Einen tiefen Einblick gibt der Autor Arnold Pesch in das Landleben im schönen Münsterland, das von kleinen Wasserburgen (Gräftenhöften) durchzogen ist. Die fünfköpfige Familie Große-Bawinkel bewirtschaftet ihren Bauernhof. Johannes und Franziska, die Eltern mit ihren drei Kindern Ludger, Barbara und Alexa sind eng mit der Familie Schulze-Westhof, die als Nachbarn auf einem Gräftenhof wohnen, verbunden. Das Paar Wilhelm und Maria erwarten sehnsüchtig einen Erben, um den Hof weiterführen zu können. Noch spät gebärt Maria einen Sohn, namens Paul, der leider aufgrund seiner Behinderung den Hof nicht übernehmen werden kann. Die Geschichte rankt sich nun liebevoll darum, wie die Zukunft des prächtigen Gräftenhofs nun aussehen wird. Wird es zu einer zufriedenstellenden Lösung kommen?
Das gibt Buch ebenfalls einen Einblick in die Traditionen des Münsterlands ohne in Klischees zu verfallen, auch die Kraft und Stärke von Frauen kommen nicht zu kurz. Ich muss bei Erntedankfest, Kaffee und Kuchen, dem schönen Plattdeutsch, Haflingern fest an meine Heimat denken. Sehr gut ist es dem Autor ebenfalls gelungen, politische Zusammenhänge einfach und verständnisvoll in den Roman mit ein zuflechten. Wir lernen sehr viel über die Vergangenheit kennen und das ist eine wahrliche Bereicherung. An manchen Stellen verlaufen mir leider die Paarfindungen bzw. die Beziehungen zu glatt und harmonisch ab. Das kann ich mir so im wahren Leben nicht vorstellen, gibt dem Roman aber etwas romantisches. Ich habe die Lektüre sehr gerne gemocht und kann sie nur weiterempfehlen.





