Art Spiegelman

 4.6 Sterne bei 254 Bewertungen
Autor von Maus, The Complete Maus und weiteren Büchern.
Autorenbild von Art Spiegelman (© Chris Anthony Diaz)

Lebenslauf von Art Spiegelman

Der Comic-Autor und Cartoonist Art Spiegelman wurde 1948 in Stockholm geboren. Emigrierte aber im Alter von 3 Jahren mit seinen Eltern in die USA. Im Alter von 15 Jahren veröffentlichte Art Spiegelman bereits Comics für die Long Island Post. Heute zeichnet er für verschiedene Magazine, lehrt an der New York School of Visual Arts und ist Herausgeber des Comic-Magazins „Raw“. Er lebt mit seiner Familie in New York.

Alle Bücher von Art Spiegelman

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Buchformat:
Cover des Buches Maus9783596180943

Maus

 (207)
Erschienen am 01.04.2008
Cover des Buches MetaMaus9783100768063

MetaMaus

 (1)
Erschienen am 26.09.2012
Cover des Buches Breakdowns9783100768056

Breakdowns

 (1)
Erschienen am 13.10.2008
Cover des Buches Im Schatten keiner Türme9783855357109

Im Schatten keiner Türme

 (0)
Erschienen am 05.09.2011
Cover des Buches Im Schatten keiner Türme9783103974799

Im Schatten keiner Türme

 (0)
Erschienen am 24.04.2019
Cover des Buches Die wilde Party9783596182077

Die wilde Party

 (0)
Erschienen am 12.08.2011
Cover des Buches The Complete Maus9780141014081

The Complete Maus

 (23)
Erschienen am 02.10.2003

Neue Rezensionen zu Art Spiegelman

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Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

Kein Pow, Wow, Peng....sondern einfach nur eine Menge Tiefgang.
Chris666vor 6 Monaten

Definitiv Hochkultur!!! Dieses Buch braucht sich hinter keinem Klassiker zu verstecken. Wer "Comics" für kinderkram hält, wird hier eines besseren belehrt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mir die Schicksale der Juden im zweiten Weltkrieg und ihre Nachwirkungen bis ins Jetzt, besser und eindringlicher vor Augen geführt hat.

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Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

Ein grandioser Comic, der seinesgleichen sucht!
monerlvor 10 Monaten

Meine Meinung
Über diesen Comic bin ich gestolpert als ich die Autobiografie von Nadja Spiegelman las, Art Spiegelmanns Tochter. Darin erwähnt sie natürlich auch ihren Vater und sein künstlerisches Werk “Maus”, in der er die Geschichte und die Verfolgung seines polnisch-jüdischen Vaters Wladek Spiegelman und aller anderen Juden während des Zweiten Weltkriegs aufgeschrieben hatte.

Art Spiegelman hat nicht nur darin über die Shoa berichtet, nein, er hat sie gezeichnet. Dies war die Auseinandersetzung mit seinem Vater, die Verarbeitung des schwierigen Verhältnisses zu seinem Vater, die Kindheit, das Leben, die Judenverfolgung, Auschwitz und das Überleben von Wladek Spiegelman bis hin in die Gegenwart, als Art die Idee kam seinen Vater zu alledem zu befragen.

Hierbei legt er vieles offen. Er zeigt sehr schonungslos, dass er keine tiefe und innige Beziehung zu seinem Vater hatte. Es war nicht leicht mit ihm auszukommen. Wladek war das Produkt seiner unmenschlichen Vergangenheit, die ihn durch seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs in verschiedenen Konzentrationslagern geprägt hat.

Während des Lesens fühlte ich die Hilflosigkeit, die Bestürzung, die Gereiztheit, die Schuldgefühle…, die Art Spiegelman hatte, wenn er seinen Vater besuchte.

“Die vollständige Maus” vereint die damals einzeln herausgegebenen Bücher Maus I (1973) und Maus II (1986). Somit kann man hier das komplette Werk auf ca. 300 Seiten betrachten und lesen.

Mir gefällt der Zeichenstil sehr gut. Die schwarz-weiß Zeichnungen sind angenehm anzuschauen und man erkennt immer, um was es genau geht. In vielen Bildern wird das Grauen sichtbar. Ich spürte Beklemmung, wie musste es dann dem Künster ergangen sein, dies alles zu Papier zu bringen? Ohne die Distanz über die Darstellung der Menschen als verschiedene Tiere (Mäuse sind Juden, Katzen sind Deutsche, Frösche sind Franzosen, Schweine sind Polen, Amerikaner sind Hunde…), wäre das Ganze nicht zu ertragen gewesen. Dadurch, dass auch keine farblichen Zeichnungen verwendet wurde, fehlt die Leichtigkeit, die Freude, die Farben i.d.R. ausstrahlen und verliehen dem Buch die passende Untermalung von Schwermut und Trostlosigkeit.

