Arnon Grünberg Mit Haut und Haaren

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Inhaltsangabe zu „Mit Haut und Haaren“ von Arnon Grünberg

›Mit Haut und Haaren‹ ist eine messerscharfe Satire über die ewige Kontaktsuche von Beziehungsflüchtlingen. Bravourös spitzt Arnon Grünberg innere Widersprüche zu aphoristischenParadoxen zu.

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  • Liebe in zwei Zeitzonen

    Mit Haut und Haaren

    Monsignore

    01. March 2014 um 20:24

    "Wie aber ohne die Hoffnung auskommen?" Das Wort "Liebe" könnte man in Grünbergs Universum des modernen Gegenwartsmenschen durch das Wort "Hoffnung" ersetzten. Denn alle in diesem Buch jagen der Hoffnung hinterher, verzetteln sich heillos in Liebesgeschichten, die schnell in Hassgeschichten umschlagen können. Eine geschliffene und unterhaltsame Satire auf den Beziehungsdschungel ist dieses Buch. Es gibt deutliche bessere Bücher von Arnon Grünberg. Und irgendwann ist man es auf den fast 700 Seiten überdrüssig, davon zu lesen, wie der Hans die Grete kriegt. Doch ein origineller Unterhaltungsroman ist "Mit Haut und Haaren" allemal.

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  • Rezension zu "Mit Haut und Haaren" von Arnon Grünberg

    Mit Haut und Haaren

    WinfriedStanzick

    11. June 2012 um 10:49

    Auch der neue Roman von Arnon Grünberg beschäftigt sich mit den Beziehungen von Menschen, vorzugsweise mit denen von Frauen und Männern. Es ist keine Liebesgeschichte , die er da schreibt, obwohl fast auf jeder Seite von Sexualität die Rede ist und die handelnden Personen manchmal den Eindruck erwecken, als würden sie verbissen und mit Nachdruck um ihr Leben vögeln. Zu echten und tiefen Beziehungen, zu einer in sich selbst ruhenden Lebenspraxis sind sie kaum einmal in der Lage. In der Person von Roland Oberstein, einem schrägen Wirtschaftswissenschaftler, der seit Jahren an einem, wie er findet, sensationellen Werk über die Blasenbildung in der Wirtschaft der letzten Jahrhunderte arbeitet, hat Arnon Grünberg die satirische Beschreibung der Beziehungslosigkeit auf die Spitze getrieben. Doch auch die anderen Menschen in diesem Roman, der sich unterhaltsam liest bis zu einem wahrhaft genialen erdachten Ende, finden nur in sehr seltenen Augenblicken zu sich selbst. Alle miteinander sind sie permanent hin- und hergerissen zwischen einer tiefen Sehnsucht nach Liebe und ernsthafter Beziehung und ihrer grassierenden Unfähigkeit genau dazu, die sie immer wieder genau in dem Augenblick flüchten lässt, wenn so etwas aufkommt wie ein Gefühl. Eine unterhaltsame und pfiffige Satire.

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  • Rezension zu "Mit Haut und Haaren" von Arnon Grünberg

    Mit Haut und Haaren

    einMalTee

    21. May 2012 um 15:12

    Arnon Grünberg ist einer der wenigen Spezialisten, die meistens viele seltsame charaktere und unglaubliche Gedankengänge in einem Buch zusammenbringen. Das hat er in seinen Werken schon oft genug bewiesen. "Mit Haut und Haaren" passt nicht ganz in dieses Bild. Wir haben zwar viele seltsame Personen, die auftreten. Doch eigentlich sind sie auch alle stinknormal. Nur der Roland Oberstein, er ist wirklich eine kleine Ausnahme und schon sehr bedauernswert. Wie kann man sich nur so für seine Forschung verschreiben, dass jegliche Gefühle fast keinen Platz im Alltag haben. Dabei sind Gefühle und körperliche Nähe, Sex, nicht gleichzusetzen. Denn er ist mehr als erfolgreich in der Frauenwelt. Und das weltweit. Er scheint auch nicht davor zurückzuschrecken immer wieder eine neue Beziehung oder Liebschaft aufzubauen, solange die Geschichte der wirtschaftlichen Blasenbildung Vorrang hat. Seine moralische Verpflichtung wird ihm erst bewusst, als seine Exfrau ihn inständig bittet nach Holland zurückzukommen, um für den gemeinsamen Sohn dazusein. Das schafft er komischerweise nicht als liebender Vater, weil die Wirtschaftsgeschichte ja immer an erster Stelle steht. Das totale Chaos bleibt allerdings nicht aus. Und jenes kann man wunderbar schnell lesen. Grünbergs 680 Seiten sind im Nu gelesen. Wie ich persönlich Oberstein einschätzen soll, ist mir noch nicht ganz klar. Entweder ist er bemitleidenswert oder ein Weltfremder. Oder beides. Die Normalität zwischen den Zeilen machen die Handlungen so vorstellbar. Ob es eine Wette unter Studenten ist, die männliche Sehnsucht nach der Befriedigung durch einen anderen Mann, einfach nur so viel Sex wie geht oder die eigene Verwirklichung im Beruf.

