Art Spiegelman

 4.6 Sterne bei 239 Bewertungen
Autor von Maus, The Complete Maus und weiteren Büchern.
Art Spiegelman

Lebenslauf von Art Spiegelman

Der Comic-Autor und Cartoonist Art Spiegelman wurde 1948 in Stockholm geboren. Emigrierte aber im Alter von 3 Jahren mit seinen Eltern in die USA. Im Alter von 15 Jahren veröffentlichte Art Spiegelman bereits Comics für die Long Island Post. Heute zeichnet er für verschiedene Magazine, lehrt an der New York School of Visual Arts und ist Herausgeber des Comic-Magazins „Raw“. Er lebt mit seiner Familie in New York.

Alle Bücher von Art Spiegelman

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Maus

Maus

 (198)
Erschienen am 01.04.2008
MetaMaus

MetaMaus

 (1)
Erschienen am 26.09.2012
Breakdowns

Breakdowns

 (1)
Erschienen am 13.10.2008
Im Schatten keiner Türme

Im Schatten keiner Türme

 (0)
Erschienen am 05.09.2011
Die wilde Party

Die wilde Party

 (0)
Erschienen am 12.08.2011
The Complete Maus

The Complete Maus

 (19)
Erschienen am 02.10.2003
Maus

Maus

 (5)
Erschienen am 13.10.2009

Neue Rezensionen zu Art Spiegelman

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dominonas avatar

Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

Mal eine ganz neue Art
dominonavor 4 Monaten

Bestimmte Geschehnisse in der Geschichte sind schwierig zu erzählen und zwar so, dass man es begreift auch obwohl man nicht dabei war und gerade wenn es um den Holocaust geht, helfen Zeichnungen manchmal mehr als Worte und das wird hier deutlich. Aufgrund einiger stilistischer Feinheiten hatte ich Probleme reinzukommen, aber die ergreifende Geschichte macht alle Mängel wett.

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Dorfwolfs avatar

Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

Tolles Buch
Dorfwolfvor einem Jahr

Maus musste als Comic erzählt werden. Anders hätte die Geschichte Niemals einen solchen Effekt bewirken können.


Es ist ein tolles Buch, welches sich sehr schnell lesen lässt und dennoch bei dem Leser hängen bleibt.

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Svenjas_BookChallengess avatar

Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

Ein genialer Comic und eine bewegende Geschichte
Svenjas_BookChallengesvor 2 Jahren


Mit Maus von Art Spiegelman habe ich mich zum ersten Mal in ein Genre vorgewagt, für das ich mich bisher so gar nicht interessiert habe: Comics. Gleichzeitig habe ich mir dabei die wohl bekannteste und aufsehenerregendste Graphic Novel ausgesucht, denn Spiegelman hat für Maus nicht nur den Pulitzer Preis verliehen bekommen, sondern auch eine ganze Gattung neu interpretiert und (das kann man so sagen) revolutioniert. Maus war einer der ersten Comics für Erwachsene und erzählt eine so komplexe Geschichte, wie man sie eigentlich nur aus einem Roman kennt. Es ist sozusagen ein historischer, ein biografischer und ein autobiografischer Comic im Stil einer Fabel - und dieser Mix hat mich wahnsinnig neugierig auf das Buch gemacht.

Wirklich bemerkenswert fand ich von Anfang an die Zeichnungen, die wie bei einem Underground-Comic in Schwarz-Weiß und eher simpel und skizzenhaft gehalten sind. Das Besondere dabei ist, dass die verschiedenen Charaktere nicht als Menschen, sondern als Tiere dargestellt werden - eben wie bei einer Fabel. Spiegelman nimmt aber nicht irgendwelche Tiere, sondern setzt auf eine raffinierte Symbolik. So werden die Juden als Mäuse dargestellt, die sich in den noch so entlegendsten Winkeln verstecken können und müssen, die Deutschen als Katzen, die Jagd auf die Juden machen, die Polen als Schweine, die Franzosen als Frösche, die Amerikaner als Hunde und und und. Mich hat diese Darstellung mit ihrer einfachen, aber schlagenden Logik schlichtweg beeindruckt. Außerdem erhält man als Leser so die Möglichkeit, direkt "hinter die Fassade" zu blicken und etwa einen Deutschen auf Anhieb als solchen zu identifizieren, was dem Protagonist allerdings nicht immer gelingt. Auch ohne die Dialoge haben die Bilder eine enorme Kraft und erzählen die Geschichte auf eine äußerst faszinierende Weise. So tragen die Charaktere beispielsweise dann, wenn sie sich als Zugehörige einer anderen Volksgruppe ausgeben, Masken - eine einfach geniale Lösung.

