Der Hund der Baskervilles

von Arthur Conan Doyle 
4,4 Sterne bei414 Bewertungen
Der Hund der Baskervilles
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Der beste Detektiv, den es jemals gab: Sherlock Holmes!

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Mein erster Sherlock Holmes. Spannende, schaurige Detektivgeschichte mit einem tollen Schreibstil und einer guten Portion subtilem Humor.

Alle 414 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Hund der Baskervilles"

Er ist der berühmteste Detektiv aller Zeiten: Sherlock Holmes, wohnhaft 221b Baker Street in London. Mit den Geschichten um den exaltierten, blitzgescheiten Meisterdetektiv Holmes und seinen etwas einfältigen Partner Dr. Watson wurde Arthur Conan Doyle zum Begründer des modernen Kriminalromans.

Sherlock Holmes wird von einem jungen Landarzt beauftragt, den rätselhaften Tod von Sir Charles Baskerville zu untersuchen. Angeblich lastet ein alter Fluch auf der Familie Baskerville, immer wieder sterben Angehörige auf ominöse Weise. Sherlock Holmes steht vor einem Rätsel: Sind tatsächlich übersinnliche Mächte im Spiel? Oder ist der Fall doch mit Vernunft und Logik zu lösen? Sherlock Holmes und Dr. Watson begeben sich auf Spurensuche …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783036959177
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Kein & Aber
Erscheinungsdatum:29.01.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.03.2014 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    zickzacks avatar
    zickzackvor einem Tag
    Kurzmeinung: Der beste Detektiv, den es jemals gab: Sherlock Holmes!
    Der Hund von Baskeville von Arthur Conan Doyle

    Sherlock Holmes – Der Hund von Baskerville von Sir Arthur Conan Doyle
    Ausgabe: 1987 Delphin Verlag


    Inhalt: Sir Charles von Baskerville wird im Moor tot aufgefunden. Er ist an Herzversagen gestorben, da ihn der Höllenhund (Geisterhund) von Baskerville zu Tode erschreckt hat. Charles wäre erneut ein Mitglied der Familie, der den Fluch von Baskerville zum Opfer gefallen ist.
    Entspricht das der Wahrheit, dass er von übersinnlichen Kräften umgebracht wurde oder steckt ein gewitzter Komplott dahinter? Sherlock Holmes und Dr. Watson nehmen sich den Fall ein und stoßen dabei auf jede Menge neue Fragen.

    Dieser Titel ist meiner Meinung der bekannteste aus der Sherlock Holmes Reihe und doch muss ich sagen, dass er nach dem ersten Band „Einer Studie in Scharlachrot“ in meinen Augen etwas schwächelt. Der Band fängt stark in London an, wie Holmes analysiert, wer sie besucht hat, dann wie sie von den Fall in Kenntnis gesetzt werden, die mysteriösen Vorkommnisse in London und dann reist Watson mit dem neuen Besitzer Sir Henry nach Schloss Baskeville.
    Und da fing das Buch an sich für meinen Geschmack etwas zu ziehen. Watson hat versucht den Fall nun aufzudecken, allen Verdächtigen, ob nun Butler oder Nachbar nachzugehen, um auf eine heiße Spur zu kommen und damit Holmes in seinen Berichten zu gefallen. Mir hat da an dieser Stelle einfach Sherlock Holmes gefehlt. Es war für mich irgendwie langatmig das Ganze zu lesen, die Verdächtigungen und wie sie wieder in Wohlgefallen aufgelöst wurden und Sherlock bringt immer wieder einen anderen Blickwinkel ins Spiel, das Watson einfach nicht schafft.
    Doch schlussendlich ist Sherlock Holmes wieder aufgetaucht und die Geschichte hat gleich wieder an Dynamik bekommen, vielleicht auch weil er mit Leichtigkeit Klarheit in die Irrungen und Wirrungen bringen konnte.