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  • Rezension zu "Mit Haut und Haaren" von Arnon Grünberg

    Mit Haut und Haaren

    Matzbach

    07. April 2012 um 15:25

    "Der destruktive Charakter lebt nicht in dem Gefühl, daß sein Leben lebenswert sei, sondern daß der Selbstmord die Mühe nicht lohnt". Dieses Zitat Benjamins trifft irgendwie auf Roland Oberstein, den Protagonisten des Romans, zu. Er ist ein Wirtschaftswissenschaftler, der sich mit der Geschichte von Spekulationsblasen beschäftigt, als "Hobby" daneben noch völlig emotionslos mit der ökonomischen Seite des Holocaust. Genauso emotionslos begegnet er anderen Menschen. Eine Historikerin, die ihn verführen möchte, knallt er das eingangs erwähnte Zitat im Fahrstuhl an den Kopf, erst viel später schläft er mit ihr, weil er nicht unhöflich sein möchte. Seine Frau und seinen Sohn hat er bereits für seine Wissenschaft zurückgelassen, seine Geliebte sitzt allein in Holland, während er in den USA sein Geld verdient. Alles in Allem ein Seelenkrüppel, der zu Empathie nicht einmal ansatzweise fähig ist. Demenstsprechend pflastern Opfer bis zum bitteren Ende seinen Weg. Wie eine der anderen Rezensionen richtig beschreibt, der Roman ist eine schonunglsose Darstellung einer gefühlskalten Welt, über die auch der reichlich praktizierte Sex nicht hinweg hilft, zumal Liebe in den seltensten Fällen dazu beiträgt.

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  • Rezension zu "Mit Haut und Haaren" von Arnon Grünberg

    Mit Haut und Haaren

    Stephenie

    22. March 2012 um 19:57

    Ums kurz zu machen - ich habs nach m guten Drittel aufgegeben. Schade eigentlich; die Geschichte hätte wirklich interessant sein können (ist Sie ja auch, irgendwie) aber manchmal ist eine Prise weniger Realität auch nicht schlecht... denn diese Bild das der Autor hier von unserer Gesellschaft & ihren Vorstellungen/Erwartungen an Beziehungen und die Menschen darin, zeichnet ist schon faszinierend & zum Teil (leider) auch wahr, aber leider zieht einen das auch etwas runter, wenn man nicht aufpasst. Vielleicht sollt ich´s mal mit nem anderen Grünberg Buch versuchen.

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  • Rezension zu "Mit Haut und Haaren" von Arnon Grünberg

    Mit Haut und Haaren

    Eselsohren-Werner

    14. March 2012 um 21:35

    Ich kann nicht behaupten, dass ich dieses Buch nur aus Pflichtgefühl ganz gelesen habe. Denn obwohl mich die Charaktere nicht für sich eingenommen haben und obwohl mich immer weniger interessiert hat, wer wann wie und warum mit wem Sex hat, so habe ich selbst auf Seite 460 (von 680) immer noch gehofft, dass endlich etwas Besonderes geschehen würde. Dies geschah dann tatsächlich, hat mich aber nicht wirklich beeindruckt. Roland Oberstein, der Protagonist von Grünbergs Roman ist ein Wirtschaftswissenschaftler, der nichts lieber macht als zu forschen. Sein Gebiet sind Finanzspekulationen (von denen Grünberg nicht viel Ahnung zu haben scheint) und ein wenig interessiert er sich auch noch für den Holocaust, jedoch nur für dessen wirtschaftliche Aspekte. Ansonsten ist er nicht umgänglich, ja sogar eher verschlossen bis gefühlskalt, dennoch finden ihn Frauen faszinierend und gehen gerne mit ihm ins Bett. Lea, Spezialgebiet Ausschwitz-Lagerkommandant Rudolf Höß, die er zu Beginn bei einer Konferenz in Europa kennenlernt, nicht gleich. Erst nachdem sie beide in die USA zurückgekehrt sind, sie zu ihrem Mann, Bezirksbürgermeister von Brooklyn, er an seine Uni und zu seiner Freundin Violet. Ich habe vergessen, was diese beruflich macht; jedenfalls betrügt sie Roland mit einem Satellitentelefon-Verkäufer, was Roland nichts ausmacht, auch wenn er sie später mit einer Peitsche „bestraft“. In Europa wohnt seine Ex-Frau Sylvie, eine Zahnärztin (mit einem an Depressionen leidenden Freund), mit der Roland einen Sohn hat. Mag er Jonathan? Schwer zu sagen. Dennoch lässt er sich von Sylvie überreden, ein Semester in den Niederlanden zu unterrichten, um mehr Kontakt zu Jonathan zu haben. An der europäischen Uni lässt er sich auf ein – wie sollte es auch anders sein? – sexuelles Abenteuer mit einer Studentin ein, während Lea eine Affäre mit einem Taxifahrer hat und ihr Mann seine Macht missbraucht, um sich einen Botenfahrer gefügig zu machen. All dieser Sex wird zwar anschaulich beschrieben, erotisch fand ich dies jedoch nicht. Auch die Figuren konnte ich mir gut vorstellen, allerdings ohne zu verstehen, warum sie tun, was sie tun. Sie sind halt so, wie sie sind. Grünbergs Romane gelten als verzweifelt-komisch. Ich konnte mich mit diesem nicht amüsieren und fand ihn eher tranig-tragisch. Und auch nach dem dramatischen Finale weiß ich immer noch nicht, was die Frauen an Roland finden, ich habe auch nicht herausgefunden, was dieser europäisch-amerikanische „Swinger-Club“ mit den Wirtschaftswissenschaften oder mit dem Holocaust zu tun haben, und ich habe nicht begriffen, warum mir der Autor all das erzählt hat.

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