Man könnte nun denken, die Geschichte eines Holocaust-Überlebenden in Form eines Comics zu erzählen, würde das Ganze verharmlosen und dem Grauen vielleicht nicht gerecht werden. So ist es jedoch ganz und gar nicht. Art Spiegelman gelingt es auf eine ganz besondere Art und Weise, das tragische Schicksal seiner Eltern und deren Familien aufs Papier zu bringen und indem er diese biografische Erzählung in ein populäres Medium überträgt, macht er sie einem breiteren und ganz anderem Publikum zugänglich. Die Fabel in Comic-Form ist im Gegensatz zu Dokumentationen und Biografien in Prosa leichter verträglich, dabei aber keineswegs weniger grauenvoll oder gar harmlos. Was Art Spiegelman hier gelungen ist, ist schlicht und ergreifend genial!

Außerdem ist die Graphic Novel von Beginn an durch eine extreme Authentizität geprägt. Es wird nämlich nicht nur die Lebensgeschichte von Wladek Spiegelman erzählt, sondern Art lässt den Leser auch teilhaben an den Interviews, die er mit seinem Vater führt, und sogar am Schreibprozess. Art glorifiziert seinen Vater nicht, sondern legt großen Wert auf eine authentische Darstellung und lässt so auch sein eigenes, nicht ganz einfaches Verhältnis zu seinem Vater nicht aus. Wladek ist nach dem Krieg und dem Selbstmord seiner Frau zu einem verbitterten, geizigen Kauz geworden, der bisweilen sogar rassistisch ist und Vorurteile gegenüber Schwarzen und Homosexuellen hegt. Der Leser bekommt so direkt vor Augen geführt, welche Auswirkungen die Schoah auf die Überlebenden hatte, was die Nazis mit dem Massenmord an Millionen von Menschen auch späteren Generationen noch angetan haben. An einer Stelle gibt es einen Dialog zwischen dem jungen Art und seiner Frau, den ich sehr bezeichnend fand:

"[...] 'Alles, was Wladek durchgemacht hat. Ein Wunder, dass er überlebt hat.' 
'Hm-mm. Aber irgendwie hat er nicht überlebt.'" (S. 248)

Generell sind die Dialoge genauso klug und fesselnd wie die Zeichnungen. Die meiste Zeit über übernimmt Wladek die Rolle des Erzählers. Hier greift Art Spiegelman erneut auf ein sehr authentisches stilistisches Mittel zurück, denn sein Vater als alter Mann spricht gebrochenes, vom Jiddischen geprägtes Englisch (bzw. in der Übersetzung Deutsch). Das mag am Anfang ein wenig befremdlich wirken, schon bald hat man dadurch aber Wladeks Stimme im Ohr und den alten Mann direkt vor Augen. Bei all dem ist man sich außerdem durchgehend der Grausamkeit des Holocaust bewusst und Wladeks erstaunliche Geschichte eines Überlebenden, der manchmal (so scheint es) mehr Glück als Verstand hatte, erschüttert einen bis ins Mark. Ein Comic, der berührt und fasziniert. Ich bin begeistert!

Mein Fazit:

Art Spiegelmans Maus ist ein Meisterwerk! Diese Graphic Novel hat mich überrascht, gefesselt, zu Tränen gerührt und einfach nur begeistert. Wer diese Geschichte noch nicht kennt, sollte sie unbedingt lesen!

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Zusätzliche Informationen

Art Spiegelman wurde am 15. Februar 1948 in Stockholm (Schweden) geboren.

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von 5 Lesern aktuell gelesen

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