Auch sprachlich hat dieses Buch eine Besonderheit, die man erst ganz hinten im Buch in den Anmerkungen lesen kann. Denn ich wunderte mich zu Beginn, warum Wladek mal gutes und dann wieder grammatikalisch recht schlechtes Deutsch gesprochen hat. Das beruht auf einem Übersetzer-Kniff! Wladek spricht Polnisch, Jiddisch und gebrochenes Englisch. Im Original gibt Art Spiegelman Polnisch und Jiddisch im perfekten Englisch wieder und wenn er in Amerika lebt und Amerikanisch spricht, liest man gebrochenes Englisch. Im Deutschen hat man sich ähnlich beholfen.

Es war nur gut, dass ich das Buch recht früh von vorne bis Ende durchgeblättert hatte und dabei auf diese Anmerkung gestoßen bin. Ich finde, sie gehört eigentlich ganz nach vorne, um dem*r Leser*in Irritationen zu ersparen, die den Lesegenuss trüben könnten.

Ich habe dieses Buch zweimal gelesen. Im März 2018 in einer Leserunde mit Ascari und Sabrina auf Der Leseratz. Unser Austausch hatte mir großen Spaß gemacht und das Lesen war sehr intensiv.

Damals hatte ich jedoch keine Zeit für eine Rezension. Doch dieses Buch ist mir sehr wichtig und ich wünschte, es wäre viel bekannter. Deshalb habe ich es nun erneut gelesen und jetzt rezensiert.


Fazit
Ein ganz besonderer Comic, den jeder gelesen haben sollte. Auch die, die Comics nicht mögen sollten sich trauen! Es gibt viel zu sehen und viel zu verstehen, denn es ist ein Zeitzeugenbericht über eine Zeit, die nie vergessen werden darf. Dass der Autor und Künstler dabei seine Familienerlebnisse mit verarbeitet sehe ich sogar als sehr wertvoll an.

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Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

Berührende Biographie, eindrücklich in Bildern dargestellt.
Luthien_Tinuvielvor einem Jahr

Meiner Ansicht nach hat Art Spiegelman mit dieser Graphic Novel zu Recht den Pulitzerpreis gewonnen. Das Werk ist eindrücklich, ernst und historisch wertvoll.

In der Erzählung berichtet er vom Leben seines Vaters Wladek beziehungsweise der Erschaffung dieses Werkes selbst. Ansatzpunkt sind Gespräche zwischen Vater und Sohn über dessen Vergangenheit. Die Gespräche spielen sich im Alltag der 70er Jahre in New York ab.

Wladek Spiegelman war Pole und Jude. Er lebte in den 30er und 40er Jahren als Industrieller in Sosnowiec. Nach Einmarsch der Nazionalsozialisten erlebte er Flucht, Hunger, Verstecken, bis er schließlich im KZ Auschwitz landete- und das Lager überlebte.

Meine Meinung:

Art schafft es eindrücklich, die Lebensgeschichte seines Vaters in Bilder zu fassen. Zugleich gelingt es ihm durch den Rahmen, den er mit der Erzählperspektive der 70er Jahre in Wladeks neuem Leben in New York schafft, dessen Vergangenheit mit deren Folgen für Wladeks Persönlichkeit zu verknüpfen.

Die Thematik ist ernst, das Leben Wladeks war hart. Trotz der Seriosität der Thematik schafft es Art Spiegelmann, dem Werk durch die Zwischenblenden seiner Realität, des Lebens in New York in den 1970er Jahren, die Stimmung bis zu einem gewissen Punkt wieder aufzulockern, ohne dass jedoch die Geschichte ins Komische gezogen wird.

Zur Darstellung der verschiedenen Personengruppen verwendet Spiegelmann Tiere als Metaphern. Die Juden als Mäuse, die Nazis als Katzen, die Handlanger der Nazis als Schweine. Mal mit Maske, mal vollkommen gewandelt. Ein insgesamt sehr tiefgründiges System, das den Bildern noch einmal mehr Tiefe verleiht.

Die Erzählung aus Sicht Wladeks mit dessen sprachlichem Akzent, der auch in der Übersetzung angedeutet ist, ist spannend, ernst und eindrücklich. Mehr als einmal leidet man mit Wladek mit, die Bilder der Erzählung bleiben im Kopf.

Fazit:
Spiegelman hat mit dieser Graphic Novell einen Augenzeugenbericht der Schrecken des Dritten Reiches geschaffen, der anschaulicher und eindrücklicher als die meisten Anderen ist. Auch für Leute, die sonst nicht so auf Graphic Novels stehen, aber historisch interessiert sind, ist dieses Werk mehr als einen Blick wert.

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Zusätzliche Informationen

Art Spiegelman wurde am 15. Februar 1948 in Stockholm (Schweden) geboren.

Community-Statistik

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von 3 Lesern aktuell gelesen

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