Arnold Bennett

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Autor von Hotel Grand Babylon, Hotel Grand Babylon und weiteren Büchern.

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Hotel Grand Babylon

Hotel Grand Babylon

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Erschienen am 09.09.2003
Hotel Grand Babylon

Hotel Grand Babylon

 (1)
Erschienen am 27.04.2018
Hotel Grand Babylon

Hotel Grand Babylon

 (1)
Erschienen am 21.02.2005
Lebendig begraben

Lebendig begraben

 (1)
Erschienen am 01.04.1996
Clayhanger

Clayhanger

 (1)
Erschienen am 04.03.2010
The Grand Babylon Hotel

The Grand Babylon Hotel

 (1)
Erschienen am 16.05.2012
THE HUMAN MACHINE (DODO PRESS)

THE HUMAN MACHINE (DODO PRESS)

 (1)
Erschienen am 13.07.2007
THE PRICE OF LOVE (A TALE)

THE PRICE OF LOVE (A TALE)

 (0)
Erschienen am 09.08.2007

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Rezension zu "Hotel Grand Babylon" von Arnold Bennett

Ein Engelskuss und seine Folgen
aus-erlesenvor 8 Monaten

Vier Unikate treffen im Londoner Hotel Grand Babylon aufeinander. Zum Einen der stinkreiche Theodor Racksole. Als er einen Angel Kiss bestellt, weist ihn Jules, der Oberkellner – Original Nummer Zwei – darauf hin, dass amerikanische Drinks hier nicht serviert werden. Racksole diktiert ihm das Rezept und weist wiederum darauf hin, dass er gewillt sei, ihn – so lange das Wetter so bleibt wie es ist - er vor habe diesen Drink nun jeden Abend zu sich nehmen zu wollen. Kurze Zeit später berichtet er Miss Spencer – die Dritte im Bunde – der Empfangschefin. An vierter Stelle rangiert Mr. Rocco, der Küchenchef des exklusiven Hotels. 
Racksole ist mit seiner Tochter Nella ist London, um sich von seinen ertragreichen Eisenbahngeschäften zu erholen. Wenn man ihn – wir sind in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – googeln könnte, würde man ihn auf der Forbes-Liste der drei reichsten Männer der Welt ungefähr in den Sphären von Bill Gates finden können. Nella hat am nächsten Tag Geburtstag und wünscht sich nichts sehnlicher als ein ordinäres Steak mit Bier. Hier kommt wieder Jules ins Spiel, der mit überaus gewohnter Oberkellnerart dem überaus reichen Gast erneut mitteilen muss, dass Steak und Bier nicht auf der Karte stehen. Doch Mr. Rocco wird sich des Wunsches annehmen. Racksole ist angefressen. Dieses Zurechtweisen missfällt ihm. Ein Gespräch mit Felix Babylon, Gründer, Erbauer und immer noch Chef des Hauses, soll da Abhilfe schaffen. Um es kurz zu machen: Racksole kauft das Hotel, Babs – wie ihn hinter vorgehaltener Hand nur Jules, Mr. Rocco und Miss Spencer nennen – verweist auf die Risiken des Kaufes. Racksole, ganz Amerikaner, wischt diese wohlgemeinten Ratschläge beiseite. Nella bekommt ihr Steak und ihr Bier. Und Racksole macht die Bekanntschaft von Reginald Dimmock, den Nella eingeladen hat. Er ist ein Freund von Prinz Aribert von Posen, einem der vielen adeligen Gäste des Hauses, die das Grand Babylon zum Grand Babylon machen. 
Doch kaum, dass die Tinte auf dem Kaufvertrag trocken ist, zeigen sich erste Anzeichen des Niedergangs des Grand Babylon. Miss Spencer ist fort. Einfach so. Keiner weiß, wohin sie geflüchtet sein könnte. Und Racksole sieht nun die Chance gekommen, dem blassierten Jules die Leviten zu lesen und ihn mit einem Lächeln vor die Tür zu setzen. Doch der nimmt die fristlose Entlassung regungslos hin. Er habe, was er zum Leben als Privatier brauche bereits zusammen. Mr. Rocco ist es egal wer ihn bezahlt. Dass Racksole sein Gehalt aufstockt, juckt ihn nicht besonders. Er würde immer und überall eine Anstellung finden. 
Racksole ist nun Hotelbesitzer. Und mit dem Prinzen Aribert von Posen steht auch schon der erste Adelige auf der Matte. Reginald Dimmock hat als rechte Hand schon alles vorbereitet. Der Prinz weilt in London, um seine bevorstehende Hochzeit „vorzubereiten“. Geschäfte und so. Wie man das halt macht, so als Prinz…
Doch dann ist Reginald Dimmock tot. Hatte Theodore Racksole bisher noch nie den Anflug von Scheitern zu Gesicht bekommen, so gibt es die Situation nun einmal vor, dass er etwas Neues zu lernen bereit sein sollte. Pistole raus und einfach drauf losfeuern, is nich. Vertraute hat er nicht, außer Nella. Doch die ist mittlerweile von der Idee beseelt eine zweite Miss Spencer zu werden. 
Das Grand Babylon gab es nur in der Phantasie von Arnold Bennett. Doch die Parallelen zum Savoy in London, zu einem Skandal im gleichen Haus sind nicht von der Hand zu weisen. Hundertprozentig real ist hingegen der Wortwitz, der aus jedem Wort, jeder Silbe, jedem Buchstaben quillt. Ein Luxushotel wird eben doch nur von Menschen geleitet. Und die sind so verschieden, dass weder Pracht noch Exklusivität etwas daran ändern können. 

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Rezension zu "Hotel Grand Babylon" von Arnold Bennett

Rezension zu "Hotel Grand Babylon" von Arnold Bennett
tedescavor 8 Jahren

"Hotel Grand Babylon" von Arnold Bennett ist ein herrlich skurriler Roman über die feine Gesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ein amerikanischer Millionär brüskiert die versnobten Angestellten eines Nobelhotels, das er letztendlich kauft, um seiner Tochter Nella den Wunsch nach Steak und Bier zu erfüllen. Und plötzlich nehmen skandalöse Dinge ihren Lauf, die bis in die höchsten Adelskreise Europas reichen. Eine Leiche taucht auf und verschwindet wieder, Nella wird entführt und ein Prinz begeht Selbstmord. Über allem steht der herrliche Kontrast zwischen amerikanischerm Pragmatismus und britischer Noblesse. Im Original muss dieses Buch noch eine Spur humorvoller rüberkommen, weil in der Übersetzung die herrlichen Bonmots sich teilweise nur erahnen lassen.

Gelesen wird das Hörbuch von Katharina Thalbach, bei der ich mich nie ganz entscheiden kann, ob ich sie jetzt mag oder nicht. Gewisse Charaktere liest sie mit Perfektion, dafür gibt sie Frauen wie Nella immer diese Kleinmädchenstimme, die gerade dieser für ihre Zeit so emanzipierten jungen Frau überhaupt nicht steht, nicht einmal, wenn sie ihrem Herrn Papa eine Million Pfund abschwatzt. Alles in allem fand ich Frau Thalbach erträglich und das Buch wirklich hörenswert, somit kann ich es auch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

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