Arthur C. Clarke

 4 Sterne bei 374 Bewertungen
Autor von 2001. Odyssee im Weltraum, Die letzte Generation und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Arthur C. Clarke

Arthur Charles Clarke wurde am 16. Dezember 1917 in Minehead, England geboren und gehörte, begründet durch den Filmklassiker »2001: Odyssee im Weltraum« – zu dem er die Kurzgeschichte sowie gemeinsam mit Stanley Kubruck auch das Drehbuch verfasste – auch außerhalb der Science-Fiction-Szene zu den bedeutendsten Autoren dieser Zunft. Da Clarke aus finanziellen Gründen zunächst kein Studium aufnehmen konnte, arbeitete er zu Beginn als Bilanzprüfer und schrieb bereits Ende der 1930er Jahre Geschichten. Während des Zweiten Weltkrieges war er als Radar-Spezialist bei der Royal Air Force im Einsatz. Sein Roman »Glide Path« basiert auf eben diesen Erfahrungen. Nach dem Krieg studierte Clarke Mathematik und Physik am King’s College in London. Ab 1951 war Clarke dann ausschließlich als freischaffender Autor tätig und heiratete im Juni 1953 Marilyn Mayfield, ließ sich aber bereits im Dezember desselben Jahres wieder scheiden. 1956 zog er nach Colombo, Sri Lanka wo er im Status eines Ehrenbürgers lebte. Im Jahr 1988 wurde bei ihm Kinderlähmung diagnostiziert, wordurch er seither an den Rollstuhl gebunden war. 1989 wurde er als Commander of the Order of the Britische Empire (CBE) ausgezeichnet und 2000 als Knight Bachelor zum Ritter geschlagen. Clarke verstarb am 19. März 2008 in einem Krankenhaus in Colombo, Sri Lanka, wo er wegen Atemproblemen behandelt wurde. Arthur C. Clarke zählte als Wissenschaftler zu den technischen Visionären der Science-Fiction. Seine Werke waren insbesondere von technischen Errungenschaften gekennzeichnet. Mehrere seiner Romane und Kurzgeschichten wurden mit dem Hugo, Nebula und John W. Campbell Memorial Award for Best Science Fiction Novel ausgezeichnet. Seine Visionen hatten prägenden Einfluss auf das Science Fiction-Genre und viele Nachwuchsautoren. Seine drei »Clarkeschen Gesetze« zählen heute zu den meistzitierten Axiomen des Genres. 1.»Wenn ein angesehener, aber älterer Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit recht. Wenn er behauptet, dass etwas unmöglich ist, hat er höchstwahrscheinlich unrecht.« 2.»Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu finden, ist ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustoßen.« 3.»Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.«

Alle Bücher von Arthur C. Clarke

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2001. Odyssee im Weltraum

2001. Odyssee im Weltraum

 (72)
Erschienen am 01.06.2001
Die letzte Generation

Die letzte Generation

 (47)
Erschienen am 01.12.2003
Rendezvous mit Rama

Rendezvous mit Rama

 (27)
Erschienen am 15.04.2008
Die Zeit-Odyssee

Die Zeit-Odyssee

 (29)
Erschienen am 01.04.2008
Die Stadt und die Sterne

Die Stadt und die Sterne

 (24)
Erschienen am 11.07.2011
3001 - Die letzte Odyssee

3001 - Die letzte Odyssee

 (9)
Erschienen am 25.02.2014
Rendezvous mit Übermorgen

Rendezvous mit Übermorgen

 (8)
Erschienen am 26.11.2008

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Arthur C. Clarke

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Mali-Moons avatar

Rezension zu "Rendezvous with Rama" von Arthur C. Clarke

Juwel
Mali-Moonvor 2 Monaten

Ich konnte förmlich die Kälte und das Klirren des Asteoriden spüren und höre noch heute wie er in meinem Kopf vorbeirrauscht! Grandios geschrieben und kreativ umgesetzt, doch obacht: die 3 nachfolgenden Bänder sind in Zusammenarbeit mit einem Co-Autor entstanden und erreichen keinesfalls die Brillianz des ersten Teils.


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Der_Buchdraches avatar

Rezension zu "2001. Odyssee im Weltraum" von Arthur C. Clarke

Geschmackssache
Der_Buchdrachevor 8 Monaten

»2001: Odyssee im Weltraum« von Arthur C. Clarke kann wohl als Klassiker der Science Fiction gelten, sowohl in der Literatur als auch unter den Filmen, denn auch der gleichnamige Film brachte es zu einigem Ruhm. Behandelt wird eine klassische First Contact Geschichte – jedoch mit nicht ganz alltäglichen Elementen.

Niemand weiß, dass vor drei Millionen Jahren, als unsere Vorfahren gerade erst von den Bäumen herabgestiegen waren, die Erde schon einmal Besuch von außerirdischem Leben erhalten hatte. Sie haben etwas ganz Entscheidendes hinterlassen: das Wissen, Werkzeug zu benutzen. Dann verschwanden sie wieder. Millionen Jahre später finden Forscher ein fremdartiges Konstrukt auf dem Mond und starten eine Raumexpedition zum Funkziel des Signals, das das Objekt aussendet. Eine Reise ins Ungewisse beginnt, bei der Gefahren von ganz unerwarteter Seite drohen.