    Letzten Endes hatte ich schon ziemlich früh mir erdacht, um was es da überhaupt ging, nur der Verdächtige war mir in da noch nicht klar.
    Der Mythos von dem Hund fand ich gut, der mich in entferntesten Sinne irgendwie an den Höllenhund Kerberos erinnert hat, obwohl dieser nicht einmal mit drei Köpfen aufgetreten ist. Aber irgendwie die Beschreibung von monströs, feuerspuckend und das Bewachen hat mich auf den Gedanken gebracht und vielleicht war das auch beabsichtigt.
    Der Teil des Dartmoors wurde wie erwartet mystisch beschrieben und trug auch dazu bei, dass die gesamte Zeit eine bedrohliche Atmosphäre über dem Geschehen lag. Der ausgebrochene Sträfling tat dann am Ende noch den Rest dazu.

    Der Schreibstil war wie schon im ersten Band flüssig zu lesen. Ich mag auch, dass hier mit Inquitformeln gespart wird. Heutzutage werden sie ja oft zu viel genommen, wo man hier teilweise gedacht hätte, dass ab und eine Pause im Monolog oder im Gespräch ganz gut getan hätt. Aber letzten Endes hat es mir auch nicht wirklich gefehlt. Dafür war die wörtliche Rede zu gut.

    Fazit: Bis auf den erwähnten Abschnitt, der sich in meinen Augen gezogen hatte, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Auch die Länge des Buches hat mir gut gefallen. Sicherlich hätte man das Ganze noch weiter ausbauen müssen, aber es ist nicht nötig, da Doyle auch so alles erzählt hat, was es zu dieser Geschichte zu erzählen gibt. Von mir gibt es vier Sterne.

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    Holdens avatar
    Holdenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Inspieriert von der Bloudhound Gang und vom "Pakt der Wölfe".
    Aufregung bei den Baskerwillis

    Sherlock Holmes wird von dem Landarzt Dr. Mortimer aufgesucht, der von dem Tod seines Freundes Sir Charles berichtet, der womöglich von einem Höllenhund zu Tode gehetzt wurde, den es in den alten Familiengeschichten des Adelsgeschlechts schon immer gegeben haben soll. Sir Henry ist der letzte überlebende Baskerwilli und schwebt so ist Holmes sich sicher, in höchster Todesgefahr. Was hat der Naturforscher Stapleton damit zu tun, mit seiner Schwester, die ihm gar nicht ähnlich sieht, und die Watson mehrmals eindringlich warnt? Obwohl ich die Geschichte natürlich kannte, hat das Buch mich in seinen Bann geschlagen, wie wäre es mit einer neuen Verfilmung, mir der neuesten Tricktechnik könnte der Hund bestimmt sehr furchterregend wirken. Und die Ermordung Seldens anstatt von Sir Henry ist ein error in persona, den Strafrehtler unter den Lesern wirds freuen.

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    Draco_Tenebriss avatar
    Draco_Tenebrisvor einem Jahr
    Ein gruseliger Fall für Sherlock Holmes

    In diesem Buch wird der berühmteste aller Detektive an einen Ort gerufen, der nicht nur unheimlich, sondern auch mysteriös erscheint. Er soll zusammen mit seinem treuen Freund John Watson herausfinden, wer oder was eine große schwarze Bestie auf unschuldige Leute hetzt. Um die Familie Baskerville ranken sich unzählige Geschichten und Erzählungen, aber welche kann man glauben? Und wer würde eine solche Bestie dafür ausnutzen und ihr befehlen, die Gegend unsicher zu machen? Diesen und vielen anderen Mysterien gehen Holmes und Watson auf die Spur!

    Mir hat dieser Band sehr gut gefallen. Die Atmosphäre war wunderschön gruselig und man fiebert richtig mit Holmes und Watson und all den anderen Figuren mit. Auch wenn ich bisher nur zwei Bücher aus der Sherlock-Reihe gelesen habe, so finde ich ist dies eines der besten Bücher. Hat mir wirklich extrem gut gefallen! Ich möchte bitte noch mehr Sherlock-Bücher lesen und vielleicht schaue ich mir ja auch eines Tages die Serie an! Mal sehen was da noch alles so kommt, aber Sherlock ist echt sehr spannend!

