Arnold Stadler

 3.7 Sterne bei 103 Bewertungen
Autor von Komm, gehen wir, Ein hinreissender Schrotthändler und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Arnold Stadler

Der deutsche Schriftsteller, Essayist und Übersetzer Arnold Stadler wird am 09.04.1954 in Meßkirch geboren. Im Anschluss an sein Abitur studiert er katholische Theologie in München, Rom und Freiburg, bevor er ein Studium der Literaturwissenschaft in Freiburg, Bonn und Köln anschließt. Auf sein Studium folgt die Promotion zum Dr. phil.. Nach vielen Reisen nach Südamerika, in den Nahen Osten sowie nach Asien beginnt er in den 80er Jahren, als Schriftsteller tätig zu sein. 1986 erscheint mit dem Lyrikband "Kein Herz und keine Seele" sein Erstlingswerk, 1989 folgt mit "Ich war einmal" sein Romandebüt, das er in den folgenden Jahren mit der Veröffentlichung der beiden Romane "Feuerland" und "Mein Hund, meine Sau, mein Leben" zu einer Trilogie vervollständigt. Mit der Trilogie gelangt Stadler im deutschsprachigen Raum zu Bekanntheit und es folgen weitere Veröffentlichungen. Seine Romane spielen zumeist in seiner Heimat oder setzen sich mit seiner Herkunft auseinander und weisen autobiografische Züge auf. Zu seinen bekanntesten Fans zählen Autorengrößen wie Martin Walser. Bekannt ist Stadler vor allem für seine sprachlichen Fähigkeiten, so sind seine Werke zumeist mit einer starken Prise Satire, Ironik und vor allem Sarkasmus versehen. Der Autor lebt heute unweit seiner Heimat in Sallahn/Wendland und in Rast über Meßkirch. Stadler wird neben zahlreichen Auszeichnungen 1999 mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt. Im Oktober 2011 erscheint sein aktuelle Buch "New York machen wir nächstes Mal".

Neue Bücher

Was ist Glück? Nachher weiß man's

Neu erschienen am 27.08.2018 als Hardcover bei Patmos Verlag.

Alle Bücher von Arnold Stadler

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Komm, gehen wir

Komm, gehen wir

 (23)
Erschienen am 25.05.2007
Ein hinreissender Schrotthändler

Ein hinreissender Schrotthändler

 (17)
Erschienen am 18.02.2010
Sehnsucht

Sehnsucht

 (9)
Erschienen am 17.02.2011
Eines Tages, vielleicht auch nachts

Eines Tages, vielleicht auch nachts

 (7)
Erschienen am 01.09.2005
Vom Fliegen und anderen Kinderträumen

Vom Fliegen und anderen Kinderträumen

 (5)
Erschienen am 01.09.2008
Einmal auf der Welt. Und dann so

Einmal auf der Welt. Und dann so

 (5)
Erschienen am 13.05.2009
Feuerland

Feuerland

 (4)
Erschienen am 24.01.2000
New York machen wir das nächste Mal

New York machen wir das nächste Mal

 (4)
Erschienen am 24.04.2019

Neue Rezensionen zu Arnold Stadler

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Aliknechts avatar

Rezension zu "Rauschzeit" von Arnold Stadler

Was ist Glück?
Aliknechtvor einem Jahr

Alain nimmt 2004 an einer Tagung in Köln teil. Dort trifft er überraschend auf seine einstige Jugendliebe Babette. Sie sagt "Du bist grau geworden". Während dessen sieht  Mausi, mit der Alain seit 15 Jahren verheiratet ist, in Berlin erwartungsvoll einem Opern-Abend an der Seite eines blonden Dänen entgegen. Alain und Mausi blicken wechselweise auf ihr Leben zurück. Als sie noch jung waren, verbrachte die Freiburger Wohngemeinschaft 1983 mit Alain, Mausi, Elfi, Norbert, Justus, Inge, Toby und Babette einen unvergesslichen Sommer-Urlaub voller Aufbruchstimmung und Freiheit an der französischen Atlantikküste. Damals entfloh Babette mit Toby und brach Alain das Herz. 

Norbert war bald darauf einer der frühen Aids-Toten und Justus und Inge entwickelten sich zu einem schwer erträglichen Spiesserpärchen. Während der Tagung erreicht sie die Nachricht vom Tod der trink- und männerfreudigen Photographin Elfi.

