Art Spiegelman Maus

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Inhaltsangabe zu „Maus“ von Art Spiegelman

Die Geschichte von Maus veränderte über Nacht die Geschichte des Comic Strips – aus Kult wurde Kunst. Berichtet wird die authentische Lebensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman. In Queens, New York, schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, er erzählt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Art Spiegelman hat diese Geschichte aufgezeichnet, indem er das Unaussprechliche Tieren in dem Mund legt: Die Juden sind Mäuse, die Deutschen Katzen. 'Ein Jahrhundertwerk!' taz

Großartiger Comic über eigentlich Unerzählbares. Gehört in jeden Geschichtsunterricht.

— DamonWilder

Wunderbar erzählt in Bildern. Lesenswert

— MadameEve1210

Ein brillanter wie schockierender Graphic Novel, den man einfach gelesen haben muss!

— Stefan92

Ein Comic, der mich einfach umgehauen hat!

— Svenjas_BookChallenges

Berührend, erschreckend, und tolle, atmosphärische Zeichnungen.

— buechermarie

Sehr beeidruckend, ehrlich und authentisch. Eine einzigartige Umsetzung des Themas. Für alle Leser, nicht nur Comic-Liebhaber, geeignet.

— Weltensucher

Unglaublich! Noch nie wurde der Wahnsinn so gut und beeindruckend erzählt! LESEN!

— charlotte

MAUS ist Art Spiegelman's Meisterwerk und eine der besten Graphic Novels unserer Zeit.

— AttackOnDeadpool

Für alle Fans von diesem Buch, bitte schaut euch auch mal "Barfuss durch Hiroshima" an. Ist zwar ein Manga, aber im alten Stil und auch biographisch.

— KnoxOverstreet

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  • Ein genialer Comic und eine bewegende Geschichte

