Arnold Stadler Komm, gehen wir

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Inhaltsangabe zu „Komm, gehen wir“ von Arnold Stadler

Jim kommt aus Florida, jetzt ist er in Italien auf der Suche nach seinen Vorfahren. Rosemarie und Roland möchten heiraten, und Capri ist Ziel ihrer vorgezogenen Hochzeitsreise. Es ist ihr letzter Tag, die Welt tut noch, als wäre sie in Ordnung. Da kommt Jim an den Strand und fragt nach einem Schluck Wasser. Was dann passiert, passiert in einer Nacht. Sie vergessen die Zeit, und später haben sie ein Leben lang etwas, das sie nicht mehr loslässt.

'Komm, gehen wir' ist die Geschichte von drei Leben, drei Lieben, Glück und Unglück. Und so als wäre die Liebe etwas gewesen, bleibt am Ende die Sehnsucht. Vom Leser wird in diesem Buch nichts anderes erwartet, als dass er verliebt ist oder sich daran erinnern kann, wie das war. Könnte es sein, dass die Liebe das Warten auf die Liebe ist?

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  • Rezension zu "Komm, gehen wir" von Arnold Stadler

    Komm, gehen wir

    blueberry7

    21. February 2013 um 17:37

    Warum muss man Sprache so verkomplizieren?
    Aus dem Stoff hätte man ein Buch machen können, das bleibt.
    Aber das hier ist einfach nur Schrott.............
    einen Stern gibts fürs Titelbild. Mehr nicht!

  • Rezension zu "Komm, gehen wir" von Arnold Stadler

    Komm, gehen wir

    JulienS

    21. October 2008 um 18:41

    Stadler hat in einem anderen Buch als dem, um das es hier geht, ein Motto von Goethe verwendet, aus den Maximen und Reflexionen”: „Man geht nie weiter, als wenn man nicht mehr weiß, wohin man geht.” Die drei Protagonisten des neuen Romans, Rosemarie, Roland und Jim, wissen nicht, wohin sie gehen – und gehen weit. Einen Tag und eine Nacht verbringen sie gemeinsam auf Capri: Von da an liegt auf allen und auf ihrem Leben ein anderes Licht. Sie haben sich zufällig auf Capri kennen gelernt, Ende der 70er Jahre ist das, Jim kommt aus Florida. Jetzt ist er in Italien auf der Suche nach seinen Vorfahren. Rosemarie möchte, um in Freiburg an eine größere Wohnung zu kommen, Roland heiraten. Das Aufgebot ist bestellt, die Wohnung schon bezogen, da kommt Jim am Strand auf Capri und fragt nach einem Schluck Wasser. Mit Rosemarie richtet auch Roland seinen Blick am Strand auf den neuen Freund. Was dann passiert, passiert in einer Nacht, hat einen kurzen, ein paar wenige Tage dauernden Nachklang, und später hatten sie im Leben etwas, was sie nicht vergessen konnten. Erzählt wird, ausgehend von diesem rauschhaften Moment, das Leben der drei Protagonisten, die, wie alle Figuren Arnold Stadlers, „sich mit dem Leben weh” tun. Es sind wie immer Erzählungen und Erinnerungen, Geschichten, in denen die Liebe der drei und vor allem auch die Liebesgenealogien ihrer Vorfahren als ein „Glaube“ erzählt werden, „der Berge nicht versetzt”. „Die Liebe“, heißt es, „war ein Phantomschmerz, der so groß war wie ich”. Drei melancholische Lebens- und Liebesgeschichten also, und ihre drei melancholische Liebesvorgeschichten. Wenn es bei den Eltern und Großeltern schon immer schief ging mit der Liebe, wenn auch die schon immer von etwas anderem geträumt haben, und sich nicht getraut, es nicht getan, es verpasst haben – egal ob im Bodenseenahen Gebiet, in Florida oder am Fuß der Appalachen, oder in Süditalien (alles in den bunten Farben der Vergangenheit, also so herrlich grau wie Husum) – wie sollte es dann bei den Nachgeborenen besser werden? Unsere drei Helden mit dieser Liebes-Unglücks-Vorgeschichte: „Eigentlich noch am Anfang”, wissen sie „schon nicht mehr, wie es weitergeht”. Und so geht es in diesem Buch über 27 Jahre, es beginnt nämlich mit der Wahl Karol Woytilas zum Papst – wir erleben das auf dem Petersplatz mit – und er endet mit dem Konklave, in dem Kardinal Razinger das höchste Amt der Katholischen Kirche übernimmt. Der Roman endet zugleich mit Rolands traurigem Abschied von Jim, Jim geht nämlich. Wie sollte es auch anders sein. Dieser Schmerz ist in Stadlers Roman Die Schwester der Erinnerung und also der Grund der Erzählung, die große Sehnsucht und „Einsamkeitserklärung eines Übriggebliebenen“. So viel über die „Würde, (die) Komik, (die) Kläglichkeit“ der Liebe hat man selten gelesen. Und schon gar nicht so viel sau’gscheites.