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    NiWas avatar
    NiWavor 2 Jahren
    Kriminalistisches Vergnügen

    Baskerville Hall liegt mitten in einer sagenumwobenen und mysteriösen Sumpflandschaft. Prekär wird es, als die alten Legenden um einen geisterhaften Hund Gestalt annehmen und dieses Wesen eine Generation der Baskervilles nach der anderen zu Tode treibt. Hier ist Sherlock Holmes gefragt, der das Geheimnis gemeinsam mit Dr. Watson zu lüften wagt.

    Es war mein erster Sherlock-Holmes-Kriminalroman und ich bin mit gemischten Erwartungen herangegangen. Einerseits habe ich an einen typischen Krimi gedacht, andrerseits habe ich auch einen etwas verstaubten Stil vermutet, und im Endeffekt wurde ich sehr, sehr positiv überrascht.

    Sherlock Holmes und Dr. Watson werden beauftragt, das Geheimnis des Hundes von Baskerville aufzudecken. Der letzte Herr von Baskerville ist einen mysteriösen Tod im Moor gestorben und der neue Herr - ein bisher unbekannter Erbe aus Kanada - schwebt dem Anschein nach in Lebensgefahr. Holmes, von der Geschichte eines alten Familienfluchs fasziniert, macht sich an die Klärung des Falls und schickt Watson nach Baskerville, um dem neuen jungen Herrn zur Seite zu stehen.

    Sherlock Holmes ist ein ziemlich arroganter Typ. Hier muss man sich aber eingestehen, dass er sich zurecht etwas auf seine Logik einbilden darf. Er ist wohl einer der ersten Detektive, der den kleinsten Spuren in CSI-Manier Aufmerksamkeit schenkt und somit anderen eindeutig überlegen ist. Watson ist Holmes treuer Gefährte, manchmal tatsächlich so ergeben wie ein Hund, der seinem Herrn kaum von der Seite weicht. Allerdings merkt man, dass Holmes die Unterstützung seines Freundes durchaus zu schätzen weiß.

    Die Handlung ist sehr spannend aufgebaut. Denn nach und nach werden Figuren eingeführt, die - wenn auch manchmal weit hergeholt - ein mögliches Motiv für die Tat hätten und man tüftelt und grübelt und stellt laufend neue Theorien auf, was insgesamt einfach großen Spaß macht, weil man vom Autor immer wieder an der Nase herumgeführt wird.

    Zudem kommt noch die schaurige Atmosphäre der Moorlandschaft, mit ihren unsicheren Wegen, der Todesgefahr, der nächtlichen Nebel und dem Familienfluch, der die Baskervilles in Form eines Hundes heimsucht.

    Der Erzählstil ist sehr interessant gewählt und auch anders, als ich zu Beginn vermutet hätte. Die Handlung wird von Dr. Watson geschildert, manchmal sogar in Tagebuch- oder Berichtform, was dem Ganzen, meinem Gefühl nach, zusätzliche Spannung verleiht.

    Gewundert hat mich nur, dass Sherlock Holmes - das kriminalistische Genie himself - nur selten Raum in der Handlung einnimmt und sein Gefährte Watson im Vordergrund steht.

    Für mich war dieser Fall von Sherlock Holmes ein großartiger Krimi-Spaß, der mich zum Rätseln und Grübeln gebracht und mir die waghalsigsten Theorien hervorgelockt hat.

    Wenn man schon immer einen klassischen Kriminalfall mit Sherlock Holmes persönlich lösen wollte, sollte man wirklich zu diesem Buch greifen, das ich auf jeden Fall empfehlen kann.

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    Milagros avatar
    Milagrovor 2 Jahren
    Ermittlungen ohne Internet