    Maus

    Svenjas_BookChallenges

    25. January 2017 um 18:59

    Mit Maus von Art Spiegelman habe ich mich zum ersten Mal in ein Genre vorgewagt, für das ich mich bisher so gar nicht interessiert habe: Comics. Gleichzeitig habe ich mir dabei die wohl bekannteste und aufsehenerregendste Graphic Novel ausgesucht, denn Spiegelman hat für Maus nicht nur den Pulitzer Preis verliehen bekommen, sondern auch eine ganze Gattung neu interpretiert und (das kann man so sagen) revolutioniert. Maus war einer der ersten Comics für Erwachsene und erzählt eine so komplexe Geschichte, wie man sie eigentlich nur aus einem Roman kennt. Es ist sozusagen ein historischer, ein biografischer und ein autobiografischer Comic im Stil einer Fabel - und dieser Mix hat mich wahnsinnig neugierig auf das Buch gemacht.Wirklich bemerkenswert fand ich von Anfang an die Zeichnungen, die wie bei einem Underground-Comic in Schwarz-Weiß und eher simpel und skizzenhaft gehalten sind. Das Besondere dabei ist, dass die verschiedenen Charaktere nicht als Menschen, sondern als Tiere dargestellt werden - eben wie bei einer Fabel. Spiegelman nimmt aber nicht irgendwelche Tiere, sondern setzt auf eine raffinierte Symbolik. So werden die Juden als Mäuse dargestellt, die sich in den noch so entlegendsten Winkeln verstecken können und müssen, die Deutschen als Katzen, die Jagd auf die Juden machen, die Polen als Schweine, die Franzosen als Frösche, die Amerikaner als Hunde und und und. Mich hat diese Darstellung mit ihrer einfachen, aber schlagenden Logik schlichtweg beeindruckt. Außerdem erhält man als Leser so die Möglichkeit, direkt "hinter die Fassade" zu blicken und etwa einen Deutschen auf Anhieb als solchen zu identifizieren, was dem Protagonist allerdings nicht immer gelingt. Auch ohne die Dialoge haben die Bilder eine enorme Kraft und erzählen die Geschichte auf eine äußerst faszinierende Weise. So tragen die Charaktere beispielsweise dann, wenn sie sich als Zugehörige einer anderen Volksgruppe ausgeben, Masken - eine einfach geniale Lösung.Man könnte nun denken, die Geschichte eines Holocaust-Überlebenden in Form eines Comics zu erzählen, würde das Ganze verharmlosen und dem Grauen vielleicht nicht gerecht werden. So ist es jedoch ganz und gar nicht. Art Spiegelman gelingt es auf eine ganz besondere Art und Weise, das tragische Schicksal seiner Eltern und deren Familien aufs Papier zu bringen und indem er diese biografische Erzählung in ein populäres Medium überträgt, macht er sie einem breiteren und ganz anderem Publikum zugänglich. Die Fabel in Comic-Form ist im Gegensatz zu Dokumentationen und Biografien in Prosa leichter verträglich, dabei aber keineswegs weniger grauenvoll oder gar harmlos. Was Art Spiegelman hier gelungen ist, ist schlicht und ergreifend genial!Außerdem ist die Graphic Novel von Beginn an durch eine extreme Authentizität geprägt. Es wird nämlich nicht nur die Lebensgeschichte von Wladek Spiegelman erzählt, sondern Art lässt den Leser auch teilhaben an den Interviews, die er mit seinem Vater führt, und sogar am Schreibprozess. Art glorifiziert seinen Vater nicht, sondern legt großen Wert auf eine authentische Darstellung und lässt so auch sein eigenes, nicht ganz einfaches Verhältnis zu seinem Vater nicht aus. Wladek ist nach dem Krieg und dem Selbstmord seiner Frau zu einem verbitterten, geizigen Kauz geworden, der bisweilen sogar rassistisch ist und Vorurteile gegenüber Schwarzen und Homosexuellen hegt. Der Leser bekommt so direkt vor Augen geführt, welche Auswirkungen die Schoah auf die Überlebenden hatte, was die Nazis mit dem Massenmord an Millionen von Menschen auch späteren Generationen noch angetan haben. An einer Stelle gibt es einen Dialog zwischen dem jungen Art und seiner Frau, den ich sehr bezeichnend fand:"[...] 'Alles, was Wladek durchgemacht hat. Ein Wunder, dass er überlebt hat.' 'Hm-mm. Aber irgendwie hat er nicht überlebt.'" (S. 248)Generell sind die Dialoge genauso klug und fesselnd wie die Zeichnungen. Die meiste Zeit über übernimmt Wladek die Rolle des Erzählers. Hier greift Art Spiegelman erneut auf ein sehr authentisches stilistisches Mittel zurück, denn sein Vater als alter Mann spricht gebrochenes, vom Jiddischen geprägtes Englisch (bzw. in der Übersetzung Deutsch). Das mag am Anfang ein wenig befremdlich wirken, schon bald hat man dadurch aber Wladeks Stimme im Ohr und den alten Mann direkt vor Augen. Bei all dem ist man sich außerdem durchgehend der Grausamkeit des Holocaust bewusst und Wladeks erstaunliche Geschichte eines Überlebenden, der manchmal (so scheint es) mehr Glück als Verstand hatte, erschüttert einen bis ins Mark. Ein Comic, der berührt und fasziniert. Ich bin begeistert!Mein Fazit:Art Spiegelmans Maus ist ein Meisterwerk! Diese Graphic Novel hat mich überrascht, gefesselt, zu Tränen gerührt und einfach nur begeistert. Wer diese Geschichte noch nicht kennt, sollte sie unbedingt lesen!

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  • Ein Vater-Sohn-Gespräch, dass berührt

