Arnold Angenendt

 4,5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Heilige und Reliquien, Toleranz und Gewalt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Arnold Angenendt

Arnold Angenendt ist ein deutscher Theologe und Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Münster.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Arnold Angenendt

Cover des Buches Der Skandal der Skandale (ISBN: 9783451379154)

Der Skandal der Skandale

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Erschienen am 27.02.2018
Cover des Buches Heilige und Reliquien (ISBN: 9783937872728)

Heilige und Reliquien

 (2)
Erschienen am 28.09.2007
Cover des Buches Toleranz und Gewalt (ISBN: 9783402002155)

Toleranz und Gewalt

 (2)
Erschienen am 01.11.2006
Cover des Buches Der Skandal der Skandale (ISBN: 9783426302767)

Der Skandal der Skandale

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Erschienen am 01.10.2020
Cover des Buches Geschichte der Religiosität im Mittelalter (ISBN: 9783896786555)

Geschichte der Religiosität im Mittelalter

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Erschienen am 01.02.2009
Cover des Buches Grundformen der Frömmigkeit im Mittelalter (ISBN: 9783486557008)

Grundformen der Frömmigkeit im Mittelalter

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Erschienen am 18.08.2004
Cover des Buches Die Gegenwart von Heiligen und Reliquien (ISBN: 9783402128367)

Die Gegenwart von Heiligen und Reliquien

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Erschienen am 23.04.2010

Neue Rezensionen zu Arnold Angenendt

Cover des Buches Der Skandal der Skandale (ISBN: 9783451379154)
dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Der Skandal der Skandale" von Manfred Lütz

Die drei Diktatoren Josef Stalin, Adolf Hitler und Mao Tse-tung
dunkelbuchvor 7 Monaten

haben mit ihren atheistischen Ideologien zusammen etwa 165 Millionen Menschen ums Leben gebracht. 

Zu den unverzichtbaren Anklagepunkten gegen das Christentum zählen die Hexenverfolgungen. Lütz gibt mit etwa 50000 europaweiten Opfern die Ergebnisse moderner Geschichtswissenschaft wieder, stellt Hexenverfolgung auf katholischer wie protestantischer Seite fest, behandelt diesen schrecklichen Irrweg theologischen und juristischen Denkens dennoch nicht ernsthaft und gründlich genug. Heinrich Kramer war nicht einfach "ein windiger Dominikaner" (S.153), sondern ein psychopathischer Fanatiker, dessen "Hexenhammer" eine Hauptreferenzquelle für die Hexenvefolgung abgab. Universitätstheologen hatten im 15. Jahrhundert eine verhängnisvolle Dämonologie entwickelt, die Glaubensabfall (Häresie) und Schädigung zu einem justiziablen Strafbestand kombinierte, der dann durch die Constitutio Criminalis Carolina von 1532 unter die Kapitalverbrechen eingereiht und so zu einer juristischen Realität mit wissenschaftlich objektiver Gültigkeit gemacht wurde. Die maßvollen Foltervorschriften der Carolina wurden außer Acht gelassen, sodaß eine einmal denunzierte und verhaftete Person unentrinnbar dem Tod geweiht war. Der hohe geistliche Klerus wollte sich nicht gegen das System der Universitätsjuristen stellen und trug zu einer systematischen Verschärfung der Hexenprozesse bei, auf katholischer Seite namentlich der Weihbischof Peter Binsfeld (1545-1589) von Trier, der Jesuit Martin Anton Delrio (1551-1608) mit einem umfangreichen Hexentraktat und  der Weihbischof Friedrich Förner (1570-1630) von Bamberg, der tägliche Hexenpredigten verfaßte. Man ging von einer umfassenden Hexenorganisation aus, die imstande wäre, großflächige Wetterschäden herbeizuführen. Entsprechend umfassend mußte daher wohl auch ihre Verfolgung sein.

Und noch vieles mehr.......

