Arno Surminski Die Vogelwelt von Auschwitz

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Inhaltsangabe zu „Die Vogelwelt von Auschwitz“ von Arno Surminski

Als der Gefangene Marek zum Skizzenmaler für den KZ-Wachmann Hans Grote bestimmt wird, um ihm bei der Erkundung der Vogelwelt des Lagers zu assistieren, glaubt er sich bald in Freiheit, bei seiner Verlobten Elisa in Krakau. Er irrt. Um zu überleben, wird er lernen müssen, klein zu denken: zeichnen, tote Tiere präparieren, nicht über die Weichsel schwimmen. Den Gestank der Krematorien riechen, die Wiegenlieder der Frauen auf dem Weg in die Kammern hören, keine Fragen stellen, Geduld haben. Und vor allem: niemals krank werden. Arno Surminski zeichnet ein erschütterndes Psychogramm zweier Männer, die sich vor dem unvorstellbaren Grauen des Vernichtungslagers in eine Scheinidylle flüchten. Die alltäglichen, lapidar geschilderten Bilder des Schreckens treffen seine Protagonisten nicht, aber uns – mitten ins Herz.

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  • Leserunde zu "Valentina" von Fritz Stiegler

    Valentina
    Arwen10

    Arwen10

    Heute möchte ich euch zusammen mit dem Brunnen Verlag zu folgender Leserunde einladen: Valentina von Fritz Stiegler Zum Inhalt: Nächstenliebe und Zivilcourage während des zweiten Weltkrieges Valentina, die junge ukrainische Zwangsarbeiterin, kommt 1943 ins Arbeitslager Langenzenn bei Nürnberg. Sie leidet Hunger und bekommt als Frau alle Arten von Demütigungen zu spüren, bis ihr während eines Ernteeinsatzes die Flucht gelingt. Eine beherzte Bauernfamilie gewährt der Verängstigten Unterschlupf. Valentina wird als neue Magd Irmgard ausgegeben und bleibt – trotz vieler kritischer Situationen – unentdeckt, bis die Amerikaner einrücken. Fritz Stiegler beschreibt in seinem Buch den Alltag der einfachen Leute auf dem Land in den letzten Kriegsjahren. So verschieden sie in ihrer Haltung zum Staat auch sind, die Sorge um Angehörige, der Kampf ums Überleben schweißt sie zusammen. Vor allem Marie, die Bäuerin, widersetzt sich als überzeugte Christin der Nazipropaganda und tut alles, um Valentina zu schützen. Das Buch beruht auf einer wahren Geschichte. Ich suche 3 Testleser, die das Buch innerhalb dieser Leserunde lesen und rezensieren. Ganz wichtig, sendet mir nach dem Lesen und Rezensieren eure Rezension und Links, damit ich diese an den Verlag weiterleiten kann. Auch bitte ich darum, die Rezension möglichst auf amazon und/oder  anderen Verkaufsplattformen einzustellen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Brunnen Verlag, der uns für diese Leserunde 3 Bücher zur Verfügung gestellt hat ! Bewerbt euch bitte bis zum 2.Juli 12 Uhr, danach gebe ich die Gewinner bekannt. Start der Leserunde: Wenn alle ihr Buch haben. Heute möchte ich von euch wissen, welches Buch aus dieser Zeit um den 2.Weltkrieg herum ihr schon gelesen habt  ? Und was euch vielleicht besonders beeindruckt hat ? Start der Leserunde ca. 12 Juli

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  • Rezension zu "Die Vogelwelt von Auschwitz" von Arno Surminski

    Die Vogelwelt von Auschwitz
    Dominique Caina

    Dominique Caina

    09. March 2010 um 14:08

    Habe mehr erwartet. Kein schlechtes Buch, aber man hätte viel mehr daraus machen können. Klassischer Fall von schlecht umgesetzte gute Idee!
    Aber mir gefällt, dass Surminski nicht das "Klischee" vom bösen bösen SS-Mann aufgreift, sonders einen Soldaten ins Rampenlicht stelt, der nicht hinter den KZs steht. aber gleichzeit undurchschaubar bleibt.

  • Rezension zu "Die Vogelwelt von Auschwitz" von Arno Surminski

    Die Vogelwelt von Auschwitz
    Monsignore

    Monsignore

    29. January 2010 um 13:23

    Die Geschichte, die Arno Surminski unter dem verstörenden Titel „Die Vogelwelt von Auschwitz“ geschrieben hat, beruht auf ungeheuerlichen tatsächlichen Ereignissen. Die literarische Verarbeitung der Ereignisse ist eine äußerst gelungene Gratwanderung. Fakt ist: Im KZ Auschwitz „arbeitete“ ein SS-Mann, der im Zivilberuf ein bekannter Ornithologe war. Die Region war damals vogelkundlich unerforscht und er machte für die Fachwelt interessante Entdeckungen. Lagerkommandant Höß stellte den Mann vom Dienst frei und überstellte ihm einen polnischen Häftling, der hervorragend zeichnen konnte. Die Ergebnisse der Studie wurden noch während des Krieges in Wien veröffentlicht. Der SS-Mann wurde nach der Befreiung inhaftiert, kam nach Intervention führender Ornithologen aus dem Ausland nach drei Jahren frei. Was aus dem Zeichner wurde, ist unbekannt. Surminskis Novelle ist ruhig und nüchtern geschrieben, was das Entsetzen des Lesers steigert. Fassungslos liest man von trillernden Lerchen zwischen den Baracken von Birkenau, von seltenen Kranichen über Monowitz und unerwarteten Blässhühner am Krematoriums-Teich. Man liest von den verzweifelten Gedanken des Zeichners, vom Entzücken des Ornithologen, wenn ein Transport einen Vogel aus Deutschland mitbringt. Und dann war da noch der schriftlich erhalten gebliebene Befehl des Kommandanten, der es streng untersagte, auf Vögel zu schießen...

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  • Rezension zu "Die Vogelwelt von Auschwitz" von Arno Surminski

    Die Vogelwelt von Auschwitz
    Leselust

    Leselust

    21. June 2009 um 18:13

    Ein Spiel mit den Gegensätzen ist diese Novelle von Surminski. Der SS-Mann Grote und sein Gehilfe, der KZ-Häftling Marek, unternehmen Streifzüge durch die Natur in und um Auschwitz. Der Erzähler schildert eine (scheinbare) Naturidylle direkt am Vernichtsungslager Birkenau. Die beiden Protagonisten lernen sich gegenseitig immer besser kennen. Für beide wird die NAtur und die Vogelwelt zum Rettungsanker in einer immer unmenschlicher werdenden Umgebung. Surminiski erzählt in nüchterner, klarer Sprache und spielt mit Kontrasten und Gegensätzen. Ein hervorragendes Buch über eine wahre "unerhörte Begebenheit" mit viel Tiefgang.

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