    Maus

    buechermarie

    09. September 2016 um 19:07

    Meine Meinung:Das Interessanteste an MAUS ist, auf welche Art die Geschichte erzählt wird - nicht etwa im Sinne einer herkömmlichen Geschichte, sondern als Dialog zwischen Vater und Sohn. Wir erfahren so nebenbei auch vom alltäglichen Leben des Vaters - eine sehr wichtige Perspektive, wie ich finde. Denn Vladek Spiegelman ist kein einfacher Geselle. Er ist knauserig - nichts darf verkommen, kein Geld ausgegeben werden - und seiner zweiten Frau nicht sehr zugetan, was sein Umfeld immer wieder zum verzweifeln bringt und ihn tatsächlich etwas unsympathisch macht.Aber so war dieser Mensch nun einmal, bzw. so wurde er von seinem Sohn wahrgenommen, und das unterstreicht die "Echtheit" dieses Charakters und seiner Lebensgeschichte sehr.Die Zeichnungen sind schwarz-weiß, skizzenhaft und atmosphärisch, und passen perfekt zum Ton der Thematik. Es werden Tier-Analogien geschaffen:Juden sind Mäuse, Nazis Katzen,  (nicht-jüdische) Polen Schweine, und Amerikaner werden als Hunde dargestellt(Und Franzosen als Frösche). In einem blurb der Times steht im Klappentext:They are all terrifyingly human("Sie sind alle erschreckend menschlich") Und das fasst es seht gut zusammen.Die Erlebnisse werden sehr ruhig erzählt, was mir besonders gut gefallen hat. Niemand wird entschuldigt, niemand wird angeklagt - und das muss auch gar nicht sein, denn eine Tat sagt mehr als 1000 Worte. Im Fokus stehen die Leute, die halfen - aus welcher Motivation heraus, ist eine andere Frage, doch das Überleben von Vladek Spiegelman ist diesen Personen genauso geschuldet wie seine eigene Pfiffigkeit.Und die Moral von der Geschichte?Überleben war zufällig.FazitMAUS ist berührend, erschreckend und wirkt sehr realistisch. Die Form des Comics unterstützt dies perfekt, da sie eine gewisse Abstraktheit schafft und dabei hilft, zu begreifen.Und am Ende sind tatsächlich ein paar Tränchen geflossen, als ich das Foto gesehen habe. Aus Rührung.Mir hat es auf jeden Fall sehr gut gefallen.

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  • Unter der Schneedecke

    Schattwald

    NiWa

    Innsbruck 1943. Die junge Charlotte wird ins Nervensanatorium Schattwald eingeliefert. Sie merkt, dass hier vieles nicht dem Schein entspricht und sie sich in Lebensgefahr begibt.Jahrzehnte später hält ihre Enkelin Anne Tagebuchaufzeichnungen aus Schattwald in der Hand und schwebt plötzlich selbst in Gefahr.Der Roman ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt. In der Gegenwart kümmert sich Anne um den Nachlass ihrer Großmutter und stößt dabei auf die Tagebuchaufzeichnen. Der Vergangenheitsstrang ist mitten im 2. Weltkrieg anberaumt und man erfährt gemeinsam mit Charlotte, welche Gefahren der Krieg mit sich bringt.Vergangenheits- und Gegenwartsstrang haben mir gleich gut gefallen, wobei ich bei beiden erzählerische Tiefe und Dichte vermisst habe. Schon von Beginn an hatte ich das Gefühl, nur sachte an der Oberfläche zu kratzen, was sich durch das ganze Buch gezogen hat.Die Figuren Anne und Charlotte - Enkelin und Großmutter - sind hervorragend gelungen. Alle beide wirken realistisch und lebensecht und sind in ihrem jeweiligen Lebensabschnitt mit Problemen konfrontiert. Sie hoffen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie sich dadurch in Gefahr begeben.Schattwald in den 40er-Jahren habe ich mir nicht so „harmlos“ vorgestellt. Die geschilderten Ereignisse entbehren sicherlich keiner Dramatik, denn schlimm war es auch so genug. Jedoch spielten sich zu dieser Zeit viel schrecklichere Dinge in Sanatorien ab und in Anbetracht dessen, habe ich mir eine intensivere Aufarbeitung erwartet. Ich dachte einen tieferen Einblick in die Behandlung psychisch instabiler Personen zu bekommen, dem war aber nicht so. Im Vergleich zu meinen Erwartungen hat in Schattwald eher Kuschelstimmung geherrscht, was ich schön und gleichzeitig schade fand.Gut ausgearbeitet waren die Stimmung und Banalitäten des Alltags, die in Zeiten des Krieges überhaupt nicht banal gewesen sind. Barbara Dribbusch zeigt auf eindrucksvolle Weise die Entbehrungen in Kriegszeiten auf, wie sich die Menschen trotzdem zu helfen wussten, und oft unorthodoxe Lösungen fanden.Der Gegenwartsstrang war angenehm zu lesen und gemeinsam mit Anne hat man sich durch Charlottes Hinterlassenschaft gewühlt. Hier spielt ein leiser kriminalistischer Unterton in die Handlung rein, der meinem Empfinden nach überzogen war und mich nicht so recht überzeugen konnte. Denn die Auflösung und Motivation dahinter ist mir etwas zu seicht geraten, obwohl sie überraschend war.Der Erzählstil ist durchgehend ruhig gehalten. Eigentlich mag ich ruhige Erzählungen sehr gern, weil sich so Dichte und Spannung aufbauen können. Dadurch bekomme ich als Leser ein Gefühl für die Atmosphäre. Hier ist mir die Stimmung zu ruhig geraten, fast so, als ob die Geschichte unter einer dicken Schneedecke verschwunden ist.Obwohl mich Barbara Dribbuschs „Schattwald“ nicht vollkommen überzeugen konnte, ist es auf jeden Fall ein schöner Roman für Zwischendurch. Dieses Buch berichtet vom 2. Weltkrieg und vielen Entbehrungen, lässt an die Opfer des Nationalsozialismus denken und versetzt den Leser gleichzeitig ins winterliche Innsbruck. Wenn man sich mal abseits episch angelegter Werke mit den Ereignissen des 2. Weltkriegs beschäftigen will, ist „Schattwald“ ganz bestimmt ein geeignetes Buch dafür. Denn trotz der erwähnten Kritikpunkte habe ich es gern gelesen und kann es als Zwischendurchlektüre an Interessierte weiterempfehlen.