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Cover des Buches Der Skandal der Skandale (ISBN: 9783451379154)
ScriptumFeliciss avatar

Rezension zu "Der Skandal der Skandale" von Manfred Lütz

Ich bin etwas schockiert und auch fassungslos...
ScriptumFelicisvor einem Jahr

Klappentext:

Was ist dran an der Skandalgeschichte des Christentums, deren üppige filmische Inszenierungen nur so von Sperma, Blut und Gift triefen? Was ist mit Kreuzzügen, Inquisition und Hexenverfolgung? Stand das Christentum bei der Durchsetzung der Menschenrechte auf der Bremse oder auf dem Gaspedal – oder auf beidem? Was ist mit Frauenemanzipation, sexueller Revolution und vor allem: Wie steht das Christentum wirklich zum Holocaust? Manfred Lütz erzählt die spannende Geschichte des Christentums, wie sie nach Erkenntnissen der neuesten Forschung wirklich war. Dabei geht es letztlich um eine entscheidende gesellschaftliche Frage: Taugt das Christentum noch als geistiges Fundament Europas?

Meinung:

Anmerkung:

Zuerst möchte ich betonen, dass ich hier nicht den Glauben an sich kritisiere. Jeder kann und darf glauben, woran er möchte, solange niemand anderes dabei zu schaden (ich spreche hier von Mord an Ungläubigen/Andersgläubigen, etc.) kommt. 

Jetzt zum Buch:

Was bitte war das denn?

Dieses Buch lässt mich etwas schockiert und ziemlich fassungslos zurück. Ich habe aufgrund des Titels dazu gegriffen und dabei ein abgrundtief ehrliches und auch objektives Buch erwartet. Stattdessen verteidigt (!) und beschönigt der Autor die Taten des Christentums, sodass es dem Leser beinahe schlecht wird. Es ist mir vollkommen egal, welcher Religion jemand angehört, aber keiner hat das Recht, einen Andersgläubigen zu ermorden, ihm die Lebensgrundlage zu entziehen, etc. Auch die Verbrechen des Christentums sind weder schönzureden noch zu bagatellisieren. Und es ist mir auch vollkommen egal, wie lange diese Verbrechen zurückliegen. Es sind und bleiben Verbrechen. Tja, vielleicht hätte ich mich vorher über den Autor und seinen Mitarbeiter (Prof. Arnold Angenendt) informieren sollen. 

Wie dem auch sei: Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, als wollte der Autor die Verbrechen des Christentums, auf Teufel komm raus, abschwächen und reinwaschen. Die paar Todesopfer sind ja nichts im Vergleich zu anderen Verbrechen in der Weltgeschichte, nicht wahr? Also soll man da ja bloß kein Drama daraus machen… Okay, Ironie aus. Sowas geht meiner Meinung nach überhaupt nicht. Nur weil es weniger Tote gegeben hat, als bei anderen Verbrechen, ist es noch lange nicht okay! Es ist traurig, wie der Autor die Verbrechen herunterspielt und bagatellisiert. 

Zu allem Übel fehlen auch noch Quellenangaben, damit man den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen prüfen und sich wirklich ein umfassendes Bild über dieses Werks machen kann. 

Das einzige Gute, was ich dem Buch abgewinnen kann, ist, dass es leicht und verständlich geschrieben ist.

Fazit/Empfehlung:

Im Gegensatz zu den vielen Frauen, die unschuldig auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden, gehört dieses Buch wirklich verbrannt.

Ich rate tatsächlich von diesem Buch ab. Ich bin überzeugt, dass es auf dem Markt sehr viel bessere Bücher gibt. Für Tipps bin ich ganz Ohr. 

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Cover des Buches Der Skandal der Skandale (ISBN: 9783451379154)
ban-aislingeachs avatar

Rezension zu "Der Skandal der Skandale" von Manfred Lütz

die geheime Geschichte der katholischen Kirche
ban-aislingeachvor 4 Jahren

„Es soll also hier darum gehen, auf dem heutigen Stand der historischen Wissenschaft all den sogenannten Skandalen der Kirche kritisch auf den Grund zu gehen und damit für Aufklärung über die geheime Geschichte des Christentums zu sorgen. Machen Sie sich auf spektakuläre Ergebnisse gefasst. Denn was die Wissenschaft heute angesichts der gängigen Vorstellungen über das Christentum zu sagen hat, ist wirklich unglaublich, aber wahr.“ (S. 20)