    Ich habe die Verfilmungen der Sherlock Holmes Geschichten immer gern gesehen, warum also jetzt nicht mal ein entsprechendes Buch lesen.
    Ich hatte mir das eBook - kostenlos - auf den Kindle geladen,, das Format war prima, einen einzigen Rechtschreibfehler habe ich gefunden, alles in Ordnung mithin. In dieser Übersetzung duzen sich Holmes und Watson allerdings, das konnte ich mir so nicht vorstellen, es war daher etwas irritierend zu lesen.
    Der alte Baron wird tot am Tor zum Moor aufgefunden, ein  junger Erbe aus Kanada tritt dazu, Pferdekutschen in London, geheimnisvolle Briefe, ein Schmetterlingssammler und zwei Damen kommen ins Spiel. Telegramme werden verschickt, Tee wird getrunken, Bauern fürchten sich vor dem grauenhaften Untier, das im Moor zu hören ist. Ach, es ist nett, ruhig geht die Geschichte weiter, Watson ermittelt tapfer und ein Puzzlestein nach dem anderen führt schließlich zum Gesamtbild. Die Lösung erfordert schon eine Berechnung mit vielen Unbekannten, der letzte Abschnitt besteht aber daher auch aus Holmes Zusammenfassung der Geschichte. So hat die Leserin den Täter ermittelt, die Hintergründe liefert dann Holmes. Nett, insgesamt. Und schön, dass man sich hier auf lovelybooks auch der Klassiker in Leserunden annimmt.

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    vanessablns avatar
    vanessablnvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender Krimi-Klassiker, der überraschend leicht zu lesen ist. Es lohnt sich, zum Original zu greifen!
    Zu Recht ein Klassiker

    Der altertümliche Detektiv Sherlock Holmes ist wohl jedem ein Begriff, egal ob Krimi-Fan oder nicht. Aber durch den Ruf, der ihm vorauseilt, kann man leicht den Original-Lesegenuss verpassen. Bei mir kam hinzu, dass ich meine, die Geschichte um den Baskerville-Hund schon einmal in jungen Jahren gelesen zu haben, möglicherweise als Schullektüre, was einem bekanntlich leicht etwas madig machen kann. Im Rahmen einer „Klassiker-Leserunde“ habe ich nun zu der Taschenbuchausgabe des Insel-Verlages gegriffen und es nicht bereut. Diese Ausgabe erscheint mir zudem ziemlich originalgetreu. Beispielsweise heißt der Titel bereits „Der Hund der Baskervilles“ anstatt „Der Hund von Baskerville“.

    Inhaltlich geht es darum, dass Holmes damit beauftragt wird, das Rätsel um einen vermeintlichen Bluthund im Moor zu lösen. Dieser hat nämlich anscheinend bereits mehrere Baskerville-Familienmitglieder in den Tod gehetzt. Holmes geht planvoll und bedächtig an die Sache heran und lässt sich nicht von Gruselgeschichten der Dorfbewohner beeindrucken. Da Holmes vielbeschäftigt ist, muss sein Freund Dr. Holmes die Fährten aufnehmen und den gerade angereisten Erben Baskerville, der eventuell in Gefahr ist, beschützen.

    Das Buch liest sich für einen Klassiker von 1902 überraschend leicht. Bei Doyle gibt es nicht viel Drumherum und keine unnötigen Ausschmückungen. Es geht recht sachlich und knapp zu, trotzdem ist der Schreibstil anspruchsvoll, unterhaltsam und spannend. Dr. Watson steht in diesem Krimi im Vordergrund, aber der berühmte Holmes mit seiner bestechenden Beobachtungs- und Kombinationsgabe bleibt deshalb nicht untätig. Der Aufbau ist ziemlich geschickt, auch an Verdächtigen und Wendungen fehlt es nicht. Die abschließenden Erklärungen im letzten Kapitel machten es noch runder. So bleibt keine Frage offen. „Der Hund der Baskervilles“ ist zu Recht ein Klassiker, interessant natürlich auch für Krimi-Fortgeschrittene - denn hier liest man, wie das Genre seine Anfänge auf die alte englische Art nahm.

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    Miamous avatar
    Miamouvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mein erster, aber nicht mein letzter Holmes :-) Konnte mich voll begeistern...
    Holmes ist auf den Hund gekommen...

    Sherlock Holmes – auch wenn man noch nichts über ihn gelesen oder keinen Film von ihm gesehen hat, so kennt man ihn ja doch. Mit seinen akribischen wissenschaftlichen Methoden und seinem Ermitteln mit allen fünf Sinnen, ist er ja quasi der Inbegriff detektivischer Arbeit. Und auch sonst gibt es ja die vielen, ja, fast Mythen über ihn und er lebt doch immer weiter, auch wenn er nicht mehr direkt aus der Feder von Arthur Conan Doyle hüpft.