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    • 7
  • 'Maus' - kein gewöhnlicher Comic.

    Maus

    Fabula

    13. June 2015 um 17:38

    Der Cartonist Art Spiegelman hat mit seinem Comic 'Maus' nicht ein Werk für leichte Unterhaltung geschaffen. Trotz der rührseligen Tierbildchen besitzt der Band sehr viel Tiefe und führt den Leser an das schwerwiegende Thema des Holocausts heran. Was andere kaum in Worte fassen können, beschreibt Spiegelman mit Hilfe der Bildsprache. Wer jetzt denkt, dass dies unmöglich 'würdig' umgesetzt werden kann - den kann ich beruhigen! Die Geschichte, die Spiegelman gezeichnet hat, ist die seiner eigenen Eltern. Als Zugehöriger der 'Second Generation' behandelt Spiegelman das Thema Holocaust nicht nur mit Respekt, sondern versucht vielmehr das Schicksal seiner Eltern zu begreifen. So beschreibt der Comic den Umgang der nachfolgenden Generation mit den schrecklichen Erlebnissen der im zweiten Weltkrieg deportierten Generation in einer Art von persönlicher Aufarbeitung. Unter dem Originaltitel "Maus. A Survivors' Tale" erschienen die zwei Teile 1. "My Father Bleeds History" (1986) und 2. "And Here My Troubles Began" (1991). Die hier rezensierte deutsche Ausgabe "Die vollständige Maus" enthält beide Teile. Wie aus dem Titel zu entnehmen ist, wurden die realen Personen im Comic zu Tieren entfremdet und in bestimmte Kategorien eingegliedert. So wurden die Figuren jüdischer Herkunft beispielsweise als Mäuse, die Deuschen als Katzen und die Polen als Schweine gezeichnet. Wichtige Figuren sind Art Spiegelman (in Selbstdarstellung), Wladek Spiegelman (Arts Vater, Überlebender des Holocausts), Anja Spiegelman (Arts Mutter, Überlebende des Holocausts), Mala Spiegelman (zweite Frau Wladeks, ebenfalls eine Überlebende) und Francoise Mouly (Arts Ehefrau). Kurze Inhaltsangabe: Das Werk 'Maus' ist eine Art moderne Fabel, in der menschliche  Erlebnisse (Holocaust Erfahrungen) auf Tiere übertragen werden. Der Protagonist Wladek erzählt seine persönliche Deportationsgeschichte während zahlreichen Sitzungen seinem Sohn Art. Dieser bringt die Erlebnisse seines Vaters zu Papier. Das Erzählen des Vaters ist von schmerzhaften Erinnerungen geprägt und führt oft zu Konflikten zwischen ihm und seinem Sohn. Oft werden diese durch die geizige, eigenbrötlerische und dickköpfige Art des nun alt gewordenen Vaters geschürt. Trotzdem erfährt der Sohn Art vieles über die Zeit des Nationalsozialismus, die persönlichen Erfahrungen seines Vaters und den Selbstmord seiner richtigen Mutter... Allzu viel möchte ich an dieser Stelle aber gar nicht verraten, sondern vielmehr darauf hinweisen, dass ich diesen Comic ALLEN wärmstens ans Herz lege! 'Maus' unterscheidet sich vor allem durch seine Medienform (Comic) von anderen (Holocaustüberlebenden-) Berichte. Ist daher sehr leicht und schnell zu lesen. Die Möglichkeit die Aufarbeitung des Holocausts in Form eines Comics zu lesen, dürfte sogar Geschichts- und Lesemuffel begeistern. Gerade jenen, aber natürlich auch allen anderen Interessierten, sollte 'Maus' unbedingt angeraten werden! Auf Grund der Bildsprache und der Bearbeitung des Themas aus der 'Second Generation' ergibt sich eine völlig neue Perspektive. Der Comic ermöglicht dem Leser eine persönliche Auseinandersetzung mit der Geschichte des nationalsozialistischen Deutschlandes und ist sehr ergiebig für (Bild-)Interpretationen.

