Das Beil von Wandsbek

von Arnold Zweig 
3,8 Sterne bei4 Bewertungen
Das Beil von Wandsbek
Bestellen bei:

Zu diesem Buch gibt es noch keine Kurzmeinung. Hilf anderen Lesern, in dem du das Buch bewertest und eine Kurzmeinung oder Rezension veröffentlichst.

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Beil von Wandsbek"

Der Wandsbeker Schlachtermeister Albert Teetjen steht vor dem Ruin. Um seine Existenz zu retten, ist er bereit, den erkrankten Henker des Zuchthauses Fuhlsbüttel zu vertreten. Vier politische Häftlinge hat er mit seinem Beil hinzurichten. Der bescheidene Wohlstand, der mit dem Blutgeld bei den Teetjes einzieht, währt so lange, bis die Nachbarn erfahren, woher das Geld stammt. In einer großartigen Komposition, reich an spannungsvollen Figuren und Ereignissen, entstand eine der gültigen literarischen Gestaltungen über den deutschen Faschismus, über die Verführten und die Verführer, Umstände und geistige Strömungen, die das deutsche Bürgertum so wehrlos machten gegen die Barbarei. Arnold Zweig in einem Brief an Sigmund Freud vom 18. April 1937: "Der geschändete Deutsche ist ja nicht bloß im KZ-Lager, sondern auch in seinen Henkern."

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746652092
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:01.04.2002

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne0
  • 4 Sterne3
  • 3 Sterne1
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Monsignores avatar
    Monsignorevor 9 Jahren
    Rezension zu "Das Beil von Wandsbek" von Arnold Zweig

    Ausgerechnet zum Hinrichtungstermin erkrankte der Hamburger Henker. Das mag daran gelegen haben, dass Göring die Hinrichtung mit dem germanischen Hackebeil befohlen hatte. Auf jeden Fall benötigte Hamburg dringend einen neuen Henker, davon hing sogar der erste Besuch des Führers in den Hansestadt ab. - Die Geschichte ist wahr, sie ereignete sich 1937. Um Anerkennung und Geld zu erhalten, übernahm ein Wandsbeker Schlachtermeister den Job. Doch trotz schwarzer Maske sickerte seine Identität durch. Die Folge: Seine Metzgerei wurde gemieden, er ging pleite. Wer kauft schon beim Henker? - Als Arnold Zweig von der Geschichte hörte, schrieb er an Siegmund Freud: "Es wäre ein wirklicher Roman - und er müßte den im Nazismus begrabenen Menschen darstellen, der so oft vergessen und übesehen wird. Der geschändete Deutsche ist ja nicht bloß im KZ-Lager, sonden auch in seinen Henkern." In diesem Buch schildert er genial gezeichnet Verführer und Verführte, Täter und Opfer, die Mechanismen der Barbarei.

    Kommentieren0
    22
    Teilen
    udes avatar
    ude
    matthecats avatar
    matthecatvor 2 Jahren
    Fauns avatar
    Faunvor 8 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks