Arnulf Krause Die wirkliche Mittelerde

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Inhaltsangabe zu „Die wirkliche Mittelerde“ von Arnulf Krause

'Mittelerde ist keine imaginäre Welt' J.R.R. Tolkien

J.R.R. Tolkien entführt in den Romanen 'Der Herr der Ringe' und 'Der Hobbit' die Leser nach Mittelerde – eine mit Hobbits, Elben, Zwergen und Orks bevölkerte Fantasiewelt. Damit schuf er eine eigene Mythologie, die das Fantasy-Genre bis heute prägt und auch im Kino für Blockbuster gut ist. Tolkien hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass in seinem Werk Motive der altgermanischen oder altnordischen Mythologie nachklingen. Denn Mittelerde gab es als mythologischen Ort schon vor anderthalbtausend Jahren im Norden Europas bei den Germanen und Kelten. Ausgehend von Tolkiens Mittelerde sucht der Germanist Arnulf Krause nun nach dessen Vorbildern im frühen Mittelalter und findet bei den Angelsachsen, Kelten, Wikingern und den Germanenvölkern eine Welt, in der Schamanen, Elben, Zwerge und Drachen zu Hause waren.
Ein Buch für Tolkien-Fans und solche, die es werden wollen.

Spannend für alle die mehr über Tolkiens Welt erfahren wollen und genauso Mittelerde verrückt sind wie ich.

— Tiriki

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  • Rezension zu "Die wirkliche Mittelerde" von Arnulf Krause

    Die wirkliche Mittelerde

    michael_lehmann-pape

    23. October 2012 um 11:54

    Reale Hintergründe der literarischen Welt Tolkiens Das nächste Filmprojekt über und mit den „Hobbits“ und der anderen Gestalten Tolkiens steht vor dem Einzug in die Kinos. Nach dem „Herrn der Ringe“ folgt nun der Blick auf „Der kleine Hobbitt“. Grund genug für eine ganze Reihe von Verlagen und Autoren, sich Tolkiens literarischer Fantasy Welt von vielen Seiten her wieder einmal zu nähern. Arnulf Kraus wendet sich in diesem Reigen in seinem Buch den, vor allem, Mythen und Legenden zu und prüft mittelalterliche Sagenkreise bis hin zum Druidenkult der Moderne daraufhin, wieweit die Bilder dieser Mythen und Legenden sich wiederfinden lassen in der Verarbeitung durch Tolkien selbst. Tolkien selbst hat diesen Themenkreis durchaus intensiv in seiner „bürgerlichen Anstellung“ im Blick gehabt. Als Philologe beschäftigte er sich ausführlich mit der Überlieferung des mittelalterlichen Englisch und hat, folgt man dem Buch in seiner leicht verständlichen Darstellung, viele der „alten Geschichten“ in ihrer Substanz mit einfließen lassen. Auf dieser Grundlage macht es so durchaus Sinn, dass Krause zunächst mit einem kurzen Blick auf die biographischen Daten und das Leben Professor Tolkiens eingeht. Mit seiner Begeisterung für alte Sprachen, die weit über das Englische hinausging und gerade auch in der Zuneigung zum Altnordischen (mitsamt der gotischen Sprache) ihren Ausdruck fand. Einer seiner Schwerpunkte war die „Beowolf-Sage“, durchaus mit Folgen für seine Gestaltung der „Mittelerde“, wie im Buch nachlesbar ist. „Ferne, archaische und barbarische Welten, in denen Gewalt, Magie und Zauber herrschten und folglich Krieger und Zauberer das Sagen hatten“. Mittelerde eben oder, mithin, die Welt alter nordischer Sagen und mittelalterlicher Mythen. Gerade das „Zentrum“ der Geschichten Tolkiens, „Der Ring“ ist ein Symbol, das vielfach in Sagen, Legenden und Mythen der mittel- und nordeuropäischen Völker seinen Platz hatte. Was Wunder, dass Tolkien vielfach inspiriert wurde durch jene Legenden mit ihren Zauberern, Ringen, Helden, berühmten Schwertern und fantasievollen Gestalten. Eine eigene Welt, die durchaus eine fundierte und leidenschaftliche Vorarbeit erfahren hatte. Eine Vorarbeit, die Tolkien von jungen Jahren an im „Silmarillion“ für sich detailliert entworfen hatte. Dies ist das Buch „hinter“ dem Hobbit und dem Herrn der Ringe und setzt die Rahmungen für „Mittelerde“ und seine Entwicklung aus der Geschichte heraus. Ein Ort, der sich nach der Lektüre des Buches nun überzeugend dargestellt verorten lässt in einer Zeit vor ca. 1500 Jahren im Norden Europas. Dem Norden der Germanen und Kelten, einer Welt voller Schamanen und Mönche, voller Elben, Zwerge und Drachen. Eine „Reale“ Welt hinter der literarischen Welt, die Krause Schritt für Schritt in ihren ganz eigenen Mythen erläutert und so dem Leser unaufdringlich die Parallelen zur „Mittelerde“ vor Augen führt. Mitsamt dem „alten Mann mit dem Stab“, mitsamt dem Ring Ragnaröks und dem „Herz des Elbentums auf Erden“. Wer die Faszination der Welt „Mittelerdes“ spürt, wird hier eine Fundgrube alter Mythen und Sagen finden, in welcher Tolkien nicht wissenschaftlich-abstrakt „entzaubert“ wird, sondern seine Fantasie in ihren Wurzeln dargestellt wird.

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