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  • Rezension zu "Komm, gehen wir" von Arnold Stadler

    Komm, gehen wir

    dauda

    30. March 2008 um 03:41

    Solide, gut. Aber zum großen Wurf fehlt für mich das "Etwas". Und doch. auch wenn die eigentliche Geschichte mich nicht zu fesseln vermochte:
    Stadler stößt Denkprozesse an über die "Liebe", über verbindende Gefühle zwischen Menschen, die noch nachklingen, wenn das Buch schon ausgelesen ist. Und ob des Auslösens solcher Prozesse bei mir bewerte ich das Buch mit vier Sternen.

  • Rezension zu "Komm, gehen wir" von Arnold Stadler

    Komm, gehen wir

    lovelybooks

    28. June 2007 um 17:36

    Arnold Stadlers neuestes Werk "Komm, gehen wir" - eine Liebesgeschichte zwischen drei Leuten, die sich auf
    Capri kennenlernen.

  • Rezension zu "Komm, gehen wir" von Arnold Stadler

    Komm, gehen wir

    HeikeG

    25. June 2007 um 21:28

    Die Liebe, der Parasit des Lebens: "Ungewaschene" Erinnerungen "Woran erkenne ich ein Kunstwerk? hatte Professor Keilbach im Ästhetik-Seminar in den Raum hinein gefragt" und beantwortete seine Frage gleich selbst: "dass es unvergesslich ist." Roland Nesensohn - der Protagonist des vorliegenden Romans - erkennt am Ende dieser Erzählung, "dass diese Definition auch auf die Liebe passt wie keine sonst." Liebe, Träume, Wehmut und Schmerz, Eifersucht, Glück mit all seinen Illusionen, verpasste Chancen im Leben, der Tod, aber vor allem Heimweh und Sehnsucht sind die zentralen Themen in Arnold Stadlers wunderbarem, wohl auch stark autobiografisch geprägtem Roman (Arnold - Roland, nicht bloß zufällig ein Anagramm?) "Komm, gehen wir". "Was ist lieben? Ist es ein Tuwort?" Je mehr Roland darüber nachdenkt, umso diffuser fällt seine Antwort aus. Dabei begann alles so unkompliziert, am Strand von Capri, wohin er - 23 Jahre jung - im Jahr 1978 gemeinsam mit seiner zukünftigen Frau Rosemarie zum Braunwerden gekommen war. Doch dann taucht am letzten Urlaubstag der unverschämt gut aussehende, gleichaltrige Amerikaner Jim auf und bittet sie um einen Schluck Wasser. Come, let's go! Komm, gehen wir! - drei Worte, leichtfertig ausgesprochen, doch danach ist nichts mehr so wie es vorher war. Aus Augenblicken, die bald vergessen waren, setzt sich das Leben zusammen Nach dieser Devise laviert sich Jim Mariniello durchs Leben. Er, der aus Miami kam, um seine italienischen Wurzeln zu finden, "um sich zu verlieben, vielleicht sogar zu bleiben" - unterwegs in seine "nie gewesene Kindheit". Seine unkomplizierte Art fasziniert die angehende Medizinerin Rosemarie und den Philosophiestudenten Roland, "der im Kopf ein Linkshänder war" und dessen Leben bis jetzt "wenig Boden unter den Füßen" hatte. Die Drei beginnen eine Menage a Trois und "wussten nun, wie es war, in einen Amerikaner verliebt zu sein", aber auch, "dass da etwas war und etwas anderes nicht mehr war". Ab sofort sollte Rolands Leben in ein Vorher und ein Nachher eingeteilt werden. "Aber das wüsste er erst in zwanzig Jahren oder ganz am Ende, wenn er das meiste, das dann noch war und kam, schon wieder vergessen hätte." Rosemarie und Roland nehmen Jim mit nach Freiburg in ihre Wohnung. Doch das Zusammenleben wird zunehmend schwieriger. Jim passt nicht in den