    Trotzdem ist das Original eben das Original und ich habe mich, dank der Gruppe „Klassiker Leserunden“, auch mal einen Sherlock Holmes direkt aufgesogen. Und es wird nicht mein letzter gewesen sein. „Der Hund von Baskerville“ reiht sich in eine Riege der Erzählungen über Sherlock Holmes ein, steht aber als eigener Roman und ist 1901/02 erschienen.

    Sherlock Holmes muss einen sehr ungewöhnlichen Fall lösen. Sir Charles Baskerville ist unter sehr mysteriösen Umständen zu Tode gekommen. Angeblich, so die Legende, gibt es einen Höllenhund, der es auf alle Nachkommen der Baskervilles abgesehen hat. Es herrscht daher große Angst, dass der neue Bewohner der Anwesens, Henry Baskerville, ebenfalls zu Tode kommen könnte. Sherlock Holmes will der Sache auf den Grund gehen, da er natürlich nicht an übersinnliche Phänomene glaubt. Er schickt seinen Freund Dr. Watson gemeinsam mit Henry Baskerville nach Devonshire, damit sie dort Nachforschungen anstellen. Watson lernt sehr schnell die Nachbarn und Freunde des Hauses Baskerville kennen und stattet Holmes in regelmäßigen Abständen schriftliche Berichte über seine Beobachtungen ab. Bald spricht sich auch noch herum, dass sich ein entflohener Sträfling im Moor versteckt hält. Und Holmes sucht Zusammenhänge, bis er schlussendlich auf einen ebenbürtigen Gegner trifft.

    Gleich von Beginn weg ist man in der Geschichte gefangen. Man tut sich sehr schwer das Buch zur Seite zu legen, weil sich mit jeder Seite neue Verdächtige auftun und man als Leser förmlich zum Mitträtseln eingeladen wird. Dies rührt nicht zuletzt daher, dass Holmes und Watson so detailgetreu nachforschen, dass man sich als Leser als ebenbürtiger Partner fühlt, der eingeladen wird, sich seine eigenen Gedanken, über mögliche Motive und Täter zu machen. Dabei kann man sich wunderbar in sehr wilde und manchesmal sogar abstruse Theorien verwickeln, was beim Lesen aber einfach Spaß macht.

    Holmes und Watson sind sehr griffige Figuren, obwohl Watson der weitaus sympathischere ist, da er mehr Einfühlungsvermögen an den Tag legt als Holmes. Was aber vielleicht von Doyle so gewollt worden ist (er hat ja kein Geheimnis daraus gemacht, dass er mit Holmes so seine Probleme hatte). Beide geben sie aber ein außergewöhnliches Gespann ab und man begleitet sie wirklich gerne.

    Die Handlung war sehr gut aufgebaut und sehr spannungsgeladen. Von Anfang an werden Spuren gelegt, die sich im Laufe der Handlung gekonnt auflösen und somit der Geschichte einen durchgehend Roten Faden geben. Der Schauplatz im Moor in Devonshire hätte besser nicht gewählt sein können, da er zusätzlich zu dem mysteriösen Moorhund auch noch eine ganz eigene, durchaus mulmige Stimmung und Atmosphäre aufbauen konnte. Kurzum hat „Der Hund von Baskerville“ alles, was ein guter Krimi braucht.

    Die Geschichte an sich liest sich sehr flüssig. Doyle hat einen sehr geraden Schreibstil, der sich nicht in irgendwelchen Schnörkelein verliert, aber soweit beschreibt, dass man als Leser gut im Bild steht.

    Mein einziger (aber eher kleinerer) Kritikpunkt ist, dass der Täter am Schluss natürlich gestellt wird, jedoch seiner Gerechtigkeit entgehen kann. Zusätzlich wäre es für mich persönlich auch spannend gewesen, seine Sicht der Dinge zu sehen. Sie werden zwar angedeutet, trotzdem sorgt ja gerade die Sichtweise des Täters oft zusätzlich noch für Gruselmomente.

