Arnulf Zitelmann

 3,6 Sterne bei 149 Bewertungen

Lebenslauf

Arnulf Zitelmann, wohnhaft in Ober-Ramstadt, geb. 9.3.1929, aufgewachsen im Ruhrgebiet, Studium der Philosophie und Theologie, verheiratet, vier Kinder. Arbeit in verschiedenen Pfarrämtern und Öffentlichkeitsbereichen der Kirche in Hessen und Nassau, Lehrer an einem altsprachlichen Gymnasium. Seit 1992 freier Schriftsteller, Mitglied des VS. und des P.E.N. Wissenschaftliche Veröffentlichungen, Sachbücher, Übersetzungen, lexikalische Arbeiten, Romane und Biographien, übersetzt in mehrere Sprachen. Vielfältige Auszeichnungen, darunter Gustav-Heinemann-Friedenspreis, Bundesverdienstkreuz am Band. P.E.N Autorenlexikon.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Arnulf Zitelmann

Cover des Buches Ketzerschwestern (ISBN: 9783522302661)

Ketzerschwestern

(29)
Erschienen am 18.07.2011
Cover des Buches Unter Gauklern (ISBN: 9783407740601)

Unter Gauklern

(13)
Erschienen am 01.02.2016
Cover des Buches Unterwegs nach Bigorra (ISBN: 9783407740656)

Unterwegs nach Bigorra

(11)
Erschienen am 18.02.2008
Cover des Buches »Keiner dreht mich um« (ISBN: 9783407789013)

»Keiner dreht mich um«

(9)
Erschienen am 01.03.2018
Cover des Buches Hypatia (ISBN: 9783407787507)

Hypatia

(7)
Erschienen am 26.01.2005
Cover des Buches Bis zum 13. Mond (ISBN: 9783407800268)

Bis zum 13. Mond

(8)
Erschienen am 01.09.1996

Neue Rezensionen zu Arnulf Zitelmann

Cover des Buches Unterwegs nach Bigorra (ISBN: 9783407740656)
Imke_Brunns avatar

Rezension zu "Unterwegs nach Bigorra" von Arnulf Zitelmann

Imke_Brunn
Historischer Roman um die Reise von drei Menschen verschiedener Religionen

Itta ist Christin und gerade erst 16, als sie aus einer Gefangenschaft fliehen kann. Zuhause angekommen erfährt sie, dass ihr Mann erneut geheiratet hat und sie daher mit einem anderen verheiratet werden soll. Sie flieht erneut und trifft den jüdischen Händler Jakob, mit dem sie weiterreist. Nach der Schlacht von Poitiers retten sie den blinden Araber Sahnun. Jeder der drei Reisenden trägt ein Geheimnis mit sich. Auf der Reise begegnen sie Feinden und Freunden und müssen mit Toleranz und Flexibilität miteinander umgehen.

Das Buch ist sehr angenehm geschrieben und gibt gute Einblicke in das Leben der Menschen in dieser Zeit.

Cover des Buches »Keiner dreht mich um« (ISBN: 9783407789013)
Papiertiger17s avatar

Rezension zu "»Keiner dreht mich um«" von Arnulf Zitelmann

Papiertiger17
vielschichtig, aber unbegründet überkritisch

Der Autor hat hier eine vielschichtige, aber unbegründet überkritische Biographie abgeliefert. Zitelmann begegnet Martin Luther King jr. mit überzogen idealistischen Ansprüchen: Dass ein Mann, der für die Bürgerrechte einer Minderheit kämpft, nicht mit jeder Aktion richtig liegt und sofortigen und dauerhaften Erfolg erzielt, ist wohl eher den harten Bedingungen der Wirklichkeit als Kings Nachlässigkeit geschuldet. Durch ständiges Hinterfragen, Relativieren und Kritisieren schmälert der Autor vor allem zum Ende seines Buches hin die Leistungen und das Vermächtnis eines Martin Luther King – ob das angemessen ist, erscheint mir zumindest zweifelhaft.

Meist langweiliges, aber stimmiges Zeitgemälde aus judenchristlicher Perspektive

Arnulf Zitelmann schafft es in seinen Büchern historische Welten vor dem inneren Auge seiner Leser entstehen zu lassen. Er webt Details zu einem stimmigen Ganzen zusammen, so dass man eine Vorstellung der thematisierten Zeit bekommt. In "Ich, Tobit, erzähle diese Geschichte" führt Zitelmann seine Leser nach Palästina zur Zeit Jesu. Tobit, ein junger Sohn aus einem jüdisch-hellenistischen Handeshaus will seine empfundene innere Lehre auf einer Pilgerreise in die Heilige Stadt Jerusalem füllen. Er begegnet einer Vielzahl von Menschen, die ihn und seine Familie wert schätzen. Im Gegensatz zu seinem Weltbild, dass stark von Aristoteles und Platon geprägt ist, trifft er in Palästina auf eine sehr viel stärkere Wertschätzung der Gesetze der Tora, die sich durch buchstabengetreue Ausführung auszeichnet. Die Sinnhaftigkeit erschließt sich ihm und dem Leser nicht. Erst die Begegnung mit Jesus, den er als seinen Rabbi annimmt, gibt Tobit eine neue Richtung in seinem Leben.

Eindrücklich beschreibt Arnulf Zitelmann  hier zwar die damalige Zeit, aber fehlt es dem Buch eindeutig an Spannung. Die Beschreibungen plätschern vor sich hin, ohne dass ich als Leser eine Bindung zu den Figuren aufbauen kann. Tobit reist herum und sucht, was, weiss er nicht so genau, meist sind es Unterkünfte. Die findet er genauso problemlos wie Gespreächspartner. Als Jugendroman konzipiert, werden sich jüngere Leser langweilen, da die Handung nur als Korsett dient um das jüdische Verständnis vom Gesetz mit der judenchristlichen Neuinterpretation zu kontrastieren.

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