 

Das Sachbuch „der Skandal der Skandale“ trägt meiner Meinung nach dem falschen Untertitel. Der Untertitel lautet nämlich „die geheime Geschichte des Christentums“, aber da es im Buch fast nur um die Wahrheit über die katholische Kirche geht, sollte anstatt Christentum dort katholische Kirche stehen, denn dann würden die Leute nicht so enttäuscht sein. Das Buch wurde von Manfred Lütz geschrieben, umfasst 288 Seiten und ist am 27.02.2018 im Herder Verlag erschienen.

 

Manfred Lütz erblickte am 18 März des Jahres 1954 in Bonn das Licht der Welt. Nach seinem Schulabschluss studierte er Medizin, Philosophie und katholische Theologie in Bonn wie auch in Rom. 2003 wurde er von Papst Johannes Paul II zum Konsultor der Kongregation für den Klerus ernannt und organisierte noch im selben Jahr einen Kongress zum Thema „Missbrauch von Kindern und Jugendliche durch katholische Priester und Ordensleute“ im Vatikan. Seit 2006 gehört er im Erzbistum Köln zum Arbeitsstab des Seelsorgeamtes für die Bearbeitung und Prüfung von solchen Fällen. Bis 2016 war er Mitglied des Päpstlichen Rates für die Laien und ab 2004 ist er ordentliches Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben. Außerdem wurde er von Papst Franziskus am 6 Oktober 2018 zum Mitglied des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben ernannt. In seinem Beruf leitet er seit 1997 das Alexianer-Krankenhaus in Köln. Denn er ist nicht nur Theologe, Vatikanberater und Buchautor, sondern euch Psychiater und Psychotherapeut.

 

Das Buch ist einem angenehmen Schreibstil geschrieben und nur wenige Kapitel waren mir persönliche zu lang. Ob das Buch Freunden von mir die evangelisch sind und die katholische Kirche für das Böse halten, gefallen würde, bezweifele ich stark. Ich bin katholisch und zurzeit nicht besonders glücklich über die Skandale, welche ich einfach unmöglich finde. Deshalb fand ich dieses Buch auch so spannend, denn hier wo ich unter lauter evangelischen Leuten aufgewachsen bin, habe ich ein falsches Bild von der katholischen Kirche bekommen. Was mich sehr überrascht hat war die Tatsache, dass die katholische Kirche versucht hat die Juden zu beschützen und zwar schon im Mittelalter und teilweise Bischöfe und Priester in den Tod gegangen sind um diese zu beschützen. Was mich auch sehr überrascht hat war die Tatsache, dass dort wo die katholische Kirche stark war wie zum Beispiel in Italien weniger Frauen als Hexen verbrannt wurden. Dieses Buch hat mein Bild über die katholische Kirche auf den Kopf gestellt und ich bin nun doch ein wenig Stolz auf deren Geschichte. Zudem habe ich nun die Wahrheit über den Papst in der Nazizeit gehört und auch woher das falsche Bild kam. Dennoch muss ich dem Buch einen Punkt abziehen und zwar liegt dies daran, dass ein paar Sachen nicht erzählt wurden und diese hätten auf die katholische Kirche eventuell kein gutes Licht geworfen. Hier gehören für mich die Tempelritter wie auch Nostradamus dazu. Was evangelischen Lesern wohl auch bitter aufstoßen würde, war die Tatsache, dass die evangelische Kirche in keinem so guten Licht steht, vor allem bitter, wenn es um die Nazizeit in Deutschland geht.

 

Ich empfehle das Buch, welches ich sehr interessant fand, katholischen Lesern. Keinem meiner evangelischen Freunde würde ich das Buch jedoch nahe legen, von daher möchte ich für diese Leute auch keine Leseempfehlung aussprechen, dennoch kann es natürlich sein, dass es auch Leser evangelischen Glaubens gibt die das Thema interessant finden und auch mit der Wahrheit über die evangelische Kirche leben können.

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