Schwarzwald, "nicht in ihre Wohnung und ihr Leben mit seinen ganz anderen Maßen, Grundrissen und Schmerzen und Vorstellungen vom Glück." Sie waren zu verschieden und alles endet mit Jims Rückkehr nach Amerika am Allerseelenmorgen 1978 - "Jim, das war nun eine Sommergeschichte." Zu allem Unglück ist Rosemarie auch noch schwanger. Doch wer ist der Vater? Elf Jahre später: Roland, mittlerweile Schriftsteller geworden ("Vielleicht war es doch leichter, einen Liebesroman zu schreiben, als zu leben"), das zweite Mal verheiratet ("nach außen hin") und wohnhaft in Berlin, hat seine Erlebnisse in einem Buch verarbeitet ("Wenn es schon keine Menschen fürs Leben gäbe, so doch Sätze. Das war, im Prinzip, die Erinnerung: eine Folge von nicht gelöschten Bildern und übrig gebliebenen Sätzen"). Am "Weltspartag" (30.10.1989) sitzt er in einer Maschine nach Miami, "im Gepäck hatte er sein erstes Buch, das Ungewaschene Erinnerung an die Liebe hieß". Weißer Rauch Das Buch gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil "Weißer Rauch" beginnt im Sommer 1978 in Italien, auf Capri. Arnold Stadler lässt seine drei Protagonisten in Erinnerungen an ihre Kindheit schwelgen. Der zweite Teil "Rauschzeit" umreißt die gemeinsame Zeit in Deutschland, der dritte "Ein Unglück, das als Glück gedacht war" setzt elf Jahre später ein. Beeindruckend ist die Koinzidenz von hervorhebenswerten Erlebnissen der drei "Helden" mit Ereignissen im Vatikan - beginnend mit dem urbi et orbi des neuen Papstes Johannes Paul I. (26.08.), dessen baldigem Tod (29.09.) und erneutem "Weißen Rauch" über der Sixtinischen Kapelle bei der Ernennung von Karol Wojtyla zum Papst Johannes Paul II. (16.10.) - eine großartige Melange, "ein Joint Venture von Liebe und Tod". Der Schreibstil Arnold Stadlers erfordert eine gewisse "Einarbeitungszeit", die der Leser jedoch unbedingt bewältigen sollte, denn danach entfaltet der Roman eine unglaubliche Tiefensuggestion. Die langen Schachtelsätze - "aus vielen geraden Sätzen, die nicht unbedingt alle sogleich verstanden werden" - sind jedoch Sätze, "die noch ein Geheimnis bewahren, vielleicht für später", die unglaubliche Lebensweisheit zwischen den Zeilen versteckt haben und die, je tiefer man in das Buch eindringt, eine unglaubliche Sogwirkung entwickeln. Dabei ist es nicht unbedingt der Inhalt, der fesselt, sondern das WIE des Erzählens. Stadler entwickelt eine wundervolle Poesie, deren anfängliche Sperrigkeit relativ schnell und unbewusst in verinnerlichte Leichtigkeit überzugehen scheint. Über alles hat er ein feines Netz aus Wehmut und Sehnsucht gewebt. "Der Mensch will eigentlich nichts als Musik und Liebe", sinniert Roland (Arnold Stadler) am Ende des Romans. "Später kommen Zigarren, gutes Essen und manchmal Heimweh nach allem hinzu. Bei einem Schriftsteller vielleicht noch die lebenslängliche Erinnerung und die Suche nach dem richtigen Wort." Hier irrt er! Für mich gehört auf jeden Fall ein gutes Buch dazu. Und Arnold Stadlers "Komm, gehen wir" ist zweifelsohne in diese Kategorie einzuordnen. Wie hieß es doch gleich am Anfang? "Woran erkenne ich ein Kunstwerk? Daran, "dass es unvergesslich ist." Dieses Buch erzeugt ein inneres Tremolo und wird noch lange nachklingen.

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