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  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

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  • Katz und Maus...

    Maus

    Corileinchen

    09. February 2014 um 10:01

    Inhalt: Die Geschichte eines Überlebenden – die des polnischen Juden Wladek Spiegelman. Er schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, er erzählt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Eine Geschichte, in der Freundschaften nichts mehr zählen, Familien einander verraten und Verbündete eine Seltenheit sind. Kannst du nicht bezahlen, kannst du keine Hilfe erwarten – denn aus reiner Herzensgüte, riskierte niemand sein Leben. Sein Sohn, der Autor Art Spieglman, kommt zwar nicht immer ganz mit seinem Vater zurecht, möchte allerdings um jeden Preis seine Geschichte erfahren und einen Comic daraus machen. Meinung: Eine schreckliche und schockierende Geschichte, ein Ehepaar, welches gemeinsam überlebt, eine Geschichte, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Es wird einem schmerzlich vor Augen geführt, dass Überleben keine Frage von Können war, auch Reichtum hat keine wirkliche Rolle gespielt, selbst wenn etwas zum Bestechen nicht geschadet hat, Überleben war pures Glück. Schon allein wegen dieses Umstandes muss man teilweise schlucken. Sicher, jeder von uns hat schon von all den Geschehnissen der damaligen Zeit gehört. Ebenso dürfte es nicht unbekannt sein, dass zu der Zeit mehr als nur ein Kriegsverbrechen begangen wurde – trotz allem zeigt die Geschichte von Wladek es auf eine neue Art und Weise. Es ist kein “alle Deutschen waren böses Nazi’s” – es ist mehr ein “die meisten wollten einfach nur überleben”. Es ist wirklich schwer, das alles in Worte zu fassen, dahingegen trägt die Form des Comic-Romans einiges zur Erzählung bei. Und um die Wahrheit zu sagen, man glaubt gar nicht, wie viel reine schwarz-weiß Zeichnungen aussagen können, welches Grauen sie zeigen können. Denn auch wenn man nie zuvor vom zweiten Weltkrieg gehört hat, ist einem danach schmerzlich bewusst, was damals geschehen ist. Die Wahrheit, zwar maskiert aber dennoch ungeschminkt. Das beeindruckende oder eher bewegende daran, ist die Menschlichkeit hinter all dem. Es ist keine übertriebene oder erfundene Geschichte – das ist alles wirklich passiert! Manchmal kann man das wirklich nicht fassen und manchmal kann man nicht glauben, an welchen Orten Wladek und Anja (seine Frau und Art’s Mutter) auf Menschlichkeit, auf Hilfe und auf Unterstützung stoßen. Man erfährt auch, was geschehen wäre, wenn sie die ein oder andere Entscheidung nicht gefällt hätten oder sie anders ausgefallen war und das ist doch relativ heftig. Fazit: Absolut lesenswert. Mehr kann man fast nicht dazu sagen – vielleicht, dass man Comic’s schon mögen oder zumindest nicht hassen sollte. Auf alle Fälle ist es eine interessante, andere Art, sich Geschichte, vor allem solch eine, zu Gemüte zu ziehen.