    So habe ich Holmes und Watson mal kennengelernt und ich freue mich schon mehr von ihnen zu lesen.

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    derMichis avatar
    derMichivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Doyle für Liebhaber
    Doyle für Liebhaber

    Baskerville - ein Name der weite Kreise zieht. Eine bekannte Schrifttype heißt so und es ist ein englischer Nachname, der vor allem durch Arthur Conan Doyles Sherlock-Holmes-Roman "Der Hund der Baskervilles" bekannt wurde. Sogar Umberto Eco ließ sich davon inspirieren und nannte seine ebenfalls in einem Mordfall ermittelnde Hauptfigur in "Der Name der Rose" kurzerhand William von Baskerville. Der wiederum hat übrigens nicht zufällig einen Gehilfen namens Adson. Das Originalabenteuer von Doyle liegt nun in einer exklusiven zweisprachigen Ausgabe vor.
    Darin erleben Sherlock Holmes und Doktor Watson ihren vermutlich mysteriösesten Fall. Der Testamentsvollstrecker Dr. Mortimer wendet sich an Holmes, denn sein Klient Sir Henry Baskerville hält sich und sein kürzlich angetretenes Erbe für verflucht. Sein frisch verstorbener Verwandter Charles Baskerville wurde unter mysteriösen Umstanden tot auf seinem Grundstück aufgefunden, in der Nähe große Abdrücke von Hundepfoten. Der Legende nach treibt sich ein riesenhafter Geisterhund in der Gegend herum, seit sich ein Vorfahr der Baskervilles einer grausamen Tat schuldig machte. Für Holmes sind übersinnliche Phänomene natürlich ausgeschlossen, doch alle Anzeichen sprechen für ein logisch nicht erklärbares Ereignis. Also machen sich Holmes und Watson selbst auf den Weg nach Baskerville Hall und das nahegelegene Moor, wo sich ihnen ein Rätsael offenbart, mit dem sie nicht gerechnet haben.
    Beurteilende Worte über die Geschichte zu verlieren ist eigentlich überflüssig. Es ist und bleibt zu recht einer der großen Holmes-Klassiker, von dem oft auch Nichtkenner der Materie mindestens schon gehört haben. Sie wurde mehr als fünfundzwanzig mal verfilmt und gilt als von der zu ihrer Zeit blühenden Horrorliteratur und diversen lokalen Sagen von Dartmoor beeinflusst. Natürlich findet wie gewohnt ein guter Teil der Ermittlungsarbeit in Dialogen und Berichten der Beteiligten statt, Doyle-Fans dürften aber damit umzugehen wissen. Von all den scheinbar unlösbaren Fällen des Meisterdetektivs ist dieser aufgrund seiner mythischen Thematik etwas besonderes.
    Die vorliegende Neuauflage des Anaconda-Verlages vereint die überarbeitete deutsche Übersetzung von Stephanie Jakobs und die Originalfassung von 1902. Das beschert dem Band eine ansehliche Seitenzahl, denn selbst die vier als buchfüllende Romane konzipierten Holmes-Geschichten erreichen in den meisten Fällen kaum eine Länge von zweihundert Seiten. Günstigerweise wurde nicht einfach eine Fassung nach der anderen abgedruckt, sondern jeweils eine Seite des englischen Textes auf einer Doppelseite zusammen mit der entsprechenden deutschen Übersetzung. Die Tatsache, dass das Deutsche für dieselbe Aussage in der Regel mehr Worte benötigt, wurde durch eine andere Schriftart und Schriftgröße für die jeweiligen Fassungen ausgeglichen. Absätze und Registerhaltigkeit entsprechen günstigerweise dem deutschen Text, sodass der Lesefluss nicht gestört wird.
    Im selben Verlag ist auch eine gebundene Ausgabe erschienen, deren Buchrücken noch etwas mehr aushalten dürfte als dieses Taschenbuch. Dessen schlichte aber dennoch stilvolle Gestaltung dürfte allerdings auch bibliophile Holmesianer überzeugen und diese Ausgabe zumindest für unterwegs attraktiv machen.

