei Mordfällen durch Kriminalbeamte der Polizei. Durch den Erfolg der Bücher von Arno Strobel und den interessanten Klappentext hatte ich hohe Erwartungen, die leider nicht ganz erfüllt wurden. Vielleicht war es auch einfach die falsche Reihe und seine anderen Bücher können mich mehr überzeugen.


    Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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    Elenas-ZeilenZaubers avatar
    Elenas-ZeilenZaubervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Trilogie-Auftakt um einen Oberkommissar, der in seinem ersten Fall an seine Grenzen stößt.
    Tiefe Narbe

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
    Wahrscheinlich stehe ich mit meiner Meinung gegenüber Max Bischoff ziemlich allein da, denn er ging mir häufig auf den Keks. Er ist ein Fan vom Profiling und hat auch häufig Recht, aber als Neuer muss man halt auch mal kleine Brötchen backen. Bischoff kam mir oft überheblich vor, wenn sein erfahrener Kollege ihm etwas erklären wollte.
    Dies zeigt aber auch, wie lebendig die Figuren geschaffen wurden, wobei dann doch manchmal eine gute Prise Klischee verwendet wurde.
    Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich viele Krimis gelesen habe, aber ich hatte ziemlich schnell erkannt, wer der Täter ist.
    Die Spannung wurde nach und nach aufgebaut, woran auch die Spannungen zwischen den Ermittlern ihren Anteil trägt.
    Strobels Schreibstil ist locker-leicht und er verzichtet auf effektheischende Splatterszenen. Dabei gefällt es mir auch gut, dass man als Leser nicht live bei den Morden dabei ist, sondern alles erst im Nachhinein vom Pathologen erfährt.
    Besonders interessant finde ich, dass der Autor den Leser auch passagenweise in die Gedanken, die kranke Psyche des Mörders schauen lässt.
    „Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe“ ist ein solider Pageturner, dem ich gern 4 Mörder-Sterne gebe.

    ‘*‘ Klappentext ‘*‘
    Max Bischoff, Oberkommissar, Anfang dreißig, ist der Neue bei der Düsseldorfer Mordkommission. Er ist hoch motiviert und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei den Kollegen stößt. Sein erster Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Polizeipräsidium taucht eines Morgens ein Mann auf, der völlig verstört und von oben bis unten mit Blut besudelt ist. Er weiß weder, was in der Nacht zuvor geschehen ist, noch hat er eine Erklärung für das Blut auf seiner Kleidung. Wie sich bald herausstellt, stammt es nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau. Einer Frau, die vor über zwei Jahren spurlos verschwand. Die für tot gehalten wird. War sie all die Zeit über noch am Leben und ist erst vor kurzem getötet worden? Und was hat der Mann mit der Sache zu tun? Ist er Täter oder Opfer?
    Als kurz darauf eine Leiche am Rheinufer gefunden wird, verstricken Max Bischoff und sein Partner Horst Böhmer sich immer tiefer im Dickicht der Ermittlungen, um einen Fall zu lösen, in dem lange nichts zusammenzupassen scheint … 

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    ›Im Kopf des Mörders – Tiefe Narbe‹ ist ein richtiger Pageturner, spannend geschrieben und packend erzählt, ein echter Strobel eben.

    Max Bischoffs erster Fall ist hochspannend!

    ›Tiefe Narbe‹ ist ungeheuer süffig und wendungsreich geschrieben

    Genial verpackt, extrem verstörend, sehr intensiv.

    ungeheuer süffig und wendungsreich geschrieben

    gewohnt direkt und schonungslos […]. Erneut schafft Arno Strobel es, uns in Abgründe zu schleppen, die man sich eigentlich gar nicht vorstellen mag.

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