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  • Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

    Maus

    Dubhe

    17. September 2012 um 20:05

    In diesem Graphic Novel geht es, wie bereits das Cover verrät, um die Nazizeit. Doch es geht darin nicht um Menschen, sondern um Mäuse, die ihre eigene Sicht der Dinge haben... . Mehr möchte ich zu diesem Buch nicht sagen, da man es für sich selbst entdecken sollte. Leider hat es mir nicht so gut gefallen, da der Zeichenstil sehr ungewöhnlich ist und dazu kommt auch noch, dass man längere Zeit braucht, um in die Geschichte zu finden. Ansonsten stellt er eine recht interessante Sicht auf die Vergangenheit dar. Ich finde, jeder sollte sich zu diesem Graphic Novel eine eigene Meinung bilden.

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  • Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

    Maus

    awogfli

    06. May 2012 um 14:41

    Dieser politische Comic über die Nazizeit hat mir leider nicht ganz so gut gefallen wie Persepolis. Die Sprache war nicht annähernd so poetisch und obwohl ich die Idee die Deutschen als Katzen, die Juden als Mäuse und die Polen als Schweine zu zeichnen grandios finde, waren für mich die Zeichnungen trotzdem nicht so überwältigend. Ich verstehe ja so gut wie nichts von diesem Genre, deshalb kann ich auch nicht die Gründe nennen, warum mir die Zeichnungen nicht so gut gefallen haben, sondern nur meine Empfindungen wiedergeben. Nichtsdestotrotz ist es ein gutes Buch, die Idee ist innovativ und einzigartig, die Handlung spannend und auch erschütternd so ähnlich wie der Film Holocaust nur als Comic präsentiert. Fazit: Gutes Buch eigentlich 3,5 Punkte die Aufrundung gibts diesmal bei mir für die Innovation.

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  • Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

    Maus

    Holden

    Einzigartig. Art Spiegelman schafft es, die Verbrechen an den Juden in der Beziehung von Mäusen zu Katzen graphisch nachzuerzählen, ohne dabei relativierend oder trivial zu werden. Dabei zeichnet Spiegelman seine eigene Beziehung zu seinem Vater nach, der die Verbrechen überlebt hat und deswegen von seinen Mitmenschen nach wie vor eine privilegierte Behandlung verlangt (was der Sohn nicht einsieht).

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    • 4
  • Frage zu "Logicomix" von Apostolos Doxiadis

    Logicomix

    Sascha

    Ich habe am Wochenende das erste Mal in meinem Leben eine sogenannte "Graphic Novel" gelesen. Und zwar Logicomix. Muss sagen ich war total begeistert. Ein ziemlich trockenes Thema sehr gelungen in Szene gesetzt. Vielleicht lags nur an diesem speziellen Stoff, aber ich würd jetzt gern mehr in die Richtung "Graphic Novel" ausprobieren. Habt ihr vielleicht Tipps? Sollte toll gezeichnet sein und eher anspruchsvolle Themen behandeln, so wie Logicomix eben auch. Danke und Lg Sascha

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    • 5
  • Rezension zu "Mein Vater kotzt Geschichte aus" von Art Spiegelman

    Maus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. May 2010 um 20:06

    Maus erzählt im Stil eines Underground-Comics die Geschichte von Wladek und Anja Spiegelman, den Eltern von Art Spiegelman. Für die manchmal schockierende Biographie über die beiden Überlebenden der Shoa benutzt Art Spiegelman eine Tiermetapher, er zeichnet die Juden als Mäuse, die Deutschen als Katzen, Schweden als Elche, US-Amerikaner als Hunde, Polen als Schweine, Franzosen als Frösche. Wladek Spiegelman ist Pole - und Jude. In zahlreichen Sitzungen erzählt er seinem Sohn seine Geschichte: Wie er seine Frau kennengelernt hat, von den ersten nationalsozialistischen Ereignissen über die Deportation bis nach Auschwitz, er erzählt vom Überlebenskampf im Konzentrationslager und schließlich dem Wiedersehen nach Kriegsende. Dabei spielt die Geschichte, die der Comic erzählt, auf mehreren Ebenen, da er nicht nur von der Vergangenheit - den Ereignissen des Holocausts - sondern auch von der Gegenwart berichtet, und dabei die Beziehung zwischen Art und Wladek, Vater und Sohn, unter die Lupe nimmt. Art Spiegelman versucht dabei, durch den Comic seinen Vater besser verstehen zu lernen, der auf der einen Seite ein unglücklicher und kranker, auf der anderen Seite aber unglaublich dickköpfiger und komplizierter alter Mann geworden ist. *** In Maus geht es nicht darum, geschichtliche Fakten zu übermitteln, es geht um die Geschichte eines Überlebenden, es ist eine subjektiv gefärbte, nacherzählte wahre Begebenheit mit Bildern, die trotz der vermeintlich kindlichen Darstellungsform Comic nichts beschönigen. Ein wichtiges, erschreckendes und eindringliches Buch. Maus war das Buch, durch das ich mich als Kind/Jugendliche das erste Mal näher mit der Shoa, dem Holocaust beschäftigt habe - weit ab von Schule und/oder Geschichtsunterricht. Ich habe beide Bände von meinem Vater geschenkt bekommen, und sie gehören heute noch zu einem Teil meiner "Bibliothek", den ich um nichts in der Welt missen möchte.

