Arthur C. Clarkes Erdlicht spielt in einer Zukunft, in der der Mond längst besiedelt ist und die Menschheit auch andere Teile des Sonnensystems erreicht hat. Im Mittelpunkt steht Bertram Sadler, ein Beamter von der Erde, der auf den Mond geschickt wird. Offiziell wirkt seine Reise zunächst unspektakulär, doch tatsächlich soll er einem möglichen Spionagefall nachgehen.
Auf dem Mond trifft Sadler auf eine abgeschottete Welt, die sich deutlich von der Erde unterscheidet. Das Leben dort ist geprägt von wissenschaftlicher Arbeit, technischen Herausforderungen und einer besonderen Nähe zur lebensfeindlichen Umgebung des Weltraums. Gleichzeitig verschärfen sich im Hintergrund politische Spannungen zwischen der Erde und den außerirdischen Kolonien. Clarke verbindet dabei Elemente eines Agentenromans mit klassischer Science-Fiction.
Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mir gesammelte Werke von Arthur C. Clarke zu kaufen. Mittlerweile versuche ich allerdings vorher, mir zunächst ein einzelnes Buch des jeweiligen Autors auszuleihen oder zu kaufen, um zu prüfen, ob mir der Schreibstil überhaupt zusagt. Beim Stöbern nach Clarke bin ich zufällig in der Onleihe auf Erdlicht gestoßen, habe es mir ausgeliehen und prompt durchgelesen.
Es handelt sich um einen leicht zugänglichen Abenteuerroman im Weltall mit einem interessanten Plot, allerdings ohne besonders tiefe emotionale Bindung an die Figuren. Die futuristischen Szenen sind, gerade wenn man bedenkt, dass das Buch aus den 1950er-Jahren stammt, anschaulich beschrieben. Der Roman ist kurz, unterhaltsam und angenehm zu lesen.
Erdlicht ist für mich keine hochliterarische Lektüre, über die man sich noch lange nach dem Lesen große Gedanken macht. Es hat mich auch nicht vollkommen gefesselt. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, weil es kurzweilig war und genau die Art von Science-Fiction bietet, die sich gut für zwischendurch eignet. Für mich ist es ein angenehmer Ausflug ins Weltall, besonders dann, wenn man nach einer schwereren Lektüre etwas Leichteres lesen möchte.
Ich werde mir daher weitere Bücher von Arthur C. Clarke für gelegentliche Ausflüge in klassische Science-Fiction vormerken.





