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    Archervor 2 Jahren
    Der Höllenhund aus dem Moor

    Okay, ich denke, diese Geschichte kennt prinzipiell jeder, selbst Lese- und Holmesmuffel, denn die ist bestimmt öfter verfilmt worden als jeder andere Klassiker. Ich benutze absichtlich das Wort Klassiker, denn zu denen gehört dieses Buch zweifelsfrei.
    Trotzdem fasse ich noch mal kurz zusammen:
    Sir Henry, der junge Erbe von Baskerville Hall, hat nicht nur ein Problem. Zum einen verschwinden immer wieder Sachen von ihm, obwohl er gerade erst aus Amerika eingetroffen ist, und dann ist da noch die Legende von dem Höllenhund, der bis jetzt noch jeden seiner Vorfahren geholt hat. Kein Wunder, ist doch sein Onkel unter mysteriösen Umständen gestorben und Zeugen schwören Stein auf Bein, dass sie neben der Leiche des Lords riesige Pfotenabdrücke gefunden hätten. Holmes behauptet, keine Zeit für diesen Fall zu haben und schickt seinen treuen Freund und Mitstreiter mit dem jungen Sir Henry mit, um auf ihn aufzupassen und ihm regelmäßig Bericht zu erstatten. So ist Watson tatsächlich auf sich allein gestellt, und er kommt dabei dem Geheimnis des Haushälterehepaars von Baskerville Hall auf die Spur und erlebt im Moor seltsame Begegnungen und unangenehme Überraschungen.

    Watson mal auf sich gestellt, kann das gutgehen? Auf jeden Fall. Watson ist nicht der dickliche, unbeholfene, dümmliche Sidekick von Holmes, als der er so oft in Filmen dargestellt wird. Er war im Afghanistankrieg und bei allen gefährlichen Situationen ist er ein Mann, der die Nerven behält. Natürlich zieht er andere Schlüsse aus seinen Beobachtungen als Holmes, aber das sind genau die Schlüsse, die jeder normale Mensch ziehen würde. Und natürlich lässt Holmes ihn auch nicht zu lange im Stich.
    Immer wieder schön, dieses Buch zu lesen, selbst beim dutzendsten Mal: großes Kino in Buchform.

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    littleowls avatar
    littleowlvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: DIE klassische Detektivgeschichte - auch heute noch toll zum gruseln und miträtseln.
    Der Hund von Baskerville

    Worum geht’s?

    Dr. Mortimer bittet den berühmten Detektiv Sherlock Holmes um Hilfe, nachdem sein Freund Sir Charles Baskerville unter mysteriösen Umständen verstorben ist. Offiziell war Herzversagen die Ursache für Baskervilles Tod, doch Mortimer ist fest davon überzeugt, dass der Höllenhund dahinter steckt, der die Familie einer Sage zufolge seit Generationen heimsucht. Nun ist der Landarzt besorgt, dass auch der Erbe von Baskerville Hall, Henry, in Gefahr sein könnte. Holmes und sein treuer Freund Dr. Watson gehen dem Geheimnis auf den Grund und stoßen dabei auf immer neue Ungereimtheiten. Gibt es eine logische Erklärung oder stecken am Ende wirklich übernatürliche Kräfte dahinter?

    Meine Meinung

    „Der Hund der Baskervilles“ war mein erster Roman von Sir Arthur Conan Doyle, aber ich hatte vorher schon einige Verfilmungen gesehen. Daher war ich natürlich gespannt, ob der berühmte Meisterdetektiv in den Romanen so ist, wie man ihn aus Film und Fernsehen kennt. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, der Buch - Sherlock Holmes ist ein herrlich schrulliges und schlagfertiges Genie, genauso wie er immer auf der Leinwand dargestellt wird. Mit teilweise ziemlich unkonventionellen Methoden kommt er jedem Geheimnis auf die Spur und erläutert seine Pläne immer erst hinterher. Da hat mir Dr. Watson, Erzähler und treuer Freund von Holmes, manchmal fast leidgetan. Die beiden verbindet eine ganz besondere Freundschaft und diesen Fall lösen sie wirklich als Team. Denn Watson begleitet Henry nach Baskerville Hall, um auf ihn aufzupassen und Holmes zu berichten, der in London geblieben ist. Dabei macht er sich selbst gar nicht schlecht als Ermittler, tatkräftig und gewissenhaft stellt er seine eigenen Nachforschungen an.