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  • Rezension zu "Mein Vater kotzt Geschichte aus" von Art Spiegelman

    Maus

    sarahkolumbus

    22. April 2010 um 16:24

    Wer kennt sie nicht? Die funny animal Comics wie beispielsweise "Garfield", "Schweinchen Dick" oder "Tom & Jerry". Unterhaltsame, spielerische, humorvolle Comics, hauptsächlich für Kinder und insgesamt sehr bildbetont. Dass es auch anders geht, beweist Art Spiegelman in "Die Maus - Mein Vater kotzt Geschichte aus". Spiegelman thematisiert in dieser ernsten autobiografischen graphic novel seine Beziehung zu seinem Vater sowie dessen Leben und Kampf ums Überleben während des Zweiten Weltkriegs. Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt. Zum einen wird dargestellt wie Wladek seinem Sohn Art seine Geschichte erzählt und zum anderen wird Wladeks Geschichte selbst dargestellt. So erfährt man von Wladeks Gefangenschaft, seinen verschiedenen Fluchtversuchen, seinen verschiedenen Verstecke vor den Nazis und von den Hungersnöten und der Angst allgemein. Stilistisch unterstreicht Spiegelman die 2-stränge Erzählbasis durch die Nutzung von panel grid für einen Erzählstrang bzw. den Aufbruch von panel grid für die andere Erzählbasis, was die beiden Geschichten verdeutlicht und das Lesen vereinfacht. Eine weitere Besonderheit des Comics ist die Nutzung von Tiermethaphorik, so sind die Juden als Mäuse dargestellt, die Nationalsozialisten als Katzen; wobei es in diesem Punkt nicht ausschließlich um die tierspezifischen Merkmale sondern vor allem um die Beziehung zueinander ( Katze-Maus/ Täter-Opfer) geht. Spiegelman zeigt mit seinem Comic, dass diese nicht immer komisch sein müssen, sondern durchaus eine ernste - sogar autobiografische - Geschichte erzählen können. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

