Arnold Stadler Ich war einmal

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Inhaltsangabe zu „Ich war einmal“ von Arnold Stadler

»›Es ist schön, diese Gegend zu verlassen‹, meint der Erzähler am Ende. Die ›Gegend‹, das ist das Land zwischen Meßkirch und Rast, zwischen der Stadt, die so berühmte Kinder wie den Philosophen Heidegger und das Bravo-Girl des Jahres 1971 die Ihren nennen darf, und dem Dorf, aus dem der Erzähler einst aufs Gymnasium nach Meßkirch geschickt wurde. Es ist ein Landstrich ohne Namen: ›Die Geographen sagen: oberes Ablachtal. Sie sind nicht ›hier‹ gewesen. Sie verteilen ihre Namen von der Karte aus. Die Bewohner von ›hier‹ wissen nicht, wo das obere Ablachtal ist.‹ Die wahren Namen der Gegend lauten Haarschneider Jakob, Pfarrer Haselmeier, Sauschneider Naze, Fräulein Hermle – und immer wieder Heidegger, wobei der Martin, von dem die Leute sagen, daß er ›irrsinnig g’scheit und unheimlich berühmt‹ war, nur einer von etlichen ist, die genauere Erwähnung finden. Zu ihnen, den Menschen zwischen Meßkirch und Rast, gehört auch Arnold Stadler, der mit dem Roman seiner Kindheit zugleich eine andere Art von oberschwäbischer Heimatkunde verfaßt hat.« »Karl-Markus Gauß, Neue Zürcher Zeitung«

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  • Rezension zu "Ich war einmal" von Arnold Stadler

    Ich war einmal

    damentennis

    05. September 2010 um 19:27

    bei meiner ausgabe dieses buchs klebt der "georg-büchner-preis 1999"-aufkleber etwas schräger und weiter links als auf der abbildung hier. das legt nahe, dass er manuell, per hand, aufgeklebt wurde und wohl nicht maschinell. in vielen milieus wird das als gut eingeschätzt, handarbeit, menschliches, gerade bei büchern. das fließband genießt keinen guten ruf. ein buch, auf den der büchner-preis-aufkleber manuell geklebt wurde, müsste dann auch teurer sein als ein fließbandbeklebtes, ein manufaktumzuschlag. vielleicht wäre das fließband beliebter, wenn es pfließband hieße, das sieht schöner aus, ein niedliches wort, gegen das man kaum etwas haben kann. pfließband, das schreibt sich auch sehr schön. stadler schreibt schon vorne auf das buch, als titel, "ich war einmal", damit nachher keiner sagen kann, er sei enttäuscht. wie schon bei meinen andreas-maier-büchern habe ich auch bei stadler immer das gefühl, dass es völlig unerheblich ist, worüber er schreibt, hauptsache, er schreibt die seiten irgendwomit voll. inhaltlich kann ich nicht folgen (pfolgen), will ich wahrscheinlich auch gar nicht, die sprache ist ja universelll, die ist gut und schön und brauchbar wie das pfließband. "längst ist die nacht die schönere seite des tages", schreibt der arnold stadler, oder auch "beim jakob wartete ich auf den jakob, bis ich an den jakob kam". einfache sätze, denen ich vom tempo her folgen kann, sogar inhaltlich, ohne unterwegs pause machen zu müssen. ein kapitel heißt dann sogar "ist das schwein müde, lässt es sich einfach fallen" und handelt dann auch noch genau davon, nämlich dass sich das müde schwein fallen lässt, was für die kleinen ferkel nicht ganz ohne gefahr ist. weiß der stadler, der bekanntlich einmal war. das ist thematisch sicher nichts für pfließbandablehner, aber es ist ja auch nur literatur.

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