    Bei nicht-deutschen Klassikern ist eine gelungene Übersetzung immer eine wichtige Voraussetzung für Lesespaß. Das war diesmal zum Glück kein Problem, der Text klingt natürlich ein bisschen altmodisch, ist aber gut zu lesen. Die herrlichen Dialoge zwischen Watson und Holmes haben nichts von ihrem Wortwitz verloren und haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Toll fand ich auch die anschaulichen, malerischen Beschreibungen. Es gibt einfach keinen besseren Schauplatz für eine Geistergeschichte als ein verfallendes Herrenhaus in einer düsteren Moorlandschaft.

    Die Sherlock Holmes – Romane gehören zu den klassischen Whodunnit – Geschichten, bei denen man als Leser wunderbar miträtseln kann. Ich muss gestehen, dass ich als Detektivin eine echte Niete wäre, hatte aber trotzdem viel Spaß daran, Vermutungen anzustellen. Der Autor verzichtet auf langweiliges Vorgeplänkel und schafft es, die Spannung bis zum letzten Moment aufrechtzuerhalten. Dabei herrscht auf jeden Fall kein Mangel an überraschenden Wendungen. Ich weiß nicht, wie oft ich im Laufe des Romans einen Verdacht wieder verwerfen musste, von dem ich eigentlich völlig überzeugt war.

    Fazit

    „Der Hund der Baskervilles“ ist ein Klassiker unter den Detektivgeschichten und bietet auch heute noch erstklassige Unterhaltung und jede Menge Rätselspaß. Ich würde gern noch mehr Sherlock Holmes – Abenteuer lesen!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    NiWas avatar
    Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden.

    Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.

    Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost!

    Für den Juni haben wir uns „Der Hund von Baskerville“ von Arthur Conan Doyle ausgesucht.

    Beginn: 10. Juni 2016

    Klappentext:
    Im Westen Englands in der Grafschaft Devonshire liegt Dartmoor, berüchtigt wegen seines Zuchthauses, aber auch wegen der unheimlichen und unergründlichen Sumpf- und Moorlandschaft, die seit Generationen Legenden hervorbrachte.
    Baskerville Hall, inmitten dieser öden Landschaft gelegener Sitz eines alten Geschlechts, wird zum Schauplatz eines höchst komplizierten Falles, der mit dem Tod von Sir Charles Baskerville beginnt und die alte Legende vom Höllenhund, der die Baskervilles verfolgt, wieder aufleben lässt. War Charles Baskerville diesem Untier zum Opfer gefallen? Hatte der Fluch, der auf der Familie seit Generationen lastet, erneut zugeschlagen?

    Sherlock Holmes, unabkömmlich in London, schickt Dr. Watson zusammen mit dem letzten Spross der Familie nach Baskerville Hall. Doch kann Watson dieses Abenteuer ohne Sherlock Holmes durchstehen? Wird er das Untier zur Strecke bringen? Gibt es den Hund wirklich oder ist er nur Aberglaube?

    Die Leserunde beginnt am 10.06.2016 und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns auf den Spuren von Sherlock Holmes wandern will.:-)

    Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben gibt.

    Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung.
    Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen!

    • Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde übersichtlich bleibt.
    • Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen!

    _____________________________________________

    Meine Ausgabe ist in 15 Kapitel gegliedert. Ich habe hier versucht, ungefähr gleich umfangreiche Leseabschnitte einzuteilen:

    Leseabschnitt 1 | Kapitel 1: Mr Sherlock Holmes - Kapitel 3: Kapitel 4: Sir Henry Baskerville

    Leseabschnitt 2 | Kapitel 5: Drei gerissene Fäden - Kapitel 8: Der erste Bericht von Dr. Watson

    Leseabschnitt 3 |Kapitel 9: Zweiter Bericht von Dr. Watson - Kapitel 11: Der Mann auf dem Felsen

    Leseabschnitt 12 | Kapitel 12: Tod im Moor - ENDE
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