    Maus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. March 2010 um 17:08

    Ein junger Mann erzählt die Geschichte seiner Familie – wie sie in der Zeit des aufkeimenden Nationalsozialismus zuerst argwöhnisch, aber noch nicht ängstlich die Situation beäugt, wie der Antisemitismus in Druck und Gewalt überschlägt, wie Verfolgung, Leid und Tod über jeden Einzeln kommt, wie persönliche Verluste zu einem Massenphänomen werden, wie manch einer die Greuel und die Lager überlebt – um am Ende festzustellen, dass Überleben und Überleben zwei paar Schuhe sind. Klingt wie schon oft geschrieben. Wieder so ein Erinnerungsbuch. Gut, dass es sie gibt, aber nicht mehr spektakulär. Könnte man meinen. Aber dann hat man nur den Klappentext gelesen und noch nicht hineingeschaut in „Die vollständige Maus“ von Art Spiegelman. Denn Spiegelman legt die zu erzählende Geschichte, die auch die seiner Familie ist (ob nun direkt oder übertragen, sei dahingestellt), in die Hände eines Comiczeichners, einer Maus namens Artie. Richtig, einer Maus. Auch Vater Wladek ist eine Maus und die Freundin Francoise und die Stiefmutter Mala. Nur die Deutschen, die sind keine Mäuse, die sind Katzen. Und viele andere Tiere spielen mit, so dass das Unsagbare und das Unmalbare hör- und zeigbar wird. Aber es macht die Darstellung für den Leser nicht leichter, vielleicht sogar im Gegenteil. Denn wo die Maus als Symbol steht, steht auch die Katze und das Schwein, und der Mensch wird animalisch und auch irgendwie wieder nicht. Spiegelman spielt mit Stereotypen und Zuschreibungen, und das mag vielleicht sogar bitter aufstoßen. Aber auch die Maus an sich ist kein reines Tier, die Verfolgten werden nicht erhoben und die Täter nicht animalischer als animalisch gemacht. Die Geschichte, die erzählt und gezeichnet wird, hat mich zutiefst berührt und beeindruckt. Denn auch wer aus dem Holocaust als Überlebender herauskam, hatte danach oftmals alles andere als ein normales Leben. Sich immer wieder die Frage stellen zu müssen, warum man selbst überleben durfte, während das eigene Kind oder die Mutter sterben mussten – ein immer wiederkehrendes Trauma. Besonders wichtig erscheinen diese Erzählungen, da die letzten Zeitzeugen so langsam von uns gehen. Literatur mit erhobenem Zeigefinger gibt es genug – und sie ist auch wichtig -, aber die Chance dieses Buches ist seine Form – der Comic. Absolut empfehlenswert, absolut notwendig, absolut 5 Sterne! P.S.: Dieses Buch gibt es als Lizenzausgabe bei der Bundeszentrale für politische Bildung für wenig Geld.

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  • Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

    Maus

    Ameise

    02. September 2009 um 23:15

    Als ich neulich wieder mal bei lovelybooks umherstöberte, bin ich zufällig auf "Maus" gestoßen und wurde sofort neugierig: Ein Comic über den Holocaust, der wie eine Tierfabel daherkommt, geht das? Also habe ich es gleich bestellt und gelesen, und ich muss zugeben, dass der Comic mich völlig umgehauen hat. Es ist die wahre Geschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman, dem Vater des Autors. Den größten Teil der Handlung erleben wir aus seiner Sicht, und so erzählt Wladek in holprigem Deutsch (bzw. Englisch im Original) seinem Sohn über seine Zeit während des Holocaust. Die Bilder sind relativ einfach gehalten, und die Personen werden als Tiere dargestellt, z.B. sind hier Juden Mäuse, Deutsche Katzen, Polen Schweine, US-Amerikaner Hunde usw. Manchmal geben sich die Juden als Polen aus, dann tragen die Mäuse Schweinemasken. Durch diese vereinfachte Darstellung gelingt es Art Spiegelman, die grauenhaften Szenen ein wenig abzumildern und darstellbar zu machen, ohne dass hier eine Verharmlosung stattfindet. Die Bilder und die Handlung sind auch so noch schockierend genug, um bei mir mehrfach für einen dicken Kloß im Hals zu sorgen. Wir erleben Wladek aber nicht nur während seiner Odyssee durch mehrere Konzentrationslager, sondern auch viele Jahre später als alten Mann, der seinem Sohn in mehreren Interviews seine Lebensgeschichte erzählt. Die Vater-Sohn-Beziehung ist keineswegs harmonisch, da Wladek sehr misstrauisch und ein unglaublicher Geizhals ist und seinem Sohn nicht allzuviel zutraut. Nicht nur der Autor fragt sich, ob allein Wladeks Martyrium in Auschwitz ihn zu einem derart schwierigen Menschen werden ließ. Fazit: "Maus" ist eines der eindringlichsten und lebendigsten Werke über den Holocaust, das ich je gesehen habe. Kein Wunder, das Art Spiegelman dafür mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. In meinen Augen ist dieser Comic ein absolutes Meisterwerk! Ich bin immer gegen solche Behauptungen wie "sollte man gelesen haben"und "ein Muss", aber in diesem Fall mache ich mal eine Ausnahme. Also: Bitte lesen!

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  • Rezension zu "Maus" von Art Spiegelman

    Maus

    LeseEule

    13. July 2009 um 13:42

    ein tolles buch. bringt den ablauf des holocaust unglaublich nahe.
    ich habe geweint...

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