Arnold Stadler entwickelt aus verschiedenen Perspektiven in seinen Dialogen, Gedanken, Träumereien und Rückblenden eine Sicht über das Leben, das nur von der Jugend aus gesehen lange währt. Einige sind bereits tot und auch Alain und Mausi haben schon die "vegetarische Zeit" ihrer Ehe erreicht.  

Der Autor hat den Meßkircher Dialekt, der für einen Schriftsteller eigentlich ein schweres Handicap sein müsste, in einer an verschiedenen Studienorten purifizierten Form in eine scharfe Waffe verwandelt. Mit dem süddeutschen Knoten im Kopf gelingen ihm die wunderlichsten Formulierungen, wie man es in seinen früheren Büchern wie etwa "Ich war einmal" oder "Mein Hund, meine Sau mein Leben" lieben gelernt hat. Hier in Rauschzeit liest man beispielsweise den ersten Satz «Was ist Glück? Nachher weiß man es.» oder später «Dass die Liebe das Warten auf die Liebe war» oder dann  «Mein Leben war eine Vermeidungsstrategie, damit es glückte.» Wunderbare Sätze drehen sich im Kreis, kommen immer wieder, bleiben schließlich an der Seele des Lesers haften und machen nachdenklich. Ein wunderbares Buch. 

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Xirxes avatar

Rezension zu "Rauschzeit" von Arnold Stadler

Zäh dahinfließende Geschichte über 'alte und neue Lieben'
Xirxevor 2 Jahren

Von diesem Autor habe ich bereits 'Komm, gehen wir!' als Hörbuch gehört, eine Liebesgeschichte, die von drei jungen Menschen in den Zwanzigern erzählt. Auch 'Rauschzeit' ist eine Liebesgeschichte, allerdings liegt der Schwerpunkt im Rückblick eines Ehepaares, das in den frühen Vierzigern ist. Die Liebe in den Leben von Mausi und Alain scheint der Gewohnheit gewichen zu sein, doch als Alain auf einer Geschäftsreise seine Jugendliebe Babette wiedertrifft, verliebt sich zeitgleich Mausi in ihren zufälligen Opernbegleiter, der für Alain 'einspringt'.
Diese Geschehnisse sind der Auslöser für die Erinnerungen an die Zeit vor rund 20 Jahren, die das eigentliche Thema des Buches bilden: die Rauschzeit von Mausi und insbesondere Alain. Eigentlich steht der Begriff ‚Rauschzeit‘ für die Brunstzeit des Schwarzwildes, aber auch nach dem Lesen des Buches ist mir noch immer nicht recht klar, weshalb der Autor diesen Begriff gewählt hat – so schweinemäßig verlief diese Zeit der Beiden nun doch nicht ;-) Mehr als zwei Drittel handeln von Alain, der in der Ich-Form insbesondere von der Vergangenheit erzählt; der Rest betrifft Mausi, die deutlich mehr in der Gegenwart lebt. Höhepunkte, auf die das Ganze sich zuspitzen könnte, gibt es nicht: ganz allmählich schreitet das Geschehene wie auch das Jetzt voran.
Unterstützt wird dieses sich allmähliche Dahinschreiten durch die sich ständig wiederholenden Aussagen: Immer wieder werden die gleichen Inhalte, zum Teil auch in gleichen Satzkonstellationen stets aufs Neue wiedergekäut. Zugegeben, der Autor kann überaus poetisch formulieren und neue Wortgebilde kreieren, doch das hilft nicht über die sich fortwährend zäher dahinschleppende Geschichte hinweg. Dazu noch zahlreiche Assoziationen des Ich-Erzählers, die mich häufig kopfschüttelnd zurück ließen - wie dieses Buch auf die Longlist des Deutschen Buchpreises des Jahres 2016 gekommen ist, bleibt mir ein Rätsel.

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blueberry7s avatar

Rezension zu "Komm, gehen wir" von Arnold Stadler

Rezension zu "Komm, gehen wir" von Arnold Stadler
blueberry7vor 6 Jahren

Warum muss man Sprache so verkomplizieren?
Aus dem Stoff hätte man ein Buch machen können, das bleibt.
Aber das hier ist einfach nur Schrott.............
einen Stern gibts fürs Titelbild. Mehr nicht!

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Zusätzliche Informationen

Arnold Stadler wurde am 09. April 1954 in Meßkirch (Deutschland) geboren.

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