Was man auf jeden Fall festhalten kann: Dieses Buch hat keine Charaktere. Die auftretenden Personen dienen nur als Handlungsträger und wirken fast schon wie ein notwendiges Übel, das halt da sein muss, damit die Handlung irgendwie vorankommt. Überzeugen können sie jedoch nicht.

Die Handlung selbst springt mitunter auch. So ist in einem Teil gerade noch vom Fund des seltsamen Objektes die Rede und im nächsten Teil des Romans fliegen sie plötzlich bereits durch die Sterne. Der Leser weiß im ersten Moment gar nicht, warum sie da lang fliegen und ist fast noch ahnungsloser als die beiden Besatzungsmitglieder, die das Schiff steuern – und selbst im Unklaren über das Ziel der Mission gelassen wurden. Das klärt sich zwar auf, ist zunächst aber verwirrend.

Abseits von diesen erzählerischen Schwächen ist der Roman aber sehr realistisch gehalten – insofern das bei Science Fiction eben geht. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass man viel von der Reise durch den leeren Raum mitbekommt – leider nicht so eindrucksvoll in Szene gesetzt wie beispielsweise im Film Interstellar, sodass sich das mitunter etwas zieht. Trotzdem: Es wird nicht jedem Leser gefallen, dass es auch einige technische Details gibt, gerade das mag ich jedoch an Science Fiction. 

Nun passt aber leider das Ende so gar nicht zum vergleichsweise realitätsnahen Rest des Buches. Gerade auf den letzten Seiten wird es sehr abgedreht und ausgesprochen fiktiv. Das steht im krassen Gegensatz zum Rest und will einfach nicht so wirklich damit harmonieren.

Womit der Roman auf jeden Fall punkten kann, ist der grandiose erste Teil, in welchem den Menschenaffen das Werkzeug gebracht wird. Das ist ausgesprochen eindrucksvoll in Szene gesetzt, sodass man das Gefühl hat, unmittelbar dabei zu sein und selbst das erste Mal den revolutionären Gedanken zu haben, mit einer Knochenkeule auf Jagd zu gehen.

Das Buch hat seine Schwächen, bietet aber dennoch kurzweilige Unterhaltung. Gerade der Anfang ist großartig in Szene gesetzt, der Rest hängt stark von individuellen Geschmack hab. Wer Hard Science Fiction mag, wird am Hauptteil des Romans sicher die eine oder andere Freude finden.

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A

Rezension zu "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke

Eine sehr ungewöhnliche Version der zukünftigen Menschheitsentwicklung!
Andreas-Schvor 8 Monaten


Der Altmeister Arthur C. Clark beschreibt in seinem Meisterwerk "Die letzte Generation" (englischer Originaltitel "Childhood's End) eine äußerst ungewöhnliche Version der zukünftigen Menschheit.

Zu Beginn des Romans steht die Menschheit kurz vor dem Sprung zum Mars. Mitten in der Vorbereitung der Expedition erscheinen gigantische Raumschiffe über den Metropolen der Erde.

Das kommt mir etwas bekannt vor. Der Film Independence Day lässt grüßen. Wobei Arthur C. Clark die Idee mehr als 40 Jahre vorher hatte, da der Roman 1952/1953 geschrieben wurde.

Auf circa 280 Seiten folgt dann eine äußerst interessante Geschichte über die weitere Entwicklung der Menschheit unter ungewöhnlichen Umständen.
Hier brilliert Arthur C. Clark mit einem klaren und mitreißenden Schreibstil. Als Leser steht man laufend unter Strom, da man immer wieder mit einer nicht erwarteten Wendung rechnen muss. Der Autor geizt auch nicht damit.

Wie bereits vorhin erwähnt, wurde der Roman Anfang der 50iger Jahre geschrieben. Deshalb sollte man sich nicht an den damaligen, geläufigen Technologiestand stören, die vereinzelt in den Roman eingebunden sind. Diese Textpassagen sind aber nur vereinzelt vorhanden und drücken keineswegs den Spannungslevel.

Das Ende war für mich dann schlechthin der Hammer. Damit habe ich aber wirklich nicht gerechnet und passt sehr gut zu diesem Roman.

Wenn man Klassiker der SF von Altmeistern gerne liest, der ist mit diesem Roman von Arthur C. Clark meiner Meinung nach auf jeden Fall an der richtigen Adresse. 

Selten aber doch vergebe ich mit ruhigen Gewissen 5 Sterne.

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar


Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen!

Unsere Buchtipps:

1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier
Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte.

Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte.

Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin.

Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet.

"Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich.

Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente...


2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick
Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten!

3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö
Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft.

4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas
Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre.

5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay
Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch!

Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit...

Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert.

Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen.


6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits
In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt.

7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke
"Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ...

8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler
"Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler!

9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack
„Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant.

10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio
Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen.

Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert.

Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei:

Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt!


Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Arthur C. Clarke wurde am 16. Dezember 1917 in Minehead, Somerset (Großbritannien) geboren.

Community-Statistik

in 359 Bibliotheken

auf 38 Wunschlisten

von 7 Lesern aktuell gelesen

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