Arnon Grünberg Der Heilige des Unmöglichen

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Inhaltsangabe zu „Der Heilige des Unmöglichen“ von Arnon Grünberg

Sie werden ihr Ziel niemals erreichen: Reichtum und Glück. Da können sie noch so lange zu San Antonio beten, dem Heiligen des Unmöglichen. Denn sie sind Immigranten. Das Brüderduo Tito und Paul Andino schlägt sich gemeinsam in New York als Illegale durch. Sie arbeiten für einen mexikanischen Lieferservice und tragen Burritos und Chili-Tacos aus. Vor allem aber lieben sie die mysteriöse Kristin. Arnon Grünberg zieht den Leser mit hinein in eine Welt der Illusionen und der Hoffnung wider alle Hoffnung. Ein Gefühlskarussell, bei dem einem das Lachen im Hals steckenbleibt, während man die Tränen nur mit Mühe zurückhält.

Auch das zweite Buch das ich von Grünberg las konnte mich nicht überzeugen. Zu gewollt anders, wirkt auf mich einfach nicht echt. Schade.

— secretmeeting
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  • Rezension zu "Der Heilige des Unmöglichen" von Arnon Grünberg

    Der Heilige des Unmöglichen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    21. February 2012 um 12:10

    Arnon Grünberg, ein seit vielen Jahren in New York lebender jüdisch-holländischer Schriftsteller ist ein großer Meister eines sarkastisch-grotesken Stils, mit dem er in seinen Büchern irritierend hoffnungslose Figuren beschreibt. Sie stehen auf der Verliererseite des Lebens und obwohl sie es mit Macht versuchen, können sie ihrem armseligen Leben in einer als sinnlos empfundenen Welt keinen Sinn abgewinnen. In seinen beiden letzten in Deutschland bei Diogenes, seinem Hausverlag, veröffentlichten Büchern Der Vogel ist krank" (2005) und Gnadenfrist" (2006) nehmen seine Protagonisten, die durchaus ein wohlhabendes Leben führen ohne konkrete Not, ein tödliches Ende. Und ihr physischer Tod ist jedes Mal Metapher für einen sozialen Tod, den sie schon seit vielen Jahren langsam gestorben sind. Beide Bücher waren für den Leser keine leichte Kost, besonders nicht für denjenigen, der einen großen Teil seines Lebens damit verbringt, einen solchen Lebenssinn immer wieder zu entdecken und es seinen Kindern zu vermitteln. Das hier vorliegende Buch, das ich als das bisher beste Arnon Grünbergs bezeichne, fällt aus der Reihe seiner nihilistischen Romane der letzten Jahre heraus. Der Heilige des Unmöglichen" wurde in Holland schon 1998 veröffentlicht und spielt in Grünbergs Wahlheimat in New York. Das Buch erzählt warmherzig und gefühlvoll die Geschichte der beiden Brüder Tino und Paul Andino. Sie leben mit ihrer Mutter Raffaela, die als Kellnerin arbeitet und sich und ihre Jungs mit ihren Verehrern" über Wasser hält, in einer abgewrackten Wohnung in New York. Beide Brüder arbeiten natürlich illegal; sie fahren nachts Burritos und Chili Tacos aus. Sie träumen von einem anderen Leben, und - 18- und 19-jährig, natürlich auch von Frauen und Mädchen. Als sie Kristin kennen lernen, ist es mit ihnen geschehen. Dieses seltsame Mädchen, es stellt sich heraus, dass sie als Prostituierte arbeitet, besetzt ihre Gedanken und Gefühle. Sie führt sie in die Liebe ein und schwört das Brüderpaar darauf ein, was sie der Nachwelt über sie zu erzählen hätten. Auch dieses Mädchen sucht nach Sinn und Erfüllung in einer Welt, in der sie keine Chance hat. Als sie später eine furchtbare Tat begeht, berichten die verzweifelten und trauernden Brüder der Polizei von einem Menschen, dem niemand eine solche Tat zugetraut hätte. Auch Raffaela , die Mutter träumt von einem besseren Leben, besonders als sie Ewald Krieg trifft, der ihr den Floh ins Ohr setzt, eine eigene Burrito-Küche in ihrer Wohnung aufzumachen. Nach kurzer Zeit schon schreitet das Gesundheitsamt ein, der Traum ist vorbei und Krieg verschwunden. Indem die beiden Brüder diese ganze Geschichte in ihr kleines Heft schreiben, versuchen sie dem allen einen Sinn zu geben. Sie ergeben sich nicht in ihr Schicksal, ja, sie hadern noch nicht einmal damit. Grünberg zeigt großes, für ihn ungewohntes Mitgefühl mit seinen Figuren, und treibt seinen Leser vom Impuls des Lachens, das ihm dann doch im Halse stecken bleibt, bis hin zu Gefühlen des Mitleids und der Trauer über solche Verhältnisse, in denen Menschen auf dieser Welt leben müssen. Der Heilige des Unmöglichen ist der Heilige Antonius, zu dem die beiden Brüder immer wieder beten, weil sie die Hoffnung nicht aufgeben wollen, dass das Unmögliche geschieht und ihr Leben wieder in Ordnung kommt und auch sie ein Stück von dem großen Kuchen abbekommen. Ein warmherzig geschriebene, mit den Verlierern dieser Welt auf tiefste Weise solidarische Geschichte und mit Abstand das beste Buch, das Arnon Grünberg bisher veröffentlicht hat.

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  • Rezension zu "Der Heilige des Unmöglichen" von Arnon Grünberg

    Der Heilige des Unmöglichen
    Girasole

    Girasole

    17. August 2008 um 10:40

    Das Brüderduo erzählt die Geschichte ihrer Immigration und wie es dazu kam dass sie nun in New York leben. Ihren Träumen und ihren Hoffnungen auf ein besseres und vor allen sehr Reiches Leben. Wie sie sich bemühen reden zu könne, ohne dass jemand fragt "Wo kommt ihr her?". Sie erzählen von ihrer Mutter die sie nur Raffaela nennen, „da sie noch so jung und schön ist“. Raffaela hat viele Verehrer welche sie regelmässig in die Wohnung nimmt, die jedoch nie bleiben. Bis Ewald Krieg in ihr Leben tritt und sie vollkommen in Beschlag nimmt, was von den Brüdern absolut nicht goutiert wird. Kirstin lernen sie im Englisch Unterricht kennen,es entwickelt sich eine, allerdings recht eigenartige Feundschaft, und Tito und Paul verfallen ihr komplett. Man muss Arnon Grünberg als Autor schon mögen mit seinen wahnwitzigen Geschichten und seinem sehr schrägen Humor. Dieser spiegelt sich auch in dieser Erzählung wieder. Man weiss nicht so recht soll man nun weinen oder lachen wenn man den Dialogen der Protagonisten folgt. Wie Tito und Paul ungeniert erläutern „Wir sind klein, aber Gott hat uns gut bestückt, und wir haben breite Schultern“, dies auch immer wieder betonen ist köstlich zu lesen. Alles in allem eine erquickliche Lektüre, ohne jemals wertend zu sein.

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